„Black Hawk Tattoo“ – Aundrea Singer

Klappentext
Gabe Navarro, Künstler aus Toronto, verbringt die meiste Zeit mit Tätowieren und seinem Masterstudium. Er ist sich seiner Überzeugung und künstlerischen Integrität völlig sicher und naiv genug, zu glauben, dass er niemals einen Kompromiss eingehen muss – bis der Irakveteran Jake MacLean in seinem Tattoostudio aufkreuzt.

Wütend und mit dem Schuldbewusstsein des Überlebenden ist Jake in einem Teufelskreis gefangen, der ihn zwingt, für Sünden zu büßen, die er sich selbst niemals wird vergeben können. Verzweifelt versucht er, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen, und zieht zunächst zu seiner Schwester nach Toronto. Niemals hätte er erwartet, dort Gabes Charme zu verfallen.

Obwohl Jakes beharrliches Schweigen über seine Zeit im Irak Gabe frustriert, glaubt er lieber Jakes Beteuerungen, es ginge ihm gut, als der Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Doch schnell wird klar, dass Jake seine Panikattacken nicht kontrollieren kann, und dass sich sein Zustand verschlimmert. Jake steuert geradewegs auf den Abgrund zu – und läuft Gefahr, Gabe mit sich zu ziehen, wenn dieser es nicht schafft, ihm im Kampf gegen seine Dämonen beizustehen.

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Puhhh, manchmal gibt es Geschichten, da lohnt es sich einfach dran zu bleiben. Ich habe bis 70% des Buches darauf gewartet, dass es zum großen Knall kommt. Das Jake eine wandelnde Zeitbombe ist, war eigentlich vom ersten Kapitel an klar. Das Liebe blind macht, weiß man auch, so dass man bedingt Verständnis für Gabe aufbringen kann. Zwischendurch hatte ich aber auch das Gefühl, dass er eigentlich  nicht wirklich wissen will, was mit Jake los ist.

Als es dann tatsächlich nach dem großen Knall zum Showdown kommt, habe ich, etwas erstaunt über Gabes soziale Kompetenz, verwundert die Augenbrauen gehoben. Irgendwie ist er in dieser Situation dann doch über sich hinausgewachsen. Wo diese Empathie plötzlich herkam, erschloss ich mir nicht so ganz, dennoch empfand ich seine Seite von ihm sehr hilfreich für die Gesamtsituation.

Mitgefühl ist das Verständnis des Herzens.
© Helga Schäferling  (*1957), deutsche Sozialpädagogin

Trotz dieses meiner Meinung nach komplexen Themas, ist es eine ruhige Geschichte, die ein bisschen an der Oberfläche eines PTSD kratzt. Lange liest man einfach nur wie sich die Beziehung zwischen Jake und Gabe entwickelt. Leider erfährt man zu wenig (oder wenn erst sehr spät), wer, wie und warum so gehandelt hat, wie gehandelt wurde.

Schön beschrieben ist das Umfeld von Gabe und Jake. Hier gibt es wunderbare Nebenprotagonisten die sich wirklich gut in die Geschichte einfügen und jede(r) von ihnen den richtigen „Platz“ einnimmt. Einzig Jakes Armyvergangenheit, als „Sanitäter/Helfer“ bleibt wirklich blaß. Kann es wirklich sein, dass niemand aus dieser Zeit (explizit sei hier Skites erwähnt, der mMn zumindest in irgendeiner Form Erwähnung – ausser in einem kurzen Satz – finden sollte) mit ihm in Verbindung geblieben ist? Keine weiteren Kollegen, kein Vorgesetzter zeigt in irgendeiner Form wenigstens ein bisschen Interesse an ihm? Hier klärt auch der Epilog nicht wirklich auf, was mich dann doch ein wenig enttäuscht hat.

Das die US-Army und auch die Regierung nicht wirklich Interesse daran hat, Soldaten, die an PTSD leiden, aufzufangen, ist leider hinlänglich bekannt. Entweder Soldaten funktionieren oder sie sind untauglich (ganz ehrlich, ich finde dies schlicht menschenverachtend). Es wird in diesem Buch allerdings nur ganz oberflächlich daran geschrammt, so dass man nicht wirklich einen Blick hinter die Kulissen bekommt und mit den vorgegebenen Tatsachen leben muss. Man erfährt leider auch nicht, ob Jake einfach keine Hilfe wollte, keine angeboten bekam, oder … Aber auch, als er sich dann ENDLICH Hilfe sucht, wird dies viel zu wenig thematisiert.

„Black Hawk Tattoo“ basiert auf einem sehr schwierigen Thema, welches leider immer nur ein wenig gestreift wurde. Es fällt mir, auch im Nachhinein, persönlich schwer, hier nur die Romanze zu sehen, die die Geschichte wohl sein soll. Vielleicht stört/verwundert den einen oder anderen diese Rezension, aber ich kann hier nicht einfach nur sagen, dass es eine sich gut entwickelnde Story ohne wenn und aber ist, hier muss ich einfach meinen „Senf“ dazugeben. Schwierige Themen bedürfen einer besonderen Behandlung, dies ist hier – für meinen Geschmack – nur bedingt gegeben. Sollten andere Leser das Thema Kriegstrauma wirklich nur als gegebenen „Hintergrund“ sehen können, dürfen sie sich auf eine schöne Geschichte freuen.

Um diesem Buch 5* zu geben, ist es mir an einigen wichtigen Stellen zu oberflächlich geblieben, für „nur“ 3* aber im Gesamten zu gut geschrieben.

Bis bald,

El Ma

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„Kaffeekavalier“ – A.C. Lelis

Klappentext
Alles hätte Eike bei dem späten Termin in seinem Friseursalon erwartet, aber nicht, dass sein Kunde außer einer Frisur auch noch ein Ausbildungsplatz von ihm möchte. Nicht nur, dass Timm älter ist als seine potentiellen Mitbewerber, er sieht mit seinen Tattoos und der etwas rauen Schale auch nicht aus wie der typische Anwärter auf diesen Job. Als Eike ihm dennoch eine Chance gibt, ahnt er noch nicht, was in Timms Vergangenheit lauert – und auch das Knistern zwischen den beiden Männern steht nicht in der Stellenbeschreibung. Doch Timm ist Eikes Angestellter und damit absolut tabu…

Entspricht 412 Romanseiten. Buch ist in sich abgeschlossen.

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Jepp, dieses 2. Buch aus der Reihe war eher meins 🙂.

Dafür, dass Eike mit seinen 30 Jahren erfolgreich einen angesagten Friseursalon führt und die Verantwortung für seine Angestellten hat, ist er im Privatleben ein eher zögerlicher und konservativer Mann. Die Fernbeziehung zu seinem Partner macht ihn nicht glücklich, aber den vorprogrammierten Schlussstrich will er dann aber auch nicht ziehen. Erst dachte ich „Oh Mann, komm halt in die Pötte“, aber dann konnte ich seine Gedankengänge immer besser nachvollziehen.
Eine Beziehung aufzugeben ist nicht einfach und derjenige zu sein, den Schlussstrich zu ziehen, weil man das Gefühl hat, es „passt“ nicht mehr wirklich, ohne mit dem anderen persönlich gesprochen zu haben … das wäre auch nicht meine Lösung gewesen.

Dann das „Problem“ mit Timm, ich konnte sehr gut nachvollziehen, welche Gedanken sich Eike bzgl. des Altersunterschieds gemacht hat. Zumal das Thema, dass Timm ja sein Auszubildender ist, auch ein gewisses Konfliktpotential birgt, denn hier gibt es sehr wohl nicht nur moralische Hemmschwellen, nein auch das Thema „Abhängigkeitsverhältnis“ muss gut abgewägt werden.

Ich fand die Entwicklung der Geschichte sehr schlüssig. Timms Schicksal wird gut und glaubwürdig erzählt, auch seine persönlichen Ängste werden gut rübergebracht.
Eikes Freunde & Bekannte inkl. der Mitarbeiter runden die Geschichte wunderbar ab, so dass man sich wirklich gut unterhalten fühlt.

Wie schon beim ersten Band gibt es im Anschluss an den Hauptteil eine Kurzgeschichte mit direktem Bezug auf den Hauptteil, was mir sehr gut gefallen hat.

Mit persönlich hat der Kaffeekavalier viel besser gefallen als der Kaktuskavalier, aber wenn man die unterschiedlichen Reviews betrachtet, ist es auch hier so, dass die Geschmäcker wie immer verschieden sind – und das ist auch gut so 🙂

Bis bald,

El Ma

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„Die zweite Ernte“ (Men of Lancaster County #1) – Eli Easton

Klappentext
David Fisher hat sein ganzes Leben lang nach den Regeln gespielt. Er wurde in eine Mennoniten-Familie hineingeboren, deshalb hat er stets seinem Vater gehorcht, die Familienfarm übernommen, geheiratet und wurde Vater zweier Kinder. Jetzt sind seine beiden Kinder im College, seine Frau ist verstorben und er führt die Farm allein und ohne Freude, dabei zählt er die Tage seines nur halb gelebten Lebens.

Christie Landon, Grafikdesigner, Manhattaner und schwuler Partyboy aus Leidenschaft, braucht eine Veränderung. Jetzt ist er dreißig und findet, dass es an der Zeit ist, erwachsen zu werden und an seine Zukunft zu denken. Als sein bester Freund eine Überdosis nimmt, beschließt Christie, die Stadt für eine Weile zu verlassen. Er macht sich auf den Weg zu einem kleinen Haus in Lancaster County, Pennsylvania, um sich zu erholen und nachzudenken.

Aber das Leben auf dem Land ist langweilig, abgesehen von dem attraktiven Silberfuchs, der nebenan wohnt. Um seine kreative Seite beim Kochen auszuleben, beschließt Christie, an seinen verwitweten Nachbarn heranzutreten, um sich die Mahlzeiten und die Kosten für die Einkäufe zu teilen. David ist einverstanden und schnell stellen die ungleichen Männer fest, dass sie gern Zeit miteinander verbringen.

Christie fordert David heraus, über die Grenzen seiner Welt hinauszudenken und weckt Gefühle, die lange vergessen schienen. Wenn David sich von der Vergangenheit befreien kann, erhält er vielleicht eine zweite Chance auf sein Glück.

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Auch dieses Buch hatte ich bereits im Original auf meinem Reader liegen, weil mich damals der Klappentext förmlich angesprungen hat. Jedoch, wie es immer so ist, schiebe ich die englischen Bücher vor mir her, da das Lesen einfach immer noch länger dauert, als bei einem deutschen Text. Es ist ja auch nicht so, dass nicht genügend deutschsprachige Bücher auf meinem Reader wären, die dann immer wieder den Vortritt bekommen.
Wie es dann halt so ist, man nimmt das „Buch“ immer wieder in die Hand und will anfangen und wieder kommt was dazwischen. Tja, das macht man so lange, bis eben dann die Übersetzung da ist …

Nun denn, kaum war die deutsche Übersetzung auf dem Reader, habe ich mich hingesetzt, das Lesen begonnen und nicht mehr aufgehört.
Um ehrlich zu sein, kam ich etwas langsam in die Geschichte rein. Irgendwie war ich wohl total auf David fixiert und musste mich erst einmal zurechtfinden, dass es die Story mit Christie los ging (da war wieder mein Problem mit der Erwartungshaltung 😳).

Christie lebt in New York, mit allem was dazugehört. Er ist erfolgreich im Beruf, kann sich sein Leben leisten, hat einen besten Freund, mit dem er um die Häuser zieht und und und … Eigentlich doch ein perfektes Leben – oder doch nicht? Erst als ein Partyabend wirklich unschön endet, wachen beide auf und merken, dass eben doch nicht alles Gold ist, was glänzt.

Nach diesem Schreck ist Christies Welt erst einmal in den Grundfesten erschüttert, aber da er sich eh um das Haus sein verstorbenen Tante kümmern muss,  zieht er aufs Land, um sich und und sein Leben zu überdenken und trifft hierbei auf David.

Da Christie gut und gerne kocht und sich damit auch wunderbar Zeit totschlagen lässt, macht er seinem Nachbarn ein Angebot, dass dieser nicht abschlagen kann. David ist eine Seele von einem Menschen, der in seinem bisherigen Leben immer nur für andere da war und das getan hat, was von ihm erwartet wurde. Er selbst stand immer hintenan. Als nun der neue Nachbar vor der Tür steht und ihm den Vorschlag mit der „Essensversorgung“ macht, ist David zwar erst skeptisch, dann aber sehr enthusiastisch dabei. Denn Christie kocht nicht nur Hausmannskost in Form von Fleisch, Kartoffeln und Bohnen, nein, er kocht auch „fremdländisch“ und ausgefallen 😀

David hat ein Hobby, er liest leidenschaftlich „National Geographic“ und war dadurch schon in vielen, vielen Ländern unterwegs. Nicht dass er irgendetwas davon persönlich kennen würde, aber neugierig auf das „Neue“ ist er schon und das in jeder Hinsicht …

„Morgen Abend würde er essen wie die Leute in diesem Artikel.
Er würde in Marokko essen.“
                                  Pos. 823

Es ist schön, dabei zuzusehen, wie sich die beiden Männer annähern, wie sie sich langsam aufeinander zubewegen und sich auf die „Geschichte“ einlassen. Dieses sich kennenlernen und herantasten bringt Eli Easton wunderbar rüber. Es ist eine ruhige Geschichte, die aber keinesfalls langweilig oder langatmig ist. Zu sehen, wie sich David langsam emanzipiert und lernt für sich selbst einzustehen, ist wunderbar. Zeitgleich merkt man, wie Christie sich langsam erdet, wie er bei sich selbst ankommt und sieht, dass sein altes Leben nicht das Nonplusultra gewesen ist, für das er es immer gehalten hat.

Die beiden haben Spaß zusammen, egal ob draußen an der frischen Luft, im Stall und auch Nachts (nein, sie haben nicht überall Sex, sie verbringen auch einfach „nur“ Zeit miteinander).

Aber auch dieses von Harmonie geprägte Leben hat „dunkle Seiten“. Die mennonitische Gemeinde ist streng religiös, meint für jeden nur das Beste zu wollen und macht dadurch David’s Leben nicht unbedingt leichter. Als dann auch noch rauskommt, dass sich die beiden Männer mehr als nur gut verstehen, wird’s nochmal richtig heikel.

Glücklich, wer mit den Verhältnissen zu brechen versteht,
ehe sie ihn
 
gebrochen haben!
Franz von Liszt

Trotz aller Widerstände und guter Ratschläge bekommen die beiden Männer von Eli Easton das Happy End, das sie sich verdient haben.
Ich habe mich jedenfalls am Ende mit einem glücklichen Lächeln zurückgelehnt und bin zufrieden und entspannt ins Bett 😉.

Bis bald,

El Ma

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„Diese Kleinigkeit namens Liebe“ – Mathilda Grace

Klappentext
Eine Sammlung von 5 dramatisch/romantischen Kurzgeschichten über die Liebe zwischen Männern, die mitten im Leben stehen, inklusive grauer Schläfen, tausend Falten und all den kleinen oder größeren Sorgen, die eine gewisse Lebenserfahrung so mit sich bringt.

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Wie ihr ja mittlerweile wisst, mag ich es nicht wirklich, Anthologien oder Kurzgeschichten/-sammlungen  zu reviewen. Ich habe immer das Gefühl, dass ich mit meinem Geplaudere schon die ganze Geschichte erzählt habe.

Dass ich ein Fan der Geschichten von Mathilda Grace bin, ist wahrscheinlich auch schon hinlänglich bekannt. Wobei ich sagen muss, dass ich im Laufe der Zeit doch immer mehr zu ihren etwas dramatischeren Geschichten tendiere. Das soll nun nicht heißen, dass ihre humorvollen Geschichten nicht wirklich gut sind – denn das sind sie durchaus 😊 und ich werde sie auch weiterhin gerne lesen, denn jedes Buch und jede Story hat ihre Zeit.

Auch mit diesem Band hat sie mir einige wirklich schöne Stunden mit nicht ganz so „einfachen“ Männern geliefert. In jeder Geschichte hatte einer der Protagonisten zu einem früheren Zeitpunkt etwas erlebt, was ihn den Glauben an Beziehungen hat verlieren lassen und/oder ihn in einer gewissen Weise traumatisiert hat und er dadurch „Angst“ hat, sich auf etwas Neues einzulassen. Dies ist, wenn man die Vergangenheit dieser Männer kennt, auch durchaus verständlich. Der Weg zum Glück, das Auflösen der Blockaden und das Zusammenfinden wird wirklich schön erzählt, so dass man mit dem jeweiligen Paar mitfühlen und sich mitfreuen kann.
Was alle Geschichten gemeinsam haben, ist der jeweilige „Gegenpart“, der es, dank  viel Geduld, der Liebe zu diesem einen Mann und noch mehr Empathie, schafft, die Schutzmauer einzureißen.

Tja, und dann gibt es noch Carver, der gar nicht glauben kann, dass die beiden attraktiven Männer von nebenan, Interesse an ihm haben. Vertrauen zu haben ist gar nicht so einfach, aber die beiden zeigen ihm, dass Nähe zuzulassen nicht immer etwas schlechtes ist. Warum ich diese Geschichte separat hervorhebe? Ich habe glaube ich ein Faible für 3-er Beziehungen entwickelt 😜

Ich weiß, dass Kurzgeschichten kurze Geschichten sind, weil sie eben keine 200 Seiten pro Geschichte haben. Dennoch hätte ich von dem einen oder anderen (oder allen) Pairing(s) liebend gerne noch viel mehr gelesen *g*.
Diese fünf Geschichten, die mir den vergangenen Freitagabend (danke für eine kurze Nacht 😉) und den darauffolgenden Samstag versüßt haben, haben wirklich Spaß gemacht 😀.

Bis bald,

El Ma

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Mein Monatsrückblick 04/2017

Es war mal wieder ein Monat ohne „Reinfall“ *g*. So langsam frage ich mich wirklich, ob ich bei meiner Buchauswahl derzeit nur richtig viel Glück habe oder ob ich beim Lesen von Klappentexten mittlerweile wirklich das „cherry-picking“ beherrsche … Ich tippe mal auf gaaaanz viel Glück 🙂

Nun denn, hier sind sie, die Bücher aus dem April:

„In Erfüllung seiner Pflicht“ – Mathilda Grace  |  5 💜  von 5 💜
ein ausführliches Review findet ihr hier

„Schlamassel inbegriffen“ – Mary Calmes  |  4,5 💜  von 5 💜
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„Payback“ – John Inman  |  4 💜 von 5 💜
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„So nötig wie Kopfweh“ – J.H. Knight  |   4,5 💜  von 5💜
ein ausführliches Review findet ihr hier

„Du aber liebe mich … Monster“ – Gabriele Oscuro  |  4,5 💜 von 5 💜
Ich tue mir immer schwer mehrere Kurzgeschichten aus einem Buch zu reviewen, Gabriele Oscuro schafft es aber, genau wie beim Vorgängerband „Du aber liebe mich … unerreichbar“ den Leser mitzunehmen in eine nicht immer ganz einfach Handlung.
Zudem mag ich Geschichten, in denen es um „nicht ganz so perfekte“ Protagonisten geht, sehr 😍.

„Der steinerne Garten“ – Jayden V. Reeves  |  4 💜  von 5 💜
ein ausführliches Review findet ihr hier

„Landluft“ – Mia Grieg  |  3,5 💜 von 5 💜
eine nette kleine Geschichte für zwischendurch.

                                            

„Il Gusto di Lauro – Lucas Rezepte (Buch 1)  & Herzberührer (Buch 2)
– Jobst Mahrenholz 
|  jeweils 4,5 💜 von 5 💜
Zwei wirklich schöne Geschichten, die man gemeinsam genießen sollte.

„Trust – Eine Frage des Vertrauens“ – Barbara Corsten  |  4 💜 von 5 💜
eine schöne, aber auch dramatische Liebesgeschichte. Für meinen Geschmack ein bisschen viel Drama und Action, aber die Lovestory „dahinter“ entschädigt 😀. Ich habe das Buch bereits im Dezember 2015 gekauft, aber erst jetzt gelesen. Für mich kommt „Trust“ nicht an „Der Klippenspringer“ heran, hier hat die Autorin das Level aber auch verdammt hoch geschraubt und wird sich auch zukünftig von mir daran messen lassen müssen … 😀  (siehe auch „Mein Fazit“ am Ende des Artikels)

„NuR – Zyklus 1“ – Kaye Alden  |  4 💜  von 5 💜
anders, aber gut :-). Man muss sich wirklich drauf einlassen, unterschiedliche Geschichten von immer den beiden gleichen Männern zu lesen. Nicht ganz einfach für mich, ich musste wirklich zwischen den einzelnen Geschichten eine Pause machen, aber so gab es an verschiedenen Abenden wirklich nette Gute-Nacht-Geschichten 🙂

„Vielleicht für immer“ – Susann Julieva  |  4 💜 von 5 💜
Review folgt

 

Mein Fazit für den April:

Auch ich lerne während des Lesens dieser so unterschiedlichen Bücher immer wieder neue Seiten an mir kennen. Der „NuR – Zyklus“ von Kaye Alden hat mir gezeigt, dass ich Schwierigkeiten habe, immer neue Geschichten mit den selben Protagonisten – direkt hintereinander – in immer neuen Rollen in meinem Kopf zu „sortieren“. So habe ich sie mir als „Gute Nacht Geschichten“ an unterschiedlichen Abenden zur Hand genommen – so hat das prima funktioniert.

Und dann habe ich mir schwer getan, ein „älteres“ wirklich gutes Buch, nach einem gerade erst erschienen Roman einer Autorin zu lesen. Barbara Corsten hat in der Zeit zwischen „Trust“ und dem „Klippenspringer“ einen meiner Meinung nach gewaltigen Entwicklungssprung gemacht. Es ist sicher nicht ganz fair, dass ich für die 4 💜 bei „Trust“ als Maßstab den erst vor kurzem erschienenen und von mir gelesenen „Klippenspringer“ angelegt habe  (schließlich liegen 2 Jahre zwischen diesen beiden Büchern), der von mir ganz klare 5 💜 bekommen hat. Aber es hat eben auch deutlich den extrem positiven Sprung der Autorin belegt.

Mein Buch des Monats:

Eindeutig Mathilda Grace‘ „In Erfüllung seiner Pflicht“. Ein gut recherchiertes Buch, durch welches auch ein Schicksal aus „meiner“ Vergangenheit wieder präsent wurde.

Mein Highlight:

Neben „In Erfüllung seiner Pflicht“ war das diesmal ein älteres Buch, welches ich aus den Untiefen meines SuB herausgekramt habe.
„So nötig wie Kopfweh“ ist auf jeden Fall eine Leseempfehlung wert 😀

 

So, das war’s für heute – man liest sich 😉

El Ma

„Die Liebe und der Mut zum Leben“ – Rick R. Reed

Klappentext
Der Lehrer Dane Bernard ist ein sanfter Riese, der an der Summitville Highschool von allen geliebt wird. Er hat eine wunderschöne Frau und zwei Kinder und versteht sich mit seinen Kollegen ebenso gut wie mit den Schülern. Aber Dane hat auch ein Geheimnis, das er wahrscheinlich niemals lüften wird – Dane ist schwul.

Als er unerwartet seine Frau verliert, stellt er sich seinem Geheimnis. Ein neuer Lehrer, Seth Wolcott, weckt Danes Interesse. Auch Seth ist auf der Suche nach einem neuen Anfang. Er hat eine Trennung hinter sich und ist nach Summitville gekommen, um seine Wunden zu lecken. Eine neue Beziehung einzugehen, gehört nicht zu seinem Plan. Doch als er an seinem ersten Arbeitstag an der neuen Schule Dane begegnet, fühlt Seth sich sofort zu ihm hingezogen.

Während die beiden Männer einen Tanz um Selbstfindung und neue Liebe beginnen, müssen sie dem schwulen Schüler Truman beistehen, der von seinen Mitschülern gehänselt und schikaniert wird. Truman ist ‚out and proud‘, eine Tatsache, die an ihrer Kleinstadtschule nicht bei allen auf Gegenliebe stößt. Dane und Seth versuchen, Truman dabei zu helfen, mit seinen Problemen besser umzugehen und sich selbst lieben zu lernen. Gemeinsam lernen sie lebensverändernde Lektionen über Selbstfindung, Akzeptanz, zerbrochene und neue Liebe.

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Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie das ist, wenn man sich ein ganzes Jahr auf eine Auszeit freut, sie plant und auch alles so ist, wie man es erzählt bekommt und auf Bildern gesehen hat und dennoch kommt man danach in den Alltag zurück und fragt sich, ob es das jetzt gewesen ist. Man kann dieses Gefühl nicht wirklich festmachen, es war schön, stimmig – bis auf ein paar Kleinigkeiten und dennoch entsprach es nicht dem, was man sich so ausgemalt hat.

Es fällt mir wirklich schwer, dieses Buch zu renzensieren, denn es ist eine wirklich gute Geschichte. Ich schiebe das Original seit seinem Erscheinungstag vor mit her und habe mich riesig über die Neuigkeit, dass es übersetzt wird, gefreut.

Gleich zu Beginn saß ich dann allerdings da und mir entkam ein fragendes „Häh“ (und das ist sicherlich wieder nur (m)ein persönliches Problem), denn es wird sich in der deutschen Übersetzung immer und sofort bei der ersten Begegnung geduzt. Dies mag ja im englischen Sprachgebrauch gang und gäbe sein, hier in Deutschland halt leider nicht, so dass ich hier schon etwas erstaunt war.

Danes Weg der Selbstfindung ist schlüssig erzählt und mit viel richtig gutem sozialen Hintergrund „gefüttert“ und dennoch wurde ich mit ihm nicht wirklich warm. Auch Seth ist nett, attraktiv und menschlich einfach ein „feiner Kerl“, aber auch er war für mich jetzt nicht DER große „Held“ in diesem Buch. Dies, und das hat die Geschichte für mich gerettet, war der eigentlich Nebenprotagonist, Truman. Er war für mich der rote Faden in der Geschichte, der dem Ganzen ein wenig Tiefe, Farbe (teilweise im wahrsten Sinne des Wortes 😉 ) und Schwung gegeben hat.

Wie gesagt, ich kann nicht sagen, ob es an meiner (vielleicht) übersteigerten Erwartungshaltung zu diesem Buch lag oder ob die Geschichte (ohne Truman) rein um die beiden Hauptcharaktere wirklich so „blutleer“ war, auf jeden Fall, kam sie bei mir so an. Wie man aber auch weiß …

Gespannte Erwartung wird selten befriedigt
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

Mein erster Gedanke, als ich das Buch zu Ende gelesen hatte, war, dass ich gerne viel viel mehr über Truman erfahren hätte und es für mich vielleicht eher seine Geschichte hätte werden können, mit Dane und Seth in den Nebenrollen …

An Enttäuschungen enttäuscht am meisten,
daß man fast immer selber daran schuld ist.

© peter e. schumacher (1941 – 2013),

… wie wahr, wie wahr 😞.

Mein Fazit: „Die Liebe und der Mut zum Leben“ ist ein nettes, durchaus liebevoll geschriebenes Buch, das man lesen kann. Dane und Seth haben ihre Geschichte erzählt und damit ist es auch gut. Neugierig bin ich jetzt aber auf Truman – und zwar sehr *g*. Vielleicht kommt da ja noch was … frei nach dem Motto „Die Hoffnung stirbt zuletzt“.

Bis bald,

El Ma

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„Kaktuskavalier“ – A.C. Lelis

Klappentext
Ein Blick und Lennard weiß: Diesen Mann will er kennenlernen. Tatsächlich bekommt er Cedrics Telefonnummer ganz leicht, doch als er diese durch ein Missgeschick verliert, muss Lennard alle Hebel in Bewegung setzen, um sie sich wieder zu beschaffen. Aber das ist erst der Anfang, denn die stachlige Schauspieler-Diva Cedric denkt gar nicht daran, es Lennard einfach zu machen…

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Irgendwie ist es seltsam, wenn man ein Review schreiben will und keinen Anfang findet, weil …

Jede Rezension, die ich bisher gelesen habe, beurteilt diese Geschichte extrem positiv. Jetzt sitze ich hier und denke drüber nach, was ich vielleicht nicht ganz mitbekommen habe. Die Geschichte ist nett, ohne Frage, aber … Wie so oft bei eBooks, schlummerte sie schon seit ihrem Erscheinen auf meinem Reader und da jetzt der nächste Band „Kaffeekavalier“ erschienen ist, dachte ich mir, nutze den Zeitpunkt und lese beide. So wurde der „Kaktuskavalier“ von ziemlich weit unten aus dem Stapel (und nein, es war noch nicht das „älteste“ Buch im SuB) nach oben geholt.

Es tut mir echt leid, dass ich den anderen Rezensionen nicht ganz folgen kann. Ich mag die von mir bereits gelesenen Geschichten – und das waren schon einige – von A.C. Lelis (kleine Ausnahmen bestätigen jede Regel) wirklich gern. Aber hier wurde ich mit den Protagonisten nicht warm – und ich kann noch nicht mal sagen warum … Die Geschichte liest sich flüssig, der Handlungsstrang ist ok, der Schreibstil passt und gut korrigiert wurde auch – was will ich eigentlich noch?

Ich mochte sie. Gerade die Diva Cedric fand ich nett, wobei ich auch kein großes Problem mit Lennard hatte, aber …
Wie sich Lennard um Cedric bemüht hat, war durchaus amüsant zu lesen, der Funke sprang aber leider nicht zu mir über.
Vielleicht war es der angerissene Handlungsstrang um Cedric und seinen …, der nicht wirklich weiterverfolgt wurde, diese Belehrung am Tisch der Familie – das war mir persönlich zu wenig. Hier hätte ich mir einen echten Epilog gewünscht, der entweder aufzeigt, wie es mit Cedric & Lennard weitergeht und/oder was mit dem Herrn Regisseur passiert ist. So hat mich diese Geschichte – trotz der Kurzgeschichte im Anschluss, die ich dann doch wieder sehr süß fand – etwas unbefriedigt zurückgelassen.

Nun denn, der Kaffeekavalier liegt hier und wartet. Ich bin guter Hoffnung, dass da vielleicht etwas mehr für mich rausspringt *g*.
Die Geschmäcker sind verschieden – Gott sei Dank, so dass eine Geschichte, die für mich jetzt nicht so dolle war, von anderen ganz anders wahrgenommen werden kann.

Bis bald,

El Ma

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