Buchbesprechungen „Bander zähmen für Anfänger (Solitary Shifter 1)“ & “ Ein Colt für Fortgeschrittene (Solitary Shifter 2)“ – Summer Devon

bander zähmen Klappentext
Als Leiter der Tierstation „Die Arche“ hat Gestaltwandler Jake Bander alles, was er braucht: Ruhe, Abgeschiedenheit und genug Auslauf für das Tier in ihm – bis sich Vaughn Prentiss auf seinen Hof verirrt. Als stinkreicher Weltenbummler mit losem Mundwerk geht er Jake nicht nur auf die Nerven, sondern auch viel zu sehr unter die Haut.
Als Vaughns Vermögen von seinem eigenen Finanzberater gestohlen wird und er einen Job bei der „Arche“ annimmt, kommt er dem Tier in Jake gefährlich nahe. Denn Vaughn hat längst erkannt, dass Jake nicht ganz menschlich ist – und mit diesem Wissen ist er nicht allein…

Format: Kindle Edition  |  Dateigröße: 3533 KB  |  Seitenzahl der Print-Ausgabe: 203 Seiten
Verlag: Cursed Verlag (15. September 2015)  |  Preis bei Kauf:  € 6,49  (Kauf = klick aufs Bild)

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Ein Colt für FortgeschritteneKlappentext
Eigentlich wollte Dr. Jasper Glen immer nur eins: der Experte für Gestaltwandler werden. In der Realität wird seine Forschung jedoch eher dazu verwendet, Gestaltwandler in der Bevölkerung ausfindig zu machen, um sie zu registrieren und zu überwachen. So landet auch Colt Easton vor Antritt seiner neuen Arbeitsstelle bei Glen.
Die beiden fühlen sich augenblicklich zueinander hingezogen, weswegen Glen kurzerhand Colts Blutprobe mit seiner eigenen vertauscht, denn Colts zweite Natur stellt das gefährlichste Tier unter den Gestaltwandlern dar. Doch auch Glens Blut birgt Geheimnisse, von denen er bislang nichts geahnt hat – und die ihn und Colt plötzlich zur Zielscheibe machen…

Format: Kindle Edition |  Dateigröße: 1622 KB  |  Seitenzahl der Print-Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Cursed Verlag (1. Dezember 2015)  |  Preis bei Kauf:   € 6,49  (Kauf = klick aufs Bild)

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mmh, was soll ich sagen? Irgendwie hinterlassen diese beiden Bücher – die ich unmittelbar hintereinander gelesen habe – ein sehr zwiespältiges Gefühl in mir. Zum einen ist der Handlungsstrang durchaus interessant, auf der anderen Seite aber ist die Geschichte einfach langweilig. Ich weiß nicht wirklich, wie ich damit umgehen soll. Für keinen der Protagonisten in den beiden Büchern konnte ich mich wirklich erwärmen, wobei ich nicht weiß, ob es am Schreibstil der Autorin liegt oder ob einfach nur ohne Emotionen übersetzt wurde. Zudem sollte man es doch bei einem leichten „Krimianteil“ unbedingt wissen wollen, was passiert. Hier allerdings konnte ich einfach so in den Geschichten weiter lesen, ohne auf irgendetwas hinzufiebern.

Eine weitere deutsche Übersetzung werde ich mir wohl nicht kaufen. Eher tendiere ich dazu, mir bei Gelegenheit (ihr seht, meine Neugierde hält sich sehr in Grenzen) den 3. Teil im Original zu holen, um zu sehen, ob dieser mich mehr erreicht, als die beiden Übersetzungen hier.

Es gibt bei *a* durchaus auch andere Meinungen zu diesen Büchern. Schaut einfach mal dort nach und bildet euch selbst ein Urteil. Denn

über Geschmäcker läßt sich nicht streiten.
                                 Lateinisches Sprichwort

Bye airson nis

El Ma

Einfach mal mutig sein :-)

Hej, ich freu mich grad wie ein Schnitzel🙂
Eigentlich wollte ich mir das Armband, das ich jetzt als Blogbild habe – alternativ auch dieses (Frau will ja flexibel sein😉 )

cropped-il_570xn-1036969048_n18a1.jpgbei Etsy bestellen. Leider liefert Ellen aufgrund der Problematik mit der Umsatzsteuer usw. derzeit nicht mehr nach Deutschland. Also habe ich meinen ganzen Mut zusammengenommen und angefragt, dass wenn ich schon das Armband nicht bekomme, ob ich wenigstens das Bild davon für mich verwenden darf und … wie ihr seht, hat sie es genehmigt🙂. Dies beweist mal wieder: MUT wird belohnt🙂
Solltet ihr Interesse daran haben und eine Postanschrift außerhalb Europas haben (oder einfach mal stöbern wollen), findet ihr ihren Shop „ALikelyStory“ hier.

Buchbesprechung „Der Löwe und die Krähe“ – Eli Easton

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Klappentext
Im mittelalterlichen England steht die Pflicht über allem. Die Ehre eines Mannes ist wichtiger als sein Leben und Homosexualität wird weder von der Kirche noch von der Gesellschaft geduldet.

Sir Christian Brandon wuchs in einer Familie auf, die ihn für seine ungewöhnliche Schönheit und seine Abstammung hasste. Kleiner als seine sechs rücksichtslosen Halbbrüder musste er mithilfe seines Verstandes und seines Talents für Listen überleben, was ihm den Spitznamen Krähe einbrachte.

Sir William Corbet, ein als „der Löwe“ bekannter stattlicher Ritter, hat seine unnatürlichen Neigungen ein Leben lang unterdrückt. Er ist fest entschlossen, das Ideal des edlen Ritters zu verkörpern. Als er sich eines Tages auf den Weg macht, um seine Schwester zu retten, nachdem er von ihrer Misshandlung durch ihren adeligen Ehemann gehört hat, zwingen ihn die Umstände, Sir Christians Hilfe anzunehmen. Diese Partnerschaft stellt all seine Moralvorstellungen auf die Probe und letztendlich gar sein Verständnis von Pflicht, Ehre und Liebe.

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Ich bin kein großer Fan von historischen Romanen und so brauchte ich auch einige Seiten, um in die Geschichte hineinzukommen. Doch plötzlich hatte sie mich und wurde dann in einem Aufwasch durchgelesen.

Eli Easton hat mit „Der Löwe und die Krähe“ eine schöne Coming-Out-Geschichte in eine schwierige und sehr gefährliche Zeit „gelegt“. Als jüngster Sohn eines englischen Adligen hat Christian es nicht leicht, da er in jeder Hinsicht „anders“ ist als seine Brüder. Aber wie so oft bei den Kleinsten, sind sie zäh, flink und gewitzt, denn sie müssen sich ja irgendwie behaupten.  Dazu seine Intelligenz und Voraussicht – eine richtig gute Kombination.

William dagegen ist in seiner Rolle als „Macho“ gefangen und findet nur schwer den Mut, sein eigenes Leben zu leben, denn man ist ja in seiner „Vita“ gefangen. So nach und nach schafft es Christian jedoch den starken Löwen von sich und seinen Qualitäten zu überzeugen. Eins fügt sich zum anderen und ergibt ein rundes Ganzes🙂.

Mut besteht nicht darin, dass man die Gefahr blind übersieht, sondern darin, dass man sie sehend überwindet.
                                                                                                                                          Jean Paul

Es fiel mir nicht schwer, mich in die Zeit um 1300 hineinzuversetzen, erschreckend ist eher, dass sich manches bis heute noch nicht geändert hat. Die Liebe zwischen Christian und William und ihre Gefühle für einander, werden sehr schön beschrieben. In manchen Situationen dachte ich mir „Gott, seid doch nicht so leichtsinnig“, habe mich aber über jeden noch so kleinen Schritt, den die beiden aufeinander zugehen, gefreut. Was die Geschichte auch sehr schön rüberbringt ist, dass man, wenn man an einem Strang zieht und dem anderen vertraut, stärker durchs Leben geht, als wenn jeder für sich alleine kämpft.

Die Geschichte ist nicht sehr lang, hat aber alles, was nötig ist. Sie nimmt eine schöne Entwicklung und hinterlässt uns erst mal ein Happy End und mit dem Epilog dann ein „traurigschönes“ Ende, das sehr gut zu den beiden Liebenden und der damaligen Zeit passt. Heutzutage würde wohl niemand mehr so reagieren, wie Christian am Ende gehandelt hat, aber wie gesagt, die Zeiten waren anders…

Es war jetzt das zweite Buch, dass ich von Eli Easton gelesen habe (das erste war Tonys Therapie – ebenfalls ein nettes Buch🙂 ). Ein paar Originale von ihr sind noch auf dem Reader – ich wünschte, ich hätte mehr Zeit…

Enjoy

El Ma

 

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2481 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 164 Seiten
Verlag: Dreamspinner Press; Auflage: 1 (20. September 2016)
Preis:  € 2,99  (Vorbestellerpreis)  (Kauf = Klick aufs Bild)

Buchbesprechung „Ritter der einsamen Herzen“ – Tara Lain

Ritter der einsamen Herzen

Klappentext
Billy scheint nirgendwo in seinem Leben richtig reinzupassen: Seine Ex-Freundinnen fanden ihn zu nett, für einen durchschnittlichen Bauarbeiter bedient er zu wenig männliche Klischees und seiner Bauleiter-Karriere steht tiefgreifende Prüfungsangst im Weg. Als Billy den Stylisten Shaz kennenlernt, ahnt er noch nicht, dass diese Begegnung alles auf den Kopf stellen wird. Denn Shaz weckt in Billy lange verborgene Sehnsüchte und öffnet ihm gleichzeitig das Tor zu einer ganz neuen Welt. Eine, in der er sein kann, wer er ist…

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Ich bin wegen der doch extrem positiven Reviews auf dieses Buch gestoßen. Es lag schon länger auf meinem Reader und schlummerte still vor sich hin… Da nun aber gerade der 2. Band in deutscher Übersetzung erschienen ist, habe ich Buch eins kurzerhand “ aus den Tiefen meines Bucharchivs geholt und was soll ich sagen, bei spätestens 10-15% hatte ich mich bereits in die beiden Hauptprotagonisten verliebt.
Auf der einen Seite haben wir Billy, ein Herz von einem Menschen, zu gut für diese Welt und innerlich so zerrissen, dass man ihm einfach nur helfen möchte und auf der anderen gibt es Shaz…, ein sehr spezieller junger Mann :-) (extravagant, extrovertiert, etwas schräg und unbandig sympathisch), mit einer nicht ganz einfach Kindheit, die er aber erfolgreich verdrängt hat (meistens zumindest). Er hat sich seinen Weg gesucht und ihn auch gefunden und zwar sehr erfolgreich.

Leider gab es dann doch immer wieder mal kleine Szenen zwischendurch, bei denen ich mir schwer tat, gewisse Handlungssprünge nachzuvollziehen. Tara Lain ist es allerdings durch ihren Schreibstil gelungen, für mich den Lesefluss durch diese kleinen „mmhs“ nicht gravierend ins stocken kommen zu lassen und das Lesevergnügen durchgehend aufrecht zu erhalten.

Wir haben auf der einen Seite das ganz normale spießige Leben von Billy mit Arbeit auf dem Bau, Bier und Baseball und auf der anderen Seite „Glamour“, Champagner und rote Teppiche bei Shaz. Was soll ich sagen… Es funktioniert🙂. Es gibt Billy’s Familie und Menschen, von denen er nie erwartet hätte, dass sie so zu ihm stehen würden und es gibt Unsympathen, die aber halt auch zu so einer Geschichte gehören. Aber auch Shaz hat Menschen um sich, die nur sein Bestes wollen und hinter ihm stehen, egal was kommt. Wenn ihr also Lust auf eine wirklich schöne Coming-Out-Geschichte mit liebenswerten Charakteren habt, die keine großen Dramen aufweist, dann kann ich euch dieses Buch wärmstens empfehlen. Nichts kann Billy’s Werdegang besser beschreiben, als dieses Zitat, denn er stellt fest, dass mit liebevoller Unterstützung vieles, wenn nicht gar alles möglich ist

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer
                                                                                                                Lucius Annaeus Seneca

In diesem Sinne…

El Ma

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1290 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 322 Seiten
Verlag: Cursed Verlag (18. Juli 2016)
Preis bei Kauf:   €  7,49   (Kauf = klick aufs Bild)

Nachtrag zu „Wedelt hier der Hund mit dem Schwanz …“ vom 08.09.2016

da ich mit meiner Erfahrung bzgl. (Achtung Satire) der „Leichtigkeit des Seins“ diverser Verlage bzw. deren mögliche Frage „wieso fühlen sich unsere Leser veräppelt? echt jetzt“,
scheinbar nicht alleine da stehe, verweise ich gerne auf den Beitrag einer lieben Blogkollegin:

Laberladen -> hier
„Eine kalkulatorische Milchmädchenrechnung oder einfach nur schlechter Service der Verlage?“

In diesem Sinne

El Ma

Wedelt hier der Schwanz mit dem Hund? – aus gegebenem Anlass…

So, nun sind zwei Tage vorbei und ich ärgere mich immer noch. Hätte ich den Beitrag hier schon am Montag geschrieben, wären wohl noch Rauchwolken aus Ohren und Nase aufgestiegen… Aber mit dem Alter wird man etwas weiser und lernt, noch einmal tief Luft zu holen und eine Nacht darüber zu schlafen, bevor man Dampf ablässt. Dies habe ich getan. Es waren dann von der ersten Rückmeldung an sogar 3 Nächte (auf meine Antwort auf die Rückmeldung habe ich noch nicht mal mehr eine Reaktion bekommen… UND ich war ausgesucht höflich bei meinen beiden Schreiben!) Wie ihr seht, ich habe mich noch immer nicht wirklich beruhigt.

Für viele wird es nur eine Lappalie sein, über die ich mich hier aufrege, aber jeder, der sein Hobby liebt, wird mich zumindest ein bisschen verstehen.

Ich lese noch nicht sehr lange englische Originale, und habe von daher in der Vergangenheit immer auf die deutsche Übersetzung gewartet. Nicht, weil ich die Originale nicht lesen konnte, sondern weil ich es mir einfach nicht zugetraut habe. Auch heute noch habe ich mit manchen Autoren meine Schwierigkeiten, aber es wird von Buch zu Buch besser und ich werde (wenn ich drüber bleiben kann) auch schneller. Aber hier geht es um deutsche Bücher bzw. ins Deutsche übersetzte Bücher.

Nun gibt es ja in dem großen „Buchuniversum“ unzählige Sparten, beginnend mit den Sachbüchern, über Krimis, Thriller, Fantasy, Science Fiction, moderne Romane, Liebesromanzen und und und… Jede davon hat ihre Liebhaber und meist auch darauf spezialisierte Verlage. Nun gibt es aber auch noch eine Nische, die, so wie es scheint immer häufiger konsumiert wird und somit auch Geld bringt. Wir reden von LGBT und dies in allen Sparten. Lange Zeit hat es wunderbar funktioniert, diese Geschichten über Fan-Fictions an den Leser zu bringen, aber, und das kann ich gut verstehen, irgendwann dachten sich diese Hobbyautoren, wenn diese Stories so gut ankommen, dann bringe ich sie doch als Kauf(e)book auf den Markt. Hier drangen dann die ersten SP-ler auf den heiß umkämpften Markt der Verlage – und dies oh Schreck zum Teil auch noch mit (großem) Erfolg. Des Weiteren haben wir dann die sich auf LGBT spezialisierten Verlage, die dies auch mit einem großen Engagement und nicht geringen Erfolg durchziehen.

Tja, und dann kamen die klassischen Verlage dazu, die „oh Wunder“ sehr viel später auch noch die „Geldquelle“ der lesehungrigen LGBT-Leser entdeckt haben. In Zeiten der Marktwirtschaft spricht hier ja wirklich nichts dagegen. Denn, wer würde nicht auf einen Zug aufspringen, in dem noch Wagons frei sind, die einen zu den kauf- und lesewilligen Kunden fahren.

Und hier kommt das erste Stichwort: Kunde, Käufer, Leser. Das zweite jagen wir gleich hinterher: Marktwirtschaft am besten verbunden mit einem gutem Marketing.

WIR, sprich die Kunden/Käufer, sind wie Hunde vor dem Wurstregal. Wir sitzen da, freuen uns auf jede Neuerscheinung und jedes übersetzte Original  (je positiver das englische Original bewertet wurde, um so heftiger ist unser „schwanzwedeln“). Nun gibt es die Leser, die sich die Bücher ihrer Lieblingsautoren als Hardcover oder Taschenbuch ins Regal stellen (das schaffen bei mir nur noch wenige Autoren) oder eben dann als eBook auf den Reader legen. Bei ganz besonderen „Exemplaren“ haben manche Leser dann sogar beides.

Allerdings sind wir schwanzwedelnden Kunden durchaus auch lernfähig. Wir lassen uns gerne eine Zeit lang an der Nase herumführen, und auch wenn wir lange und ausdauernd nur knurren, irgendwann schnappen wir auch schon mal zu.

Bei mir ist dieser Fall nun eingetreten. Eine sehr erfolgreiche Original-Buchserie (LGBT – mit Krimiplot) wurde von einem deutschen Verlag unter Vertrag genommen und soll nun nach und nach übersetzt werden. Dies freut uns Leser natürlich sehr :-) – bis… ja bis…

…bis nach Erscheinen des ersten Buches – welches in sehr kundenfreundlichem Engagement – mit einem minimalen Preisunterschied von € 1,– sowohl als TB als auch als eBook angeboten wurde. Da die Kritiken aka Reviews zu den Originalen ausnahmslos im 4 und 5 Sternebereich lagen, dachte ich mir „ach, wenn es diese Serie schon in der Übersetzung gibt und der Preisunterschied zum eBook so gering ist, dann stelle ich mir hier doch die TB ins Regal“. Am A*** die Räuber, das erste Buch steht im Regal, weitere werden nicht gedruckt werden, da wohl Angebot und Nachfrage nicht in einem umsatzfreundlichen Kontext stehen. Auszug aus dem „Schriftwechsel“ […Wenn eine Reihe allerdings so gar nicht oder nicht mehr von den deutschen Lesern angenommen wird und die Absatzzahlen so gering sind, dass es für uns einen Verlust bedeuten würde, weiterzumachen, müssen wir irgendwann die Notbremse ziehen. …]

Tja, kann man ja verstehen – muss man aber nicht, denn wenn man mMn nach dem ersten erschienen Buch (interessant, dass „irgendwann“ bereits nach dem ersten Buch ist) so reagiert, gibt man der Sache ja noch nicht mal eine reelle Chance…

Lieber Verlag „XYZ“, ihr habt es geschafft euch in meinen Augen, marketingtechnisch als absolutes „No go“ zu outen. Wenn ihr euch schon in einer Nische zu schaffen macht, die jenseits von dem liegt, was ihr in der Vergangenheit auf den Markt gebracht habt, dann braucht ihr euch auch nicht wundern, wenn es Startschwierigkeiten gibt. WARUM geht ihr erst mit zwei Varianten auf den Markt, um eine davon dann sofort wieder in die Tonne zu treten. Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass ich mir nun das eBook auch noch kaufen werde? – zumal ich mir bei diesem Geschäftsgebaren fast nicht vorstellen kann, dass ihr alle bisher erschienenen 7,5 Bücher (7 Bücher und eine Novelle) auf den Markt bringen werdet, wenn auch nur ein Quäntchen an Umsatz fehlt – sorry!

Die meisten SP-ler haben hier mehr drauf. Viele von ihnen bringen das eBook auf den Markt und bekommen dann die Nachfragen bzgl. eines Druckexemplars – dann wird ein bisschen gesammelt und „pi mal Daumen“, plus ein paar zusätzliche Exemplare, bestellt. Die Kosten dafür können nicht so exorbitant sein, denn deren Bücher bewegen sich +/- € 2,– über eurem aufgerufenen Verlagspreis. Dafür war das vom SP-ler auf dem Markt befindliche eBook doch um einiges günstiger (ca. € 2,– bis 3,– ). UND die Qualität der Bücher ist kein bisschen schlechter als die der Verlagsbücher… Ich weiß das, weil einige davon in meinem Regal stehen.

Dass es bei euch an den hohen Druckkosten scheitert, könnt ihr somit euren Enkelkindern in der Märchenstunde erzählen. Es ist lange her (ja, ihr habt es hier nicht mit einem Frischling zu tun, sondern mit jemandem, der sich schon das eine oder andere Jahrzehnt durch die kaufmännische Geschäftswelt bewegt), dass mir so eine pseudokluge Blabla-Antwort zurückgeschrieben wurde.

Ich für meinen Teil bin durchaus lernfähig, denn das bedeutet für mich, entweder nun die Originalserie zu lesen oder zu warten, bis die Serie komplett übersetzt auf dem Markt ist. Denn es besteht ja – wie oben schon angemerkt – anhand dieser Verkaufsstrategie, immer noch die Möglichkeit, dass die Serie nur zum Teil übersetzt wird, falls die Verkaufszahlen dann auch nicht den Erwartungen entsprechen.
Hier kommt nun der Schwanz, der mit dem Hund wedelt zum Tragen, denn, ich als Kunde werde abwarten was passiert. D.h. somit stimmen die laufenden Verkaufszahlen für den Verlag ja auch nicht, obwohl ja dann – bei einem kompletten Vorliegen der Serie – und zwar erst dann, alle Bücher gekauft werden.

Fakt für mich als Kunde/Leser ist nun, dass dieser Verlag auf meiner Kaufprioritätenliste nun eher im hinteren Bereich angesiedelt ist und ich diese Bücher nicht mehr „neu“, sondern dann eben auf dem Gebrauchtmarkt kaufen werde, WENN ich sie denn unbedingt will (ich habe 3 Serien aus diesem Hause, die ich gerne noch komplettieren möchte, dies aber frei nach dem Motto des Verlages „nicht um jeden Preis“) und mir nun im Laufe der Zeit die englischen Originale dieser neuen Serie auf den eBook-Reader holen werde – die Rechte hierfür liegen – und darauf möchte ich besonders hinweisen – bei einem ausgewiesenen und spezialisierten LGBT-Verlag, mit einem hervorragenden Kundenservice, bei dem man nicht mit Standardargumenten ruhig gestellt wird, sondern es ein lösungsorientiertes Verkäufer-/Kundenverhältnis gibt. Lieber Verlag „XYZ“, ihr fragt euch sicher woher ich das weiß?  Tja, ratet mal…

Vielleicht liest ja zufällig ein (oder sogar DER) Vertriebsmitarbeiter des Verlages „XYZ“ hier mit – ich kann auf jeden Fall die Seite studieren.de empfehlen und speziell die Seite: „Marketing: Der Kunde ist König“. Bereits im 1.Absatz heißt es: Was will der Kunde? Wenn ich das weiß, kann ich eine Strategie entwickeln. An welche Zielgruppe komme ich mit welchen Mitteln heran? Das ist die grundlegende Frage, wenn es ums Verkaufen von Produkten geht.  Das ist zumindest das, was ich noch gelernt habe…

Ergo:
gerade als Unternehmer mache ich mir VORHER Gedanken – so wie im wirklichen Leben halt auch… Wenn ich in einer Nische Platz finden will, muss ich schauen, wie ich mich darin einrichte – so, wie hier geschehen, wird es nicht funktionieren… Denn wenn meine übliche Klientel bisher bei überwiegend „Hetero“ Romanen in diversen Sparten lag, kann ich nicht erwarten, dass ich mich gleich im LGBT-Bereich damit durchsetze. Entweder ich habe die Geduld für dieses „Wagnis“  oder ich muss es halt sein lassen.

In diesem Sinne lieber Verlag „XYZ“ – gehabt Euch wohl…

Mit nicht ganz so freundlichen Grüßen

El Ma

 

PS  ich überlege seit Montag ernsthaft, wie die Reaktion des Verlages gewesen wäre, wenn ich mich als Buchblogger im Gay-Bereich geoutet und nicht als normaler „Lesekunde“ nachgefragt hätte… Aber egal, dies hat mir den Stellenwert des normalen Kunden gezeigt und bedeutet für mich wie im „wirklichen Leben auch“ – ich wurde unfreundlich/nicht wirklich kompetent bedient – ich gehe nicht mehr hin.

Wie wurde schon bei „Pretty Woman“ gesagt:   Dumm gelaufen…
oder im Original:  Big mistake. Big. Huge!