Buchbesprechung: „Eigentlich…“ von Elisa Schwarz

eigentlich...

Klappentext
Eigentlich … will Cameron in ein paar Tagen heiraten. Eigentlich … will er mit seinen Kumpels nicht mehr in diesen Club. Eigentlich … hat er sich auch noch nie für Männer interessiert. Doch die Begegnung mit dem Edelcallboy Chris erschüttert seine Welt in ihren Grundfesten. Cameron ist gezwungen so einiges zu überdenken. Ein Glück, dass er treue Freunde hat, die ihm zur Seite stehen. Denn eigentlich … weiß er ganz genau, was er will! Aber kann er auch bekommen, was er sich wünscht?

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Eigentlich… kam ich nur schwer in dieses Buch rein, eigentlich… wurde es ab Kapitel 3 von Kapitel zu Kapitel besser. Eigentlich… hatte mich dieses Buch dann richtig gut im Griff.

Aber… ich hatte etwas Probleme mit dem Charakter von Cameron. Ein taffer Anwalt mit verschiedenen Spezialgebieten, zusätzlich dann noch Anwaltsnotar, der in seinem Beruf seinen Mann steht, ist privat ein bisschen „unreif“? Er ist (als Anwalt) nicht in der Lage privat die gleiche Durchsetzungskraft aufzubringen wie im Berufsleben (außer des öfteren bei seinem Kanzleipartner)? Klar, kann man dies nicht in jeder Lebenssituation, aber ein bisschen mehr Rückgrat hätte ich mir für ihn schon gewünscht. Hier wird mir sein Charakter etwas zu extrem wiedergegeben. Ich kann nachvollziehen, dass er in Gegenwart von Chris zum sabbernden Teenager wird, aber für mich ist es für einen gestandenen Rechtsanwalt/Mann nicht nachvollziehbar, erst zu reden und dann darüber nachzudenken, was man wem an den Kopf wirft. Aber dies sei ihm im Rahmen seiner rosaroten Wolke, auf der er schwebt, verziehen 😉

Als Typ war Chris besser für mich zu verstehen – vielleicht auch, weil die Geschichte nicht aus seiner Sicht geschrieben wurde. Ganz ehrlich, ich würde als Mann/Partner eher Chris wollen – egal welchen Job er ausübt, denn er geht seinen Weg (beruflich und privat) gradliniger an. Mir ist Cameron einfach in sich zu widersprüchlich. Auch Camerons Gedankengänge die ganz selten auf dem (sprachlichen) Niveau eines Anwalts lagen, waren für mich nur schwer in einen stimmigen Konsens zu bringen.

Ein bisschen „Neid“ kam bei der Beschreibung der Gefühle der beiden füreinander auf, hier saß man wirklich vor dem ebook-Reader und wünschte sich solch eine Begegnung auch einmal für sich selbst ♥ . Die Geschichte hat etwas, das einen „mitnimmt“. Wenn man mal im Lesefluß drin ist, will man wissen wie es weitergeht und auch wie sie endet (hier hätte ich mich wirklich noch über einen kurzen Epilog – vielleicht aus Chris‘ Sicht – gefreut. Denn eigentlich… (und das ist meine ganz persönliche Meinung) hätte ich gerne gelesen, dass Cameron sich irgendwann von seinem un… Kanzleipartner trennt, weil er diesen einfach „nicht mehr sehen/ertragen“ kann. Die berufliche Qualifikation hätte er genauso dazu, wie auch das große Haus, in welchem er seine Kanzlei bzw. sein Büro einrichten könnte.

Es gibt nicht viele Erstlingswerke die Lust auf ein neues/weiteres Buch der Autorin/des Autors machen – „eigentlich…“ ist – trotz der Ecken und Kanten eines davon. Die Geschichte ist gut, macht Euch ein eigenes Bild davon, denn die vorgenannten Eindrücke sind subjektiv 🙂

Von mir gibt es für dieses Buch

♥ ♥ ♥ ♥ +

und eine Leseempfehlung 🙂

fàilte

El Ma

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  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1013 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 365 Seiten
  • Verlag: dead soft verlag (19. Juli 2015)
  • Preis: 6,99 €
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