Buchbesprechung: „Ben und Lotta: Gegenteile ziehen sich aus“ – Nessa Maral

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Klappentext:
WENN DIE MASKE FÄLLT, FÄLLT ALLES …

Hi, ich bin Ben, der Traum aller Frauen. Aber es bleibt nicht immer bei einem Traum. Denn ich kann sie alle haben. Aber … ich will sie: Lotta. Die unnahbarste Person auf diesem Planeten. Mysteriös, sexy und unheimlich anziehend. Eine Frau, die ein Geheimnis umgibt, welches mich an meine Grenzen stößt und mich vor die Wahl stellt zwischen Liebe, Freundschaft und Toleranz.

»War das der Moment, auf den ich gewartet hatte? War ich bereit zu vergessen, dass ich sie nicht attraktiv finden sollte? Sie nicht lieben sollte?«

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In der Novelle „Ben und Lotta“ wird die Geschichte jeweils aus Sicht der beiden Hauptprotagonisten erzählt. Es handelt sich hierbei nicht (nur) um eine locker, flockig erzählte Liebesromanze. Die beiden Hauptcharaktere müssen über Grenzen gehen. Vieles von dem, was wir aus unserem „ach so normalen“ Leben kennen, wird hinterfragt. Dies aber immer unter der Prämisse, dass es sich um eine Novelle handelt und die Autorin dadurch natürlich nicht in die tiefsten Tiefen gehen kann.
Ich habe mich gefragt: Sehen wir wirklich immer nur das, was wir sehen wollen? Macht uns die Liebe blind? Können/wollen wir über unseren Schatten springen?

Nessa Maral erzählt hier mit viel Feingefühl eine Geschichte, die aufzeigt, das Menschen sehr wohl auch mit dem Herzen sehen können, auch wenn der Weg steinig und unbequem ist.
Das Grundthema „Transgender“/ „Crossdressing“ wird mit viel Fingerspitzengefühl und ohne dass man Sensationslust entwickelt, erzählt.

Kein Mensch, der nicht in dieser Situation steckt, kann sich vorstellen, was in den Betroffenen vorgeht. Ich habe mit Lotta mitgelitten und gehofft, dass sie auf den Menschen, in den sie sich verliebt hat, bauen kann.
Ich sage Danke an Nessa Maral, dass sie dieses Thema so mutig und einfühlsam angegangen ist.
Es ist wirklich eine Geschichte über Liebe, Feingefühl und vor allem Toleranz – hier verspricht die Kurzbeschreibung nicht zu viel.

Auch die Nebenprotagonisten werden gut dargestellt. Wobei Sascha erst etwas oberflächlich erscheint, sich dann aber als wirklich guter Freund zeigt. Mit Andreas‘ Charakter hatte ich meine Schwierigkeiten Ich mag keine Menschen, die unter Alkohol den „Charakter“ ablegen und zu etwas werden, was man eigentlich nicht in seinem Freundeskreis haben möchte.

Da es sich um eine Novelle handelt, können natürlich – wie bereits angemerkt – nicht alle Facetten aller Protas bis ins Detail beschrieben werden. Wobei ich mir dies – gerade bei diesem Thema – wünsche würde.
Vielleicht gibt es ja in (naher) Zukunft mehr „so fein gezeichnete“ Bücher hierzu.

Zum Schluss noch der Satz, der mir in diesem Buch am Besten gefallen hat, den ich „mitgenommen“ habe, der eigentlich eine Selbstverständlichkeit auf dieser Welt sein sollte und dem es nichts mehr hinzuzufügen gibt:

„Ich hatte angefangen zu begreifen, dass Liebe nicht davon abhängig war, welches Geschlecht die Person hatte.“

Von mir erhält diese Geschichte überzeugte

♥ ♥ ♥ ♥ ♥

fàilte

El Ma

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1251 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 204 Seiten
Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (7. August 2015)
Preis:  € 2,99

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