Buchbesprechung: „Phillips Bilder“ – J. Walther

Philipps BilderKlappentext:
Eigentlich soll Phillip eine Ausbildung zum Fotografen bei seinem Vater beginnen. Er würde zwar lieber studieren – aber reicht sein Talent dafür? Er geht der Entscheidung aus dem Weg und macht es sich bei Freunden in der Hängematte bequem. Dort trifft er den attraktiven, ungezwungenen Seth. Phillip stürzt sich in eine leidenschaftliche Affäre, aber Seth bewahrt lieber seine Geheimnisse. Und dann sind da noch seine Gastgeber Benjamin und David, die auf Phillip schon lange eine starke Anziehungskraft ausüben … „Phillips Bilder“ kehrt zurück in die Welt von „Benjamins Gärten“, erzählt aber eine eigenständige Geschichte.

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Die Geschichte „Phillips Bilder“ erzählt als unabhängige Fortsetzung von „Benjamins Gärten“ einen Ausschnitt aus Phillips Leben. Die Autorin versteht es wieder einmal mehr in geschriebenen Bildern eine ruhige, besonnene und „andere“ Geschichte zu erzählen.

Es handelt sich bei „Phillips Bilder“ nicht um eine klassische Liebesgeschichte. Eher erzählt sie uns die Aufarbeitung alter, noch nicht verarbeiteter Eindrücke, das Leben im „hier und jetzt“ und dies hauptsächlich aus Phillips Sicht. Jedoch kommen auch die anderen Charaktere – die man ggf. schon aus Benjamins Gärten kennt – nicht zu kurz. Denn auch Benjamins und Davids Entwicklung wird „nebenher“ sehr feinfühlig erzählt.
Vieles entknotet sich – was im vorangegangen Buch nur am Rande erzählt wurde – und wird somit zu einem schlüssigen Gesamtbild. Dennoch ist es nicht zwingend notwendig, die Vorgeschichte gelesen zu haben, verhilft einem aber zu einem besseren Verständnis.

J. Walther malt Bilder mit Worten, erzählt fast beiläufig wie es Phillips Freunden in den letzten Jahren ergangen ist. Die Entwicklung Phillips meint man selbst mit im Garten sitzend mitzuerleben. Nicht eine Szene ist reißerisch verfasst, alles liest sich weich, rund, stimmig und dies ohne kitschig zu sein.

In dem Moment, als Phillip entdeckt, dass ihm die Fotografie doch sehr viel bedeutet, öffnet sich sein Blick und sein Herz für das Wesentliche. Das Verhältnis zu seinem Vater bessert sich, seine Zukunftsaussichten werden klarer und alles was vor dem Eintreffen bei seinen Freunden grau in grau gezeichnet wurde, wird wieder bunt.

Wenn man das Buch am Ende „zuklappt“, wünscht man Phillip, dass ihm seine Freunde noch sehr lange erhalten bleiben, dass ihm seine Zukunft das bringt, was er sich erträumt und er endgültig seinen inneren Frieden findet. Es ist mit Sicherheit kein Buch, dass man mal schnell nebenbei liest. Vieles verbirgt sich zwischen den Zeilen.

Wem das Buch gefällt, dem kann ich „Nur eine Frage der Liebe“ empfehlen. Auch dieses Buch kann man unabhängig von den anderen lesen, ergänzt aber – in einem anderen Stil geschrieben – perfekt die Geschichte / den Lebensweg Phillips.

Für dieses „andere, besondere“ Buch, das so aus dem sonst so „üblichen“ Rahmen fällt, vergebe ich

♥ ♥ ♥ ♥+

fàilte

El Ma

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1011 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 156 Seiten
Verlag: dead soft verlag (9. August 2013)
Preis:  € 3,99

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Ein Kommentar zu “Buchbesprechung: „Phillips Bilder“ – J. Walther

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