Buchbesprechung: Pegasuscitar – Chris P. Rolls

Pegasuscitar

Klappentext
Magische Flügel, kaum sichtbar, mehr ein Glitzern in der Luft.
Durch Zufall entdeckt der junge Leibeigene Feyk seine Fähigkeit, die Magie der Pegasuspferde zu erwecken. Vor Jahrhunderten hat ein gewaltiger Krieg das große Reich und die Völker entzweit. Seither herrscht Feindschaft zwischen dem Südosten und Nordwesten. Ein Zwist, der auf dem Rücken dieser magischen Geschöpfe ausgetragen wird. Unversehens findet sich Feyk hineingezogen in ein Netz aus Intrigen und Täuschungen. Und schon bald weiß er nicht mehr, wem er vertrauen kann und wen er fürchten muss. Denn auch der seltsame Stalljunge Aldjar, zu dem er sich hingezogen fühlt, hütet ein gefährliches Geheimnis.

____________________________

Wie ich ja in einem vorangegangen Blogartikel schon geschrieben hatte, bin ich ein absoluter Neuling im Bereich „Fantasy“ bzw. „Gay-Fantasy“. Ob ich nun einfach Glück hatte oder ob es doch die Empfehlungen gewesen waren…, auch dieses zweite von mir gelesene Buch aus diesem Bereich war fantastisch.

Im mochte bisher alle Bücher, die ich von Chris P. Rolls gelesen hatte, nur eben an den Bereich „Fantasy“ konnte und wollte ich nicht ran (dabei habe noch zwei Bücher von ihr aus diesem Genre auf dem Reader…). Wieso und warum ich so lange um dieses Buch herumgeschlichen bin, könnte ich nun eigentlich im Nachhinein nur noch mit einem Unverständnis ausdrückenden Kopfschütteln kommentieren.

Ich habe dieses Buch gelesen, mir im Kopf Bilder dazu „gemalt“, die Charaktere vor Augen gehabt und habe mich in (fast) jede einzelne Person und in wirklich jeden Pegasus verliebt. Ich konnte mir die Landschaften vorstellen, habe mitgelitten, hatte Tränen in den Augen und mich mitgefreut, habe an mancher Stelle grinsen müssen und konnte nachvollziehen, wie elend es manchem Protagonisten in einigen Situationen ging. Allein für den Aufbau der Geschichte, den Spannungsbogen und der bildhaften Sprache, verneige ich mich vor der Autorin. Auf weit über 500 Seiten hat sie es fertig gebracht, nicht einmal langatmig zu werden.

Da ich ungern Details aus den Geschichten erzähle – denn auch ich hätte im Vorfeld nicht gewollt, dass ich komplette Handlungsstränge erfahre – hier nur ganz kurz:

Man meint im ersten Augenblick, dass es in der Geschichte ausschließlich um das Leben von Feyk geht, aber bedingt durch den Schreibstil taucht man an der einen oder anderen Stelle auch in die Sichtweisen der anderen „Hauptdarsteller“ ein. Hierzu gehören neben Aldjar (der im Übrigen auch nicht ganz das ist, was er auf den ersten Blick zu sein scheint), auch Vigar und Thyon, die man nicht einfach so an die Seite schieben kann. Dies funktioniert ebenso wenig mit den geflügelten Pferden und den tollen Freunden, die allzeit für Feyk und Vigar einstehen und zum Ende hin auch Aldjar und Thyon mit in den Kreis aufnehmen.
Es wird beschrieben, wie Feyk lernt wieder Vertrauen zu haben und zu vermitteln, wie er sich nach und nach eingesteht und zulässt, dass er liebt (und dies in allen Schattierungen zu denen ein Mensch fähig ist). Er liebt seinen Partner aus tiefstem Herzen, aber auch für seine Freunde – egal ob zwei- oder vierbeinig – ist er bereit alles zu geben und bekommt dies im Gegenzug ebenso zurück. Er findet Halt, Geborgenheit und ein Zuhause. Er erfährt Grausamkeit gegenüber seiner Person und den ihm nahe stehenden Freunden (Mensch und Tier). Er erfährt, dass es Menschen gibt, die zu ihrem Wort stehen, aber auch solche, die ihn enttäuschen. Man lernt im Laufe der Geschichte ebenso die weiteren Haupt- und Nebencharaktere kennen und mögen und kann so manche Reaktion auf bestimmte Situationen sehr gut nachvollziehen.

Chris P. Rolls hat mit diesem Buch nicht einfach nur eine Gay-Fantasy Geschichte mit Sexszenen (die im übrigen sehr schön geschildert werden) und Action (auch die Kampf- und Kriegsschilderungen sind sehr bildhaft, aber nicht zu grausam beschrieben) geschrieben, sie hat ihren Protagonisten eine Entwicklung zugestanden, die diesem Buch meiner Meinung nach einen zusätzlichen Mehrwert geben.

Wie gesagt, ich war von diesem Buch gefesselt, konnte das Ende kaum erwarten (nicht weil man schnell hinkommen wollte, sondern weil man wissen wollte, wie es weitergeht und endet) und war baff erstaunt, als es dann da war. Irgendwie hätte ich gerne noch weitergelesen, rein um der Geschichte willen. Das Ende ist stimmig und kam zu einem guten Zeitpunkt, aber unersättlich wie ich nun mal bin…

Da die Geschichte ja im Fantasy-Genre spielt, kann ja auch ich davon träumen und phantasieren, dass es vielleicht irgendwann einmal eine kleine Sidestory (klein ist relativ bei einem Hauptbuch von über 500 Seiten)  über die Entwicklung Akkias und ob sie in der Lage sein wird, die Völker zu vereinen, geben wird. Aber auch der weitere Lebensweg der vier Freunde, wäre durchaus von Interesse (wie gesagt, träumen ist erlaubt) ;-).

Was soll ich jetzt noch sagen? Ach ja:

volle Kaufempfehlung   &   💜 💜 💜 💜 💜

fàilte

El Ma

Format: Kindle Edition

Dateigröße: 2683 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 709 Seiten
Verlag: Dead Soft Verlag (27. August 2014)
Preis:  € 6,99

Advertisements

Ein Kommentar zu “Buchbesprechung: Pegasuscitar – Chris P. Rolls

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s