Buchbesprechung: „Hautnah – an deiner Seite“ – Francisca Dwaine

Hautnah - an deiner Seite

Klappentext
Jason will nur eines sein: ein erfolgreicher Lektor in Chicago. Leider wird er gerade dem Autor zugeteilt, der ihn nach einem One-Night-Stand aus seiner Wohnung geworfen hat.
Christian Heart ist ein echter Mistkerl, doch leider hat er auch noch eine andere Seite, eine verletzliche. Seit sein Freund vor zwei Jahren gestorben ist, verdrängt er seinen Kummer mit Alkohol und Sex.
Als dann auch noch ein übereifriger Lektor in Christians Leben tritt, der ihn mit allen Mitteln zum Schreiben bringen will, denkt er, er hätte nur ein weiteres Spielzeug gefunden.
Aber Jason wird mehr für ihn. Mehr als er jemals erwartet hätte.

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Mit „Hautnah – an deiner Seite“ hat Francisca Dwaine eine wunderschöne Liebesgeschichte geschrieben, die unter die Haut geht.

Christian, ein echtes Ekelpaket (und trotzdem mag man ihn) hat auch nach 2 Jahren noch nicht einmal annähernd damit begonnen, den Tod seines Freundes zu verarbeiten. Jason (jung, unbedarft und sensibel) kommt mit vielen Träumen und Wünschen nach Chicago und läuft an seinem ersten Club-Abend als erstes Christian in die Arme. Von da an ist es um Jason geschehen.

Bei beiden Männern fragt man sich, wieviel jeder einzelne von ihnen ertragen kann. Mal geht es einen Schritt vor, dann wieder zwei zurück.
So oft wie Jason von Christian verletzt wird, habe ich mich schon gefragt, ob man sich so etwas wirklich geben muss und was er ihm denn noch durchgehen lassen will…  Auf der anderen Seite wird aber auch sehr gut der seelische Zustand von Christian erzählt, so dass man ihm vieles verzeiht.

Ich habe mit beiden mitgelitten, habe mir zwischendurch immer wieder gedacht „Oh Mann“ redet miteinander und habe mich jedesmal gefreut, wenn die beiden wieder einmal einen Schritt aufeinander zugegangen sind. Zwei beste Freunde und ein großer Bruder geben ihnen den nötigen Halt und helfen ihnen durch dunkle Momente.
Alle Geschichten von Francisca Dwaine die ich kenne haben ein Happy End und gerade für diese beiden habe ich es mir mit jeder Seite mehr gewünscht und am Ende dann das Buch mit einem Lächeln geschlossen.

Apropos wünschen… zum Schluss hätte ich gerne noch 2 Wünsche frei:
1. Ich hätte gerne eine Geschichte über Jonathan und Tom 🙂
2. In dieser Geschichte dürften dann gerne auch die Täter gefasst werden 😉

Für mich kommt die Geschichte nicht ganz an die Brunch-Serie heran, steht aber gleich hinten dran und kratzt am Treppchen.

Für diese – für mich (persönlich) emotional nicht ganz einfache Geschichte – gibt es eine klare Kaufempfehlung und   💜 💜 💜 💜 +

fàilte

El Ma

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 372 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 259 Seiten
Preis:   €  3,99   (Kauf = klick aufs Bild)

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Buchbesprechung: „Wie fängt man einen Phönix“ – Sage Marlowe

Wie fängt man einen Phönix

Klappentext
Als er in einer ländlichen Gegend Englands seinen Urlaub verbringt, erwartet Ryan Holmes nicht, dass der einzige Mensch im Umkreis von fünf Meilen der Mann seiner Träume ist. Hitzköpfig aber introvertiert, mag Jazz Spencer, Ryans einzelgängerischer Nachbar, zwar aussehen, als wäre er gerade einem feuchten Traum entsprungen, doch er besitzt das Potenzial, sich zu einem Alptraum zu entwickeln.

Sie geben der explosiven Anziehungskraft zwischen ihnen nach und lassen sich auf eine Affäre ein. Während Ryan begeistert ist und sie rein körperlich offenbar sehr gut zusammen passen, bleibt Jazz emotional auf Distanz. Da er zögert, seine Gefühle und eigentlich überhaupt irgendwelche nennenswerten persönlichen Informationen, preiszugeben, muss Ryan seine eigenen Schlüsse ziehen — die allerdings entpuppen sich größtenteils als total falsch.

Schon bald erkennt Ryan, dass, wann immer er dabei ist, sich zu verlieben, Jazz die Flucht ergreift und Ryans Herz vom Feuer ihrer Leidenschaft verbrannt zurücklässt.

Fest entschlossen, dennoch das Rätsel zu lösen, das Jazz für ihn darstellt, überlegt Ryan sich, wie man einen Phönix ein für alle Mal fängt.

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Vorneweg ganz kurz: Diese Geschichte ist so ganz anders, als die „Tinte, Schweiß und Tränen“-Serie von Sage Marlowe, die ich vor einigen Monaten gelesen habe und die mir ebenfalls sehr gut gefallen hat.
„Wie fängt man einen Phönix“ ist ruhig, gediegen (ohne langweilig zu sein) und englisch (ohne steif rüberzukommen – sorry, in manchen expliziten Handlungssträngen natürlich schon 😉 ). Gleich zu Beginn kam ein Satz, der mich hat grinsen lassen, da er so voll und ganz dem entspricht, wonach mir seit einiger Zeit immer öfter ist: „Ein Paradies für Menschenfeinde“. Dies bezieht sich auf die Schilderung, als Ryan mit seinem schnittigen „Stadtwägelchen“ zum einsam gelegenen Ferienhaus seiner Eltern ins ländliche England fuhr.
Dazu passt dann auch, dass er auf den introvertierten, „maulfaulen“, aber optisch dem Traumtypen entsprechenden Jazz trifft. Die beiden können nicht mit, aber auch nicht ohne einander.
Ryan und Jazz sind – jeder auf seine Art – tolle Männer. Der Weg in eine Beziehung ist nicht einfach, aber wenn man etwas wirklich will und der „Zufall“ die Finger im Spiel hat, klappt es ja (vielleicht?) doch.

Aber… mitten im schönsten Lesefluss… ist die Geschichte zu Ende 😉 – nein, sie hat ein Ende, aber…. Hallo man kann mich doch nicht mit Fragen zurücklassen… Nun ja, Geduld ist jetzt nicht gerade meine herausragendste Eigenschaft und nun muss ich abwarten, denn es wird (und muss) einen zweiten Teil geben. So kann man mich schließlich nicht im Regen stehen lassen :-).

Lieber Sage Marlowe, wenn die Fortsetzung jetzt noch ein bisschen emotionaler (nicht unbedingt dramatischer) wird, dann gibt es beim zweiten Teil sicherlich das letzte Herzchen, denn die Geschichte hat sich wunderbar flüssig gelesen und zwar so flüssig, dass ich – wie vorstehend schon erwähnt -, vom Ende etwas überrascht wurde.

So gibt es heute für den 1. Band   💜 💜 💜 💜  und die Vorfreude auf die Fortsetzung.

fàilte

El Ma

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1051 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 179 Seiten
Verlag: Me and the Muse Publishing; Auflage: 1 (17. Oktober 2015)
Preis:    € 4,99  (Kauf: klick aufs Bild)

„Das Monster des Prinzen“ – Savannah Lichtenwald

Das Monster des Prinzen

Klappentext
„Ich bin nicht normal – jedenfalls nicht das, was andere unter `normal´ verstehen. Ich bin schwul. Das ist mir seit einem halben Jahr bewusst und seit ein paar Monaten weiß es leider auch David und damit der Rest der Schule. Darin sehe ich nur einen einzigen Vorteil. Früher hatte ich keine Ahnung, was dieses Monster dazu trieb, mich zu tyrannisieren. Rempeleien und Rippenstöße gab es von Anfang an, doch jetzt weiß ich wenigstens, warum er mich hasst.“

Philip und David – zwei Jugendliche, so verschieden wie Tag und Nacht … wie Magneten, die sich abstoßen.

Sechs Jahre vergehen, schmerzhafte Erfahrungen drängen sich den Männern auf und hinterlassen Spuren. Vergessen können sie einander jedoch nicht. Als sie sich wiedersehen, haben sich beide verändert. Philip führt ein Café und kämpft mit seinen Komplexen, während David einen ausgeprägten Selbsthass mit sich herumschleppt. Die Vergangenheit steht zwischen ihnen wie eine unsichtbare Mauer und in der konservativen Stadt, in der sie leben, gehören Mobbing und Verachtung immer noch zum Alltag. Doch vielleicht gibt es eine winzige Chance und das Undenkbare geschieht …

David und Philip – zwei Männer, die mehr gemeinsam haben, als sie vermuten … wie Magneten, die einander anziehen.

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Puh, ich weiß gerade nicht, wie ich anfangen soll. Ich habe selten eine so phantastisch geschriebene, zu Herzen gehende Geschichte über zwei gebrochene junge Männer gelesen.

Ich hatte hier schon einen Text fertig, der aber eigentlich nur noch einmal den Klappentext in etwas ausführlicherer Form erzählt hätte. Meiner Meinung nach kann man dieses Buch nicht wirklich in Worte fassen – zumindest ich schaffe es nicht.

Bei den ersten paar Seiten fiel es mir schwer dran zu bleiben und ich kann noch nicht einmal sagen warum. Ich kann auch nicht den Moment erkennen, an dem mich die Geschichte gepackt hat.
Was ich weiß ist, dass ich mit den beiden Jungs mitgefiebert, mitgelitten und mich mit ihnen gefreut habe. Ich habe während des Lesens gezittert, gelächelt und geweint. Zudem konnte ich mich im Laufe der Geschichte nicht wirklich entscheiden, wen ich lieber mochte – aber muss man dies wirklich? Obwohl David so offensichtlich das Monster in der Story war (tatsächlich?), hat die Autorin es geschafft, das er trotz allem einen Weg in mein Herz gefunden hat. Philip wurde als zarter, schüchterner und gehemmter junger Mann dargestellt, ist aber vom Typ her auch nicht ohne. David, der große starke junge Mann und Philip das kleine „Mäuschen“. Tja, der erste Eindruck muss nicht immer richtig sein…

Ich habe vor dem Kauf in einer Rezension gelesen, dass für diese Leserin/diesen Leser der Satz „Ich bin Philip“ der beeindruckendste war. Für mich war es „Ich bin David“. Dies war für mich der berührendste und auch der bemerkenswerteste Punkt in dieser Geschichte.  David war wieder ein „Ganzes“ und konnte nun endlich zu sich, seinem Hintergrund und seiner Lebensgeschichte stehen. In der ganzen Zeit war der kleine, zarte, gehemmte Philip mental wesentlich stärker. Aber als er „brach“, war David da. So sollte eine Partnerschaft funktionieren, so muss eine perfekte Liebe sein.

Savannah Lichtenwald hat mit dieser Geschichte ein/ihr Meisterstück abgeliefert. Wenn sie sich zukünftig daran messen lassen müsste…
Da aber alle ihre Geschichten auf einem hohen Niveau geschrieben sind – hier möchte ich nur die „At home“-Serie erwähnen (für die ich auch ewig gebraucht habe, bis ich mich drangesetzt habe – warum auch immer…), die ebenfalls wunderbar zu lesen ist, muss man hier nichts befürchten.

Wer jetzt noch überlegen muss, ob er die Geschichte lesen möchte, dem ist meiner Meinung nach nicht mehr zu helfen 😉

Liebe Savannah Lichtenwald, vielen Dank für diese wunderbare Gay Romance/dieses Gay Drama der Extraklasse.

Mir bleibt nun einzig noch die Vergabe von

💜 💜 💜 💜 💜

und die Vorfreude auf neue Geschichten von ihr.

fàilte

El Ma

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1708 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 244 Seiten
Verlag: BookRix (6. Oktober 2015)
Preis:   € 4,99   (Kauf: klick aufs Bild)

Buchbesprechung: „Samhains Kuss“ – Romana Grimm

Samhains Kuss

Klappentext
Tanis liebt alles am Herbst, aber am meisten liebt er Halloween mit all seinen interessanten und gruseligen Facetten. Jedes Jahr stürzt er sich mit Leib und Seele in die Planung und Vorbereitung der jährlichen Halloween-Party für sich und seine Freunde, welche im Gegenzug ihr Möglichstes tun, um dafür vom College nach Hause zu kommen. Alles könnte perfekt sein, wenn … ja wenn Tanis‘ Freund Denny in den letzten Monaten nicht so auffällig abgekühlt wäre, und wenn er im Wald nicht einem gutaussehenden Fremden begegnet wäre, der kein Fremder bleiben will. Hin- und hergerissen zwischen pflichtbewusster Treue zu Denny und der Sehnsucht nach Freundschaft und großen Gefühlen erlebt Tanis eine aufwühlende Woche, an deren Ende er sich mehr als nur seinen eigenen Ängsten und Wünschen stellen muss.

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Schon lange habe ich diese Geschichte auf meinem Reader liegen, jedoch war es mir in den warmen Monaten nicht danach eine Geschichte über Halloween und den Herbst lesen.
Nachdem nun die Jahreszeit passt und Halloween unmittelbar vor der Tür steht, habe ich es mir mit Tee, Keksen und gedämpften Licht gemütlich gemacht und diese Geschichte genossen. Ja genossen.

Wie man es von Romana Grimm gewöhnt ist, sind alle Protagonisten und auch die einzelnen Szenen in diesem Buch liebevoll beschrieben. Tanis ist ein junger, etwas unsicherer junger Mann, der nach dem Tod seiner Mutter sein eigenes Leben hintenan stellt und seinen Vater unterstützt. Seine Freunde sind in der „Welt“ verteilt, treffen sich jedoch jedes Jahr an Halloween, um miteinander diese Tag zu begehen. Sie feiern zusammen, sind jedoch auch füreinander da.
Tanis begegnet einem gut aussehenden Fremden, der ihn fasziniert. Er kann sich aber nicht wirklich vorstellen, dass sich dieser aussergewöhnliche Mann für ihn interessiert.
Tanis lernt zuzulassen. Zuzulassen, dass das Leben es auch mal gut mit ihm meint, dass der Fremde an ihm interessiert sein könnte und das sein ganz privates Leben nicht so perfekt ist, wie er es ich ausgemalt hat.
Nicht vergessen möchte ich, dass die beschriebenen Waldspaziergänge dazu verlocken, selbst die Schuhe anzuziehen und  auf Pilzsuche gehen zu wollen :-).

Samhains Kuss ist eine liebevolle Hommage an Halloween, die Liebe und die Freundschaft. Passend zu diesem mythischen Fest wird damit gespielt, dass es vielleicht doch mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als wir wahrhaben wollen. Romana Grimm hat es geschafft, dass ich mir gewünscht habe, auch auf diese Halloween Party eingeladen zu werden.

Dies ist ein Buch für einen ruhigen, gemütlichen Abend mit Kuscheldecke, Tee oder Glühwein, gebrannten Mandeln und Plätzchen.
Wer darauf Lust hast, dem kann ich „Samhains Kuss“ wärmstens empfehlen.

💜 💜 💜 💜 💜

fàilte

El Ma

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 795 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 134 Seiten
Preis:   € 0,99   (Kauf: klick aufs Bild)

Buchbeschreibung: „Nur eine Frage der Liebe“ – J. Walther

Nur eine Frage der Liebe

Klappentext:
Als der junge Fotografiestudent Phillip den 26 Jahre älteren Galeristen Christoph kennenlernt, wird aus Sympathie schnell Freundschaft. Doch eigentlich ist da ein Knistern zwischen ihnen, eine Anziehung, der sich beide auf Dauer nicht entziehen können. Vor allem Phillip hat Bedenken – gibt er ihrer ungewöhnlichen Liebe eine Chance?

Der Roman ist eine Fortsetzung von „Phillips Bilder“, kann aber auch ohne die Vorgeschichte gelesen werden.

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Nun endlich komme ich dazu die noch fällige Buchbeschreibung von „Nur eine Frage der Liebe“ zu schreiben. Dabei war dies das erste der Bücher aus dieser Reihe, das ich gelesen habe.

„Nur eine Frage der Liebe“ ist in einem komplett anderen Stil geschrieben als die beiden anderen Bücher „Benjamins Gärten“ und „Phillips Bilder„. Philipp (ja, der aus Phillips Bilder) lebt nun, zwei Jahre später, in Berlin und trifft hierbei auf den wesentlich älteren Galeristen Christoph. Die Geschichte beschreibt den nicht immer einfachen Weg der Beiden, bis sie endlich zueinander stehen können, wobei sich Phillip noch viel schwerer mit dem Altersunterschied tut, als Christoph.
Jeder von uns hat sich sicherlich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie es wäre, wenn man einen wesentlich älteren oder auch jüngeren Partner an seiner Seite hätte – J. Walther zeigt einem hier mit viel Gefühl eine Möglichkeit dessen auf. Phillip selbst kann sich emotional (noch) nicht wirklich von Seth lösen, hier hilft nur eine Reise in die alte Heimat und ein „sich stellen“ mit seiner Vergangenheit. Christoph hingegen hat große Bedenken, ob er denn diesen viel jüngeren Mann würde halten können.
Beide haben aber sehr gute Freunde, die ihnen durch diese nicht ganz einfache Zeit helfen.
J. Walther hat es wieder geschafft, bei mir eine emotionale Verbindung zu den Protagonisten zu erzeugen. Nicht nur die Hauptdarsteller Phillip und Christoph schafften es in mein Herz, nein auch Eva und Anna erreichten mich. Eva als Transfrau sogar so sehr, dass ich gerne noch mehr über sie gelesen hätte. In einer „sparsamen“ Version erzählt J. Walther „nebenher“ die sich anbahnende Verbindung zwischen den beiden Frauen. Sie gibt einem aber nie das Gefühl, hier nur eine Lücke füllen zu wollen, nein – die Verknüpfung mit Phillip und Christoph passt und ergibt eine runde Geschichte.

Ich lese die Bücher von J. Walther wahnsinnig gerne. Sie hat das Talent dem Leser eine emotionale Bindung mit den Protagonisten zu geben. Man liest das Buch und fühlt mit Freunden. Ich habe mir während des Lesens des Öfteren Gedanken gemacht, wie ich in der jeweiligen Situation reagiert hätte – egal ob emotional oder verbal, dies schaffen nicht viele Autoren.

Ich bin gespannt darauf, was J. Walther demnächst einfallen wird, hier jedoch darf ich eine liebevolle Leseempfehlung aussprechen und wieder

💜 💜 💜 💜 +

vergeben.

fàilte

El Ma

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1611 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 234 Seiten
Verlag: HJW (16. Januar 2015)
Preis:   € 4,49  (Kauf: klick aufs Bild)

Buchbeschreibung: „Trust in me – Fabian Moreno“ – Sam Nolan

Trust in me

Klappentext
Durch einen schweren Schicksalsschlag sitzt der junge Kroate Emilijan seit einigen Monaten im Rollstuhl. Verloren und ohne jeglichen Lebensmut trifft er auf den gerade aus dem Gefängnis entlassenen Fabian. Ohne zu wissen, wer Fabian eigentlich ist und was er in der Vergangenheit getan hat, lässt er diesen in sein Leben und verliebt sich aufrichtig in ihn.

Doch was passiert, wenn die Vergangenheit die beiden jungen Männer einholt und sie plötzlich vor den Scherben ihres Lebens stehen? Werden sie es schaffen, die Hindernisse zu überwinden und ihrer Liebe eine Chance zu geben?

Achtung! Zuckersüße Romantik, schwule Charaktere, Erotik – nix für Spießer, homophobe Menschen oder solche ohne jeglichen Sinn für Romantik. Sam Nolan kann süchtig machen! 🙂

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Vorne weg, die Geschichte hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen. Allerdings war es von allem etwas viel.
Etwas viel Zucker, etwas viel Drama und auch etwas viel „verschwommenes“.

Man liest das Buch und fragt sich, wie aus Fabian dieser Mensch wurde, der er bei seiner Tat war. Er hatte weder eine schlechte Kindheit, hat wohl sein Studium in der Regelzeit durchgezogen (wenn man sein in der Geschichte nebenbei erwähntes Alter abzgl. des Gefängnisaufenthaltes abzgl. ein wenig Zeit als Assistenzarzt berücksichtigt). Er hatte Freunde und trotzdem niemandem mit dem er über seine Stresssituationen reden konnte? Er war fixiert auf seinen besten Freund und hat hier ein grausames Verbrechen begangen. All dies zeigt eigentlich eine angeschlagene Psyche. Durch den Gefängnisaufenthalt kommt er geläutert wieder in Freiheit (ohne vorangegangene psychologische Betreuung?) Wenn man diese ganzen „Eventualitäten“ außen vor lassen und die Geschichte einfach nur als Geschichte lesen kann, hat man eine wunderschöne Romanze über eine Beziehung mit allen Höhen und Tiefen vor sich.
Lijans Verhalten kann man nachvollziehen, denn wenn man als lebensfroher junger Mann so ein Schicksal erleidet, dauert es seine Zeit, bis man aus diesem „Loch“ wieder herauskommt. Wie ihm dies mit Hilfe und der Unterstützung von Fabian und einem endlich hinzugezogenen Therapeuten gelingt und er wieder an mentaler Stärke gewinnt, wurde sehr schön beschrieben.

Persönlicher Einwurf:
An einigen Stellen hat mir zu diesem mMn schwierigen Thema doch etwas fundierte Hintergrundinformation (psych. Betreuung im Gefängnis; psych. Gespräche mit Emilijan nach seiner schweren Verletzung; Eltern die zwar ihr bestes versuchen (aber nirgends wird erwähnt, ob und wie sie sich Hilfe suchen, um ihrem Sohn zu helfen) gefehlt; Fabian, der sich zwar mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen und sich in diesem Zusammenhang bei seinen/seinem Opfer(n) entschuldigen soll – hier aber keinerlei Beistand (der Bewährungshelfer, der nur 1-2x nebenbei Erwähnung findet o.ä.) erhält.
Hier habe ich wohl eine zu hohe Erwartungshaltung bzgl. diesem wie gesagt schwierigen Thema – dies ist aber mein Problem.

Wie gesagt, wenn man die Geschichte einfach als Gay-Romance nimmt, hat man eine nette Story um zwei (dann) liebenswürdige junge Männer, die mit ihrem Schicksal (irgendwann) zurechtkommen und gemeinsam zu einem wunderschönen Happy End kommen. Ich habe die Geschichte gerne gelesen – wie alle Geschichten von Sam Nolan – und freue mich schon auf die nächsten, zumal ich die „Fire & Ice“-Folge von ihr inkl. der Sidestory noch ungelesen auf meinem Reader liegen habe.

Diese wieder einmal schöne Geschichte von Sam Nolan ist durchaus eine Leseempfehlung und

💜 💜 💜 💜

wert.

fàilte

El Ma

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 4002 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 256 Seiten
Verlag: MAIN Verlag (3. Oktober 2015)
Preis:   € 5,99  (Kauf – Klick aufs Bild)

Inside 7

7button

Manche Auto- aber noch mehr Radfahrer machen mich aggressiv. Für sie scheinen Verkehrsregeln gar nicht existent zu sein…

blauäugig… ? im Sinne von naiv? Nein, eher erst einmal darauf vertrauen, dass der Mensch, der mir gegenübersteht, mir erst einmal nichts schlechtes will.

chaotisch… Ich? never ;-).

dramatisch… ? Hier kann ich ein ganz großes NEIN dahinter schreiben 🙂

Seit einigen Monaten bin ich ziemlich emotional. Ob dies eine Erscheinung des Älterwerdens oder aber den gemachten Lebenserfahrungen zuzuordnen ist, möchte ich nicht unbedingt wissen 😉

Grundsätzlich bin ich erst einmal ein freundlicher Mensch, außer vor dem ersten Kaffee *g*

genervt… bin ich oft durch die Bequemlichkeit einiger Kollegen – andere würden dies wohl eher als clever oder geschickte Strategie beschreiben.

Die Gedankensplitter kamen von hier