Transsexualität – ein Thema mit vielen Facetten

Diesen Artikel hatte ich vor einiger Zeit für einen ganz anderen Zweck verfasst, der dann leider nie zum Tragen kam. Dann habe ich überlegt, wann der geeignete Zeitpunkt wäre, um auf dieses Thema aufmerksam zu machen… Und was liegt näher, als dies am Tag der Liebe zu tun? Denn, wenn mich das Leben etwas gelehrt hat, dann, dass man sich auf Dauer in eine Person und nicht in die hübsche Hülle verliebt.

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
– Antoine de Saint-Exupéry –

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Vor einiger Zeit habe ich das Buch „Ben und Lotta: Gegensätze ziehen sich aus“ gelesen – wen es interessiert, hier habe ich meinen Eindruck darüber festgehalten. So ganz hat mich das Thema seither nicht mehr losgelassen und ich wollte mehr darüber wissen.

Leider gibt es nicht sehr viele Bücher zu dieser Thematik, die einem auf unterhaltsame Weise etwas darüber vermitteln können. Da mich das Thema aber sehr interessiert und ich gedacht habe, dass es vielleicht dem einen oder anderen ebenso geht, habe ich einmal ein paar Details, Bücher und persönliche Anmerkungen zusammengefasst. Da es hierbei um ein sehr breit gefächertes Thema geht, dass ich an dieser Stelle nicht ganz so eng und keinesfalls rein wissenschaftlich angehen möchte, werde ich die unterschiedlichen Bereiche separat für eine bessere Übersichtlichkeit aufführen und Buchvorschläge unterbreiten, die mir im Laufe der Vorbereitung zu diesem Blogbeitrag „untergekommen“ sind. 

Vielleicht hilft solch „leichte“ Literatur dabei, etwas mehr Verständnis für Menschen aufzubringen, die „anders“ sind als „Otto Normalverbraucher“.
Wir reden immer darüber, wie tolerant wir sind… Sind wir das wirklich? Verlieben wir uns in einen Menschen, weil er der „Mensch“ ist den wir wollen oder nur, weil er dem entspricht, was wir uns vorstellen. Wie schnell sind wir oft desillusioniert, nur weil dieser Mensch, dann doch nicht unserer oft starren Vorstellung entspricht…?

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Von Crossdressern und Transgender-Männern

Mir war bis zum Lesen der Bücher nicht bekannt, was Cross Dressing von z.B. Transsexuellen, Transgendern und Intersexuellen Personen unterscheidet? Von daher hier eine kurze Erläuterung:

„Der Begriff Cross Dressing bezeichnet, unabhängig vom jeweiligen Beweggrund, das Tragen der spezifischen Bekleidung des anderen Geschlechts. […] Das Cross-Dressing ist üblicherweise nicht mit sexueller Erregung oder sexuellen Handlungen verbunden.“ (Quelle Wikipedia)

Und da wären wir auch schon beim Punkt: Hier geht es um das Tragen (überwiegend von Männern) von gegengeschlechtlicher Mode. Aber das war’s auch schon – nicht mehr und nicht weniger. Sie finden es einfach nur schön und interessant, ohne sich deswegen gleich einer Geschlechtsumwandlung zu unterziehen. – Anders als bei Transgender Personen, denn diese wollen durch die Kleidung auch im Gesamten „das andere Geschlecht“ werden.
Um hier nun meine Buchvorschläge zum Thema Cross Dressing:

Frauensachen- Leben mit

Frauensachen: Leben mit einem Crossdresser von Katharina Voss (Leseprobe)
Renas Freund Jan liebt es, sich als Frau zu geben, sich zu schminken, Feinstrümpfe, Röcke und High-Heels zu tragen. Er ist ein Crossdresser. Als Rena davon erfährt, denkt sie: „Na und? Was ist denn schon dabei, wenn Männer Frauensachen tragen? Nichts!“ Doch schnell muss sie sich eingestehen, einem gewaltigen Irrtum zu unterliegen. Ihr Weltbild gerät vollkommen aus den Fugen. Rena wird mit Ängsten und Zweifeln konfrontiert, die sie bis an ihre Grenzen bringen. Sie begreift, dass es hier um mehr geht, als um Samt und Seide für einen Mann. Ihre Liebe zu Jan steht auf dem Spiel … Nach Schätzungen von Sexualforschern tragen rund zehn Prozent aller Männer gelegentlich Frauensachen. Man nennt sie Crossdresser. Die Männer tun es überwiegend im Verborgenen, aus Angst, von ihren Partnerinnen verlassen zu werden. Der größtenteils autobiografische Roman richtet sich in erster Linie an die betroffenen Frauen und Männer und will ihnen Mut machen, sich der Situation zu stellen. Wer keine Angst davor hat, Tabu-Themen anzugehen und eigene Vorurteile über Bord zu werfen, wird erfahren, welche Fassetten das Leben mit Crossdressern umfasst und welch große Bereicherung es sein kann.  (Gibts auch über KU)

Hier wird die Geschichte aus Sicht der Partnerin eines Cross Dressers erzählt. Mit dem Ausdruck Transvestit konnte ich im Fall von Jan nicht wirklich viel anfangen – dieser (und auch das ist sicherlich ein Vorurteil) passt mMn eher zu den „Showgirls“, als zu dem Kerl/der Frau von nebenan. Rena ist sehr tolerant, merkt aber auch, dass der Weg zur Akzeptanz ein sehr steiniger sein kann. Sie liebt ihren Jan aufrichtig, ist aber manchmal – wenn er in Frauenkleidern vor ihr steht – von seiner „anderen“ Art etwas überfordert. Er ist dann quirliger, aktiver, in Umgang und Sprache femininer. Je länger sein Coming Out bei Rena zurückliegt, um so offener geht er mit der Sache um, was Rena des Öfteren an ihre Grenzen bringt.

Rena lernt, lernt ihren Partner in allen Fassetten zu lieben. Lernt, dass es wichtig ist, jeden so sein zu lassen, wie er ist. Sie lernt zu akzeptierten. Dies schafft sie, weil sie Jan/Janina so liebt wie er ist: als Mensch.

Ein Mann aus

Auf meinem Reader befindet sich auch noch Ein Mann aus Samt und Seide von Evelyn Holst.
Leider gibt die Buchbeschreibung (auch auf der Verlagsseite) hierzu nicht wirklich viel her:
Josef Maria Baumgarten ist ein erfolgreicher Schauspieler mit einem Geheimnis: Regelmäßig verwandelt sich Josef in Maria und besucht in Frauenkleidern seinen Lieblingsclub. Eine Erpressung und die Liebe zu seiner Visagistin lassen das Versteckspiel eskalieren…

Neid, Missgunst und ein evtl. eigenes unbefriedigendes Leben einiger Nebenprotagonisten lassen Josef Marias Leben zum Spießrutenlauf werden. Seine Neigung sich ab und zu feminin fühlen zu wollen versteckt er schon seit vielen Jahren. Erst die Liebe zu Gina und ihrer kleinen Tochter lassen ihn zur Ruhe kommen.
Manche Kehrtwendungen in diesem Buch kamen mir persönlich etwas plötzlich, werden aber durch die liebevollen und sehr menschlich beschriebenen Protagonisten wieder ausgeglichen.
Eine nette Geschichte, die die Problematik des Cross Dressings aufzeigt. Da es sich hier um einen leichten flockigen Roman handelt, ist dies auch völlig in Ordnung und hat mir ein paar nette Lesestunden eingebracht.

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Cross Dress I + II von A.C. Lelis auf FanFicton.de

Die Geschichte erzählt von Hiromi (Bruno) und Louis. Louis bekennender Hetero entdeckt auf einem Faschingsumzug „seine“ kleine Geisha Hiromi. Hiromi ist ein sehr androgyner, schwuler, junger Mann, der sich gerne im Stil von „Manga“, „Anime“ und Cosplay (ver)kleidet. Louis ist fest davon überzeugt, mit Hiromi eine junge Frau getroffen zu haben, die ihm außerordentlich gut gefällt.
Als er Hiromi besser kennenlernt und durch einen dummen Zufall endlich merkt, dass er Bruno vor sich hat, hat er massive Schwierigkeiten mit der Situation umzugehen, denn Bruno hat ein Körperteil an sich, dass er bei seiner Freundin eigentlich nicht sehen, spüren und haben will. Der Weg bis bzw. ob er über seinen eigenen Schatten springen wird, wird in dieser Geschichte fein beschrieben. Es gibt auch einige sehr schöne Stellen, die man sich selbst auf die Fahne heften sollte:

Das Grundkonzept ist, dass Liebe keine Grenzen kennt. Und am häufigsten wird eben die Grenze des Geschlechts übertreten. Es ist egal, welches Geschlecht die Person hat. Wenn du sie liebst, liebst du sie. Egal, ob sie sich in einen Frosch oder in einen Dinosaurier verwandelt.“ Hetero, homo, bi … Das sind alles nur Label. Letztlich haben auch sie keinen Einfluss darauf, in wen ihr euch verliebt.

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Secretary von Serpa Demon auf Fanfiction.de
Hier geht es um einen sehr feminin wirkenden bisexuellen jungen Mann (Peter), der sich auf die ausgeschriebene Stelle einer Sekretärin bewirbt und sich so nach und nach in das Rollenspiel als weibliche Vorzimmerdame einfindet, um seinem Chef (Martin) zu gefallen. Mehr und mehr verstricken sich die beiden in dieses Rollenspiel…

Mir hat die Geschichte gut gefallen, zumal sie ein (für mich) überraschendes Ende hat. Die beiden wichtigen Protagonisten werden glaubwürdig rübergebracht und sind jeder auf seine Art liebenswürdige, aber kinky Persönlichkeiten.

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The Girl for me von vampire hero auf Fanfiction.de  autorisierte Übersetzung (engl. Originalversion hier)
Kevin glaubt, dass er den schwulen Cross-Dresser Danny unter seiner Kontrolle hat. Kevin mag nur Mädchen. Also… warum muss er dann an sie denken? Oder ihn. Wie auch immer… Eine nette Geschichte mit allen Irrungen und Wirrungen zweier Jungs und ihrem beschwerlichen Weg  zueinander.

Eine wirklich nette Geschichte, die zwischendurch immer wieder durch ihre Toleranz erstaunt. Ich kann leider nicht beurteilen, ob die englische Originalversion noch besser rüberkommt, hier kann ja jeder die Version lesen, die den eigenen Präferenzen entgegenkommt.

*****

Gefunden habe ich bei FF auch noch von der/dem AutorInlilalidadie Geschichte „Bunte Regentropfen“ und „Ein Mosaik bunter Regentropfen“ die ebenfalls dem Bereich Transvestitismus/Cross-Dressing zuzuordnen ist.

Da es bei Band 1 ‚250.000‘ Worte und bei Band 2 (derzeit n.n. beendet) ebenfalls bereit ca. ‚72.000‘ Worte sind, mögt ihr mir verzeihen, dass ich mich hier noch nicht eingelesen habe.

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Weiter geht’s mit dem Thema Transsexualität

Zum Thema Transsexualität findet man auf Wikipedia auch wissens- und lesenswertes, deshalb hier ein Auszug:
„Menschen, die physisch weiblich sind, aber ein männliches Identitätsgeschlecht haben, werden häufig als Frau-zu-Mann-Transsexuelle oder Transmänner bezeichnet;

Menschen, die physisch männlich sind, aber ein weibliches Identitätsgeschlecht haben, bezeichnet man entsprechend als Mann-zu-Frau-Transsexuelle oder Transfrauen.

Transsexuelle Menschen mit medizinischer oder juristischer Geschlechtsanpassung bezeichnen sich oft nicht mehr als transsexuell, sondern entweder als Mann mit transsexueller Vergangenheit bzw. als Frau mit transsexueller Vergangenheit oder einfach als Mann bzw. Frau.“

Wen dieses Thema interessiert, sollte sich den gesamten Wikipedia-Artikel zu Gemüte führen.

Da ich ja ein Fan von „Sätzen“ bin, die im Gedächtnis bleiben, hat auch der Wikipedia-Artikel hier etwas zu bieten:
„Transsexualismus sei kein Identitätsproblem, sondern lediglich eine sexuelle Präferenz. Transsexualismus ist jedoch eine Frage des Identitätsgeschlechtes und keine Spielart von Sexualität im eigentlichen Sinn: Transsexuelle sind keine Menschen mit bestimmten sexuellen Vorlieben, sondern Menschen, die sozusagen mit den falschen Geschlechtsorganen geboren wurden.“

Orlando

Als Klassiker unter den „transsexuellen Romanen“ gilt wohlOrlando“ von Virginia Woolf, welcher 1928 erschienen ist:
„Ewige Jugend und Schönheit gibt es nur im Roman und wohl in keinem so viel wie in diesem: Über drei Jahrhunderte lebt Orlando in diversen Rollen und an den verschiedensten Orten. Der junge Adlige am Hof Königin Elisabeths I. wird Diplomat in Konstantinopel. Dann wandelt sich Orlando zur Frau, die mit einer Zigeunertruppe nach England zurückkehrt und schließlich im 20. Jahrhundert als Schriftstellerin berühmt wird.
Eine verrückte Idee? Ein faszinierendes Buch! Virginia Woolfs Orlando (1928) bricht energisch auf in die literarische Moderne und feiert die Liebe und das Leben.“ 

In diesem Zusammenhang habe ich mich aber nun auch an Literatur zu diesem Thema „gewagt“ und habe hierzu meine Bibliothek um zwei Bücher erweitert:

Balian Buschbaum

Blaue Augen bleiben blau von Balian Buschbaum, erschienen im Fischer Verlag.
Balian Buschbaum ist derzeit der wohl bekannteste transsexuelle Mann in Deutschland. Er wurde als Yvonne Buschbaum geboren und als erfolgreiche Stabhochspringerin berühmt. Balian Buschbaum erzählt schwungvoll in klaren Worten und dennoch mit tiefen Einblicken in seine Seele und sein Gefühlsleben seinen Weg von der kleinen Yvonne zum ganzen Kerl Balian.
Ganz ehrlich, ich mag den Typen! Und was man uneingeschränkt eingestehen muss, rein optisch ist er (für mich) ein ganzer und vor allem gut aussehender Kerl!
 Dieses Buch ist aus meiner Sicht eine volle Leseempfehlung, da er (gefühlt) frei aus dem Bauch herausschreibt. Er schildert in diesem Buch seine Kindheit und Jugend so selbstbewusst und mit einer Selbstverständlichkeit seiner „männlichen“Seite gegenüber, dass man sich manchmal schon verwundert die Augen reibt. Der Weg bis zur Operation ist spannend und doch so menschlich beschrieben, so dass man sich am Ende direkt in das Gefühl, welches er nackt auf dem Sofa liegend, hat, hineinversetzen kann. Hier ist einem jungen Mann ein schwieriger Weg gut gelungen. Ob ihm hier die „Öffentlichkeit“ seines Lebens hilfreich war oder nicht, mag und will ich nicht entscheiden. 

Luna

Luna von Julie Anne Peters, erschienen im DTV und wird als Jugendbuch angeboten.
 Hier würde ich mein Veto einlegen und es als außergewöhnliches Buch einschätzen, dass man sehr wohl als Erwachsener lesen kann, zumal auch die Sicht der Familie nicht zu kurz kommt.
Hier ein Text aus der New York Times:

„Luna“, wiederholte Liam leise, mehr an sich selbst als an mich gerichtet.
„Ein passender Name, findest du nicht? Ein Mädchen, das nur bei Mondlicht zu sehen ist…“ Nur Regan kennt den sehnlichsten Wunsch ihres Bruders – noch einmal geboren zu werden. Im richtigen Körper: Als Mädchen.“
„Ein nachdenklicher, packender Roman über einen außergewöhnlichen Jugendlichen zwischen den Geschlechtern!“

Nur eine Frage der Liebe

Eine leider nur kurze Erwähnung findet auch Eva in der Geschichte Nur eine Frage der Liebe von J. Walther (wer die Geschichte noch nicht kennt – sie ist es auf jeden Fall wert gelesen zu werden. mehr dazu hier.
Die Geschichte dreht sich eigentlich um Philipp und Christoph, jedoch spielt in einer „Nebenrolle“ Eva mit. Eva ist die beste Freundin von Christoph und die beiden kennen sich schon von jung auf. Zu diesem Zeitpunkt war Eva noch Eddie, ein unsicherer junger Mann, was anhand seiner/ihrer Folgegeschichte – die im Buch Erwähnung findet – nicht verwunderlich ist. Eva ist heute eine (mehr oder weniger) selbstbewusste Frau, die ihren Weg geht. Leider kommt Eva – wie bereits erwähnt – nur als Nebencharakter vor, so dass man immer nur sporadisch wieder von ihr liest. Der Weg vom jugendlichen Jungen zur erwachsenen Künstlerin bleibt somit leider nur im Schatten.
Dies wird sich aber nun wohl in naher Zukunft ändern, da die Autorin eine eigene Geschichte für Eva und Anna ins Auge gefasst hat. Für jeden, der den Schreibstil von J. Walther mag, wird dies mit Sicherheit wieder ein Highlight werden.

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Nun gibt es ja auch noch den Begriff des Transgenders, welcher verschiedene Ausprägungen u.a. auch den vorgenannten mit einschließt. Auch hier hat Wikipedia eine sehr schön erläuternde Seite bereitgestellt.

Besonders ein Absatz mit der Überschrift „Transgender versus Transsexualität“ zeigt doch sehr deutlich, dass es auch hier unter den betroffenen Menschen Uneinigkeit bzw. Unstimmigkeiten gibt.

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Ganz zum Schluss, möchte ich noch auf eine weitere Form einer Geschlechtszugehörigkeit hinweisen, den Hermaphroditen bzw. intersexuellen Menschen (umgangssprachlich auch Zwitter genannt). Bei Pflanzen des Öfteren vorkommend (wie ich letztens erst gelernt habe ;-)) und für jeden Gärtner eigentlich ein Traum, da man nicht auf männliche oder weibliche Pflanzen bzgl. einer Bestäubung aufpassen muss, ist es für den betroffenen Menschen meist nicht einfach, da ja die Geschlechtsmerkmale (weiblich der Busen und männlich der Penis) beide vorhanden sind. D.h. man nimmt normalerweise beim ersten Anblick „die Frau“ wahr und erst im „zweiten“ dann den Penis sprich den Mann. Es gibt leider viele „Witz“-Anekdoten, über die wohl die Betroffenen am allerwenigsten lachen können. Denn wie immer, ist Witze reißen einfacher, als sich mit der Sache zu beschäftigen.

Auch hier hilft Wikipedia weiter.
Unterschied (Intersexualität) zu Transgender und Transsexualität
„Transsexuelle Menschen wurden von der Medizin bisher als biologisch eindeutig definiert, empfinden sich selbst aber als einem anderen sozialen Geschlecht als dem bei der Geburt festgestellten zugehörig.

Die Diagnose „Intersexualität“ kann nur durch diverse Untersuchungen, unter anderem eine Chromosomenanalyse, erbracht werden.“

Leider ist den meisten Menschen eher der Begriff „Ladyboy“ aus dem Sextourismus oder auch Shemale als „Exot“ bekannt. Bücher hierzu gibt es leider meist nur im „Erotik-Bereich“.

Ein Kurzroman ist mir bekannt: „Verliebt in eine Shemale“ von Rüdiger Arnold, hier geht es zwar auch „zur Sache“, allerdings hat das Buch doch zumindest einen Hintergrund 😉

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Nun denn, wenn man sich tiefgründiger in das Thema „Transsexualität“ und all seine Nebenausläufer einlesen möchte, müssten wir unsere Spaß- und Entspannungslektüre wohl für einige Zeit auf die Seite legen. Dabei handelt es sich mit Sicherheit um ein nicht ganz uninteressantes Thema, welches es eigentlich verdient hätte, vertieft zu werden.

Mir hat es Spaß gemacht, sich mit moderner Literatur zu diesem Thema zu beschäftigen, leider gehört dieses Genre eher nicht zum alltäglichen und regelmäßigen Lesestoff, so dass man auch nur selten Buchempfehlungen zu deutschsprachigen Büchern hierzu findet, ich zumindest habe diese „leichteren“, nicht wissenschaftlichen Bücher (sicherlich auch aufgrund meiner spärlichen Freizeit) nur mit „zäher“ Recherche gefunden. 
Sicherlich gibt es auf dem englischsprachigen Raum weit mehr Literatur zu diesen Themen, doch fehlen mir hierzu die notwendigen Englischkenntnisse (mein eingerostetes Schulenglisch muss erst wieder aufgefrischt werden) und auch die Zeit.
 D.h. sollte jemand noch einen tollen und interessanten Buchtipp haben, darf dieser gerne als Kommentar hinterlassen werden :-), denn mir hat das Lesen dieser Bücher zum einen sehr viel Spaß gemacht und zum anderen mal wieder meine eigene Toleranzschwelle überdenken lassen.

Unter der „Stichwortangabe“ wirft z.B. *a* einige englischsprachige Bücher aus, bedauerlicherweise gehen auch hier viele Bücher eher in die härtere Erotikschiene, als in die Unterhaltungsliteratur.

In diesem Sinne hoffe ich, Euch doch ein paar nette Geschichten habe empfehlen zu können und wünsche dem-/derjenigen den/die ich vielleicht neugierig auf das Thema gemacht habe, viel Spaß beim Schmökern.

Deagh dhùrachd! (Alles Gute)

El Ma

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3 Kommentare zu “Transsexualität – ein Thema mit vielen Facetten

  1. Schöner Artikel!
    Hab ich noch gar nicht gesehen 👍
    Ich muss gestehen, dass ich bisher nur ein Buch mit dieser Thematik gelesen habe, weil schon extrem viel Feingefühl von Nöten ist, um sie authentisch rüberzubringen.

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  2. Pingback: Hier wird gebloggt – warum und wieso, erfahrt ihr hier – El Ma liest, strickt und träumt

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