„Carl“ – Mary R. Smith

Carl

Klappentext
Der Mathematikprofessor Carl Baker fühlt sich in seiner Beziehung zu dem Abgeordneten Robert Wilson mehr und mehr vernachlässigt, da dieser nicht öffentlich zu ihm steht und ihn schon des Öfteren versetzt hat. Carl ist das langsam Leid, aber er liebt ihn und ist ihm treu. Doch dann tritt der 32-jährige Damian Smith als neuer Student in sein Leben und bringt Carls Gefühlswelt immer mehr ins Wanken. Eine Beziehung entsteht, die ihren Tribut fordert und das Schicksal ist mal wieder unberechenbar … wird Carl am Ende glücklich sein?

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Kurz bevor der dritte Band der Londoner Jungs von Mary R. Smith erscheint, wollte ich noch einmal den ersten Teil „Carl“ lesen, denn es ist jetzt doch schon einige Zeit her und eine Auffrischung tut immer gut.
Wie auch damals, kurz nachdem es erschienen ist, nahm mich auch dieses Mal dieses „stille“ Buch mit. Ich durfte mit den Charakteren leiden, mit ihnen weinen, mich mit ihnen freuen und am Ende ein ruhiges Happy End genießen, da ein großes Feuerwerk nicht zu dieser Geschichte gepasst hätte. Wer also ein mitreißendes Buch im Sinne von auffallen, laut und bunt erwartet, der ist hier falsch.
Wie es der Buchtitel schon richtig verheißt, ist die Geschichte Carl, dem ruhigen Mathematikprofessor gewidmet. Er ist die Hauptperson um die sich das Buch dreht und der einem das Gefühl gibt in seinem Leben dabeisein zu dürfen. Aber auch Damian wird im Laufe der Geschichte zu einem Freund und besonders Robert ist mir persönlich ans Herz gewachsen (und mein persönlicher Favorit). Er ist derjenige, der trotz aller Widrigkeiten, der Protagonist mit dem großen Herzen ist.

Dadurch, dass man in dem Buch über die doch vielen Seiten sowohl eine Liebesgeschichte – eigentlich sind es ja zwei – ebenso erlebt wie ein Drama, hatte das Buch für mich keine Längen und ich wollte zu jedem Zeitpunkt wissen, wie es denn weitergeht. Carl und auch Robert haben nicht mehr das Alter der typischen Gay-Romance, sondern sind gestandene Männer um die Vierzig, die wissen was sie wollen, es aber aufgrund ihrer jeweiligen Berufswahl und den äußeren Umständen nicht leben können. Von daher kann wohl auch nur derjenige manche Entscheidungen nachvollziehen, der selbst schon einiges erreicht hat und dies dann gezwungenermaßen aufgeben müsste.

Ich habe mich für Damian bis zum Tag X gefreut, mit Carl getrauert und mit Robert gelitten, konnte Tom verstehen und hätte manchmal gerne dem einen oder anderen Protagonisten in den Allerwertesten treten wollen.

„Carl“ wird in meiner persönlichen „Bestenliste“ immer einen Platz in der Poolposition behalten. Ich liebe dieses Buch mit all seinen Höhen und Tiefen inkl. dem notwendigen Taschentuchbedarf und werde es sicherlich immer wieder zur Hand nehmen – 2 x war noch nicht genug.

Zum Schluss möchte ich euch noch einen Satz von Konfuzius, der meinem Lieblingscharakter Robert am Gerechtesten wird, mitgeben:

„Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir – für immer“

In diesem Sinne – fàilte

El Ma

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1484 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 600 Seiten
Preis:   €  4,80

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3 Kommentare zu “„Carl“ – Mary R. Smith

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