Hier wird gebloggt – warum und wieso, erfahrt ihr hier

Über den Blog „Laberladen„, den ich übrigens wärmstens empfehlen kann, bin ich über diese Fragen gestolpert, die ihren Ursprung aber bei Tobis „Lesestunden“ haben – hier werde ich mich dann wohl die nächsten Stunden mal aufhalten, denn der erste Blick in den Blog war sehr vielversprechend 🙂
Die persönlichen Beiträge der beiden Blogger zu diesem Thema findet ihr bei „Laberladen“ hier und bei „Lesestunden“ hier.

Neugierig wie ich bin, habe ich mir die Fragen angesehen und mir gedacht: DIE könntest du ja auch mal beantworten – und schon bin ich dabei 🙂

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Wie entscheidest du, ob du über ein Buch bloggst oder nicht?
Ich entscheide immer aus dem Bauch heraus. Ich lese im Jahr (inkl. diverser Kurzgeschichten) bestimmt 250 – 300 Bücher. Ich habe leider nicht die zeitlichen Ressourcen, für jedes einzelne Buch eine Rezension zu schreiben. Von daher beschränke ich mich auf die Bücher, die mich emotional positiv berühren. Hier fällt es mir relativ leicht, das niederzuschreiben, was mich bewegt, mir gefallen und mich berührt hat. Bei Büchern, die dies nicht schaffen, habe ich keinerlei Energie, das empfundene festzuhalten. Wenn ihr also die Menge an Büchern, die ich lese mit der Menge an Reviews vergleicht, könnt ihr ersehen, wie viele oder wie wenige Bücher es in den Blog „schaffen“. Weiterlesen

Buchbesprechung: „Alles ist möglich“ – Marguerite Labbe

Alles ist möglich

Klappentext
Nach nur einer Nacht mit Ash Gallagher ist sich Eli Hollister sicher, dass er schließlich den richtigen Mann zum richtigen Zeitpunkt gefunden hat. Gut, dass er darauf nicht gewettet hat, denn wie sich herausstellt, ist Ash Student in einem seiner Kurse am örtlichen College. Eli kann die Anziehung nicht leugnen, doch jetzt wird es kompliziert. Er hat schon genug Probleme mit dem Leiter seiner Abteilung, dem es am liebsten wäre, Eli bekäme nicht die Festanstellung oder würde sogar gekündigt werden.

Ash freut sich darauf, seinem Leben eine neue Richtung zu geben. Nachdem er bei den Marines und in der Reserve gedient hat, möchte er nun sein militärisches Leben hinter sich lassen. Der Lust zu seinem Englisch-Professor zu verfallen, war das Letzte, womit er in diesem Semester gerechnet hat, doch je mehr Eli sich ihm widersetzt, desto hartnäckiger ist Ash. Als er feststellt, dass Eli auf der Suche nach einer festen Beziehung ist, wo er selbst doch nur an einer Affäre interessiert ist … oder etwa nicht? Alles ist möglich zwischen den beiden, wenn es um die Liebe und das Leben geht.

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Es hätte für diese Geschichte kein aussagekräftigeres Cover gefunden werden können. Dieses spiegelt meiner Meinung nach das innige Verhältnis zwischen den beiden Protagonisten sehr gut wieder.
Wir haben hier zwei wunderbare Charaktere, die einen sofort für sich einnehmen. Eli ist Professor an einem College und hat schon manchen Tiefschlag, sowohl persönlich als auch beruflich, hinnehmen müssen. Dennoch lässt er sich nicht verbiegen und will das letzte Semester bis zu seiner Festübernahme einfach nur gut überstehen. Hierzu lässt er die Spitzfindigkeiten seines Vorgesetzten mit einer stoischen Ruhe über sich  ergehen, bis ihm Ash über den Weg läuft. Von da an wird es für ihn schwieriger und anstrengender, aber auch emotionaler und liebevoller. Er trifft mit Ash endlich den Mann, der auf einer Wellenlänge mit ihm liegt, ihn aufzufangen vermag und stets für ihn da ist – wenn es da nicht das „Abhängigkeitsverhältnis“ Student / Professor gäbe. Eli ist auch für Ash der „Hafen in den er einlaufen kann“, wenn es ihm nicht gut geht, der seine Vergangenheit so akzeptiert wie sie ist und der ihn nicht zum Helden hochstilisiert, sondern in ihm einfach nur den Mann und möglichen Partner sieht. Allerdings haben beide auch Angst vor der Zeit nach dem Semesterabschluss, da keiner der beiden Männer weiß, wie es danach weitergeht.

Eli muss sich in dieser Zeit gegen Mobbing wehren und auch kleiner Krimi-Strang fehlt nicht. Manchmal weiß er gar nicht, wie ihm im letzten Semester geschieht und trotzdem ist er für Ash da, als dieser ihn braucht. Aber auch Ash ist in dieser schwierigen Zeit ein steter Rückhalt für Eli und steht ihm – dezent im Hintergrund agierend – zur Seite.

Es ist eine wunderbare Geschichte (mit Happy End) über die Liebe und wie man gemeinsam alle Widrigkeiten überstehen kann. Ich konnte direkt mitfühlen wie es den beiden geht. D.h., die Autorin konnte die Emotionen der beiden Charaktere gut beschreiben.
Allerdings hört die Geschichte für meinen Geschmack ziemlich abrupt auf. Mittlerweile weiß man ja, dass ich auf „nicht abgeschlossene Nebenstränge“ nun mal so gar nicht stehe. Dies ist aber mein persönliches Empfinden und vielleicht geht es ja anderen Lesern ganz anders und es wird nichts vermisst. Auch in diesem Buch wird etwas angerissen, bei dem man zwar weiß, dass es gut ausgehen wird, aber dennoch wirkt es  auf mich unvollständig. Hier hätte ein Epilog, mit einem Zeitsprung von z.B. 6 Monaten oder einem Jahr, die Geschichte wunderbar rund gemacht und man hätte gewusst, was sich in diesem Zeitraum alles ergeben hat. Klar geht es in einer Geschichte immer um die „Hauptdarsteller“. Wenn aber die Nebenprotas so explizit herausgestellt werden wie in diesem Fall, möchte ich schon wissen, wie es ihnen im Rückblick ergangen ist.
Vielleicht hat die Autorin ja Lust auf z.B. eine kleine Weihnachtsgeschichte rund um Eli und Ash und man erfährt, ob und wie sich alles in Wohlgefallen aufgelöst hat.

Ich freue mich auf zukünftige Geschichten von Marguerite Labbe, denn mit „Alles ist möglich“ hat sie für mich einen sehr guten „Einstand“ auf dem deutschsprachigen Gay-Romance-Markt geschafft. Sie hat mich mit kleinen „Nebensächlichkeiten“ zum Grinsen gebracht (es kann schon grausam für Kinder sein, wenn eine Mutter einen Lieblingsfilm hat 😉 ).
Hätte es den für mich notwendigen Epilog gegeben, wäre es mit Sicherheit ein Herz mehr geworden, so sind es  4 💜.

Fáilte

El Ma

 

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 914 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 300 Seiten
Verlag: Dreamspinner Press (8. März 2016)
Preis:  €  6,39  (Kauf = klick aufs Bild)

„Sag mir, dass es wahr ist“ – TJ Klune

Sag mir, dass es wahr ist

Klappentext
Paul Auster jedenfalls glaubt nicht daran. Er glaubt überhaupt nicht viel. Er ist dreißig Jahre alt, hat leichtes Übergewicht, und seine bemerkenswertesten Eigenschaften sind sein bissiger Humor und die bildhaften Zitate, mit denen er das Leben um ihn herum kommentiert. Seine besten Freunde sind ein zweibeiniger Hund namens Wheels und eine halbschizophrene Dragqueen namens Helena Handbasket. Er hat einen Bürojob ohne Aufstiegschancen, und wenn der homophobe Papagei seiner Großmutter ihn noch ein einziges Mal beleidigt, dreht er dem Biest den Hals um.

Dann betritt Vince Taylor die Szene.

Vince ist alles das, was Paul nicht ist: Sexy, selbstbewusst, und dümmer als das sprichwörtliche Bohnenstroh. Aus unerfindlichen Gründen ist Vince hinter Paul her. Wahrscheinlich will er ihn nur vorführen, denn dass ein Mann wie Vince tatsächlich an jemandem wie Paul interessiert ist, glaubt doch kein Mensch.

Aber als Paul Vince mit dem Auto anfährt – vollkommen unbeabsichtigt, mehr als fahrlässiger Totschlag wäre es nicht gewesen – lernt er, Vince in einem neuen Licht zu sehen. Nichts kann ihn davon abhalten, an Vince zu glauben. Nichts, außer ihm selbst. Und das ist ein nahezu unüberwindliches Hindernis für Paul. Dann wird Vince’ Familie von einem Schicksalsschlag getroffen. Paul muss seine vorgefasste Meinung über sich selbst aufgeben und über seinen eigenen Schatten springen, um an der Seite des Mannes zu stehen, der ihn für perfekt hält, so wie er ist.

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Da ich das Buch das erste Mal weit vor Entstehung meines Blogs gelesen habe und es schon damals in die Kategorie „absolutes Lesehighlight“ geschoben hatte, habe ich mich sehr auf  das Re-reading gefreut. Wenn ich einen Autor nennen müsste, der absolut meinen Sinn für Humor (schwarz und manchmal auch schmutzig 😉 ) trifft und der mit überspitzt dargestellten Charakteren und Sarkasmus umgehen kann, dann ist das für mich TJ Klune. Seine Bücher werden nicht jedem gefallen, da er einen wirklich „anderen“ Schreibstil hat, als viele andere Gay-Autoren. Ich persönlich liebe ihn sehr 🙂
Seine Darstellung von Paul Auster ist einfach wunderbar und ich konnte mich so ein ums andere Mal selbst darin erkennen. Dadurch, dass die Geschichte aus Pauls Sicht erzählt wird, ist man sofort mittendrin im Geschehen, was mir persönlich sehr gefallen hat.
Ohne spoilern zu wollen, habe ich bei der Bezahlszene im Fahrradladen so laut glucksen müssen, dass mich einige Mitmenschen sehr verwundert angesehen haben (man liest so etwas ja auch nicht in öffentlichen Räumen *g*). Aber auch eine durchaus mögliche Eröffnung des „Sock ‚N Cock“ war etwas, was mich schallend hat lachen lassen. Paul ist einfach ein Tollpatsch. Er spricht, bevor sein Hirn die Chance hat die (vorsortierte und durchgespielte) Rede an das Sprachzentrum weiterzugeben. Dies ist manchmal extrem und mehr als peinlich, macht ihn jedoch sehr liebenswert.
Doch dann gibt es auch Passagen um und über Paul, aber auch um Vince, die einem die Tränen in die Augen steigen lassen und man die beiden Männer am liebsten in die Arme schließen und ihnen sagen möchte, dass alles gut wird.
Vince ist ein wunderbarer Mensch, der Paul ohne wenn und aber von Beginn an mag, sich in ihn verliebt und an das große Happy End glaubt. Ja, er ist nicht die hellste Kerze im Baum, aber die fehlende Intelligenz macht er durch so viel Herzenswärme wieder gut, so dass man das bisschen, dass ihm fehlt, wirklich vernachlässigen kann (mit Ausnahme der peinlichen Situationen, in die er Paul manchmal manövriert 😉 ). Die beiden sind wie Yin und Yang, passen zusammen wie Eier in den Becher und sie ergänzen und verstehen sich in so vielen Kleinigkeiten, dass man sich wünscht selbst mal so viel Glück im Leben zu haben und DEN einen Menschen zu finden. Wie würde Paul jetzt sagen: „Meine Eier… es passt einfach :-)“ und das ist wahr!

Es gibt rund um Paul ja noch den homophonen Papagei, der Wörter beherrscht, für die man ihm eigentlich den Schnabel mit Seife auswaschen müsste, eine Oma, die ihren Enkel liebt und ihn besser versteht, als er es selbst wahrhaben will. Dazu noch Pauls Eltern, die doch einen Ticken anders sind, als andere Eltern und es gibt Sandy – über ihn müsst ihr aber selbst die interessanten Details nachlesen. Ach ja und Wheels gibt es ja auch noch *g*, sein Hund, der niemanden neben Paul akzeptiert, außer…

Wie soll ich das Buch noch beschreiben? Lest den Klappentext – ich habe selten einen gelesen, der die Geschichte besser auf den Punkt bringt und aufzeigt, was „Sache“ ist.
Ich hoffe doch, dass man ein bisschen aus meinen vorangegangenen Zeilen lesen kann, wie gut mir die Geschichte rund um Paul und Vince gefällt und dass sie auf meiner Liste der TOP-Bücher gaaaaanz weit oben steht.
Mittlerweile gibt es einen  2. Band (derzeit noch „nur“ auf Englisch, auf eine deutsche Übersetzung wird hier händeringend gewartet…) und ich freue mich ganz besonders darüber, dass damit jetzt auch Sandy seine eigene Geschichte bekommt :-).

Und wieder einmal hat ein Buch einen Satz, den ich einfach so für mich festhalten möchte:

„Manchmal musst du deinen Verstand einfach ausschalten und nur auf dein Herz hören.
Dann erkennst du, was wirklich wahr ist.“

Auf einer Scala von 1-10 ist dieses Buch für mich eine glatte 12 (ähnlich wie Vince für Paul), da ich aber nur 5 💜 zur Verfügung habe, müssen diese einfach reichen.

Fàilte

El Ma

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1113 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 414 Seiten
Verlag: Dreamspinner Press (20. Januar 2015)
Preis:   € 5,90  (Kauf = klick aufs Bild)

 

 

„William (K)ein Mann zum Verlieben“ – Mary R. Smith

William

Klappentext
William ist zufrieden mit seinem Leben. Er hat einen guten Job, eine tolle Wohnung, treue Freunde und zahlreiche Affären, zu denen er stets ehrlich ist. Er behauptet bei jeder sich bietenden Gelegenheit, kein Mann für eine Beziehung zu sein.
Als der bis dahin unerreichbar geglaubte und frisch geschiedene Matthew ihm beichtet, dass er schwul ist, stellt er damit Wills Welt völlig auf den Kopf.
Plötzlich sieht Will sich mit seiner Vergangenheit konfrontiert und gerät zwischen die Fronten von Matt und dessen Exfrau Amy.
Viel zu kompliziert für ihn … oder doch nicht?

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Da ich bisher alle Bücher der „Londoner Jungs“ von Mary R. Smith gelesen habe, kannte ich Will bereits aus „Carl“ und „Lorenzo„. Auch wenn Will stets den Eindruck eines „sehr wechselfreudigen“ Mannes hinterlassen hat, war er neben Robert immer mein Lieblingscharakter. Er war stets ehrlich und fair zu seinen Sexpartnern und hat sie nie über seine Vorstellung, wie er sein Leben leben möchte, im unklaren gelassen. Aus diesem Grund ist er auch im Nachhinein bei seinen „Verflossenen“ immer wieder gerne gesehen und hat dabei sogar Freunde fürs Leben gefunden.

Nun aber zur eigentlichen Handlung des Buches. Will schwärmt schon lange für seinen Allergologen Matt und ist erstmal hoffnungslos überfordert, als dieser ihm erzählt, dass er seit einiger Zeit geschieden ist und eigentlich auf Männer steht.
Will hat aus gutem Grund viele Jahre auf eine Partnerschaft verzichtet und kann sich nur langsam dafür erwärmen etwas dauerhaftes mit Matt anzufangen. Aber was wäre man ohne gute Freunde, die einem vorleben, wie schön eine Beziehung sein kann und die einem in jeder Lebenssituation ohne wenn und aber zur Seite stehen.

Wie immer bei Mary R. Smith konnte ich mich komplett auf die Geschichte einlassen. Man lernt die Protagonisten wirklich kennen, man möchte ihnen am liebsten den Tee reichen, wenn es mal wieder anstrengend wird oder bei Rod in der Stammkneipe den Whisky einschenken und sagen, dass alles wieder gut wird. William ist rein optisch eine glatte 10 auf der Scala. Er ist groß, sieht fantastisch aus, hat einen Traumberuf, verdient gut, engagiert sich sozial – also einfach ein Traum von einem Mann? Will ist  krank, hat schweres allergisches Asthma und wird dadurch für mich so richtig menschlich. Denn mal ganz ehrlich, wer will schon wirklich den perfekten Mann zu Hause haben?
Er hat ein großes Herz, handelt aber manchmal sehr spontan wenn ihn etwas ärgert. Die Kombination aus beidem bringt Trouble in die noch fragile Beziehung zwischen Will und Matt, es kommt dadurch aber auch etwas Bewegung rein und die Situation klärt sich :-).

Die Geschichten von Mary R. Smith haben Tiefe, sind nicht hektisch und überdreht, haben aber immer einen Handlungsstrang, den man gerne verfolgt und man mag das Buch nur schwer aus der Hand legen. Ähnlich einer Lieblingsfilmserie, bei der man immer aufs Neue wissen will, wie es den Darstellern ergeht.

Ich mag die Bücher über die Jungs. Carl war für mich eine ganz besondere Geschichte. Mit Lorenzo habe ich mitgelitten und hier bei Will konnte ich eine Entwicklung mitverfolgen, die mich das Buch mit einem zufriedenen Lächeln hat schließen lassen. Es ist schön, wenn ein Lieblingsprotagonist endlich sich selbst findet und alle alten Geschichten hinter sich lassen kann.
Wie würde ich mein „Verhältnis“ zu Will (wenn ich denn müsste) am Besten beschreiben? Ganz einfach, wenn er nicht schwul wäre, dann würde ich meine Bewerbung um die Position an seiner Seite mit in den Ring werfen 🙂

Auch in diesem Buch kamen wieder Personen vor, über die man gerne mehr wissen möchte. Ob es nun um Tom und Hayato, um Paddy oder Eric geht. Die Autorin schafft es immer wieder, dass man neugierig auf mehr wird und damit einhergehend die Hoffnung hat, dass…

Wie kann ich besser erklären, wie gut mir dieses eBook gefallen hat, als…? Zum einen visuell mit 5 💜 und noch viel deutlicher: das Taschenbuch für’s Regal ist ebenfalls schon bestellt und darf sich neben Carl und Lorenzo einreihen.

Fàilte

El Ma

 

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 5609 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 381 Seiten
Preis:   € 6,99   (Kauf = klick aufs Bild)

Meine Lieblinge: „The Club“ – Reihe – T.C. Jayden

Und wieder einmal darf ich Euch einige meiner Lieblinge vorstellen. Diesmal geht es rund um den Club, der auch schon in „Kalte Ketten“ vorkam. T.C. Jayden beschreibt ausdrücklich, dass man die Kurzgeschichten auch ohne Vorkenntnisse des Buches lesen kann und ich kann ihr hier nur zustimmen. Dennoch kann ich, wenn Euch die Kurzgeschichten gefallen haben „Kalte Ketten“ aufs wärmste empfehlen und man kann es auch gut im Nachgang lesen, da es nach meinem Gefühl keine „Überschneidungen“ gegeben hat, die das nachträgliche Lesen schwierig machen würden.

Nun denn, ich wünsche Euch viel Vergnügen mit „The Club“ – ich hatte es auf jeden Fall bei jeder einzelnen Geschichte.

Elfenzauber

Club -Elfenzauber

 

Klappentext
Zur Weihnachtszeit werden viele Menschen melancholisch. Auch Adam ist davor nicht sicher. Erst recht nicht, als er kurz vor den Feiertagen von seinem Sub verlassen wird und plötzlich alleine dasteht. Da kommt ihm der junge Tänzer Cooper wirklich gelegen, der sich als Weihnachtself verkleidet geradewegs in sein Herz tanzt, um es zu heilen.

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Adam erfährt auf eine sehr unschöne Art und Weise, dass sein Sub kein Interesse mehr an ihm hat. Ab diesem Moment fällt er in einen Weihnachtsblues und kommt aus dieser Abwärtsspirale nicht mehr wirklich heraus. Einzig ein Clubbesuch, den er zur Ablenkung und Frustbewältigung besucht, bringt ihn tatsächlich auf andere Gedanken. Cooper, der eigentlich gar keine Lust hatte, sich als Weihnachtself zu verkleiden, hinterlässt gerade dadurch einen tiefen Eindruck bei Adam.
T.C. Jayden erzählt in der Geschichte sehr einfühlsam, wie die beiden doch noch ihr Weihnachtsglück finden. Mir hat diese Kurzgeschichte sehr gut gefallen, da wirklich alles darin enthalten war. Ich durfte von Herzschmerz, Enttäuschung, Wut, das Entdecken von neuen Gefühlen, das sich aufeinander einlassen, Sex…, bis zum Happy End alles lesen und mit erleben. Man ist dabei, beim Suchen und Finden der Liebe – was will man mehr 🙂 ?

Format: Kindle Edition  |  Dateigröße: 2473 KB  |  Seitenzahl der Print-Ausgabe: 57 Seiten
Verlag: Weltenschmiede (4. Dezember 2015)  |  Preis:   € 0,99  (Kauf = klick aufs Bild)

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1st Club – „Kenneth Hunt“

1. Club

Klappentext
Nachdem Mike sich endlich von dem Halsband trennen kann, das sein Ex-Freund und ehemaliger Dom ihm angelegt hat, lernt er schnell jemand Neues kennen. Doch bei diesem Mann handelt es sich um keinen anderen als seinen höchsten Chef und den Clubbesitzer Kenneth Hunt, der ein sehr plötzliches und stürmisches Interesse an ihm zeigt. Die machtvolle Ausstrahlung des Mannes lässt sogar dem muskulösen Türsteher Mike die Knie weich werden.

Dies ist die erste erotische Kurzgeschichte von T. C. Jaydens „Club“-Serie, in der sich alles und jeder um einen Szeneclub in der Großstadt dreht. Der Club selbst ist Teil des Romans „Kalte Ketten“. Vorkenntnisse dieses Werks sind aber nicht vonnöten. Jede der „Club“-Geschichten kann für sich alleine gelesen werden.

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Es fällt mir immer schwer, mir große stattliche Männer als submissiv vorzustellen, aber T.C. Jayden schafft es hier wunderbar, ohne dass Mike sein Gesicht oder gar seine Würde verliert. Er findet in Kenneth Hunt seinen idealen Gegenpart, der ihn trotz aller Dominanz eine eigenständige Persönlichkeit bleiben lässt, die dennoch weiß wo der Platz ist, an den sie gehört. Die beiden Männer zusammen sind heiß und die Erotik zwischen ihnen steht förmlich im Raum. Die Geschichte ist trotz ihrer Kürze so gut wie perfekt. Das Thema BDSM wird ebenfalls angeschnitten, aber nicht in aller Tiefe erzählt.
Einziges Manko für mich: ich hätte gerne so viel mehr von den beiden gelesen und Mike & Ken hätten es sich auch verdient gehabt, dass man mehr von ihnen bekommt 😉

Format: Kindle Edition  |  Dateigröße: 918 KB  |  Seitenzahl der Print-Ausgabe: 21 Seiten
Verlag: BookRix (27. Juli 2015)  |  Preis:   €  0,00 (kostenlos)  (Kauf = klick aufs Bild)

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2nd Club – „verkauft“

2. Club
Klappentext
Für eine Benefiz-Veranstaltung im Club, lässt Oliver sich bei einer Auktion versteigern. Eigentlich ist alles durchgeplant und obwohl ihm die Nerven flattern und er nichts gegen die Nervosität tun kann, weiß er doch, in wessen Armen er letzten Endes landen wird. Dumm nur, dass ein Fremder bereit ist, ein kleines Vermögen für ihn auszugeben, und damit den eigentlichen Plan über den Haufen wirft. Aber Oliver gibt nicht klein bei: Er akzeptiert das Gebot und es lohnt sich, denn Sebastian hält für ihn nicht nur eine Peitsche sondern auch genau den Schmerz bereit, nach dem er sich so sehnt.

Dies ist die zweite erotische Kurzgeschichte von T. C. Jaydens ‚Club‘-Serie, in der sich alles und jeder um einen Szeneclub in der Großstadt dreht. Der Club selbst ist Teil des Romans ‚Kalte Ketten‘. Vorkenntnisse dieses Werks sind aber nicht von Nöten. Jede der ‚Club‘-Geschichten kann für sich alleine gelesen werden.

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Da ich erst alle zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Kurzgeschichten von „The Club“ gelesen habe und mich dann an diese Rezension gesetzt habe, kann ich gleich vorneweg anmerken, das „2nd Club“ mein Lieblingsteil ist. In dieser Geschichte ist für mich als „rein zum Vergnügen lesender“ BDSM-Leser alles gegeben, was das „Amateurherz“ begehrt. Ich weiß nicht, ob es für einen echten BDSMler zu harmlos, zu soft oder gar zu romantisch ist, für mich waren es aber genau die Attribute, die diese Geschichte so lesenswert gemacht haben. Hier wird beschrieben, dass der „Herr“ Oliver will, dass er ihn heiß findet und dass auch Oliver immer mehr gefallen – nicht nur an den Praktiken, sondern auch am zwischenmenschlichen Umgang – mit und an ihm findet. Es ist hier nicht nur der rein „technische“ Ablauf beschrieben, sondern auch die emotionale Entwicklung bis zum Happy End. Vielleicht stehe ich mit meiner Gefühlsduselei alleine hier, aber gerade das hat mir die doch gut beschriebenen harten BDSM-Praktiken nicht nur unter dem Blickwinkel eines Geschäftes sehen lassen. Ich ziehe den Hut davor, dass T.C. Jayden in dieser Kurzgeschichte alles untergebracht hat, was für eine meiner Meinung nach rundum gelungene BDSM-Geschichte mit Herz notwendig ist.

Format: Kindle Edition  |  Dateigröße: 2535 KB  |  Seitenzahl der Print-Ausgabe: 54 Seiten
Verlag: Weltenschmiede (21. August 2015)  |  Preis:  € 0,99  (Kauf = klick aufs Bild)

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3rd Club – „Blinde Lust“

3. Club


Klappentext

Connor ist leidenschaftlicher Sexsklave. Doch bis jetzt hatte er noch keinen Herrn, bei dem er es sonderlich lange ausgehalten hat. Inzwischen findet er Gefallen daran und pendelt so von Dom zu Dom. In letzter Zeit gefällt ihm besonders die Anonymität beim Sex, weshalb er ein Faible für Masken und Darkrooms entwickelt. Trotzdem sehnt er sich danach, endlich jemanden zu finden, bei dem er bleiben und dem er wirklich gänzlich vertrauen kann.
Als er Darragh während einer Clubveranstaltung kennenlernt, ist er sich ziemlich sicher, diesen Mann für länger gefunden zu haben – wenn ihm nur seine eigenen Fantasien keinen Strich durch die Rechnung machen würden.

Dies ist die dritte erotische Kurzgeschichte von T. C. Jaydens »Club«-Serie, in der sich alles und jeder um einen Szeneclub in der Großstadt dreht. Der Club selbst ist Teil des Romans »Kalte Ketten«. Vorkenntnisse dieses Werks sind aber nicht von Nöten. Jede der »Club«-Geschichten kann für sich alleine gelesen werden.

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Auch diese Geschichte hat mir gut gefallen, allerdings hatte ich so mein klitzekleines Problem damit, da ich es halt nicht verstehen kann, wie man sich einfach so wildfremden Menschen hingeben kann. Zwar immer im Vertrauen darauf, dass jemand ein Auge auf die Auswahl hat, aber dennoch… Jeder Mensch kann mal einen schlechten Tag haben und dann…
Aber Connor hatte Glück und keiner hat ihn böswillig verletzt. Diese Geschichte ist der für mich härteste BDSM-Teil gewesen, wobei ich mit den „Praktiken“ ganz gut umgehen konnte, nur haben mir hier lange Zeit die – wie im 2. Teil vorkommenden – Gefühle zwischen den Protagonisten gefehlt. Dies war dann am Ende zwar gegeben, aber so hatte das Ganze einen für mich doch sehr „technischen/pragmatischen“ Verlauf. Nichtsdestotrotz, ist es eine tolle Geschichte um zwei – in Bezug auf das Leben außer- und innerhalb des Clubs – sehr widersprüchliche Männer. Aber gerade diese Widersprüchlichkeit macht hier für mich den Reiz der Geschichte aus.

Format: Kindle Edition | Dateigröße: 2882 KB | Verlag: Weltenschmiede; Auflage: 1 (1. März 2016)
Preis:  €  0,99  (Kauf = klick aufs Bild)

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Ja, nun habe ich die bisher erschienen 4 Geschichten rund um den Club gelesen & genossen und sitze ich nun hier und warte auf nachfolgende Geschichten. Ich bin gespannt und neugierig, in welche Welten uns T.C. Jayden noch führen wird, denn dies hier war doch erst der Anfang – hoffe ich.

In diesem Sinne

fàilte

El Ma

Buchbesprechung: „Geliebter Feind – Niemals ohne Dich“ – Mathilda Grace

Geliebter Feind

Zehn Jahre saß Kieran Catalano wegen Betruges hinter Gittern, nachdem er seinen eigenen Ehemann Lucas bei der Polizei verpfiffen hat, um dessen Leben zu retten. Zehn Jahre, in denen es ihm nicht gelungen ist, das Geschehene zu vergessen. Wieder in Freiheit versucht Kieran ein neues Leben zu beginnen, doch er ist nicht der Einzige, der nicht in der Lage ist, die Vergangenheit ruhen zu lassen.

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Und wieder weiß ich, warum Mathilda Grace zu meinen LieblingsautorInnen zählt. Sie hat mit Kieran eine Persönlichkeit geschaffen, mit der man mitfühlen kann und der man einfach nur helfen und beistehen möchte. Egal ob es darum geht, dass man ihm am liebsten seine Erinnerungen und Ängste nehmen oder ob man ihn lieber in die richtige Richtung schieben möchte. Er wollte seinen Liebsten retten und ging dafür durch die Hölle.

Ich habe mit und wegen Kieran so einige Tränen vergossen und mich über jeden kleinsten Fortschritt, den er gemacht hat, gefreut. Er findet in seinem „neuen“ Leben Freunde, die ihm auf teilweise sehr unorthodoxe Art und Weise helfen wollen und können.
Mit Lucas hat er einen wunderbaren Partner, der viel Zeit hatte, über sein zurückliegendes Leben nachzudenken und erkannt hat, welche Fehler er in der Vergangenheit begangen hat. Er versucht alles, damit Kieran wieder Vertrauen lernt und ihn wieder an sich heranlässt.
Ich habe die Geschichte angefangen zu lesen und bis ich geschaut habe, war ich durch. Dies aber einzig aus dem Grund, weil ich mit Kieran und Lucas mitgelitten und mitgefiebert habe. Ich wollte unbedingt wissen, ob und wie sich alles zum Guten wendet und wurde nicht enttäuscht.

„Geliebter Feind“ wird eine Geschichte auf meinem Reader sein, die ich (wie auch Mathilda Grace‘ Ostküsten-Reihe) nicht das letzte Mal in der Hand hatte. Von mir bekommen Kieran und Lucas eine volle Kaufempfehlung und 5 💜.

Fàilte

El Ma

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 658 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 196 Seiten
Preis:   €  3,99  (Kauf = klick aufs Bild)

Meine Lieblinge: „Rund um die Welt…“ – Moritz Berg

Heute geht es weiter bei meinen Lieblingen mit einigen wirklich kurzen Kurzgeschichten aus der Reihe „Rund um die Welt…“ von Moritz Berg, Ihr könnte die Bücher alle auf seinem BookRix-Account (http://www.bookrix.de/-wa0cb232ae3f135/) kostenlos lesen.

Moritz Berg gelang es, mich mit seinen Geschichten mit auf die Reise zu nehmen. Egal ob auf Hawaii, in Idaho, in Finnland, in Andalusien oder auch einfach nur in einem Garten, er schafft es einem die Welt und seine Protagonisten nahe zu bringen. Manche Geschichten erzählen von der Liebe, eine andere von einer verpassten Chance, wiederum eine andere von einem Neuanfang. Nicht jede seiner Geschichten ist einfach zu lesen oder hat ein bezauberndes Happy End, aber jede seiner Geschichten nahm mich mit auf eine Reise. Lasst Euch darauf ein…

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Aloha au ia ‚oe

Aloha au ia 'oe

 

Hawaii, die Inselkette inmitten des Pazifik. Ein wahr gewordener Südseetraum, der jedes Jahr Unmengen an Touristen anzieht. Jayden hat es auf die Insel Kaua’i verschlagen, hier versucht er sich vor seinen Problemen zu verstecken. Doch er findet auf der Insel mehr als er je geglaubt hat.

 

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Mariposas

Mariposas

 

 

Louis wurde vor kurzem von seinem Freund Franco verlassen.
Als er gerade dabei ist, das Thema für sich endgültig zu beenden, passiert etwas Unvorhergesehenes.

 

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Finnischer Sommer

Finnischer Sommer

 

Es war ein Sommer wie noch keiner zuvor, alles hat sich verändert. Nur eines ist sicher – er geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Es ist Zeit eine Entscheidung zu fällen…

Eine Geschichte ohne Happy End und dennoch…

 

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Bis zum Horizont

Bis zum Horizont

 

Im Leben kommt es oft anders, als man es sich wünscht, das muss auch Mitchell erfahren.Nach seinem Outing verliert er den Job, seine Eltern wollen nichts mehr mit ihm zu tun haben und sein altes Leben in Idaho ist ihm zuwider. Er will weg von dort, woanders ein neues Leben beginnen, doch schon auf dem Weg passiert etwas, mit dem er nicht gerechnet hat.

 

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Der Garten

Der Garten

 

Vor Jahren hat Connor in einen verlassenen Garten einen Ort für sich gefunden. Hier hat er seine Ruhe von der Welt darum. So oft er nur kann, geht er dort hin und taucht in die Welt im Garten ab. Doch schon bald ändert sich alles, und der Garten wird noch aus anderen Gründen interessant.

 

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Nas ruas do Brasil

Nas ruas do Brasil

Brasilien, ein Land mit vielen Gesichtern, wunderschön und doch auch mit vielen Schattenseiten. Vor allem, wenn man zu denen gehört, die nicht das Glück haben in einer Familie zu leben, die viel Geld hat. Und doch kann auch an den unscheinbarsten Orten etwas ganz besonderes entstehen.

Anmerkung meinerseits:  Diese Geschichte hat (bisher) kein Happy End. Persönlich hoffe ich, dass Moritz Berg hier noch weiter schreiben wird.

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Ich hoffe, Euch gefallen seine Geschichten. Ich werde sie nicht zum letzten Mal gelesen haben. Ich bin mir sicher, er freut sich über das eine oder andere Herzchen, wenn’s Euch gefallen hat.

 

Fàilte

El Ma