Buchbesprechung: „Liebhaber auf Zeit“ – K.A. Merikan

Liebhaber auf Zeit

Klappentext
Mike Millers Leben ist total beschissen geworden. Einst ein beliebter High School Quarterback, arbeitet er nun an einer Tankstelle mitten im Nirgendwo. Zu sehen, wie der Typ, den er früher in der Schule gepiesackt hat, zu neuem Glanz erstrahlt, ist das Letzte, was er gebrauchen kann. James ist jetzt der stolze Besitzer eines silbernen Jaguars und Selfmade-Millionär. Es scheint, als könnte Mikes Tag gar nicht mehr schlimmer werden, doch dann stellt sich heraus, dass James ‚Lovelace‘ Austin vielleicht sein goldenes Ticket in die Freiheit sein könnte.

Als James Austin Mike Miller trifft, den Mann, den er in der High School sowohl angebetet als auch verabscheut hat, wie der an einer dreckigen alten Tankstelle arbeitet, kommt es ihm vor, als meine das Schicksal es endlich gut mit ihm. Er möchte Rache an dem Kerl nehmen, doch dann stellt sich heraus, dass Mike schwul ist und der Nachmittag nimmt eine Wendung ins Surreale. Statt Mike nur an seinem Arbeitsplatz zum Idioten zu machen, beschließt James, ihn für das Wochenende einzustellen. Er ist auf dem Weg zu einer Tagung und ein heißer Kerl an seiner Seite ist das beste Accessoire, um seinen Feinden seinen Erfolg unter die Nase zu reiben.

Das einzige Problem dabei ist nur, dass ein schwuler Mike mehr Erinnerungen wachrufen könnte, als James erwartet hatte. Wenn James sein Streberherz vor der muskulösen Sportskanone beschützen möchte, muss er Mike auf Armlänge halten. Eine Aufgabe, die um einiges einfacher wäre, wenn Mike nicht ständig versuchen würde, ihm näher zu kommen. Oder ist es nur James‘ Geld, das ihn so anzieht?

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Dies war mein erstes Buch von K.A. Merikan und es ist wohl auch das erste Buch des Autorenduos (trotzdem werde ich während des Reviews die „Einzelanrede“ verwenden), das auf Deutsch übersetzt wurde.

Mit hat die Geschichte gefallen, gut gefallen. Vielleicht fehlt es mir an Fantasie, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, die Geschichte (wie so manch anderer Rezensent) mit der von „Pretty Woman“ zu vergleichen, dann doch noch eher – wenn man denn möchte – mit Aschenputtel/Cinderella. Klar ist es immer wieder schön, wenn ein armes „Hascherl“ auf einen reichen „Schnösel“ trifft, weil man dadurch ja vielleicht seinen eigenen Träume leben kann. Dies trifft hier aber meiner Meinung nach nicht zu.

Mike und James haben eine gemeinsame Vergangenheit, welche für beide nicht sehr prickelnd war. James, der blasse Nerd, unfreiwillig geoutet und das Mobbingopfer schlechthin. Mike, der Footballstar der Highschool, im geheimen schwul und James das Opfer seiner jugendlichen Begierde. James mit einem Ziel und einer Idee, Mike ebenfalls mit einem Ziel und einfach nur ganz viel Pech…

Viele Jahre später treffen sie sich wieder. Das Leben hat sich für die beiden ganz unterschiedlich entwickelt. Der ehemalige Footballstar arbeitet für einen Mindestlohn an einer Tankstelle, da man ihn im wahrsten Sinne des Wortes seinem Ziel beraubt hat. Der Nerd hingegen hat wirklich Karriere gemacht und verdient richtig viel Geld.

Trotz dieser unterschiedlichen Lebenssituationen herrscht zwischen den beiden Männern eine starke Anziehungskraft, die sich jedoch keiner von beiden anmerken lassen will, da beide immer noch ihre Schulzeit sowie den jetzigen Lebensstandard vor Augen haben. Das es bei dieser Geschichte ein Happy End geben wird, ist so klar wie der Schweiß, der an Mike zu Beginn des Buches in Strömen über seinen Oberkörper herabläuft. K.A. Merikan bringt die Gefühle zwischen den Männern ebenso gut rüber, wie deren Ängste und Hoffnungen.
Wie gesagt, ich mag die Geschichte und bedauere eigentlich nur, dass sie so kurz ist. Ich hätte gerne noch viel mehr über diese beiden doch so unterschiedlichen Männer gelesen, denn die Charaktere und ihre Geschichte hätten für meinen Geschmack noch viel mehr hergegeben.

Ich habe mir fest vorgenommen (auch wenn’s mal wieder länger dauern wird 😉 ), dass ich mir gelegentlich auch einmal ein englisches Buch von K.A. Merikan holen werde, denn der Schreibstil und die Art, wie die Protagonisten dargestellt werden – und ja, ich wiederhole mich – haben mir sehr gut gefallen.

Eine Anmerkung hätte ich aber dann doch: Sollten noch weitere Bücher von diesem Autorenduo übersetzt werden, würde ich ein muttersprachliches Korrektorat (oder einfach einen entsprechenden Betaleser – nach der Übersetzung) empfehlen. Es waren für mich jetzt keine gravierenden Mängel, doch manches wurde einfach unglücklich übersetzt. Allerdings war dies jetzt nichts, was meinen Lesefluss groß gestört oder mein Lesevergnügen gemindert hätte.
Für jeden, der mit diesen (kleinen) Mängeln kein großes Problem hat, ist dieses Buch auf jeden Fall lesens- und empfehlenswert. Für jeden, den es stören würde und der die Möglichkeit hat das Original zu lesen, für den gibt es „Mr. Jaguar“ 🙂 .

 

Fàilte

El Ma

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2977 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 114 Seiten
Verlag: Acerbi & Villani ltd. (21. Mai 2016)
Preis:  €  3,99  (Kauf = klick aufs Bild)

Buchbesprechung: „Klares Wasser“ – Amy Lane

Klares Wasser

Klappentext
Lernt Patrick Cleary kennen: Nachtschwärmer, Versager, Spastiker. Patrick versucht verzweifelt, sich zu ändern. Das Ergebnis ist so eindrucksvoll, dass es ihn fast umbringt.

Lernt Wes „Whiskey“ Keenan kennen: Ein Biologe auf Dauer-Exkursion, der sich fragt, wann es wohl Zeit wird, sesshaft zu werden. Als der schlimmste Tag in Patricks Leben damit endet, dass Whiskey ihm das Leben rettet, fangen die beiden an, ihr Leben und eine winzig kleine Koje in dem heruntergekommensten Hausboot, das die Welt je gesehen hat, zu teilen.

Patrick will sein Leben auf die Reihe bekommen und Whiskey will ihm dabei helfen. Doch Patrick ist sich nicht sicher, ob das überhaupt möglich ist. Er ist davon überzeugt, dass er eine Anomalie der Natur ist. Aber Whiskey, der mit echten Anomalien arbeitet, glaubt, dass alles, was Patrick braucht, ein klein wenig Hilfe ist, um die Schönheit unter seiner spastischen Hülle zu sehen, und Whiskey bietet sich gerne dafür an. Zwischen ungewöhnlichen Fröschen, einem lebensbedrohlichen Ex-Freund und Patricks eigenen Blockaden, benötigt Whiskey seine gesamte Geduld, damit Patrick das Gute in sich findet, bevor die beiden in klarem Wasser schwimmen können.

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Manchmal braucht es nur den richtigen Menschen im Leben und das Leben wird wieder lebens- und liebenswert oder „für jeden Topf gibt es einen passenden Deckel“ 😉 .

Als Patrick auf den doch um einiges älteren Wes trifft, hätte es im Vorfeld nicht unglücklicher für ihn laufen können. Sein Vater ignoriert ihn und hält ihn scheinbar für einen Nichtsnutz aka Versager, der sowieso nichts auf die Reihe bekommt. Sein Exfreund ist schlicht und einfach ein A***loch.
Patrick ist doch nur ein junger Mann, der geliebt werden will und dafür sehr viel auf sich nimmt. Er versucht ständig, für alle der perfekte Mann / Freund / Kollege zu sein, nur um anerkannt zu werden. Dabei machten ihn doch genau seine Unzulänglichkeiten für mich so liebenswert 🙂 .

Wes „Whiskey“ ist ein ganz eigener Mensch mit einem strikten Verhaltenskodex, der es ihm eigentlich untersagt, mit seinen Studenten/Praktikanten etwas anzufangen, aber…
…dann trifft er Patrick.

Ich bin medizinisch nicht genug informiert, um das Krankheitsbild einer ADHS-Erkrankung bis ins Detail zu kennen. Aber auch ich hätte mich der Meinung von Wes angeschlossen, dass Patrick einfach ein Tollpatsch ist, der, wenn seine Medikamente nicht greifen, zu hektischen und unkoordinierten Bewegungen neigt. Dies bringt Patrick manchmal doch in etwas unangenehme und peinliche Situationen. Somit ist Wes genau der Mensch den Patrick neben seinen Yoga-Übungen und seinen“ KBP“ braucht, um immer wieder zur Ruhe gebracht und geerdet zu werden, da er während seines Uni-Lebens so viele überdrehte Menschen kennengelernt hat, dass er instinktiv weiß, wie er mit Patrick umzugehen hat.

Ich empfand „Klare Wasser“ als ein ganz liebenswertes Buch mit unglaublich sympathischen Hauptcharakteren. Sowohl Patricks Exfreund (und ein paar Vorgänger), als auch sein Vater  haben Patrick so verunsichert, dass er nunmehr weder an sich, noch an seine Fähigkeiten glaubt. Es ist wirklich ein langer und von viel Geduld gezeichneter Weg, bis er sich endlich das zutraut, was die ganze Zeit schon in ihm steckt und sich alles zum Guten neigt. Auf diesem Weg erlebt er abenteuerliches, lernt tolle Menschen kennen und findet dabei endlich seine Bestimmung.

Ich finde es immer wieder bemerkenswert, wenn Autoren auch einmal „Bilder“ von Menschen „zeichnen“ die eben nicht perfekt sind – wobei, wenn wir Whiskey fragen… *g*. Mir hat das Buch, mit dieser Sichtweise auf die Protagonisten sehr gut gefallen.
Es ist das erste Buch, das ich von Amy Lane gelesen habe, wobei sich noch ein paar andere von ihr bereits seit einiger Zeit auf meinem Reader befinden. Ihre Schreibweise hat mich neugierig auf mehr gemacht, so dass das eine oder andere demnächst zum Lesen anstehen wird.

Von mir gibt es für dieses Buch eine volle Leseempfehlung und eine „Lebensweisheit“ für Patrick 🙂

Perfekt ist der, der keine Ecken und Kanten hat; doch der ist schlicht langweilig.
                                                                                                                     © Özsoy Öztürk

In diesem Sinne…

fàilte

El Ma

 

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3252 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 264 Seiten
Verlag: Dreamspinner Press; Auflage: 1 (24. Mai 2016)
Preis:   €  6,19  (Kauf = klick aufs Bild)

Nette Blog-Kollegen? Aber ja doch :-)

Gerne möchte ich euch heute mal einige Blogs vorstellen, u.a. auch um mit dem Vorurteil aufzuräumen, dass es unter Bloggern kein nettes Miteinander gibt, aber auch, weil es einfach schöne und vor allem informative Blogs sind, die immer wieder von mir heimgesucht werden.

Meine größte Angst vor dem bloggen war, weil man das ja immer wieder irgendwo lesen durfte, dass es sich bei der Bloggemeinde gemeinhin um ein Haifischbecken handelt, in dem jeder dem anderen die Brotkrumen nicht gönnt.

Ich für meine Person und meinen Blog kann hierzu nur sagen:  NEIN, ist es nicht. Ich durfte ausschließlich positive Erfahrungen mit dem Mit-Bloggern machen 🙂

Ramona von TheWorldofbigEyes hat mir den letzten Schubs gegeben, damit ich überhaupt anfange. Jules von Jules bunte Welt der Bücher hat mir schon die dämlichsten Fragen zu einigen Büchern in ellenlangen Mails beantwortet. Er hat es fertig gebracht, dass ich z.B. Bücher mit einem Handlungsstrang im Bereich „SM“ und „BDSM“ mittlerweile nicht mehr nur lese (und oftmals verwundert den Kopf geschüttelt habe), sondern es lese und nun vieles auch verstehe. Akzeptanz war für mich nie ein Thema oder gar ein Problem, denn was zwei Personen (oder auch mehrere – egal welchen Geschlechts) miteinander im gegenseitigen Einverständnis und freiwillig in einem privaten Umfeld machen, habe ich / hat man zu akzeptieren. Zudem hat er mir (ohne das er es wahrscheinlich weiß) schon so einige Bücher aufgrund seiner Reviews „empfohlen“, die ich so wohl nie gelesen hätte. Ebenso Ramona, die ja schon weit mehr Bücher aus dem Gay-Genre rezensiert hat, als ich bisher  gelesen habe. Meine Wunschliste bedankt sich herzlich bei ihnen 😉
Die Art, wie Jules seine Blogbeiträge schreibt, liegt mir sehr und ich schaue regelmäßig bei ihm vorbei, ebenso bei Ramona oder auch den nachfolgenden Blogs…

…die ich viel und gerne besuche und aus jedem etwas für mich mitnehme, das meinen Horizont wieder ein Stück erweitert. Ob es nun bei Frau Laberladen oder bei I love Gaybooks ist, beide haben mir u.a. die englischsprachigen Bücher nahegebracht haben. Dies haben sie entweder dadurch getan, dass sie mir Mut zugesprochen haben mich daran zu versuchen oder mir einfach durch die Art ihrer Rezensionen einen Hinweis auf den sprachlichen Schwierigkeitsgrad der Bücher gegeben haben. Das Ende vom Lied ist nun, dass meine Wunschliste der englischen Bücher fast so lang ist, wie die deutschsprachige 🙂  Hier mal ein herzliches Dankeschön an die Damen… *g*.

Man sieht also, dass es durchaus möglich ist, ein gutes „nachbarschaftliches“ Miteinander zu praktizieren und auch von einander zu partizipieren. Darum, solltet jemand da draußen mit dem Gedanken spielen, selbst bloggen zu wollen, versucht es einfach. Die Welt da draußen ist oft netter als man denkt.

Es gibt aber noch einen Blog, den ich erst letzthin entdeckt habe und auf dem ich wahnsinnig gerne stöbere und so schon den einen oder anderen Geschenktipp für eine sehr anspruchsvolle Freundin gefunden habe, nämlich Tobis Lesestunden. Ein sehr schön aufgebauter Blog, mit wunderschönen Bildern und Artikeln. Viele Bücher werde ich selbst nie lesen (ich bewundere ihn schwer dafür), aber er eröffnet mir damit eine Welt, die ich so nie kennengelernt hätte. Auch dafür herzlichen Dank 🙂

Wenn ihr mich also sucht und weder hier noch bei FB findet – sucht mal auf den anderen Blogs, irgendwo dort werde ich mich dann sicherlich rumtreiben 🙂  und nicht das ihr meint, das sind alle Blogs, die ich kenne, sicherlich werde ich im Laufe der Zeit noch den ein oder anderen hier „erwähnen“.

Und gleich kommt der erste Nachtrag *handandiestirnklatsch*, da ich soeben auf einem weiteren mir sehr wichtigen Blog war, Chris‘ Gaylesen. Auch dieser Blog ist mit daran Schuld, das meine Neugierde auf englische Bücher immens gewachsen ist. Chris ständiges „Du schaffst das, wenn du nur anfängst“ war ganz schön „nervig“, aber eben auch effektiv 🙂

Fàilte

El Ma

Buchbesprechung: „Strand der Wünsche“ (Strand-Serie 2) – Sue Brown

Strand der Wünsche

Klappentext
Fortsetzung zu Einsamer Strand
Buch 2 in der Serie – Strand

Nach einem aufregenden Urlaub auf der Isle of Wight, in dem er die Liebe seines Lebens kennengelernt hat, lässt Sam Owens Liam Marshall nach Michigan zurückkehren, um seine Wohnung endgültig aufzulösen, damit sie den Rest ihres Lebens zusammen verbringen können. Als er Liam plötzlich nicht mehr erreichen kann, macht Sam sich Sorgen. Er rechnet sogar mit dem Schlimmsten, deshalb verpflichtet er seinen Bruder, den British Metropolitan Police Officer Paul Owens dazu, ihm zu helfen, Liam zu finden und ihn rechtzeitig zur Hochzeit wieder nach Hause zu bringen. Paul hat keine Hemmungen, sich in das Rätsel auf der anderen Seite des Großen Teichs einzuschalten, außerdem sieht Paul sehr gut aus und ist offen bisexuell, alles sehr zu Entsetzen von Detective Olaf Skandik aus Wisconsin.

Olaf ist ein ehemaliger Soldat und immer noch ungeoutet, denn er arbeitet jetzt bei der Polizei. Er ist frustriert und gefangen in den Mauern, die er selbst um sich errichtet hat. Als er Paul kennenlernt, beginnt er, sich zu fragen, ob es an der Zeit ist für eine Veränderung. Während er nach dem vermissten Verlobten seines Bruders sucht, lernt Paul auch Olaf besser kennen. Bald vermischen sich Pflicht und Vergnügen und eine Romanze entsteht, auf die sie vielleicht eine gemeinsame Zukunft aufbauen können.

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Gespannt habe ich, seit ich erfahren habe, dass er kommen wird, auf den zweiten Band der „Strand-Serie“ von Sue Brown, gewartet und wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte von Paul und Olaf ist ein würdiger und vor allem direkter Anschluss ans erste Buch :-).

Waren Liam und Sam im ersten Buch schon ein Paar, dass man gerne durch ihre Geschichte begleitet hat, so stehen Paul und Olaf dem in nichts nach. Sie sind komplett andere Persönlichkeiten, jedoch in ihrer Art nicht weniger einnehmend. Die beiden sind nach außen stark und selbstbewusst, haben aber jeder für sich mit ganz eigenen Problemen zu kämpfen. Dies hält sie jedoch nicht davon ab, sich die gegenseitige Anziehungskraft einzugestehen und sich aufeinander einzulassen.

So ganz „nebenbei“ klären sie das Verschwinden von Liam auf und sorgen somit dafür, dass für Liam und Sam endlich alles rundum gut wird. Paul und Olaf haben ebenfalls einen nicht ganz einfachen Weg zu beschreiten, lassen sich aber die Freiräume – u.a. auch bedingt durch die Entfernung, um alles ausreichend zu überdenken und sacken zu lassen. Im Laufe der Geschichte lernt man die Familie und auch Freunde von Sam und Paul kennen und lieben. Man merkt sehr wohl den Unterschied, ob jemand in der Familie Owens wirklich gemocht, einfach akzeptiert oder auch nur geduldet wird :-), letzteres ist eine Erfahrung, die man nicht unbedingt jedem wünscht *g*.
Auch bei Paul und Olaf ist es ein langer und nicht ganz einfacher Weg bis zum Happy End…
…und genau das ist das einzige Manko an dieser Geschichte, es gibt einen…  Cliffhanger (ohne ihn gäbe es ohne Vorbehalt 5 💜, so ziehe ich ein halbes ab). Es ist schön zu wissen, dass die beiden sich aufeinander einlassen und es wohl trotz der Widrigkeiten miteinander versuchen wollen, aber ob und wie die Geschichte weitergeht, dafür hätte man mit Sicherheit eine andere Stelle für das „… to be continued…“ finden können. So hörte die Geschichte für mich einfach auf :-(.
Dies wäre kein Problem, wenn man nicht wieder so lange auf die nachfolgende Übersetzung warten müsste…. (Liebe DSPler, dies ist ein Wink mit der Zaunlatte 😉 ). Wenn Sue Brown das Schreibniveau auf diesem Level halten konnte (Band 3 gibt es ja bereits in englischer Sprache), dann kann man sich wirklich auf den nächsten Band freuen und übt sich bis dahin mehr oder minder entspannt in Geduld.
Für all diejenigen, die es nicht erwarten können und die den bereits erschienen 3. Teil im Original in englischer Sprache lesen können und möchten, gibt es die Möglichkeit, das ebook „Isle of Waves“ z.B. hier DSP oder hier *a* zu kaufen.

Jetzt stinkt es mir wieder gewaltig, dass meine Englischkenntnisse noch nicht wirklich dafür ausreichen, aber ich arbeite daran… langsam, ganz langsam und ja, ich werde nun mit genau diesem 3. Teil beginnen, denn

„Es wächst der Mensch mit seinen größeren Zielen“
                                                          Friedrich Schiller

Dies allein sollte doch schon ausreichen, um zu beschreiben, wie gut mir die Serie bis hierher gefallen hat 🙂

Fàilte  El Ma

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3115 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 261 Seiten
Verlag: Dreamspinner Press; Auflage: 1 (3. Mai 2016)
Preis:   € 6,23   (Kauf = klick aufs Bild)

Buchbesprechung: „Einsamer Strand“ (Strand-Serie 1) – Sue Brown

Einsamer StrandKlappentext
Als Liam Marshalls bester Freund Alex den Kampf gegen den Darmkrebs verliert, bittet er Liam um einen letzten Gefallen: Liam soll zur Isle of Wight reisen, eine Zugfahrkarte nach Ryde kaufen und dort Alex‘ Asche vom Pier aus ins Meer streuen. Liam ist müde, ausgebrannt und braucht dringend Urlaub. Aber statt Sonne, Meer, Sand und heißen Beachboys, bekommt er einen klapprigen alten Eisenbahnzug und nervtötende Kinder—und von Ewan McGregor ist weit und breit nichts zu sehen.

Liam würde alles für seinen Freund tun, aber Alex‘ letzten Wunsch zu erfüllen würde bedeuten, das letzte Bisschen Familie herzugeben, das Liam noch geblieben ist. Ratlos und verloren steht er frierend auf dem Pier…bis Sam Owens zu seiner Rettung kommt.

Solange Sam zurückdenken kann, macht seine Familie schon Jahr für Jahr Urlaub auf der Isle of Wight, aber er hat noch nie jemanden wie Liam kennengelernt. Sam ist fest entschlossen, Liams Urlaub zu einer denkwürdigen Erinnerung zu machen, und so kümmert er sich um ihn—innerhalb und außerhalb des Schlafzimmers. Er stellt Liam sogar seiner gesamten Familie vor. Aber während Sam Liam hilft, die Kraft zum Loslassen zu finden, muss er feststellen, dass er sich wünscht, Liam würde festhalten—nicht an seinem alten Leben, aber an Sam und an dem, was sie gemeinsam haben könnten.

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Das Buch „Einsamer Strand“ hatte ich mir bereits kurz nach der Veröffentlichung gekauft und auch gelesen und mochte es sehr. Nun kam ja die Tage das 2. Buch (Review folgt) aus der Serie heraus, so dass ein re-reading für mich unabdingbar war, da es ja hieß, es schließt ziemlich nahtlos an Band 1 an.
Auch beim zweiten Mal lesen haben mich Liam und Sam sehr für sich eingenommen, da sie mal so ganz anders als die ganzen toughen, coolen und selbstbewußten Typen aus anderen Büchern sind. Die beiden sind so zuckersüß, dass man zwischendurch Angst haben muss Karies zu bekommen ;-).

Als Liam auf Sam trifft, ist er dabei eine Aufgabe zu erledigen, die ihm sein bester Freund noch mit auf den Weg gegeben hat. Jeder, der schon einmal eine wichtige Bezugsperson hat gehen lassen müssen, kann sich vorstellen wie schwer es ist jemanden so endgültig loszulassen. Diesen Schritt dann auch noch im wahrsten Sinne des Wortes, selbst in der Hand zu haben, dürfte eine der schwierigsten und emotionalsten Situationen im  Leben eines Menschen sein.
Sam fängt Liam auf, lenkt ihn ab und reißt ihn mit seiner oftmals überschwänglichen und einnehmenden Art einfach mit. Er stellt Liam seine Familie und seine Freunde vor und zeigt ihm auf diese Art und Weise, dass er nicht alleine auf der Welt sein muss, wenn er es denn zulässt.
Dennoch schwebt über dieser sich entwickelnden Liebesgeschichte immer das Wort „Abschied“, da Liam ja nur diese paar Urlaubstage auf der Isle of Wight verbringt, um Alex‘ letzten Wunsch zu erfüllen…

Da ich das Buch ja beim ersten Mal als „Single“, d.h. ohne eine Information darüber, dass es Folgebücher geben könnte, gelesen hatte und auch nicht unbedingt mit einem weiteren Band gerechnet habe, war diese Geschichte mit dem Ende, wie es geschrieben war, ein Ende, das zwar doch einiges offen ließ, mir aber die Möglichkeit gab, meine eigenen Gedanken spielen zu lassen. Es war für mich so verfasst, dass es nicht zwingend eine Fortsetzung hätte geben müssen. So war ich dann doch sehr erstaunt und erfreut darüber, dass ein zweites Buch erscheinen wird und gleichzeitig hat es mich sehr gefreut, dass der 2. Band zwar einen eigenständigen Handlungsstrang mit neuen Protagonisten haben wird, Liam und Sam aber auch wieder „mitspielen“ werden.

Auch nach dem zweiten Mal lesen, hat „Einsamer Strand“ für mich nichts von seinem „Gefühl“ verloren, ich konnte auch jetzt wieder mit Liam mitleiden, war bei ihm, als er mit seinem Kästchen am Strand stand und mit sich und seinen Gefühlen gehadert hat. Ich musste wieder über Sam schmunzeln, der sich so liebevoll, herzlich und oftmals naiv um Liam bemüht hat. Für mich ist dieses Buch für jeden Leser, der auf zuckersüße Liebesgeschichten mit etwas Tragik, Herzschmerz und ein Happy End steht, eine volle Kaufempfehlung und sollte auf jeden Fall gelesen werden, bevor man sich an „Strand der Wünsche“ setzt.

Fàilte

El Ma

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 832 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 270 Seiten
Verlag: Dreamspinner Press (11. Februar 2014)
Preis:   € 3,99   (Kauf = klick aufs Bild)

Mal schnell und kurz so zwischendurch :-)

In den vergangenen Tagen habe ich zwar vieles gelesen, aber es war nur wenig dabei, das mich dazu gebracht hätte ein Review zu schreiben. Allerdings hatte ich dann doch noch das Vergnügen(neben zwei Büchern von Sue Brown – Rezi folgt), auch etwas ganz Süßes, Kurzes zu lesen :-), nämlich:

Tierisch Verliebt (Tierische Liebesgeschichten 1) von Kate Lowell

Tierisch verliebt
Klappentext
Nathan ist schon seit einer ganzen Weile in einen seiner Stammkunden im Bulk Mart verschossen. In Eichhörnchengestalt macht er es sich auf Vinces Vogelhäuschen gemütlich und beobachtet seinen Angebeteten durch die Fenster des Hauses. Bis zu dem Tag, an dem Vince ihn mit einem Schuh erwischt…
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Nathan ist ein Eichhörnchenwandler (mal etwas ganz anderes & eine sehr nette Idee) und ist als Eichhörnchen einfach putzig und liebt naturgemäß – auch in seiner menschlichen Gestalt – Nüsse in jeglicher Form ;-). Vince ist für Nathan ein Traum von einem Mann und dies nicht nur, weil er im richtig platzierten Vogelhäuschen immer für Nussnachschub sorgt. Hier wird eine wirklich süße Liebesgeschichte, mit einigen heißen Szenen, erzählt, die Lust auf den 2. Teil macht. Ach, und nur so am Rande, Nathan ist ausschließlich flauschig und nicht zu dick :-). Zudem werde ich wohl die nächste Zeit, wenn ich ein Eichhörnchen und/oder Nüsse sehe, Kopfkino vom feinsten haben…

Dies ist auf jeden Fall eine Kurzgeschichte, die man gerne mal so zwischendurch liest und sich bereits heute auf den nächsten Teil freut :-).

Fàilte El Ma


Format:
Kindle Edition
Dateigröße: 249 KB
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Preis:   0,99  (Kauf = klick aufs Bild)