Buchbesprechung „Geisterküsse“ – Diana Wintermeer

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Der sechzehnjährige Ti hat Albträume. Die Visionen und der Umstand, dass er in dem Haus wohnt, das einst eine Nervenheilanstalt war, machen ihn an seiner Schule zum Außenseiter. Er hat sich damit abgefunden, allein zu sein, doch das ändert sich, als Ned in sein Leben tritt. Nach und nach durchbricht dieser die schützenden Mauern, die der Teenager um sich herum aufgebaut hat und aus der Freundschaft der beiden Jungen erblüht eine zarte Liebe, die schnell an Leidenschaft gewinnt. Ti aber quälen weiter schreckliche Träume und als er sich Ned endlich anvertraut, ist der sofort überzeugt davon, dass mehr hinter den Visionen seines Freundes steckt. Die beiden beginnen zu recherchieren und geraten bald gefährlich tief in die düstere Geschichte der alten Anstalt …

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Ich liebe die Geschichten von Diana Wintermeer. Egal, welches Buch ich bisher von ihr gelesen habe, ich wurde nie enttäuscht. Diesmal war ich sogar etwas leichtsinnig 😉 – ich habe das Bundle (eBook und TB) vorbestellt – ohne jemals einen Klappentext gelesen zu haben 🙂 und das BESTE daran, ich wurde (wie immer bei ihr) nicht enttäuscht. Auch diese Geschichte ist wunderbar. Mir fällt kein anderes Wort dafür ein. Sie ist ein bisschen mysteriös, zuckersüß, könnte aber eben auch genau so stattfinden, denn ich für meine Wenigkeit glaube durchaus, dass es Menschen gibt, die mehr sehen und wahrnehmen als unser einer…

Ti lebt alleine mit seinen Eltern in einem riesigen Gebäude, welches vor vielen Jahren eine Nervenheilanstalt beherbergt hat. Alleine als ich das gelesen habe, stand mir die Gänsehaut auf – und das in Form eines Ganzkörperanzugs. Herr im Himmel, jeder Mensch, der ein bisschen Empathie besitzt, würde hier keine Nacht ruhig schlafen. So ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass Ti von Albträumen heimgesucht wird. Bedingt durch seinen Wohnort und sein zurückhaltendes Wesen ist er DER Aussenseiter schlechthin in der Schule und auch sonst ein sehr einsamer Junge.

Im Gegensatz dazu ist Ned der Neue an der Schule und wird als hervorragender Sportler sofort vom Anführer der angesagtesten Gruppe vereinnahmt. Allerdings ist Ned ein sehr eigenwilliger Typ, dem das mal so gar nicht zusagt und der sich seine Freunde selbst aussucht. Da ihm Ti sowohl als Mensch als auch als „Mann“ gefällt, versucht er alles ihm mögliche, um diesen besser kennenzulernen. Es ist einfach nur schön, wenn man sieht, was Ned alles versucht um Ti aus seinem „Schutzpanzer“ herauszuholen und ihm mit vielen kleinen Liebenswürdigkeiten das Leben zu verschönern und ihm ein Gefühl der Geborgenheit zu geben.

Genießen wir den Augenblick, wenn wir uns wohl fühlen.
Halten wir inne und lassen den Alltag einfach mal hinter uns.
                                                                       Nicole Oesterwind

Bei „Geisterküsse“ handelt es sich eigentlich um eine Coming-Out-Geschichte mit sehr jungen Protagonisten, die einen tollen Handlungsstrang hat und erstklassig, mit viel Liebe zum Detail, geschrieben wurde.

Neds außergewöhnliche Oma, Tis scheinbar so schwierige Eltern und auch der geheimnisvolle Charlie werden liebevoll beschrieben, so dass man eigentlich gar nicht umhin kommt jeden einzelnen zu mögen, zu verstehen und auch mitzuleiden.
Alleine wenn man die Geschichte um Charlie erfährt, geht einem das Herz auf. Meine Empfehlung: Taschentücher bereit halten.

Ich kann jetzt gar nicht so genau sagen, ob mir die eigentliche Coming-Out-Story, die Geschichte rund um die Anstalt oder einfach nur das gesamte Drumherum „besser“ gefallen hat, denn das Gesamtpaket ist einfach klasse 😀. Es kommt nicht oft vor, dass man an einer „Young-Adult“-Geschichte, die einem durchaus auch den einen oder anderen Nervenkitzel bzw. eine Gänsehaut beschert, mal so gar nichts auszusetzen hat. Hier muss ich Diana Wintermeer ein weiteres Mal ein Riesenkompliment machen 💜, nach Honigsommer noch einmal eine „Young-Adult“-Geschichte in der gleichen Qualität nachlegen zu können – hier ziehe ich meinen imaginären Hut!

Und bevor ich mich in meinen Schwärmereien um zwei Jungen und ihre Geschichte verliere, kann und möchte ich euch dieses Buch aus vollem Herzen empfehlen. Kauft es, lest es und fühlt euch wohl damit. Mir hat es ein wirklich schönes Lesevergnügen beschert.

Seelig sind die, deren Herzen vor Freude überströmen 🙂
                            – aus Sissi, Schicksalsjahre einer Kaiserin –

 

Bye airson nis

El Ma

 

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1503 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 413 Seiten
Preis:  €  4,99  (Kauf = klick aufs Bild)
Homepage der Autorin:  Diana Wintermeer

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„Gestählt im Feuer (Im Feuer-Serie 2)“ – Andrew Grey

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Klappentext         Fortsetzung zu Erlösung im Feuer (Buch 2 in der Serie – im Feuer)

Lee Stanton und Dirk Krause sind schon seit ein paar Monaten ein Paar. Doch dann erhalten sie schlechte Neuigkeiten: Die Feuerwache, auf der sie beide arbeiten, soll geschlossen werden, wenn sie es nicht schaffen, genug Geld für die überfälligen Reparaturen zusammenzukratzen. Die Union-Feuerwehr will sich gemeinsam dagegen wehren. Es gibt nur ein Problem: Die einzige Idee, wie sie an Geld kommen können, ist von Lee. Und Dirk hasst sie.

Unglücklicherweise finden alle anderen Lees Idee von einem „Dinner mit Aussicht“ – bei dem sie nur in Helmen, Stiefeln und Uniformhosen servieren sollen – großartig, und Lee wirft sich in die Vorbereitungen. Doch Widerstand aus der Verwaltung und ein schleppender Vorverkauf bringen Lees Event in Gefahr. Solange es Dirk nicht schafft, seinen Stolz und seinen Eigensinn einen Abend lang unter Kontrolle zu bringen, könnte es ihn und Lee ihre Jobs kosten – von ihrer Beziehung ganz zu schweigen.

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Kennt ihr das? Man möchte einen Protagonisten einfach nur schütteln und in den Stiefel stellen… So ging (und geht) es mir mit Dirk. Noch immer weiß ich nicht, warum er so geworden ist, wie er ist. Vielleicht wird man so, wenn man sein Leben lang im Schrank lebt und mit einem Vater gestraft ist, der sehr dominant und zudem noch stark in seiner Kirchengemeinde engagiert ist.

Dirk ist kein sehr emotionaler Mensch (zumindest zeigt er es nur sehr selten), in dieser Beziehung kann man bei unserem Pärchen eigentlich nur von „Gegensätze ziehen sich an“ reden… Lee dagegen ist offen, freundlich und hilfsbereit – einfach ein liebenswerter Mann, der meiner Meinung nach eine unendliche Geduld mit Dirk beweist.

Ein fröhliches Herz macht ein fröhliches Angesicht;
aber wenn das Herz bekümmert ist, entfällt auch der Mut.
Quelle: Altes Testament. Die Sprüche Salomos (#Spr 15,13)

Als Dirk seine Idee bzgl. des „Dinners mit Aussicht“ boykottiert und Lee damit so verunsichert, dass er selbst nicht mehr weiß, was er von seiner Idee halten soll, hängt der Haussegen mehr als schief. Aber Lee wäre nicht er selbst, wenn er nicht trotz des Widerstandes von Dirk – mit der Unterstützung  seiner Kollegen und Freunde – das Event planen und organisieren würde. Als die „Feuerwache“ kurz vor der Veranstaltung zum Rapport zur Stadtverwaltung muss, wird Lee allerdings mehr als positiv überrascht :-). Lee’s Eventvorbereitungen, die Schwierigkeiten und das komplette Fest selbst, werden von ihm hervorragend gemeistert. Liebend gerne hätte ich mitgeholfen und mitgefeiert – muss noch extra betonen, dass ich Lee mag :-).

Jede zweite Wand, durch die der Kopf will, ist selbst gemauert.
                                                Manfred Hinrich, dt. Philosoph

Tja, ob Dirk irgendwann mal außerhalb seiner vier Wände noch so richtig locker wird, werden wir wohl dann hoffentlich im nächsten Band erfahren. D.h., wir müssen nun leider auf den 3. Band warten – oder aber, wenn es die Originalleser gar nicht erwarten können… hier kann man ihn auf englisch „vorziehen“. Mal schauen, wie ich verbleiben werde…, denn lesen will ich ihn auf jeden Fall.
Nichtsdestotrotz, haben wir egal, ob beim ersten oder auch beim zweiten Teil, keinen so „dramatischen“ Cliffhanger, damit man so gänzlich „unbefriedigt“ zurückbleiben müsste.

Lieber Gott, gib mir Geduld – aber beeile dich!
                                                              Unbekannt

Warum man aus einer Geschichte wie dieser überhaupt einen 3-Teiler machen musste, entzieht sich mir völlig, denn die Seitenanzahl geht insgesamt nicht über die einer „normalen“ Stand-alone-Romance hinaus, zumal Teil 4 (wie ich dem Klappentext des englischen Originals entnehmen konnte) mit einem neuen Pairing weitergeht.

 

In diesem Sinne

El Ma

 

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2721 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 89 Seiten
Verlag: Dreamspinner Press; Auflage: 1 (25. Oktober 2016)
Preis:   € 1,99  (Kauf = klick aufs Bild)

„Erlösung im Feuer (Im Feuer-Serie 1)“ – Andrew Grey

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Klappentext
Buch 1 in der Serie – im Feuer

Dirk Krause ist ein Mistkerl wie er im Buche steht. Er macht sich selbst das Leben zur Hölle und jeden in seiner Umgebung unglücklich. Als er während eines Brandeinsatzes verletzt wird, ist er sogar zum Krankenhauspersonal unausstehlich, und natürlich ist er niemanden aus seiner Einheit wichtig genug, um ihn zu besuchen.

Lee Stockton ist das neueste Mitglied auf der Feuerwache, das den undankbaren Job aufgebrummt bekommt, Dirk einen Blumenstrauß von den Jungs vorbeizubringen. Zu Dirks Überraschung durchschaut Lee ihn sofort und lässt sich nicht vergraulen. Lee ist fest entschlossen, Dirk zu helfen, diese Arschloch-Attitüde aufzugeben und nicht alle von sich zu stoßen. Als ihre Streitereien schließlich im Bett enden, stellt sich die Frage, ob dieses Feuerwerk über einer möglichen Beziehung erstrahlt oder am Ende nur Asche zurückbleibt.

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Die Geschichte lag wie noch so manch andere in dem virtuellen SuB meines Readers und wartet darauf gelesen zu werden. Da nun gerade ein weiteres Buch aus der „Feuer“-Serie von Andrew Grey erscheint, wurde es nach vorne geholt. Was soll ich zu ihr sagen?
Zum einen ist klar ersichtlich, dass es sich um eine Kurzgeschichte handelt, zum anderen hatte ich trotz des  Wissens, das Gefühl, durch die Geschichte gehetzt zu werden. Leider kam ich an Dirk nicht so richtig ran, manche seiner Beweggründe und Handlungen waren für mich nicht wirklich nachvollziehbar, besonders für einem Mann, der bei der Feuerwehr arbeitet, dort richtig gute Arbeit leistet und zudem früher auch bei der Army war. Spätestens als ich das gelesen hatte, wusste ich gar nicht mehr, wieso er sich anderen Menschen stets als A***loch präsentiert hat. Nur weil man sich nicht outen will, sorry nein, das geht auch anders…
Mit Lee war es weit besser :-), er kam wesentlich klarer und „erwachsener“ rüber und vertrat seine Standpunkte.  Da die Liebe aber oft seltsame Wege geht, hat er sich (für mich fast unverständlich) in Dirk verliebt.

Gott sei Dank passieren ein paar Dinge, die Dirk dazu bringen, seinen Kopf hoch zu nehmen, den A*** zusammenzuzwicken und sein Herz sprechen zu lassen. Ob ihm nun im Anschluss daran der Himmel auf den Kopf gefallen ist oder sie gemeinsam im Feuerwehrauto … quatsch, auch zukünftig das Bett teilen – lasst Euch überraschen *g*.

Ich bin trotz allem gespannt auf Band 2, denn Dirks Veränderungen machen neugierig. Mal schauen, wie es mit den beiden weitergeht und ob das Lesevergnügen noch gesteigert werden kann.

Bis bald

El Ma

 

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1260 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 82 Seiten
Verlag: Dreamspinner Press (1. Dezember 2015)
Kaufen kann man es hier & hier

„Grauzone“ – Brooke McKinley

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Miller Sutton, der perfekte und immer regelkonforme FBI-Agent, hat seine Welt in zwei Kategorien aufgeteilt. Es gibt die Bösen und die Guten – schwarz und weiß. In letzter Zeit mischen sich allerding beunruhigende Grautöne ein, die sich in Danny Butler personifizieren, einem Drogendealer. Miller will ihn dazu benutzen, einen weitaus größeren Fisch zu fangen, nämlich den Drogenbaron Roberto Hinestroza, hinter dem er seit Jahren her ist.

Danny ist nicht daran interessiert, gegen seinen Boss auszusagen. Er empfindet eine merkwürdige Loyalität gegenüber Hinestroza und weiß außerdem, dass er mit dem Verrat an Hinestroza sein eigenes Todesurteil unterschreiben würde. Trotzdem lässt er sich widerstrebend darauf ein, mit dem FBI zu kooperieren. Kurz darauf bewahrheiten sich seine Befürchtungen und Hinestroza kommt ihnen auf die Schliche.

Miller stellt überrascht fest, dass Danny nicht der kriminelle Überzeugungstäter ist, für den er ihn gehalten hat. Gleichzeitig fühlt Danny sich hilflos zu Miller hingezogen, der immer nur das Gute will. Sie haben gerade damit begonnen, die aufkeimende Anziehung zwischen sich zu erkunden, da spürt Hinestrozas Vollstrecker sie in ihrem Versteck auf. Danny und Miller müssen fliehen, wenn sie ihr Leben und die Liebe retten wollen, von der sie noch nicht wissen, ob sie eine Chance haben wird.

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Ich habe diese Geschichte in einem Rutsch auf dem Flug nach Aberdeen gelesen und damit endlich mal wieder in Ruhe ein Buch lesen können. Unterbrechungen waren nur dem Gate-Wechsel und dem Ein- und Ausstieg aus den Flugzeugen geschuldet, aber aus der Hand gelegt habe ich den Reader dabei nicht wirklich 🙂

Ich mag normalerweise keine Handlungen mit Krimi- oder Thriller-Plot, aber da es sich hier vorrangig um eine Lovestory handelt (die in den Crime-Anteilen aber durchaus intensiv und teilweise hart zur Sache ging) gab ich ihr eine reelle Chance. UND was war… ich wurde nicht enttäuscht :-).

Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar und keineswegs eindimensional. Ich hätte mich geärgert, wenn ich das Buch hätte stückchenweise lesen müssen, denn dann wären mir wohl viele kleine, sehr liebenswerte Elemente entgangen. Da es vorrangig um die Liebesgeschichte von Miller und Danny ging, haben mich die Crime-Elemente nicht „gestört“ – für Leser, die solche Passagen gerne in einem Buch haben, könnte es das Sahnehäubchen obenauf sein.

Miller ist ein sturer, festgefahrener FBI-Agent, der aus seiner selbsteingerichteten Zwangsjacke nicht mehr herausfindet, aber genau weiß, dass irgendetwas in seinem Leben nicht (mehr) passt. Sein Leben ist klar „eingerichtet“ – andere Sichtweisen haben darin nicht wirklich Platz.

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Danny ist ein – vom Leben in den A*** getretener junger Mann, der aber trotz seiner Vorgeschichte nie sein „Herz“ verloren hat und noch immer an das Gute glaubt.

Die Menschen sind nicht immer, was sie scheinen.
            Gotthold Ephraim Lessing

Als Miller dienstlich auf Danny trifft, bekommen seine eingefahrenen Gewohnheiten und Gedanken einen heftigen Schubs in ein andere, für ihn nicht so leicht händelbare, Richtung.
Ganz langsam zeigt ihm Danny, dass das Leben eben nicht nur aus zwei „Nicht“-Farben besteht, sondern dass es auch Zwischentöne gibt.

Der Weg, den die beiden Männer miteinander gehen, ist alles, aber nicht einfach. Sie müssen sich vielen Gefahren stellen, sich selbst und ihre Ängste überwinden und vieles hinter sich lassen, bei dem sie der Meinung waren, dass es ohne nicht gehen wird. Auf diesem Weg lernen sie wunderbare Menschen kennen, machen Erfahrungen, von denen sie nie gedacht haben, dass sie so überhaupt möglich wären und treffen Entscheidungen, die sie zu Beginn so nie getroffen hätten :-). Ihre Leben und ihre Sichtweisen ändern sich, Stück für Stück, langsam aber stetig.

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Brooke McKinley ist es gelungen, die Charaktere nicht nur eindimensional zu beschreiben, denn es gibt (normalerweise) immer eine Geschichte hinter den Aktionen und Reaktionen von Menschen. Da ich von ihr noch keine weiteren Bücher kenne, hoffe ich, dass genau dieses Vielschichtige ihr Schreibstil ist und wir uns noch auf so einige Stories freuen dürfen.

„Grauzone“ ist ein wirklich gelungenes Buch, dass von mir eine volle Leseempfehlung erhält.

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In diesem Sinne,

El Ma

 

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3044 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 339 Seiten
Verlag: Dreamspinner Press; Auflage: 1 (27. September 2016)
Kauf:   hier & hier

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weitere Reviews findet man zusammengefasst hier auf Goodreads, aber auch einzeln direkt auf den Blogs von „Ulla liebt Bücher“, Frau Laberladen und bei Mathilda Grace. Wobei sich ein Besuch auf diesen Blogs eh immer lohnt :-).

Buchbesprechung „Rich & Stubborn“ – Angie Snow

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Klappentext
Roadtrip ins Glück? Oder doch eher Höllentrip?
Gestatten – mein Name ist Tameran Brady. Milliardenerbe und Playboy. Derzeit befinde ich mich auf einer Wohnmobiltour durch Kanada und die USA. Unfreiwillig. Meine wunderbaren Freunde haben mir diese Reise zum dreißigsten Geburtstag geschenkt. Unfassbar. Wohnmobile! Wildnis!
Leider haben sie ein effektives Druckmittel, sodass ich diese Reise antreten musste. Und jetzt sitze ich neben meinem absoluten Traummann in der Fahrerkabine. Alles könnte halb so schlimm sein, hätte Justin Walker nicht einen fünfjährigen Sohn und die Manieren eines Neanderthalers.

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Darf ich vorstellen: Tam, genauer gesagt Tameran Brady, der Nabel der schwulen Welt und Besitzer von Tinkabell. Hochintelligent, aber lebensfremd…

Und wie viel kostet das Gratiswochenende?
                                        Homer Simpson

also einfach in anderen Sphären schwebend und und und…

Dazu haben wir dann noch Justin Walker (der feuchte Traum Tams), Vater eines tollen Sohnes namens JJ (der lebende Alptraum Tams 😉 ). Das kann doch eigentlich nur in einer Katastrophe enden – sollte man zumindest meinen 😉.  Am besten ist also, Justin ist einfach nur so wie er sonst auch ist und handelt auch danach

Dreierlei Leuten muß man ihre freie Meinung lassen:
Herren
(Tam), Kindern (JJ), Narren (Tam).
                                                 Deutsches Sprichwort

Ich habe Justin des Öfteren um seine Geduld – sowohl bei seinem Sohn, als auch bei Tam – bewundert 😄

Tja, eigentlich hätte man aus dieser Kombination auch einen Slapstickfilm drehen können, aber nein, Angie Snow macht daraus eine Geschichte, die mich den ganzen Rückweg aus Schottland gefesselt hat. So manches mal, hatte ich wohl ein ziemlich dämliches Grinsen im Gesicht (was hoffentlich niemandem um mich herum aufgefallen ist), denn was diese 4er Combo (ja, man muss Tinka mit einbeziehen) auf ihrem Roadtrip miteinander erlebt, ist ziemlich beeindruckend, liebenswert und ja, auch interessant.

Um Tam aus seinem Luftschloss herauszuholen, sind ziemlich viele Aktionen der beteiligten Protagonisten notwendig und das diese dann auch noch in toll beschriebenen Landschaftsbildern geschildert werden, ist es mir bei diesem (gelungenen) Reisebericht 😉 nicht ein Mal langweilig geworden. Aber nein, Quatsch, selbstverständlich handelt es sich bei „Rich & Stubborn“ nicht um einen Reisebericht, sondern um eine richtig süße Liebesgeschichte, die man eben genau auf dieser Wohnmobiltour hautnah miterleben darf. So oft wie ich ein Grinsen im Gesicht hatte, genau so oft saß ich da und habe den Kopf geschüttelt.

Ich hatte während des Lesens des Öfteren das Gefühl, dass sowohl Tam, als auch Tinkabell nach dieser Reise keinen ihrer Psychiater bzw. Therapeuten (ja, Tinka hatte einen eigenen 🙄 ) mehr brauchen, denn manchmal kann ein normales, bodenständiges Leben und der Umgang mit „normalen“ Leuten durchaus auch heilsame Wirkung zeigen.

Die Vier lernen eine Menge Leute kennen, schließen Freundschaften, machen aber durchaus auch negative Erfahrungen und erleben tolle Abenteuer – sprich all das, was uns „normalen“ Leuten eben auch passiert, wenn wir uns im Urlaub auf Land und Leute einlassen. Für uns ist das alles normal, für Tam jedoch eher der Schritt ins Ungewisse… und wer will das, wenn das eigene Leben doch so perfekt eingerichtet ist.

Für mich hat Angie Snow mit „Rich & Stubborn“ – nach der „Never stay“-Serie ein beeindruckendes „Come back“ (wenn man das nach einem Jahr so sagen darf) hingelegt und mMn den nächsten Schritt gemacht.

Von mir gibt es für dieses Buch eine volle Leseempfehlung 💜.

Bye airson nis

El Ma

 

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 530 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 292 Seiten
Verlag: dead soft verlag (11. September 2016)
Preis:  €   5,99   (Kauf = klick aufs Bild)

„Carl II“ – Mary R. Smith

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Klappentext
Nach Jahren scheint Carls Glück endlich perfekt, als er Robert das Ja-Wort gibt. Doch schon nach den Flitterwochen gibt Roberts merkwürdiges Verhalten ihm Anlass zur Sorge. Misstrauisch geworden, möchte Carl dem Geheimnis auf die Spur kommen, nichts ahnend, dass es ihm den Boden unter den Füßen wegziehen wird. Alte Ängste treten plötzlich ans Tageslicht und es heißt diesmal: ALLES oder NICHTS! Ein Kampf um sein persönliches Glück und seine große Liebe.

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Auch heute noch – einige Tage später – fällt es mir schwer, dieses Review zu schreiben. Ich hatte ja schon in „Carl I“ mit den Protagonisten mitgelitten und mich mitgefreut. Es war wie ein eintauchen in einen neuen, eigenen Freundeskreis. Schon „Carl I“ war keine leichte Kost, aber was uns Mary R. Smith mit „Carl II“ serviert, war/ist – zumindest für mich, auch wegen persönlicher Betroffenheit – eine sehr emotionale Kost. Ich weiß nicht, ob ich während des Lesens – zumindest nach den Anfangskapiteln – irgendwann mal kein Taschentuch in der Hand hatte. Sie hat es auch diesmal geschafft, mich mit den Charakteren mitfiebern zu lassen, zumal es im 2. Band (der 6. der Serie) hauptsächlich um Robert, meinen persönlichen Lieblingsprotagonisten, geht.

Man muss „Carl I“ nicht zwingend gelesen haben, ich würde es dennoch empfehlen, da ihr es euch sicherlich im Anschluss an „Carl II“ eh kaufen werdet, um mehr Hintergrundwissen zu bekommen *g*.

Achtung jetzt könnte es spoilern… Weiterlesen

Mein Dank geht an…

 

Liebe Frau Obama, ich ziehe den Hut vor Ihnen!
Und nein, es geht mir nicht um Politik, es geht einzig und alleine um die Tatsache, dass Frauen keine „Objekte“ und manche Handlungen und Aussagen – von einigen, wenigen Männern – einfach entwürdigend sind.

Danke, für diese Rede