Ich wünsche Euch einen schönen 1. Advent…

… und eine hoffentlich friedliche, stressfreie und besinnliche Vorweihnachtszeit.

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„Dirty Kiss“ – Rhys Ford

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Klappentext
Ein Cole-McGinnis-Krimi

Der ehemalige Polizist und Privatdetektiv Cole Kenjiro McGinnis kämpft noch damit, über die Ermordung seines Liebsten hinwegzukommen, als er mit einem scheinbar alltäglichen Fall beauftragt wird. Der Selbstmord des Sohnes eines erfolgreichen koreanischen Geschäftsmannes entpuppt sich als ganz und gar nicht gewöhnlich, vor allem, als Cole bei seinen Nachforschungen Jae-Min kennenlernt, den gut aussehenden Cousin des Toten.

Jae-Mins Cousin hatte ein schmutziges Geheimnis der Art, mit der Cole sich bestens auskennt und die Jae-Min selbst vor seiner Familie geheim hält. Die Ermittlungen führen Cole von geschmackvollen Villen zu zwielichtigen Begegnungen im Dirty Kiss, wo die Reichen und Verschwiegenen ihr Verlangen abseits ihrer konservativen Familien stillen.

Sie führen ihn außerdem in Jae-Mins Arme, was Probleme mit sich bringt. Der Selbstmord sieht mehr und mehr wie ein Mord aus, während Jae-Min das nächste Ziel zu sein scheint. Cole hat bereits einen geliebten Menschen auf diese Weise verloren – bei Jae-Min wird er es mit allen Mitteln verhindern.

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mmh, jetzt sitze ich hier und weiß nicht wie…
Eine Lovestory mit Krimiplot, jaaha, ich waheiß… *augenroll* ich und Krimis…, zwei Welten treffen aufeinander, aber ich habe den Klappentext gelesen und musste diese Geschichte haben…

Aber gut, ich habe die Geschichte angefangen, also habe ich sie auch zu Ende gelesen und habe es nicht bereut. Der Krimianteil ist spannend und überrascht mit dem Täter. Die beiden Hauptprotagonisten sind starke Persönlichkeiten, die schon so manch tragische Situation in ihrem Leben überstehen mussten.
Cole hat auch nach fast drei Jahren den Verlust seines Partners und des besten Freundes noch nicht hinter sich gelassen, geschweige denn aufgearbeitet. Jae-Min ist Koreaner durch und durch und mit den Traditionen verwurzelt. Das macht die ganze Sache nicht wirklich einfach für die beiden, die sich auf den ersten Blick heiß finden und umeinander herumschleichen wie rollige Katzen *g*.

Kaum lernt Cole Jae-Min aufgrund eines Auftrags kennen, geht es Schlag auf Schlag und eine Katastrophe zieht die andere nach sich. Cole riskiert sein Leben, zum einen, weil er eben diesen Auftrag angenommen hat, zum anderen, weil aufgrund der Ereignisse seine persönliche Neugierde geweckt wurde und des Weiteren, weil er Angst um das Leben von Jan-Min hat.

Die Liebe ist nicht da, um uns glücklich zu machen.
Ich glaube, sie ist da, um uns zu zeigen, wie stark wir im Leiden und Tragen sein können.
                                                                                                 Hermann Hesse

Die Geschichte ist für mich (die keinen „Krimi“-Sachverstand hat) gut aufgebaut, nimmt zum Ende hin eine ziemlich schnelle Wendung, hier hatte ich ganz kurz das Gefühl, dass der Autor zum Ende kommen wollte, dies hat sich aber wirklich schnell wieder gelegt.

Für die, die das Buch unter dem Krimiaspekt lesen:  Ja, der Fall wird aufgelöst, dennoch hat man das Gefühl, dass es noch nicht zu Ende ist und noch ein ganzer Rattenschwanz nachkommen wird (ist ja auch sinnvoll, denn im englischen gibt es aus dieser Reihe – COLE MCGINNIS MYSTERIES – mittlerweile 6 Bände).
Für die, die das Buch als Romance lesen:  Ja, auch hier gibt es ein Happy End, zumindest ein kleines, denn ich gehe mal davon aus, dass Jae-Min seinen Detektiv Cole noch eine ganze Weile begleiten, becircen und auch in den Wahnsinn treiben wird 😀

Liebe hat nichts damit zu tun, was man bekommen möchte,
sondern nur mit dem, was man selbst geben will.
                                                      Katherine Hepburn

Beide Männer lernen im Laufe der Geschichte dazu und lösen langsam einen Knoten nach dem anderen auf. Auch mir als „Nicht-„Krimileser hat das Lesen dieses Buches Spaß gemacht und auch wenn ich etwas gebraucht habe, um mit den Protagonisten warm zu werden, irgendwann hatte es mich 😀.

Jetzt heißt es warten auf die Folgebände oder aber auf die Originale zurückgreifen.

Bis dahin …

El Ma

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 3642 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 257 Seiten
Verlag: Dreamspinner Press; Auflage: 1 (15. November 2016)
Kaufen kann man es hier & hier

Mal schnell und kurz so zwischendurch :-)

Es ist schon einige Zeit her, dass ich das Buch gelesen habe. Jetzt da der 2. Band der Serie erschienen ist, musste ich doch glatt noch einmal drauf zugreifen und komme zum selben Fazit wie beim ersten Mal.

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Timing

Klappentext
Stefan Joss hat einfach kein Glück. Nicht nur, dass er mitten im Sommer nach Texas muss, um bei der Hochzeit seiner besten Freundin Charlotte die Ehrenjungfer zu geben. Nein, er soll auch noch gleichzeitig ein millionenschweres Geschäft für seine Firma abschließen! Das Allerschlimmste aber ist, dass er, kaum angekommen, mit dem Mann konfrontiert wird, von dem Charlotte versprochen hatte, dass er nicht zur Hochzeit kommen würde: Ihrem Bruder, Rand Holloway.

Stefan und Rand sind sich, seit dem Tag, an dem sie sich das erste Mal trafen, spinnefeind. Und so ist Stefan mehr als geschockt, als ein vorübergehend vereinbarter Waffenstillstand die üblichen Feindseligkeiten sofort in knisternde Spannung verwandelt. Wenn auch misstrauisch gegenüber den unerwarteten Gefühlen, wird Stefan durch ein ehrliches Geständnis Rands aus der Bahn geworfen und beschließt, ihm eine Chance zu geben.

Doch ihre aufkeimende Romanze wird bedroht, als Stefans Geschäftsabschluss schiefläuft: Die Besitzerin der letzten Ranch, die er für seine Firma aufkaufen soll, wird ermordet. Stefan steht die Überraschung seines Lebens bevor, als er sich plötzlich selbst in tödlicher Gefahr befindet.

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„Timing – Der richtige Zeitpunkt“ ist eine schöne, leicht zuckrige Geschichte, die durch sympathische, manchmal etwas leicht „too much“ dargestellte Protagonisten, noch einmal dazu gewinnt. Die beiden, durch eine herzliche Feindschaft verbundenen Männer, Stefan und Rand, treffen nach vielen Jahren auf der Hochzeit von Rands Schwester, die zeitgleich auch die beste Freundin von Stefan ist, aufeinander. Da Stefan kurz vorher noch von seinem Vorgesetzten einen Auftrag erhalten hat, den er während seines Aufenthalts noch erledigen soll, fährt dieser entsprechend angesäuert nach Texas. Als er dann noch Rand sieht, ist er vollends bedient *g*.

Es hat Spaß gemacht, den beiden bei ihrem „rumgeeiere“ zu folgen. Als Stefan bei seinem Auftrag in Gefahr gerät, ist für Rand alles andere nebensächlich und er steht Stefan bedingungslos zur Seite. Der „kleine“ Krimianteil gibt dem Buch einen guten, zusätzlichen Kick. Als Stefan hinter all die mysteriösen Umstände und Ereignisse blickt, ist er schockiert und fassungslos.
Auch hier ist Rand stets an seiner Seite, ebenso wie andere Hochzeitsgäste, die sich im Laufe der Zeit zu Freunden entwickeln. Sie sind für ihn da und zeigen ihm, dass das Leben auch nach so einer großen Enttäuschung durchaus positiv weiter gehen kann.

Wenn sich eine Tür vor uns schließt, öffnet sich eine andere. {…}
                                                                               André Gide

„Timing – der richtige Zeitpunkt“ ist eine nette Lektüre für zwischendurch und wenn Band 2 ebenso in diese Richtung geht, dann freue ich mich schon heute auf ein schönes Wochenende mit Tee, Keksen und Mary Calmes 🙂

Fàilte  El Ma

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 741 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 243 Seiten
Verlag: Dreamspinner Press (21. Oktober 2014)
Kaufen:   (Kauf = klick aufs Bild) –> es gibt ein neues (viel besseres) Cover zu diesem Buch 🙂
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Buchbesprechung „Ein stachliger Gefährte (Portland Pack 1) – Piper Vaughn & Kenzie Cade

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Klappentext
Das Schicksal meint es nicht gut mit Werwolf Dylan: Es hat ihm ausgerechnet den hochnäsigen Igelgestaltwandler Avery als Gefährten zugewiesen. Avery stammt aus gutem Hause und kann sich nichts Schlimmeres als einen verlausten Wolf als Gefährten vorstellen – was er Dylan von der ersten Sekunde an spüren lässt. Also versuchen sie, ihre gegenseitige Anziehung zu ignorieren. Als Avery Probleme mit einem zwielichtigen Kredithai bekommt, kann Dylan jedoch nicht tatenlos danebenstehen, egal, ob er Avery will oder nicht. Doch je besser er ihn kennenlernt, desto stärker spricht er Dylans Beschützerinstinkt an. Denn unter Averys stachligem Äußeren steckt eine unerwartete Verletzlichkeit…

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“Ich bin nichts besonderes. Er ist nichts besonderes. Zusammen sind wir was.”
                                                                                   Filmzitat aus „Real Love“

Gestaltwandlergeschichten sind ja derzeit sehr angesagt und meist spielen große, starke und beeindruckende (Raub-)Tierarten die Hauptrolle. Von daher bin ich immer sehr neugierig, wie Geschichten mit anderen Tierarten umgesetzt werden. Eines der besten Bücher über Wandler, das ich jemals gelesen habe und in dem der „Metamorph“ eben kein Löwe, Bär oder Wolf war, war über und mit einem Vogel, einem Goldvogel :-). Vielleicht kommt ja mal was über z.B. Delphine, Bergziegen oder Elefanten ;-), ich bin auf jeden Fall gespannt.

In dieser Geschichte haben wir es mit einem Igel zu tun und ich war schon etwas skeptisch, wie die beiden Autoren dies umgesetzt haben. Ich habe ja eine schwäche für etwas überspannte Charaktere und hier hatten wir wahrlich ein Prachtexemplar *g*. Avery kommt aus einer alten und reichen, aber kaltherzigen Südstaatenfamilie. Geld ist im Überfluss da, aber Herzenswärme gibt es keine. Wenn ich die richtigen Schlüsse aus seinem „Lebenslauf“ gezogen habe, dann war er ein ziemlich einsames Kind, das immer im Schatten seiner ach so perfekten Geschwister gelebt hat. So ist er zwar „nach Igelart“ ein Einzelgänger, allerdings einer mit einem riesengroßen Herzen, der zu Beginn einfach nichts sinnvolles mit seinem Leben anzufangen wusste. Mit einem einzigen richtig guten Freund, fühlte er sich zwar nicht einsam, aber trotzdem fehlte irgendetwas seinem Leben, bis er auf Dylan traf. Da beide sehr impulsiv sind, war das Kennenlernen nicht wirklich erfolgreich und so hatten beide keine allzu hohe Meinung voneinander. Was soll Avery auch mit so einem Flohträger… Aber auch Dylan hatte große Zweifel, ob dieser kleine, stachlige Geselle wirklich sein Gefährte sein sollte… Tja, was will der Kopf einem erzählen, wenn das Herz eine ganz andere Sprache spricht 😉

Als Avery sich mal wieder selbst in Schwierigkeiten bringt, bekommt er von seinen Eltern die Tür vor der Nase zugeschlagen und muss sich, wenn er nicht großen Ärger bekommen will, überwinden und Dylan um Hilfe bitten. Das Abenteuer, dass sie nun zu bewältigen haben, bringt sie in große Gefahr und dennoch, kann niemand Avery davon abhalten, seinem neuen Freund „Herrn Otis“ zu helfen.

So zickig und kratzbürstig Avery zu Beginn der Geschichte ist, so schnell entwickelt er sich weiter und lernt viel dazu. Ich kann mir gut vorstellen, dass es Leser gibt, die den Kopf über den kleinen Igelwandler schütteln, ich fand ihn jedoch sehr liebenswert und wie oben schon erwähnt, ich steh auf etwas „hyperaktive“, interessante Charaktere und Devon als Canide hat nunmal ein sehr beschützendes Wesen und ist immer zur Stelle, wenn Avery sich mal wieder in Gefahr bringt. Sein oberstes und wichtigstes Ziel ist es, seinen Gefährten vor jeglichem Übel zu bewahren… Manchmal ein in ziemlich schwieriges Unterfangen *g*.

Ich will den Mann beschützen,
der mir alles bedeutet und seinen Traum erfüllen – Das ist mein Traum

                                                                                          Haku in „Naruto“

Die Liebesgeschichte zwischen Avery und Dylan findet in diesem ersten von (derzeit?) zwei Bänden ein Happy End, der Krimiplot ist allerdings noch nicht abgeschlossen – ich gehe aber schwer davon aus, dass dieser im zweiten Band geklärt wird. Wer nicht auf die Übersetzung warten will, der findet das englische Original von Band 2 hier.

Nun denn, warten wir auf die deutsche Fortsetzung oder … 🙂

El Ma
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2860 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 332 Seiten
Verlag: Cursed Verlag (13. Oktober 2016)
Kauf:  hier und hier

Buchbesprechung „Liebe fängt man mit Geduld“ – Jessica Martin

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Klappentext
Nach einer schmerzhaften Trennung hat Sportstudent Jannis Becker nur noch ein Ziel: sein Studium abzuschließen. Da seine Eltern seit seinem Coming-out nichts mehr von ihm wissen wollen, lebt er in einer WG und hält sich mit drei Teilzeitjobs über Wasser.

Als ein neuer Mitbewohner gesucht wird, vergibt Jannis’ bester Freund Marius das Zimmer an den Doktoranden Tobias von Bergheim.

Tobias ist Sportmuffel aus Überzeugung. Mit seiner Promotion und der Betreuung der Kinder seiner Schwester hat er alle Hände voll zu tun. Einen nervigen Mitbewohner, der ihn obendrein als Moppelchen bezeichnet, kann er ganz und gar nicht gebrauchen – egal, wie attraktiv dieser ist.

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Eine wirklich schöne, süße Geschichte :-). Liebevoll erzählt, sympathische Charaktere, ein bisschen Herzschmerz, ein wenig Drama… Die Autorin hat alles untergebracht, was man in einer Romance haben und lesen möchte.

Hach, wie gerne hätte ich Jannis manchmal in den Schuh geholfen. Klar ist es schwer der Verlassene zu sein und klar muss man die Schicksalsschläge, die er hinnehmen musste erst mal verkraften, aber ein bisschen mehr „Stolz“ hätte ihm gut zu Gesicht gestanden. Hier hat mir so ein bisschen ein Freund gefehlt, der ihn mal so richtig in den Allerwertesten tritt, denn, auch dafür sind Freunde da. Sie können dir den Kopf streicheln, sie sollten ihn dir aber auch zurechtrücken, wenn es nötig ist. Irgendwann hätte ihn mal jemand auf die (ggf. noch möglichen) Pflichten seiner Eltern hinweisen müssen. Mag sein, dass ich hier zu pragmatisch bin, aber hier habe ich ein echtes „Problem“, denn ich bin kein „Dulder“. Mal ganz ehrlich, wer sein Kind verstößt, der sollte meiner Meinung nach zumindest noch – soweit möglich – zur Kasse gebeten werden, wenn schon aufgrund der Vermögensverhältnisse der Eltern kein Bafög möglich ist. Vielleicht ist es meinem Alter und meiner Lebenserfahrung (und meinem Dickschädel) geschuldet, dass man keinen falschen Stolz zeigen sollte, wenn man wegen zu viel Arbeit (Jannis hat 3 Jobs) ggf. sein Studium nicht voll konzentriert durchziehen kann. Dies ist und war der einzige winzige „Kritikpunkt“ in einer zuckrigen, liebenswürdigen Story, denn leider ist unser Leben halt meist doch kein Lummerland.

Ich wüsste nicht, ob ich die Geduld von Tobias aufgebracht hätte (egal ob bei seiner Schwester oder auch bei Jannis) – Hut ab!
Und weil es wie die Faust aufs Auge zu Tobias passt 🙂

Wer langsam geht, kommt auch zum Ziel
                                Deutsches Sprichwort

Es ist Jessica Martins zweite Geschichte, die ich gelesen habe. Nach „Unter seinem Schutz“ ist ihr auch mit „Liebe fängt man mit Geduld“ eine richtig gute Geschichte gelungen. Für mich bedeutet das, dass ich ihre weitere Entwicklung auf jeden Fall im Auge behalten werde.

In diesem Sinne,

El Ma

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 958 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 339 Seiten
Verlag: Jessica Martin (7. September 2016)
Preis:  € 3,99  (Kauf = klick aufs Bild)

„Like a Dream“ eine Benefizanthologie – Herausgeberin Juliane Seidel

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Ich tue mir immer sehr schwer damit, ein Review über Anthologien zu schreiben, da meist mindestens eine Geschichte dabei ist, die einem nicht so gut gefällt, die eben nicht dem persönlichen Lieblingsgenre entspricht oder bei der es einem sehr schwer fällt, die richtigen Worte zu finden – es ist für mich normalerweise keine Option, eben diese eine Geschichte dann einfach unter den Tisch fallen zu lassen, da ja eben genau diese das Highlight eines anderen Lesers sein könnte . Von daher lasse ich es meist einfach ganz…

Ich habe mir lange überlegt, wie ich es gestalten könnte, damit es mir leichter fällt, über meinen „Anthologie-Schatten“ zu springen 😉 und werde dies nun einfach ganz kurz und „schmerzlos“ halten.

Gleich vorneweg, es gab Geschichten, die ich so als einzelne nicht gelesen hätte, die mich dann aber dennoch auf eine eigene Art „gefangen“ genommen haben. Von daher kann ich sowohl von der Handlung als auch von der Qualität der Geschichten (sorry, das Wort Geschichte wird diesmal inflationär verwendet werden) jede einzelne empfehlen!

*****

Geschichte 1:  Karo Stein: „Mehr als ein Traum“
eine etwas andere Liebesgeschichte, die zeitliche Rückblicke klasse mit der Gegenwart verbindet, ein toller Einstieg in die Anthologie.

Geschichte 2: Elisa Schwarz: „Träume für Finn“
erschütternd, sensibel und sehr berührend geschrieben und vor allem das Licht am Horizont zeigend. Träume für Finn = Liebe pur.

Geschichte 3: Sabrina Zelezny: „Der unsichtbare Mantel“
mystisch, sehr bildhaft und „greifbar“ geschrieben, kurz: einfach wunderbar  (eines der Highlights für mich in diesem Buch).

Geschichte 4: Jannis Plastargias: „Die Freiheit der Gedanken“
authentisch, berührend, ermutigend und Hoffnung gebend.

Geschichte 5: Bianca Nias: „Like a dream – Unexpected Regrets“
wenn man etwas wirklich will, ist „über seinen Schatten zu springen“ der erste Schritt dahin, auch wenn du fallen könntest. Wenn der andere dich dann auffängt, ist alles gut 😀. Ich mochte diese Geschichte, die ein gutes Gleichgewicht zu manch einer der „schwierigeren Storys“ in diesem Buch schafft.

Geschichte 6: Savannah Lichtenwald: „Ocean Dreams – Die Einsamkeit am Meer“
Nordseefeeling pur, ein bisschen Fantasy, zwei wunderbare Männer – jeder auf seine Art 😀. Macht Lust auf Mee(h)r!

Geschichte 7:  Thomas Pregel: „Unter dem Wasser“
anders als erwartet – dran bleiben lohnt sich, ein lyrischer Blick auf die reale Welt (eine andere, besondere Geschichte)

Geschichte 8: Jobst Marenhorst: „Mein Held“
Kleinigkeiten können viel bewirken, eine eigene Dynamik schaffen und eine ganz eigene Zuversicht verbreiten – wenn man es denn versucht.  (meine Lieblingsgeschichte 😀 )

Dreierlei ist wichtig im Leben:
Erstens: Toleranz. Zweitens: Toleranz. Und drittens: Toleranz
Henry James (1843 – 1916),
US-amerikanischer Erzähler, später englischer Staatsbürger

Geschichte 9: Anna Maske: „Alb Träume“
eine Geschichte, bei der ich Schwierigkeiten hatte reinzukommen, aber dran bleiben lohnt sich :-).

Geschichte 10: Alexa Lor: „Alles Gute zum Geburtstag“
eine klassische Romance, wie aus dem richtigen Leben – toll geschrieben und wie ich gehört habe, so ganz anders als das, was Alexa Lor sonst so schreibt.

Geschichte 11: Florian Tietgen: „Klangfarben der Liebe 1965“
eine wunderschöne, tieftraurige und sehr berührende Geschichte, die uns mit einem Ende zurücklässt, das den beiden Protagonisten alle Möglichkeiten der Welt gibt (zumindest in der damaligen Zeit und in unserer Fantasie).

Geschichte 12: Tanja Meurer: „Bruderliebe“
ein Zwillingspaar mit einer ganz spezielle Beziehung/Bindung und einer überraschenden Wendung, die mich mit einem „mmh, was wäre wenn das wirklich möglich…“ zurückgelassen hat. Für mich eine „bleibende“ Geschichte.

Geschichte 13: Laurent Bach: „Bacha-Bazi“
eine tolle Geschichte auf die man sich einlassen und auch zwischen den Zeilen lesen sollte. Auch eines der Lesehighlights in diesem Buch. Schön, lehrreich und Hoffnung gebend.

Geschichte 14: Leann Porter: „Anam Cara“
eine Geschichte, die das Potential für ein komplettes Buch hätte :-). Das Leben, die Erwartungen anderer und eigene Wünsche treffen aufeinander. Etwas Mystery,  viel Gefühl & Emotion, plus Wünsche & Träume – all das, was eine tolle Story braucht, ist gegeben.

Geschichte 15: Chris P. Rolls: „Lebe deinen Traum“
ich liebe Menschen, die bunt sind und ihr Leben leben, ohne auf die spießige Norm zu achten :-). Von daher hat diese Geschichte voll meinen Nerv getroffen. Es geht um Toleranz, sich selbst finden, zu sich selbst stehen, „über seinen Schatten springen“ und um Liebe, egal was die anderen sagen. „Lebe deinen Traum“ ist eher die klassische Romance, aber wie alle Stories in diesem Buch, eine mit Tiefgang – wenn man denn zwischen den Zeilen liest.

Geschichte 16: Juliane Seidel: „Zwillingstraum“
mit Nazar und Kiama hat Juliane zwei Protagonisten geschaffen, von denen ich nur schwer genug bekomme. In der Benefiz-Anthologie „Zusammen finden“ habe ich die beiden kennengelernt und habe mich sehr über ein erneutes Treffen hier in dieser Anthologie gefreut. Wegen mir kann es mit den beiden gerne weitergehen – auch ausführlicher *g*

*****

Von mir gibt es für diese Anthologie auf jeden Fall eine volle Lese- und Kaufempfehlung. Wie eingangs erwähnt, hätte ich ein paar der Geschichten so wahrscheinlich nicht gelesen, mein „darauf einlassen“ war gut und richtig. Im Nachhinein betrachtet, hätte ich echt etwas verpasst, wenn ich sie nicht gelesen hätte.

Wer nicht neugierig ist, erfährt nichts.
                Johann Wolfgang von Goethe

Lasst es Euch gut gehen!

El Ma

Kaufen könnt ihr das eBook hier und das Taschenbuch hier. Der Erlös der Anthologie geht an das Mainzer LSBTI-Zentrum „LBSK e.V.“, das nicht nur mit der „Bar jeder Sicht“ einen Treffpunkt in Mainz geschaffen hat, sondern auch zahlreiche Gruppen und Vereine unterstützt.
Das Taschenbuch hat 424 Seiten (und jede davon lohnt sich).