Buchbesprechung „Ein stachliger Gefährte (Portland Pack 1) – Piper Vaughn & Kenzie Cade

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Klappentext
Das Schicksal meint es nicht gut mit Werwolf Dylan: Es hat ihm ausgerechnet den hochnäsigen Igelgestaltwandler Avery als Gefährten zugewiesen. Avery stammt aus gutem Hause und kann sich nichts Schlimmeres als einen verlausten Wolf als Gefährten vorstellen – was er Dylan von der ersten Sekunde an spüren lässt. Also versuchen sie, ihre gegenseitige Anziehung zu ignorieren. Als Avery Probleme mit einem zwielichtigen Kredithai bekommt, kann Dylan jedoch nicht tatenlos danebenstehen, egal, ob er Avery will oder nicht. Doch je besser er ihn kennenlernt, desto stärker spricht er Dylans Beschützerinstinkt an. Denn unter Averys stachligem Äußeren steckt eine unerwartete Verletzlichkeit…

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“Ich bin nichts besonderes. Er ist nichts besonderes. Zusammen sind wir was.”
                                                                                   Filmzitat aus „Real Love“

Gestaltwandlergeschichten sind ja derzeit sehr angesagt und meist spielen große, starke und beeindruckende (Raub-)Tierarten die Hauptrolle. Von daher bin ich immer sehr neugierig, wie Geschichten mit anderen Tierarten umgesetzt werden. Eines der besten Bücher über Wandler, das ich jemals gelesen habe und in dem der „Metamorph“ eben kein Löwe, Bär oder Wolf war, war über und mit einem Vogel, einem Goldvogel :-). Vielleicht kommt ja mal was über z.B. Delphine, Bergziegen oder Elefanten ;-), ich bin auf jeden Fall gespannt.

In dieser Geschichte haben wir es mit einem Igel zu tun und ich war schon etwas skeptisch, wie die beiden Autoren dies umgesetzt haben. Ich habe ja eine schwäche für etwas überspannte Charaktere und hier hatten wir wahrlich ein Prachtexemplar *g*. Avery kommt aus einer alten und reichen, aber kaltherzigen Südstaatenfamilie. Geld ist im Überfluss da, aber Herzenswärme gibt es keine. Wenn ich die richtigen Schlüsse aus seinem „Lebenslauf“ gezogen habe, dann war er ein ziemlich einsames Kind, das immer im Schatten seiner ach so perfekten Geschwister gelebt hat. So ist er zwar „nach Igelart“ ein Einzelgänger, allerdings einer mit einem riesengroßen Herzen, der zu Beginn einfach nichts sinnvolles mit seinem Leben anzufangen wusste. Mit einem einzigen richtig guten Freund, fühlte er sich zwar nicht einsam, aber trotzdem fehlte irgendetwas seinem Leben, bis er auf Dylan traf. Da beide sehr impulsiv sind, war das Kennenlernen nicht wirklich erfolgreich und so hatten beide keine allzu hohe Meinung voneinander. Was soll Avery auch mit so einem Flohträger… Aber auch Dylan hatte große Zweifel, ob dieser kleine, stachlige Geselle wirklich sein Gefährte sein sollte… Tja, was will der Kopf einem erzählen, wenn das Herz eine ganz andere Sprache spricht 😉

Als Avery sich mal wieder selbst in Schwierigkeiten bringt, bekommt er von seinen Eltern die Tür vor der Nase zugeschlagen und muss sich, wenn er nicht großen Ärger bekommen will, überwinden und Dylan um Hilfe bitten. Das Abenteuer, dass sie nun zu bewältigen haben, bringt sie in große Gefahr und dennoch, kann niemand Avery davon abhalten, seinem neuen Freund „Herrn Otis“ zu helfen.

So zickig und kratzbürstig Avery zu Beginn der Geschichte ist, so schnell entwickelt er sich weiter und lernt viel dazu. Ich kann mir gut vorstellen, dass es Leser gibt, die den Kopf über den kleinen Igelwandler schütteln, ich fand ihn jedoch sehr liebenswert und wie oben schon erwähnt, ich steh auf etwas „hyperaktive“, interessante Charaktere und Devon als Canide hat nunmal ein sehr beschützendes Wesen und ist immer zur Stelle, wenn Avery sich mal wieder in Gefahr bringt. Sein oberstes und wichtigstes Ziel ist es, seinen Gefährten vor jeglichem Übel zu bewahren… Manchmal ein in ziemlich schwieriges Unterfangen *g*.

Ich will den Mann beschützen,
der mir alles bedeutet und seinen Traum erfüllen – Das ist mein Traum

                                                                                          Haku in „Naruto“

Die Liebesgeschichte zwischen Avery und Dylan findet in diesem ersten von (derzeit?) zwei Bänden ein Happy End, der Krimiplot ist allerdings noch nicht abgeschlossen – ich gehe aber schwer davon aus, dass dieser im zweiten Band geklärt wird. Wer nicht auf die Übersetzung warten will, der findet das englische Original von Band 2 hier.

Nun denn, warten wir auf die deutsche Fortsetzung oder … 🙂

El Ma
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2860 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 332 Seiten
Verlag: Cursed Verlag (13. Oktober 2016)
Kauf:  hier und hier

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2 Kommentare zu “Buchbesprechung „Ein stachliger Gefährte (Portland Pack 1) – Piper Vaughn & Kenzie Cade

  1. Ich mag keine Gestaltwandlergeschichten oder höchstens sehr selten. Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es entweder um uralte Glitzer-Vampire geht oder jede Menge Wolf-Rangkämpfe und Rudelverhalten thematisiert wird und das interessiert mich einfach nicht. Diese Geschichte hier klingt anders. Vielleicht sollte ich ihr mal eine Chance geben.

    LG Gabi

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  2. Hier gibt es zwar Gestaltwandler und auch ihre Rang- aka Hackordnung, aber eigentlich spielt dieses Thema nur eine nebengeordnete Rolle sprich es dreht sich nicht alles um „dieses“ eine Thema.

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