Buchbesprechung „Mein Herz schlägt in deinem Takt“ – Bettina Kiraly

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Klappentext
Eine neue Liebe kann der alleinerziehende Witwer Tobias momentan absolut nicht gebrauchen – einen guten Freund dagegen schon.
Als er Adrian kennenlernt, den extrovertierten Sänger der Band Crazysofar!, spürt er sofort, dass zwischen ihnen etwas Besonderes ist. Blöd nur, dass Adrian ununterbrochen mit ihm flirtet. Tobias steht schließlich nur auf Frauen – oder?
Nach einem Kuss hadert er mit seinen Gefühlen. Ein Mann an seiner Seite? Viel zu kompliziert. Aber kann man sich auf Dauer etwas verbieten, nach dem das Herz sich so sehr sehnt?

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Manchmal wünschte ich, man könnte Bücher in ihren unterschiedlichen Stadien bewerten, ähnlich der Gliederung eines Aufsatzes mit Einleitung, Hauptteil und Ende. Wenn man dies bei diesem Buch so machen würde, würde ich für Einleitung und große Teile des Hauptteiles glatte 5* vergeben, doch dann wird das Buch immer schneller, Tobias immer wirrer und wankelmütiger – zwischendurch hatte ich echt Angst, ein Schleudertrauma zu bekommen, so schnell hat er seine Meinung und sein Verhalten geändert, so dass ich ab da echt Mühe hatte über der Geschichte zu bleiben und so hat mir das Lesen immer weniger Spaß gemacht.
Manche seiner Entscheidungen waren für mich einfach nicht nachvollziehbar, zumal er nicht mehr Anfang 20 ist und diese eben nicht mehr auf sein Alter hätte schieben können. Er zwar schon viel mitmachen müssen und trägt eine große Verantwortung, aber dennoch… so vogelwild…
So sympathisch er mir am Anfang des Buches war, so sehr hat er dann ab ca. 3/4 des Buches verloren. Dass das ein junger Mann wie Adrian überhaupt mitmacht, spricht für diesen tollen Typ. Er war für mich eigentlich der Fixpunkt und Stabilisator in diesem Buch und hat mich dadurch bei der Stange gehalten. Ein absolutes Highlight aber waren die Kinder :-). Alleine wegen ihnen hat sich das Lesen des Buches gelohnt.

Achtung, jetzt könnte es spoilern…

Ganz große Augen habe ich bekommen, als es um das erste Mal zwischen Tobias und Adrian ging. Ganz ehrlich, ein bisher ausschließlich heterosexuell lebender Mann hat Verkehr mit einem versatilen Partner und ist sogleich der „empfangende“ Part? Nicht im Ernst… Wenn der Partner schon beides praktiziert, dann sollte sich doch der „Neue“ immer erst einmal rantasten dürfen und der „gebende“ Partner sein, denn das kennt er und ist es gewohnt. Aber auch hier war Tobias erst verunsichert und ängstlich und dann gleich voll dabei?  Sorry, hier fehlt mir jegliche Fantasie 😦

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Es tut mir leid – vielleicht bin ich für dieses Buch zu „alt“, zu „kopfgesteuert“, zu pragmatisch – ich weiß es nicht. Da das Leseempfinden aber immer subjektiv ist und ich bei manchen Büchern manchmal gar keine „Wertung“ vornehmen kann, kann ich es hier für mich wirklich „einteilen“. Bis zum „Break“ sind es eindeutige 5*, danach nur noch 3* – macht in der Gesamtsumme ein Schulterzucken und ein „ich weiß nicht“ :-(.

Ich denke, dass viele Leser dieses Buch ganz anders empfinden werden, von daher kann ich nur sagen: versucht es und gebt Rückmeldung, egal auf welcher Plattform, ich bin echt gespannt und werde immer mal wieder danach suchen.

Nur wer sein Gestern und Heute akzeptiert,  kann sein Morgen frei gestalten.
Nur wer los lässt, hat freie Hände die Zukunft zu ergreifen.
                                                                             Autor: unbekannt

 

In diesem Sinne…

El Ma

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 605 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: dead soft verlag (13. Oktober 2016)
Kaufen kann man es hier & hier

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