„Wie ein neues Leben“ – Jay Northcote

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Klappentext
Joels Leben könnte nicht besser sein: Er führt eine glückliche Beziehung mit Dan und mit der Mutter seiner über alles geliebten, dreijährigen Tochter verbindet ihn ein enges Verhältnis. Doch ein tragischer Unfall verändert alles. Als alleinerziehender Vater muss Joel nicht nur den Verlust einer guten Freundin verarbeiten, sondern auch einsehen, dass die Beziehung mit Dan dieser Belastung nicht standhält. Ausgerechnet in dieser dunklen Zeit lernt er Krankenpfleger Liam kennen. Sie fühlen sich einander sofort verbunden, aber Joel zögert. Kann er sich wirklich auf Liam einlassen, nachdem er bereits so viel verloren hat?

Entspricht 256 Romanseiten.

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Immer noch denke ich gerne an diese Geschichte zurück – und das auch noch ein paar Tage nach dem Lesen. Vergessen sind die Tränen aus dem ersten Drittel (und auch die ein paar Kapitel später).

Die (Anfangs-) Protagonisten dieser Geschichte haben eine Lebensplanung entwickelt und erreicht, die mich vor Neid blaß werden ließ. Auch wenn es im realen Leben nicht oft so harmonisch und perfekt aufeinander abgestimmt ist bzw. sein kann, in „Romanzen“ darf, nein sollte es das sein, denn das Leben draußen ist hart genug. Als Joel plötzlich alleine mit seiner Tochter da steht, hat sich ganz selbstverständlich eines ins andere gefügt. Abläufe funktionierten perfekt, die Familie hat „gegriffen“, nur seine Beziehung mit Dan war plötzlich nicht mehr das gelbe vom Ei, so dass irgendwann der Punkt kam, an dem es besser war einen Schlussstrich zu ziehen, als sich weiter mit der „unguten“ Situation zu belasten.

Auch diesen Lebensabschnitt hat Jay Northcote wunderbar rübergebracht, so dass ich beim Lesen selbst den Eindruck hatte, dass diese Trennung nun genau hier so stattfinden muss. Tja, und wie im wirklichen Leben „schauste dann aus wie ein Müllsack, kommt dein Traumtyp um die Ecke“…

Liam ist toll :-), ich will auch einen Liam haben *schmoll*
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Tja, es gibt Geschichten und die darin vorkommenden Protagonisten, die mag man einfach, obwohl es jetzt keine komplett „Heilewelt-Geschichte“ ist (oder vielleicht gerade deswegen?). Wie gesagt, ich habe nicht wenige Tränen vergossen, aber ich habe mich dennoch das komplette Buch über mit und in dieser Geschichte wohl gefühlt.

Manche Entscheidungen Joels empfand ich während des Lesens als unreif, im Nachgang jedoch glaube ich, dass ich vielleicht nicht so sehr viel anders gehandelt hätte. Manchmal ist Flucht die einfachste bzw. sicherste Variante um vermeintlich unbeschadet aus einer Situation herauszukommen. Nur später drüber nachdenken sollte man eher nicht…  Keine Bange, das Happy End kommt und Joel darf endlich sein Leben vorbehaltlos genießen 🙂

Es war mir ein Vergnügen, diese meine erste Geschichte von diesem Autor zu lesen. Ich habe noch einige Originale von Jay Northcote auf meinem Reader liegen, auf die ich ganz heiß wäre. Da aber noch so viele „vergessene“ deutschsprachige eBooks auf dem Reader und ungelesene Bücher im Regal stehen, wird es wohl (m)ein Wunschdenken bleiben, zu hoffen, dass ich die Zeit haben/finden werde, eines davon zeitnah lesen zu können 😦

Die wichtigste Triebkraft für die Verwirklichung unserer Träume ist die Zuversicht.
Helmut Glaßl (*1950), Thüringer Aphoristiker

oder wie man heute sagen würde: gib die Hoffnung nicht auf (irgendwann kommt ein Riesenzeitfenster auf mich zu – ich glaube fest daran *g*)

Bis bald

El Ma

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4 Kommentare zu “„Wie ein neues Leben“ – Jay Northcote

  1. Jay Northcote hat wirklich eine ganz tolle Art zu schreiben und auch die Originale lesen sich so schön und flüssig, dass ich alle seine Bücher nur wärmstens empfehlen kann – wobei ich ausgerechnet „Wie ein neues Leben“ nicht gelesen habe. Einer meiner Lieblingsautoren.

    LG Gabi

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Mein Monatsrückblick 01/2017 – El Ma liest & träumt

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