Andrew Greys „Geschichten aus der Ferne“ Miteinander (1) | Dunkle Wolken (2) | Unruhige Zeiten (3)

Ein weites Land – Miteinander
(Geschichten aus der Ferne 1)

Klappentext
Nach einem Jahr an der Universität gibt Dakota Holden sein Medizinstudium auf und kehrt nach Hause zurück, um die elterliche Ranch zu übernehmen und sich um seinen Vater zu kümmern, der an Multipler Sklerose erkrankt ist. Aus Pflichtgefühl erlaubt sich Dakota nur eine Woche Urlaub im Jahr. Diese verbringt er meist an exotischen Orten und gönnt sich soviel Spaß, wie er nur ertragen kann. Während seines letzten Urlaubs, einer Kreuzfahrt, schließt er mit Phillip Reardon eine Freundschaft, die bald eine wichtige Rolle in Dakotas Leben spielt.

Als Phillip beschließt, Dakotas Einladung zu einem Besuch auf der Ranch anzunehmen, ist Dakota glücklich, ihn wiederzusehen und auch seinen Freund, den Tierarzt Wally Schumacher kennenzulernen, Ungeachtet Wallys Bedürfnis, den Wölfen zu helfen, die von Dakotas Männern gejagt werden, um die Rinder zu schützen, verbindet die beiden bald viel mehr als ein starkes, beiderseitiges erotisches Interesse. Doch irgendwann wird sich entscheiden müssen, ob das Hochland von Wyoming weit genug ist für Dakotas Rinder, Wallys Wölfe und ihre Liebe.

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Ein weites Land – Dunkle Wolken
(Geschichten aus der Ferne 2)

Klappentext
Die benachbarten Farmen der Holdens und Jessups stehen sich alles andere als nachbarschaftlich gegenüber – Jefferson Holden und Kent Jessup hassen sich. Doch trotz des jahrzehntelangen Grolls seines Vaters, kann sich Haven Jessup nicht dazu durchringen, seine Nachbarn zu hassen. Erst recht nicht, nachdem ihn Dakota Holden während eines gewaltigen Sturms bei sich aufnimmt, und er Dakotas Freund, Phillip Reardon, kennenlernt.

Phillip akzeptiert Haven so wie er ist. Als Einziger sieht er hinter die Maske, die Haven benutzt, um sein Verlangen nach Männern zu verstecken. Doch ihre zaghafte Annäherung und ihre heimliche Beziehung stehen unter großem Druck. Sabotierte Zäune, verletzte Tiere, geschmacklose Pläne und Jessups Familiengeheimnisse, bedrohen Havens neu gefundenes Glück und seine Hoffnung auf eine Zukunft mit Phillip.

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Ein weites Land – Unruhige Zeit
(Geschichten aus der Ferne 3)

Klappentext
Liam Southard hätte mit Sicherheit nicht erwartet, von zwei schwulen Ranchern aufgenommen zu werden, als er seinem gewalttätigen Vater endlich entkommen kann. Bald darauf hat er einen neuen Job, eine neue Sicht auf seine Sexualität und ein Leben, das sich in eine neue Richtung wendet. Doch dann zielt jemand mit einer Schusswaffe auf ihn.

Zu Troy Gardeners Verteidigung; er weiß, dass das mit der Waffe ein Fehler war. Nach seiner gescheiterten Ehe lebt er in der abgeschiedenen Jagdhütte seines Onkels. Seine Nerven sind ein wenig angespannt, trotzdem möchte er sich bei Liam entschuldigen. Als er herausfindet, wie viel sie beide gemeinsam haben, möchte er sogar noch mehr. Dann taucht Liams Vater unerwartet bei ihnen auf und eine Bergbaugesellschaft bedroht die Wasserversorgung der Ranch. Das Leben hier wird garantiert nicht langweilig.

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Wie würde man bei uns sagen „a schwierige Woar“ …
Ich mag die Geschichten von Andrew Grey, allerdings nicht immer und zu jeder Zeit. Hier allerdings habe ich direkt nach Santino Hassell, der ja doch relativ schwer und „düster“ schreibt, das „heile Welt“ Szenario von A. Grey gebraucht. Die ersten beiden Bände hatte ich (wie gewohnt …) schon länger auf dem Reader, aber nach dem es ja mit Band 3 dieser Tage eine weitere Folge gab, durften sie ganz nach oben auf den SuB und so habe ich mit einem Schlag nicht nur ein neues, sondern auch zwei ältere Bücher „erledigt“.

Alle drei Geschichten spielen überwiegend auf der Ranch der Holdens, auf der sich im ersten Band Dakota und Wally kennenlernen.

Dakota, ein Bild von einem Cowboy, der für seinen kranken Vater all seine eigenen Pläne aufgegeben hat, lernt bei einem Besuch seines Freundes Philipp den „Städter“ und Tierarzt Wally kennen. Bei beiden ist es Liebe auf den ersten Blick. Allerdings treffen hier auch zwei Welten aufeinander, die Probleme aufwerfen, die man nicht so ohne weiteres lösen kann. Beide Männer müssen lernen, dass es nur funktionieren kann, wenn man aufeinander zugeht und die „Eigenheiten“ und Lebensanschauungen des anderen akzeptiert. Kein leichtes Unterfangen, zumal auch von Dakotas Seite aus die Interessen der Ranch und sein Vater oberste Priorität haben. Wie die beiden ihre Vorstellungen kombinieren, erzählt Andrew Grey in einem ruhigen, harmonischen Erzählstil. Wenn man seine Geschichten kennt, weiß man, dass zuviel Harmonie des Öfteren auch ganz schnell langweilig werden kann. An dieser Kante schrammt er knapp vorbei, so dass man mit „Miteinander“ einen netten Einstieg in eine Serie bekommt, in der es in der englischen Version „Ranch Serie“ mittlerweile bereits 7 Bände gibt.

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Im zweiten Band treffen Dakotas bester Freund Philipp und der Sohn des verfeindeten Nachbarn, Haven Jessup, aufeinander. Auch hier gibt es sofort eine unterschwellige Faszination. Dies kann Philipp für sich allerdings nur schwer einordnen, da er bisher noch nie das Verlangen gespürt hatte, einen Partner und nicht nur einen Kurzzeitlover ohne Ansprüche, haben zu wollen. Wie schwer Havens Leben mit und unter seinem Vater war und ist, erfahren wir im Laufe der Zeit. Der ganz leicht angehauchte Krimipart wird in die „Romanze“ mit eingewebt und erfüllt ihren Zweck.

Viel wichtiger war es für mich zu erfahren, ob Haven es schafft, endlich zu sich selbst zu stehen. Zu sehen, dass er mit Dakota und Wally (und diversen Rancharbeitern auf der Holden Ranch) richtig gute Freunde findet und das Philipp für sich feststellt, was wirklich wichtig im Leben ist.

Auch diese Geschichte ist jetzt nicht der Quell aufregenden Dramas, sondern macht einfach Spaß und garantiert gemütliche Lesestunden.

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Im dritten Teil kommen nun ganz „neue“ Männer auf die Holden Ranch, die sich mittlerweile so vergrößert hat, dass es eine komplett neue „Unternehmensstruktur“ gegeben hat und die Männer, die wir aus den Bänden 1 & 2 schon kennen haben mittlerweile jeder einen festen Aufgabenbereich. Da Wally immer noch als Tierarzt – auch für die anderen Rancher –  tätig ist und ein riesengroßes Herz hat, hat sich sein „Zoo“ noch um einige Exoten erweitert. Das dies manchmal auch schwierig sein kann, aber eben auch Vorteile mit sich bringt, ist ein schöner Nebenstrang, der sich durch alle drei Bände zieht.

Als Liam von den Männern der Holden Ranch gefunden wird, ist er mehr tot als lebendig. Seine Vorgeschichte ist hart, wird aber nicht allzu sehr dramatisiert. Nach seiner Regeneration kann er auf der Ranch bleiben und bekommt ein eigenes Aufgabengebiet, was für sein Selbstwertgefühl unglaublich wichtig ist. Als er auf Troy Gardener trifft, für den die Welt nur noch düster ist, treffen zwei Welten aufeinander – jede fasziniert von der anderen. Liam fand ich toll. So wie er sein Schicksal angenommen hat und damit umgeht – Respekt!

Tja, und dann gibt es Troy, erst vor kurzem aus dem Schrank raus, ein vor Selbstvorwürfen erschütterter Mann, den ich zu gerne ab und zu in den Allerwertesten getreten hätte. Aber auch er ist lernfähig ;-).
Auch in dieser Geschichte gibt es ein wenig Drama, in welchem Troy sein früheres Leben nützlich ist und er seinen Weg in die Gemeinschaft der Ranch findet.
Allerdings wird mir persönlich eben genau dieser Part, in dem Troy der Ranch weiterhilft, viel zu oberflächlich behandelt. Ein paar geheimnisvolle Anrufe hier, eine erwähnte Sitzung da und alles ist gut. Mir persönlich war das zu wenig – sorry.

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Ja, da wäre ich dann wieder mit der „schwierigen Woar“.
Es sind alles nette Geschichten für ruhige Stunden. Es gibt in jedem Teil einen „Drama“-Anteil, der für mich leider immer nur kurz abgehandelt wird und daher nicht wirklich befriedigend ist. In jedem Buch hat ein Protagonist sein Päckchen zu tragen, für mich hätte dieses aber durchaus etwas mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt. Dafür etwas weniger „Kosenamen“ für die harten Kerle und gut wär’s *g*.
Wären die einzelnen Charaktere nicht so tolle Typen, die die Geschichten – jede für sich – rausreißen, würde ich sagen: „Nix für mich“. Da aber das Lesen der „Beziehungskisten“ wirklich Spaß macht, sagen ich „ganz ok“ und ich möchte gerne wissen, wie es mit den Jungs und auf der Großranch weitergeht und wer noch alles auf Dakota, Wally, Haven & Philipp zukommt.

Jetzt lese ich das Review zum X-ten Mal durch und finde immer noch, dass es nicht Fisch und nicht Fleisch ist – ok, passt zu den Büchern 😉 macht mich aber nicht wirklich glücklich …

Bis bald,

El Ma

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Ein Kommentar zu “Andrew Greys „Geschichten aus der Ferne“ Miteinander (1) | Dunkle Wolken (2) | Unruhige Zeiten (3)

  1. Doch, doch, ich denke, es kommt bei Deiner Rezension schon ziemlich gut rüber, dass die einzelnen Episoden sich schon gut lesen lassen und auch unterhaltsam sind, aber wie Fast Food auch schnell verdaut und nicht besonders nachhaltig auch nichts Dauerhaftes bei einem zurücklassen. Das empfinde ich bei Andrew Greys Büchern schon regelmäßig und oft ist mir das einfach zu wenig, aber manchmal ist es genau das, wonach mir lesetechnisch ist.
    Wie Du selbst schon als passendes Beispiel angeführt hast, nach Santino Hassells Büchern ist mir ein derartiges Gegengewicht schon manchmal ganz recht. Gut zu wissen, wo man das dann finden kann!

    LG Gabi

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