„Payback“ – John Inman

Klappentext
Als Tyler Powells Leben von einem furchtbaren Verbrechen erschüttert wird, sehnt er sich nach Rache. Während er sich bemüht, die Trümmer seiner Existenz zusammenzusetzen, kann er kaum an etwas anderes denken. Rache.

Wird er diesem Verlangen nachgeben und zu dem werden, was er am meisten hasst? Zu einem Mörder?

Erst mit Hilfe von Detective Christian Martin, der in Tylers Fall ermittelt, sieht er die Möglichkeit eines neuen Lebens – durch die verblüffende Enthüllung einer Liebe, mit der Tyler niemals wieder gerechnet hatte.

Wird es ihm gelingen, diese Liebe in sein Leben zu lassen, oder ist es bereits zu spät? Ist Rache ihm wichtiger als sein Glück – und das Glück des Mannes, der ihn liebt? Auch wenn Tyler entschlossen ist, seinen Rachedurst zu stillen, ohne dabei jede Hoffnung auf eine Zukunft mit Christian zu opfern, weiß er, dass es sich um ein schweres oder gar unmögliches Unterfangen handelt. Möglicherweise wird er am Ende gezwungen sein, eine unerträgliche Entscheidung zu treffen.

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Jetzt weiß ich wieder, warum ich eigentlich keine Krimis lese …  Ich heule … ich heule eigentlich permanent während ich sie lese.

Kein Mensch soll das erleben müssen, was Tyler durchgemacht hat. Ob ich das so nachvollziehen kann, dass er Rache will – ja, durchaus. Wenn ich jetzt mehr ins Detail gehe, spoilere ich und zwar so sehr, dass ich es lieber lasse … naja, nicht so ganz … ein bisschen muss ich 😉  Die Art und Weise, wie Tyler seinen Partner genau an ihrem Jahrestag verliert, möchte man sich gar nicht vorstellen. Sogar jetzt beim Schreiben steigen mir gerade wieder die Tränen hoch. Seine Reaktion danach kann man mehr als gut nachvollziehen. John Inman hat mit den Reaktionen Tyler’s den „typischen“ Mann aus amerikanischen Filmen nachgezeichnet – inkl. aller Gedankengänge, die (so glaube ich) jedem von uns in dieser Situation durch den Kopf gehen würden. Ob man sie allerdings so ausleben muss, lassen wir mal dahin gestellt. Wie gesagt, nachvollziehbar sind sie durchaus.

Vom ersten Moment an merkt der Leser, dass da was ist zwischen Christian und Tyler. Und auch hier kann man Tylers Emotionen und Gedanken mehr als nachvollziehen – ist es angebracht, so kurz nach diesem tragischen Verlust schon wieder etwas für einen anderen Menschen zu empfinden? Sind diese Empfindungen echt oder nur der Situation geschuldet? und und und … Man merkt, dass man als Mensch wirklich in Konventionen gefangen ist und nicht mehr (was des Öfteren auch durchaus gut ist) nach seinem Gefühl handelt und diesem nachgibt.

Die Geschichte ist sehr emotional, in sich schlüssig und für mich inkl. des Showdowns und der Reaktion von Christian – wenn auch rechtlich nicht korrekt, so doch – mehr als nachvollziehbar und beim Lesen der Passage von mir mit einem verständnisvollen Nicken abgesegnet worden.

Da ich nicht so oft Krimis lese, kann ich nicht beurteilen, ob diese Geschichte für den klassischen Krimi-Fan gut oder schlecht ist. Mir hat sie gefallen, sie war mir in den romantischen Teilen manchmal einen Ticken zu schnell – obwohl Tyler länger mit sich hadert, ob er sich schon wieder auf einen neuen Mann einlassen kann/darf/soll (ich sage nur Konventionen …) – aber was weiß ich schon, wie man nach einem solchen Schicksalschlag reagiert (Gott sei Dank) und wie sich in bzw. nach einem Schockzustand Gefühle entwickeln. Aber da es ja in der Hauptsache ein Krimiplot mit hohem Romantikfaktor (oder andersrum?) ist und jeder Mensch anders agiert und reagiert, ist es gut so, wie es ist.

John Inman bringt das zwischenmenschliche Element sehr gut rüber. Man kann die Gefühle der Protagonisten (egal in welcher Szene) wirklich gut nachvollziehen, so dass man von der Geschichte „festgehalten“ wird. Dies brachte mir nicht nur einen tränenreichen Abend, sondern auch eine sehr schlafarme Nacht ein. Die Reaktionen der Protagonisten konnte ich zu 99% gut nachvollziehen und das ist mehr, als bei vielen anderen Büchern, die ich schon gelesen habe.

Wie gesagt, ich bin kein Krimispezialist, aber mir hat die Geschichte sehr, sehr gut gefallen 🙂 und ich kann sie euch wärmstens empfehlen.

Ich habe bisher noch keine weiteren Bücher von John Inman gelesen, aber mit diesem Buch könnte er den Beginn einer wunderbaren „Leser/Autor – Freundschaft“ gelegt haben :-).

Weitere Reviews zu dem Buch findet ihr bei Sabrina, in Mattys Schmöckerecke und bei Gaylesen.

Bis bald,

El Ma

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Ein Kommentar zu “„Payback“ – John Inman

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