„Tom“ – Mary R. Smith

Tom und Hayato führen seit Jahren eine sehr harmonische Beziehung, die getragen wird von Liebe und Respekt. Tom vertraut seinem Ehemann und überzeugt ihn davon, den Platz seines erst kürzlich verstorbenen Vaters einzunehmen und mit seiner Mutter auf Kreuzfahrt zu gehen.

Während Hayatos Abwesenheit trifft er auf einen alten Bekannten, der ihm ein interessantes Angebot macht. Nach kurzem Zögern geht er darauf ein, nichts ahnend, dass in dieser Nacht etwas geschieht, das sein Leben aus der Bahn wirft und ihn an den Rand der Verzweiflung treibt sowie eine Verkettung unglücklicher Umstände nach sich zieht.

Info: 106.000 Wörter; 440 TB-Seiten

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ich bin durch …
… mit dem Buch und mit den Nerven 😉

Mit den Vorgängerbänden (meine Reviews hierzu findet ihr für „Carl I“ hier, für „Carl II“ hier, für „Will(iam)“ hier und für „Lorenzo“ hier)  aus der Serie der „Londoner Jungs“ hat Mary R. Smith die Messlatte für Tom verdammt hoch gehängt.

Folgende Lesereihenfolge wäre zu empfehlen:
1. Carl
2. Lorenzo (optional – hier taucht Will das erste Mal auf)
3. Will (optional – weil die beiden ja eher nebensächlich sind)
4. Carl II
5. Carl – wie es begann (könnte theoretisch auch vor Carl gelesen werden … aber ist ja eher ein Bonus )
6. Tom

und nein, das soll jetzt keine Verkaufsplattform sein, aber mir hilft es immer, dass wenn ich eine Serie vor mir habe, ich weiß, in welcher Reihenfolge ich sie lesen sollte, damit eins ins andere greift und somit ist auch für die Zukunft für meine grauen Zellen vorgesorgt.

*****

Nun aber wirklich zu Tom, denn um ihn geht es ja schließlich 😀

Tom war in den vergangenen Bänden immer der stets freundliche, hilfsbereite und gut gelaunte beste Freund von Carl. Als das Leben „nicht besonders nett“ zu Carl war, war er (aber auch der restliche Freundeskreis) immer da, um zu helfen, zu unterstützen, zu trösten und wieder aufzubauen.

Tom so am Boden zu sehen, war jetzt nicht unbedingt das, was ich von dem Sonnenscheinchen lesen wollte. Es erschreckt mich immer, wenn solch vermeintlich starke Menschen so zusammenbrechen und dann auch noch völlig irrational reagieren. So wollte ich Tom wirklich nicht näher kennenlernen …
Die Zeit, in der Hayato mit seiner Mutter auf Kreuzfahrt geht, deckt Seiten von Tom auf, die so nicht einmal seine Freunde von ihm kannten. Mit Menschen, die mit ihrer freien Zeit Probleme haben, da sie nicht wissen, was man damit anfangen soll … tststs … habe ich auch im „realen Leben“ so meine Probleme –  und das was Tom tut, ist wahrlich keine Lösung …

Hayato wollte ja erst nicht mit seiner Mutter auf Kreuzfahrt gehen, aber Tom hat ihn davon überzeugt, es doch zu tun. Als es während der Reise zur Katastrophe kommt, bricht für Tom (s)eine Welt zusammen, da diese sich komplett um Hayato dreht. In seinem geistigen Hamsterrad gefangen, begeht er einen folgenschweren Fehler, der einen Rattenschwanz an Reaktionen nach sich zieht.

Zu sehen, wie schnell Tom ganz nach unten abzusacken droht, hat mir in der Seele weh getan. Dazu noch ein ebenfalls traumatisierter Hayato und keiner reagiert mehr so, wie er im „Normalzustand“ reagiert hätte.

Keine Bange, alles wird gut, der Weg dahin ist allerdings beschwerlich für Tom. Zu merken, dass seine Freunde nicht für alle seine Ausrutscher Verständnis aufbringen, aber dennoch für ihn da sind, hilft ihm durch diese schwere Zeit hindurch. Er muss viel dafür tun, dass alles wieder „gut“ wird und man davon träumen kann, dass wir den „alten“ Tom wieder zurückbekommen. Aber auch Hayato hat mit den ganzen Vorkommnissen zu kämpfen und tut sich schwer damit, schnell wieder auf Tom zuzugehen.

In dieser Zeit erfährt man viel über Tom und Hayato, über Vergangenes, gemeinsame Wünsche und Ziele. In der Zeit ohne Hayato hat Tom mit einigen Blackouts fertig zu werden, über die man dann so nach und nach auch noch einiges erfährt und bei denen  ein Typ namens Eric, eine nicht zu kleine Rolle in dem ganzen Wirrwarr spielt. Es stellt sich heraus, dass dieser ein richtig netter Kerl ist, der es nicht verdient hat, als der böse Buhmann hingestellt zu werden (wer die Bücher von Mary R. Smith kennt, wird sich sicher an Eric erinnern. Wir haben ihn ja bei Will schon mal „getroffen“).
Ich fand ihn auf jeden Fall so sympathisch und nett, dass ich mir für ihn gut eine eigene Geschichte vorstellen kann. Denn so wie ich ihn in diesem Buch kennengelernt habe, hat auch er einen tollen Partner verdient 😀.

Und obwohl die eine oder andere Träne bei Toms Geschichte geflossen ist, kam sie für mich nicht ganz an die vorangegangenen Geschichten heran – aber dies sind Nuancen und haben dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Indiz dafür ist, dass neben dem eBook demnächst auch noch das TB bei mir einziehen darf.
Zudem hoffe ich auf weitere Geschichten aus dem Londoner Universum denn noch ist meiner Meinung nach auch die Geschichte von Tom & Hayato (bezüglich ihrer Wünsche und Hoffnungen) noch nicht zu Ende erzählt und wie gesagt, Eric gibt’s ja auch noch (jahaa, ich wiederhole mich, aber vielleicht hat es ja irgendjemand noch nicht mitbekommen 😉).

In diesem Sinne,

bis bald

El Ma

Kaufen könnt ihr das Buch hier  |  mehr zur Autorin findet ihr hier

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