„Die Liebe und der Mut zum Leben“ – Rick R. Reed

Klappentext
Der Lehrer Dane Bernard ist ein sanfter Riese, der an der Summitville Highschool von allen geliebt wird. Er hat eine wunderschöne Frau und zwei Kinder und versteht sich mit seinen Kollegen ebenso gut wie mit den Schülern. Aber Dane hat auch ein Geheimnis, das er wahrscheinlich niemals lüften wird – Dane ist schwul.

Als er unerwartet seine Frau verliert, stellt er sich seinem Geheimnis. Ein neuer Lehrer, Seth Wolcott, weckt Danes Interesse. Auch Seth ist auf der Suche nach einem neuen Anfang. Er hat eine Trennung hinter sich und ist nach Summitville gekommen, um seine Wunden zu lecken. Eine neue Beziehung einzugehen, gehört nicht zu seinem Plan. Doch als er an seinem ersten Arbeitstag an der neuen Schule Dane begegnet, fühlt Seth sich sofort zu ihm hingezogen.

Während die beiden Männer einen Tanz um Selbstfindung und neue Liebe beginnen, müssen sie dem schwulen Schüler Truman beistehen, der von seinen Mitschülern gehänselt und schikaniert wird. Truman ist ‚out and proud‘, eine Tatsache, die an ihrer Kleinstadtschule nicht bei allen auf Gegenliebe stößt. Dane und Seth versuchen, Truman dabei zu helfen, mit seinen Problemen besser umzugehen und sich selbst lieben zu lernen. Gemeinsam lernen sie lebensverändernde Lektionen über Selbstfindung, Akzeptanz, zerbrochene und neue Liebe.

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Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie das ist, wenn man sich ein ganzes Jahr auf eine Auszeit freut, sie plant und auch alles so ist, wie man es erzählt bekommt und auf Bildern gesehen hat und dennoch kommt man danach in den Alltag zurück und fragt sich, ob es das jetzt gewesen ist. Man kann dieses Gefühl nicht wirklich festmachen, es war schön, stimmig – bis auf ein paar Kleinigkeiten und dennoch entsprach es nicht dem, was man sich so ausgemalt hat.

Es fällt mir wirklich schwer, dieses Buch zu renzensieren, denn es ist eine wirklich gute Geschichte. Ich schiebe das Original seit seinem Erscheinungstag vor mit her und habe mich riesig über die Neuigkeit, dass es übersetzt wird, gefreut.

Gleich zu Beginn saß ich dann allerdings da und mir entkam ein fragendes „Häh“ (und das ist sicherlich wieder nur (m)ein persönliches Problem), denn es wird sich in der deutschen Übersetzung immer und sofort bei der ersten Begegnung geduzt. Dies mag ja im englischen Sprachgebrauch gang und gäbe sein, hier in Deutschland halt leider nicht, so dass ich hier schon etwas erstaunt war.

Danes Weg der Selbstfindung ist schlüssig erzählt und mit viel richtig gutem sozialen Hintergrund „gefüttert“ und dennoch wurde ich mit ihm nicht wirklich warm. Auch Seth ist nett, attraktiv und menschlich einfach ein „feiner Kerl“, aber auch er war für mich jetzt nicht DER große „Held“ in diesem Buch. Dies, und das hat die Geschichte für mich gerettet, war der eigentlich Nebenprotagonist, Truman. Er war für mich der rote Faden in der Geschichte, der dem Ganzen ein wenig Tiefe, Farbe (teilweise im wahrsten Sinne des Wortes 😉 ) und Schwung gegeben hat.

Wie gesagt, ich kann nicht sagen, ob es an meiner (vielleicht) übersteigerten Erwartungshaltung zu diesem Buch lag oder ob die Geschichte (ohne Truman) rein um die beiden Hauptcharaktere wirklich so „blutleer“ war, auf jeden Fall, kam sie bei mir so an. Wie man aber auch weiß …

Gespannte Erwartung wird selten befriedigt
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

Mein erster Gedanke, als ich das Buch zu Ende gelesen hatte, war, dass ich gerne viel viel mehr über Truman erfahren hätte und es für mich vielleicht eher seine Geschichte hätte werden können, mit Dane und Seth in den Nebenrollen …

An Enttäuschungen enttäuscht am meisten,
daß man fast immer selber daran schuld ist.

© peter e. schumacher (1941 – 2013),

… wie wahr, wie wahr 😞.

Mein Fazit: „Die Liebe und der Mut zum Leben“ ist ein nettes, durchaus liebevoll geschriebenes Buch, das man lesen kann. Dane und Seth haben ihre Geschichte erzählt und damit ist es auch gut. Neugierig bin ich jetzt aber auf Truman – und zwar sehr *g*. Vielleicht kommt da ja noch was … frei nach dem Motto „Die Hoffnung stirbt zuletzt“.

Bis bald,

El Ma

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Ein Kommentar zu “„Die Liebe und der Mut zum Leben“ – Rick R. Reed

  1. Ja, auch ich bin froh, das ich mit meiner Rezi nicht allein dastehe. Wobei ich mir nach 5 Jahren als Blogger aber auch kein Gedanken darüber mache, ob anderen meine Meinung aufstößt. Meine Meinung ist meine Meinung. Wirst du bei FB, wo wir uns ja jetzt auch schon häufig gelesen haben, sicher auch noch mitbekommen. (Wie sind beide bei den Dreamreaders) Allerdings bin ich dort mit meinem Realname 🙂

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