„Die zweite Ernte“ (Men of Lancaster County #1) – Eli Easton

Klappentext
David Fisher hat sein ganzes Leben lang nach den Regeln gespielt. Er wurde in eine Mennoniten-Familie hineingeboren, deshalb hat er stets seinem Vater gehorcht, die Familienfarm übernommen, geheiratet und wurde Vater zweier Kinder. Jetzt sind seine beiden Kinder im College, seine Frau ist verstorben und er führt die Farm allein und ohne Freude, dabei zählt er die Tage seines nur halb gelebten Lebens.

Christie Landon, Grafikdesigner, Manhattaner und schwuler Partyboy aus Leidenschaft, braucht eine Veränderung. Jetzt ist er dreißig und findet, dass es an der Zeit ist, erwachsen zu werden und an seine Zukunft zu denken. Als sein bester Freund eine Überdosis nimmt, beschließt Christie, die Stadt für eine Weile zu verlassen. Er macht sich auf den Weg zu einem kleinen Haus in Lancaster County, Pennsylvania, um sich zu erholen und nachzudenken.

Aber das Leben auf dem Land ist langweilig, abgesehen von dem attraktiven Silberfuchs, der nebenan wohnt. Um seine kreative Seite beim Kochen auszuleben, beschließt Christie, an seinen verwitweten Nachbarn heranzutreten, um sich die Mahlzeiten und die Kosten für die Einkäufe zu teilen. David ist einverstanden und schnell stellen die ungleichen Männer fest, dass sie gern Zeit miteinander verbringen.

Christie fordert David heraus, über die Grenzen seiner Welt hinauszudenken und weckt Gefühle, die lange vergessen schienen. Wenn David sich von der Vergangenheit befreien kann, erhält er vielleicht eine zweite Chance auf sein Glück.

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Auch dieses Buch hatte ich bereits im Original auf meinem Reader liegen, weil mich damals der Klappentext förmlich angesprungen hat. Jedoch, wie es immer so ist, schiebe ich die englischen Bücher vor mir her, da das Lesen einfach immer noch länger dauert, als bei einem deutschen Text. Es ist ja auch nicht so, dass nicht genügend deutschsprachige Bücher auf meinem Reader wären, die dann immer wieder den Vortritt bekommen.
Wie es dann halt so ist, man nimmt das „Buch“ immer wieder in die Hand und will anfangen und wieder kommt was dazwischen. Tja, das macht man so lange, bis eben dann die Übersetzung da ist …

Nun denn, kaum war die deutsche Übersetzung auf dem Reader, habe ich mich hingesetzt, das Lesen begonnen und nicht mehr aufgehört.
Um ehrlich zu sein, kam ich etwas langsam in die Geschichte rein. Irgendwie war ich wohl total auf David fixiert und musste mich erst einmal zurechtfinden, dass es die Story mit Christie los ging (da war wieder mein Problem mit der Erwartungshaltung 😳).

Christie lebt in New York, mit allem was dazugehört. Er ist erfolgreich im Beruf, kann sich sein Leben leisten, hat einen besten Freund, mit dem er um die Häuser zieht und und und … Eigentlich doch ein perfektes Leben – oder doch nicht? Erst als ein Partyabend wirklich unschön endet, wachen beide auf und merken, dass eben doch nicht alles Gold ist, was glänzt.

Nach diesem Schreck ist Christies Welt erst einmal in den Grundfesten erschüttert, aber da er sich eh um das Haus sein verstorbenen Tante kümmern muss,  zieht er aufs Land, um sich und und sein Leben zu überdenken und trifft hierbei auf David.

Da Christie gut und gerne kocht und sich damit auch wunderbar Zeit totschlagen lässt, macht er seinem Nachbarn ein Angebot, dass dieser nicht abschlagen kann. David ist eine Seele von einem Menschen, der in seinem bisherigen Leben immer nur für andere da war und das getan hat, was von ihm erwartet wurde. Er selbst stand immer hintenan. Als nun der neue Nachbar vor der Tür steht und ihm den Vorschlag mit der „Essensversorgung“ macht, ist David zwar erst skeptisch, dann aber sehr enthusiastisch dabei. Denn Christie kocht nicht nur Hausmannskost in Form von Fleisch, Kartoffeln und Bohnen, nein, er kocht auch „fremdländisch“ und ausgefallen 😀

David hat ein Hobby, er liest leidenschaftlich „National Geographic“ und war dadurch schon in vielen, vielen Ländern unterwegs. Nicht dass er irgendetwas davon persönlich kennen würde, aber neugierig auf das „Neue“ ist er schon und das in jeder Hinsicht …

„Morgen Abend würde er essen wie die Leute in diesem Artikel.
Er würde in Marokko essen.“
                                  Pos. 823

Es ist schön, dabei zuzusehen, wie sich die beiden Männer annähern, wie sie sich langsam aufeinander zubewegen und sich auf die „Geschichte“ einlassen. Dieses sich kennenlernen und herantasten bringt Eli Easton wunderbar rüber. Es ist eine ruhige Geschichte, die aber keinesfalls langweilig oder langatmig ist. Zu sehen, wie sich David langsam emanzipiert und lernt für sich selbst einzustehen, ist wunderbar. Zeitgleich merkt man, wie Christie sich langsam erdet, wie er bei sich selbst ankommt und sieht, dass sein altes Leben nicht das Nonplusultra gewesen ist, für das er es immer gehalten hat.

Die beiden haben Spaß zusammen, egal ob draußen an der frischen Luft, im Stall und auch Nachts (nein, sie haben nicht überall Sex, sie verbringen auch einfach „nur“ Zeit miteinander).

Aber auch dieses von Harmonie geprägte Leben hat „dunkle Seiten“. Die mennonitische Gemeinde ist streng religiös, meint für jeden nur das Beste zu wollen und macht dadurch David’s Leben nicht unbedingt leichter. Als dann auch noch rauskommt, dass sich die beiden Männer mehr als nur gut verstehen, wird’s nochmal richtig heikel.

Glücklich, wer mit den Verhältnissen zu brechen versteht,
ehe sie ihn
 
gebrochen haben!
Franz von Liszt

Trotz aller Widerstände und guter Ratschläge bekommen die beiden Männer von Eli Easton das Happy End, das sie sich verdient haben.
Ich habe mich jedenfalls am Ende mit einem glücklichen Lächeln zurückgelehnt und bin zufrieden und entspannt ins Bett 😉.

Bis bald,

El Ma

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Ein Kommentar zu “„Die zweite Ernte“ (Men of Lancaster County #1) – Eli Easton

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