„fels“ – Anyta Sunday

Klappentext
Vulkanisch.
Als sich Coopers Eltern scheiden lassen, zerbricht seine Welt – und plötzlich ist er in der einen Woche bei seiner Mutter und in der nächsten bei seinem Vater.
Aber sein Vater ist nicht der Einzige, mit dem er klarkommen muss: Da ist auch noch Lila, die andere Frau, die ihm den Boden unter Füßen weggezogen hat.
Und dann…
Gibt es noch Jace. Lilas Sohn. Lilas eingebildeten Sohn, dessen Augen so blau leuchten wie hochgewürgte Fischschuppen.
Cooper will seine alte Familie zurück haben, aber etwas an diesem Jungen sagt ihm, dass nichts wieder so sein wird, wie zuvor.

Sedimentär.
Cooper und Jace’ neues gemeinsames Leben beginnt holprig, aber mit der Zeit knüpfen sie etwas Neues. Eine enge… Freundschaft.
Denn mehr als das darf es zwischen ihnen nicht geben. Obwohl sie keine echten Brüder sind. Wenn man’s genau nimmt, sind sie ja noch nicht einmal Stiefbrüder…

Gestaltverändernd.
Aber was geschieht mit Freunden unter der felsenschweren Last, die das Leben ihnen auferlegt?
Die das Herz ihnen auferlegt?
***
„fels“ folgt der Geschichte von Cooper und Jace über 15 Jahre lang, und erzählt dabei von Familien, die zerbrechen und neu zusammengefügt werden, vom Erwachsenwerden, von Trauer und Neuanfang, vom Loslassen und Ankommen, von Freundschaft und Liebe.
Ein schwuler Liebesroman, der bewegt.

                                                                   ***
Deutsche Fassung des Bestsellers „rock“ von Anyta Sunday.

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Es gab schon so einige Bücher, die mich ziemlich wortlos zurückgelassen haben, dass ich sprachlos nach einem war, ist mir noch nicht so oft passiert. Dieses Buch hat mich eine schlaflose Nacht gekostet (ausgerechnet die von Sonntag auf Montag) und ich habe nicht eine einzige Minute davon bereut.

obsidian-505332_640Die Geschichte wird aus der Sicht von Cooper erzählt und schildert seine Beweggründe und Gedankenspiele wirklich gut und auch nachvollziehbar. Nicht nur einmal war ich emotional so berührt, dass mir beim Lesen die Tränen heruntergelaufen sind. Obwohl man weiß, dass es um das Leben von Teenagern geht, fühlt man mit ihnen und zwar so, dass man das Buch nicht wirklich aus der Hand legen will, da man das Gefühl hat, es könnte etwas passieren und man wäre nicht dabei.

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(c) Robert Lavinsky

Der Klappentext sagt viel über den Inhalt des Buches aus, ohne allzuviel zu verraten (auch das ist eine Kunst). Man verfolgt nicht nur Coopers Leben über 15 Jahre, nein, auch das der ganzen Familie und den Freunden. Jede Situation ist so dargestellt, dass man wirklich das Gefühl hat, dabei zu sein. „fels“ ist ein Buch, auf das man sich einlassen soll und muss. Bei mir ist das soweit gegangen, dass ich bei manchen Szenen gerne noch viel tiefer eingetaucht wäre. Dies soll jetzt allerdings keine Kritik sein, sondern einfach nur zeigen, wie fest mich das Buch im Griff hatte.

amethyst-2054918_640Ich werde auch zukünftig sicher kein großer Fan von YA-Büchern werden. Aber sicherlich ein großer Fan der Bücher von Anyta Sunday :-). Nach „Verzettelt“ (ein leichtes, unkompliziertes Buch), „500 Küsse“ (locker, flockig und gut zu lesen) und „Experimentier Mit Mir: Taboo For You“ (ein klasse Buch – wobei mich der Titel schon erst einmal verwirrt hat), ist „fels“ die vierte Geschichte von ihr und wird mit Sicherheit nicht die letzte gewesen sein.

Native_gold_nuggetsEinen klitzekleine Anmerkung habe ich dann aber doch noch (Achtung, jetzt kommt jammern auf allerhöchstem Niveau) und zwar zum Ende … Es passt, dies gleich vorneweg. Es kam für mich, so wie es kam, nur etwas unverhofft und mir einen Ticken zu schnell, da die Geschichte sonst sehr viel detaillierte Facetten aufweist. Es passte aber dann aber auch wieder, da der Augenmerk der Geschichte für mich in der Entwicklung der Protagonisten liegt und nicht auf dem „Endergebnis“. Es ist einfach schön, über diesen langen Zeitraum mitzubekommen, welche Wege die einzelnen Personen nehmen. Bei einigen Nebenprotagonisten wurde noch das eine oder andere Thema angeschnitten, dass dann etwas „kurz“ kam bzw. nicht näher erläutert wurde, aber auch dies wäre bei einem „normalen, oberflächlichen“ Buch noch nicht einmal eine Erwähnung wert. Bei „fels“ sind es aber genau diese kleinen Details, die für mich das Liebens- und Lesenswerte ausmachen.

(c) Andrew Sullivan

„fels“ ist auf jeden Fall ein Buch, das zeitnah ein re-reading erfahren wird. Das TB ist bereits bestellt und darf ins Regal :-). Jetzt hoffe ich auf eine zeitnahe Übersetzung von „nest“ 💜.

 

Bis bald,

El Ma

 

Info:  mit Klick auf das einzelne Bild, kommt ihr auf die jeweilige Bildbezugsquelle

Kaufen kann man das Buch hier & im englischen Original hier  |  mehr zur Autorin gibt es hier

 

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Ein Kommentar zu “„fels“ – Anyta Sunday

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