Mal schnell und kurz so zwischendurch … (Ein waschechter Cowboy – B.G. Thomas)

„Ein waschechter Cowboy“ – B.G. Thomas

Klappentext
Bryan hat schon sein ganzes Leben lang heiße Fantasien von Cowboys. Er zieht sich sogar, wie sein Mitbewohner es nennt, ein „Cowboykostüm“ an, wenn er in seinen Lieblingsclub geht, in der Hoffnung, die Aufmerksamkeit eines echten Cowboys auf sich zu ziehen. Dann lädt ihn Curtis auf ein Bier ein, und Bryan zweifelt keinen Augenblick daran, dass er ein richtiges Original ist. Doch können sie mehr aus einer Nacht voll unglaublichem Sex machen, sobald Bryan Curtis gegenüber zugibt, dass das einzige Pferd, auf dem er je geritten ist, ein Pony auf einer Geburtstagsfeier war?

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Jetzt beim Schreiben des Reviews fällt es mir echt schwer, diese Kurzgeschichte zu „bewerten“. Sie ist nett, schnell erzählt und trotzdem liebenswürdig.

Zu Beginn dachte ich erst, wie naiv Bryan doch ist. Ich war mir nicht sicher, ob er nur ein Träumer oder doch nur ein bisschen naiv ist. Als dann jedoch so „langsam“ seine wilden Jugenderlebnisse hochkamen (hier musste ich erstmal richtig herzhaft lachen, habe mich aber gefreut, dass er vernünftiger geworden ist), wurde er für mich greifbarer und seine „Gedanken“ für mich verständlicher. Er ist eine ehrliche Haut. Er hat aus der Vergangenheit gelernt, lebt aber dennoch seinen Traum und hofft auf seinen Mr. Right. Als er dann mit Curtis tatsächlich einen Cowboy kennenlernt, muss er für sich klären, ob er bei der Wahrheit bleibt oder in seinem Traum weiterlebt und vielleicht alles verspielt.

Gefühlt nimmt diese eine „erste“ Nacht ein viertel des Buches ein. Sie ist heiß, ohne Frage. Wie B.G. Thomas es geschafft hat, in die 54 Seiten (abzüglich der heißen Nacht) all die Informationen, Gefühle und Geschehnisse zu packen, ist mir ein Rätsel, aber er hat es wirklich gut gemacht. Als ich die Geschichte beendet hatte, war mein erster Gedanke „und das war’s jetzt“? Jetzt hier beim Schreiben und Zusammenfassen überlege ich wirklich, ob bzw. was mir gefehlt hat.
Außer der Tiefe, die eine Novelle vielleicht hätte entwickeln können, fällt mir nicht viel ein. Es gibt witzige, aber auch liebevolle Dialoge. Die beiden Männer erleben so einiges miteinander, sie gehen aufeinander zu und erkennen, dass das, was sie haben mehr werden könnte. Bryan darf in einer netten Szene einen seiner Träume ausleben und Curtis lässt in Stück für Stück in sein Leben.

Mir hat dieses Buch die Mittagspause versüßt, auch wenn ich immer noch nicht weiß, wie glücklich ich damit bin, gut unterhalten war ich auf jeden Fall. Viel wichtiger ist allerdings, dass Bryan glücklich ist und das schafft Curtis 🙂

Bis bald,

El Ma

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Liebe auf Bewährung (Das Recht auf Liebe 1) – BA Tortuga

Klappentext
Buch 1 in der Serie – Das Recht auf Liebe

Es heißt, ein Mann könne immer nach Hause zurückkommen. Daher kehrt Sage Redding nach einer schwierigen Zeit zurück auf die Familienranch im nordöstlichen Texas, um seinem kranken Vater beim Training der Westernpferde zu helfen.

Adam (Win) Winchester ist ein Polizist auf dem Land und der Cousin eines der Opfer, die bei dem Vorfall, für den Sage fast ein Jahrzehnt im Gefängnis verbracht hat, getötet wurden. Während Adams Onkel, Jim und Teddy, fest entschlossen sind, Sage und die gesamte Reddingfamilie für ihren Verlust büßen zu lassen, ist Adam der Meinung, dass Sage seine Schuld beglichen hat und vielleicht einen Freund braucht. Möglicherweise braucht er ja jemanden, der mehr als ein Freund ist. Genau genommen setzt Adam darauf.

Niemand streitet ab, dass Sage ein Ex-Knacki ist, der wegen Totschlags im Gefängnis gesessen hat. Aus Liebe zu seinem Vater ist er zurückgekehrt, obwohl er weiß, dass es wahrscheinlich schlecht für ihn laufen wird. Ein Mann kann vielleicht immer nach Hause zurückkommen, schafft es aber möglicherweise nicht, zu bleiben.

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„Liebe auf Bewährung“ ist das erste Buch, das ich von BA Tortuga gelesen habe und mir hat es richtig gut gefallen, auch wenn es emotional kein ganz einfaches Buch für mich war. Am liebsten hätte ich Sage unter meine Fittiche genommen und vor allem, was da so kam, beschützt.
Wenn Geschichten – und nein, es ist meiner Meinung nach kein typischer Western -, die auf dem „Land“ spielen, immer in dieser Qualität geschrieben würden, dann wäre ich schon längst ein großer Fan davon. So fällt es mir oft schwer, mich dafür zu entscheiden, ob ich ein Buch lesen will oder nicht, denn die typischen Westerngeschichten mit all ihren Klischees liegen mir so gar nicht.

Klar spielt diese Geschichte in Texas, wo gefühlt irgendwie jeder zweite Einwohner auf einer Ranch lebt und dort Arbeiten jeglicher Art ausführt, sprich nicht nur Rinder hütet ;-).
Und klar erledigt auch Sage all diese Tätigkeiten, die notwendig sind, allerdings geht es hier in dieser Geschichte um Sage‘ Schicksal. Was ich nach dieser Story sicher weiß:  Dieser junge Mann ist unter Garantie nicht an einem Sonntag auf die Welt gekommen. Soviel Mist, wie er schon in seinem Leben erlebt hat, geht eigentlich auf gar keine Kuhhaut …

Was hatte ich während des Lesens Tränen in den Augen … Immer wenn Sage das Gefühl hatte, dass es ein Stückchen aufwärts geht, stellt ihm das Leben wieder ein Bein. Auch als Adam seinen Weg kreuzt, hat er immer irgendwie das Gefühl, dies gar nicht verdient zu haben und auf der Hut sein zu müssen. Gott sei Dank gibt es aber auch einige Menschen um ihn herum, die es gut mit ihm meinen und die keine Vorurteile ihm gegenüber haben. Dies mitzuverfolgen hat die vielen traurigen Elemente für mich Stück für Stück wieder ausgeglichen. Es dauert lange und es passiert so einiges, bis man sieht, dass es auch für Sage aufwärts geht. Was er allerdings ohne Adam, seine Familie und Freunde getan hätte bzw. was aus ihm geworden wäre, mag ich mir gar nicht ausmalen.

Tja, jetzt erzähle ich die ganze Zeit von Sage (ist ja auch seine Geschichte), aber auch Adam darf nicht unerwähnt bleiben. Man muss ihm für seine Fürsorge und Loyalität Sage gegenüber Respekt zollen. Es ist nicht leicht, sich gegen seine Familie zu stellen, aber sein Gefühl sagt ihm, dass Sage dies wert ist. Zu wissen, dass er mit seiner Mutter eine starke Person an seiner Seite hat, gibt ihm die Kraft, es mit dem Rest „der Welt“ aufzunehmen.

Bis die beiden allerdings zu ihrem Happy End kommen, müssen sie viele Hindernisse überwinden, viele Steine aus dem Weg räumen und so manchen Schicksalsschlag überstehen.

Warum es dann doch „nur“ 4,5 * wurden, ist der Tatsache geschuldet, dass das Ende für mich etwas flach war. Zwar kommen die beiden auch im 2. Buch der Serie wohl wieder vor, allerdings – und hier wiederhole ich mich oft, ich weiß – hätte mir ein, wenigstens kurzer, Epilog gut gefallen bzw. wäre es dann den beiden Charakteren gerecht geworden.
So haben wir wie gesagt ein Happy End, mit dem viele gut leben können – nur ich halt mal wieder nicht so ganz.
Dieses ist sicher Geschmackssache, aber das sind Bücher ja immer :-).

Ich werde diese Serie auf jeden Fall weiterverfolgen. Ob ich auf die deutschen Übersetzungen der bisher noch erschienen weiteren zwei Bücher warte oder ob ich sie mir im Original hole, habe ich im Moment noch nicht entschieden. Hinten runterfallen werden sie bei mir sicherlich nicht.

Bis bald,

El Ma

Weitere Meinungen zu diesem Buch findet ihr bei Schnuffelchens Bücher und Co, Die Welt der Gedanken und Frau Laberladen

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„Scars … Narben auf meiner Seele“ – Kay Monroe

Klappentext
Dem Selfpublisher Kaelan Mackay widerfährt etwas, mit dem er niemals gerechnet hätte. Sein Buch „Scars … Narben auf meiner Seele“ erobert die Herzen der Leser/innen im Sturm, wird innerhalb kürzester Zeit zum Megaseller und soll nun sogar verfilmt werden.
Das wäre eine tolle Sache, gäbe es da nicht ein klitzekleines Problem. Seit einem schrecklichen Ereignis vor mehr als zwei Jahren traut Kaelan sich nicht mehr in die Öffentlichkeit. Um jedoch letzte Dinge zu klären, muss er seinen Rückzugsort im heimischen Schottland verlassen und in die USA reisen.
Im Flugzeug trifft er auf den Mann, den er seit Jahren bewundert und in den er heimlich verknallt ist – Scott Moore. Der junge Schauspieler soll nun ausgerechnet die Titelrolle in dem Film annehmen, dem Kaelans Buch zugrunde liegt.
Kaelan, der sein Buch unter dem Pseudonym Max Kayne veröffentlicht hat, ist hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, sich weiterhin zu verstecken und dem Drang, Scott näher an sich heranzulassen, als irgendjemanden zuvor.
Auf liebevolle Weise gelingt es dem Jungschauspieler, nach und nach Kaelans selbst errichtete Mauern Stück für Stück niederzureißen.
Doch dann schlägt erneut das Schicksal zu …
Achtung: Das Buch enthält homoerotische Szenen und ist daher nicht für Minderjährige und homophobe Menschen geeignet.

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SuB-Abbau ein Job für die Unendlichkeit *g*. Aber wie meinte schon Konfuzius

Auch der weiteste Weg beginnt mit einem ersten Schritt

oder aber auch „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Nun denn, ich habe dann mal wieder ein Buch aus dem Jahre 2015 gelesen und für gut befunden :-). Blöd, wenn man sowas am Reader schlummern lässt, was?

Wir haben hier einmal Kealan, der es im Leben bisher nicht einfach hatte und nach einem schrecklichen Unglück noch nicht wieder den Weg zurück ins normale Leben gefunden hat und während eines Fluges in die Staaten auf Scott (seinen heimlichen Schwarm) trifft.

Wie nicht anders von Kay Monroe gewohnt, bekommt man mit den beiden Jungs eine wirklich süße Lovestory serviert, die in sich stimmig erzählt wird und  zu keiner Minute irgendwie langatmig wird. Alle Protagonisten – und nicht nur die Hauptcharaktere –  sind schön ausgearbeitet, so dass man sie sich gut vorstellen kann. Einzig zum Schluss hatte ich das Gefühl, dass es ein bisschen schnell ging. So hätte ich doch gerne noch erfahren, wie es Kealan nach dem erneuten Tiefschlag erging und vor allem (und hier kommt meine klitzekleine schwarze Seele durch)  wäre ich zu gerne bei dem Gespräch zwischen Scott und Melissa das Mäuschen 😉 gewesen und hätte dadurch erfahren, ob und wie dieser Strang beendet wurde. Dieses Thema wurde dann leider nicht mehr erwähnt, so dass man auch zum Schluss hin zwar die Aussage hat, dass man … wolle, aber keine Bestätigung bekommt, dass es auch wirklich getan wurde (kryptisch? klar, sonst würde ich ja spoilern 😉 ).

Allerdings ist es wirklich wunderbar beschrieben, wie die Jungs ihren Weg gehen, auch wenn ihnen doch so der eine oder andere Stein zwischen die Beine geworfen wird. Die Geschichte endet mit einem zuckersüßen Happy End und einem Lächeln auf meinem Gesicht. Was will Frau mehr?

Jetzt werde ich mal auf meinem Reader nachsehen, ob ich noch so ein „älteres“ Schmuckstückchen finde 😀.

Bis bald,

El Ma

Kaufen könnt ihr das Buch hier

„Und ein Stern fiel vom Himmel“ – Brandon Witt

Klappentext
Nach dem Tod seiner Frau vor vier Jahren ist Travis Bennett nur noch ein Schatten seiner selbst. Zusammen mit seinem Hund kümmert er sich um seine drei Kinder und verdient sein Geld mit einem Futtermittelladen und als Farmarbeiter. Aber jeden Tag, jede Minute, leidet er unter dieser Leere, die ihm jede Freude am Leben nimmt.

Wesley Ryan erinnert sich gerne an die kleine Stadt El Dorado in den Ozarks zurück. Er zieht in das alte Haus seiner Großeltern und führt eine Tierarztpraxis, weil er hier seine fehlgeschlagenen Beziehungen vergessen möchte. Eines frühen Morgens kommt Travis mit seinem Hund in die Praxis und weckt in Wesley Gefühle, die ihm alles andere als gelegen kommen. Denn wenn es etwas gibt, was er in seinem neuen Leben nicht brauchen kann, dann ist das ein Mann, der mit sich selbst nicht im Reinen ist und dazu noch drei Kinder am Bein hat.

Aber das Leben, so scheint es, hat andere Pläne.

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Es ist jetzt schon einige Zeit her, dass ich sagen konnte, dass ich mich in ein Buch verliebt habe. Das letzte müsste „Die zweite Ernte“ gewesen sein, denn ebenso wie diese Geschichte heute, ist das ein ruhiges, liebevolles und sich entwickelndes Buch. Ich merke einfach, dass mich derzeit diese Art von Geschichten emotional sehr ansprechen. Wenn sie dann noch dazu so gut geschrieben sind, wie „Und ein Stern fällt vom Himmel“, dann kann man mich mit einem seligen Grinsen in meinem Sessel sitzen sehen.
Allerdings kam dann kurz darauf die Phase, die mich hektisch werden ließ, denn (und jetzt greife ich vor), im Nachwort des Autors wird eine Sidestory erwähnt, die ebenfalls in El Do spielt. Schreck lass nach 😉, ich habe dieses Buch „The Shattered Door“ (es ist übrigens vor diesem Buch hier erschienen) rund um Brooke, der hier in diesem Buch Erwähnung findet, doch tatsächlich auf meinem Reader. Nun sitze ich verzweifelt hier und befürchte, dass meine Englischkenntnisse dafür noch nicht reichen … Aber ich will, unbedingt, jetzt sofort und …

Ich möchte euch als Empfehlung gerne vorne weg mitgeben, dass ihr euch Zeit und Muse für dieses Buch nehmt, damit ihr auch die Feinheiten mitnehmen könnt. Die Geschichte hat es meiner Meinung nach nicht verdient, zwischen zwei andere Bücher gepresst zu werden. (ja …, ich weiß, aber ich liebe diese Geschichte 😍)

Travis Bennett ist ein Mann, der wenn, dann mit Haut und Haaren liebt. Der sich aber bedingt durch seine Trauer, komplett zurückgezogen hat. Der lange gebraucht hat, um überhaupt wieder am Leben teilnehmen zu können und für seine Familie und Freunde da zu sein. Tja, und dann kommt Wesley Ryan als neuer Tierarzt nach El Do und bringt Travis komplett durcheinander.

Brandon Witt versteht es meisterlich, die innere Zerrissenheit von Travis darzustellen. Zerrissen zwischen „wollen“ und „nicht können, weil …“. Ich saß des Öfteren beim Lesen mit Tränen in den Augen da und habe den Kopf geschüttelt. Nicht, weil Travis‘ Verhalten genervt hat, nein, weil ich es so gut nachvollziehen konnte.
Er ist Familienvater und zwar ein (mittlerweile wieder) sehr verantwortungsbewusster. Egal wer in sein Leben tritt, seine Kinder haben Vorrang. Andererseits ist er in manchen Situationen einfach nur verliebt und entsprechend gedankenlos und macht einfach das, was sein Herz vorgibt. Allerdings holt ihn meist sehr schnell sein Kopf und damit auch die Realität wieder ein.

Aber auch Wesley hat schon einiges in seinem Leben durch und wollte auf dem Land eigentlich nur wieder zu sich selbst finden … Öhm … es hat ihm wohl keiner gesagt, dass „Leben das ist, was passiert …“. Denn wie kann es anders sein, wenn man es am wenigsten auf dem Schirm hat, kommt die Liebe vorbei und klingelt an der Tür 😀.
Ich habe ihn für seine Geduld bewundert, allerdings macht es ihm die Familie Bennett auch nicht gerade einfach, ihnen den Rücken zu kehren und sein Leben  – wie eigentlich geplant – weiterzuleben.

Ach ja, die Familie Bennett 😀 … (und hier zähle ich Jason jetzt einfach mal dazu). Wäre Travis nicht schon der Hit gewesen, alleine für diese Familie würde man alles stehen und liegen lassen.  Die „Mädels“ sind der aktivere und tonangebende Part, die „Jungs“ jedoch die ruhigen, gelassenen und fürsorglichen Charaktere (und sie lassen die Mädels in dem Glauben, dass sie die „Bestimmer“ sind *g*). Dazu noch Dunkyn und Dolan – einfach eine perfekte Familie, die mich auch eins ums andere Mal breit hat grinsen lassen. (Wenn man die Geschichte kennt, weiß man, wenn man das Bild ansieht, genau, wer Dunkyn und wer Dolan ist 😉 – das Bild ist übrigens von der HP des Autors).

Zudem gibt es noch einen Bösewicht, der ein bisschen „Schmutz“ und Gemeinheit in die Geschichte bringt. Hier versteht es Brandon Witt meisterlich, den Leser bei der Stange zu halten, denn man wartet und wartet, dass dieser endlich aus seinem Bau kommt. Ich kann euch verraten, es bleibt kein Handlungsstrang offen, so dass man diese Geschichte wirklich zufrieden abschließt.

Da es jetzt minimal spoilern könnte, kann wer will weiterlesen, wer nicht, hört hier einfach auf 😀
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Mal schnell und kurz so zwischendurch … („Träumertrottel“ – Tristan Thomas)

„Träumertrottel“ – Tristan Thomas

Klappentext
Von fast heute auf morgen bekommt der 16jährige Tristan eine Stiefmutter und zwei Stiefbrüder als Gratisdreingabe dazu. Schlimm genug, mitten im schwulen Pubertätsdrama, wäre nicht der eine Stiefbruder der personifizierte Traumprinz seiner feuchtesten Träume schlechthin – und der andere ein scheinbar depressiver „Brummbär“.

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Eigentlich lese ich nicht so häufig YA-Geschichten, da manche Teenager wirklich anstrengend sein können, während sie herausfinden, wer bzw. was sie sind. Jahaaa, ich weiß, auch ich war mal 16 … *g*.
Und ich könnte jetzt sagen:  aaaaber bei mir war es ganz anders. Stimmt, aber halt auch wieder nicht 😉.

Tristan ist eigentlich ein guterzogener und intelligenter junger Mann, der schon genau weiß, dass er schwul ist und eigentlich nur noch auf den richtigen Partner wartet. Auf dem Weg dahin, der übrigens sehr steinig ist, hat er so manchen Herzschmerz, persönliche Tiefschläge und Gemeinheiten zu überwinden.cookie-2333024_640

Ich fand die Geschichte wirklich gut – wie gesagt, ein bisschen sollte man sich schon noch in seine Teenagerjahre und das eigene spätpubertierende Verhalten hineindenken können. Der Schreibstil ist, wenn man sich dran gewöhnt hat (bei mir ging das sehr schnell) wirklich gut gemacht, Tristan hat eine gesunde Portion Humor und manchmal lässt er den geneigten Leser auch einen Blick in sein Tagebuch werfen 😁 – freut euch drauf.leave-839225_640

Für mich war diese Geschichte eigentlich in sich abgeschlossen, auch wenn am Happy End(e) steht, dass eine Fortsetzung folgt. Aber vielleicht geht es ja dann um seinen besten Freund Thiemo … oder das „Happy even after“ … wer weiß … 😉
Ich werde sie (die Fortsetzung) mir auf jeden Fall holen, sobald sie erschienen ist, denn wie gesagt, mir hat der Stil von Tristan Thomas wirklich gut gefallen.

Bis bald,

El Ma

Kaufen kann man es hier  |  das Facebook-Profil von Tristan Thomas findet ihr hier

Mein Monatsrückblick 07/2017

Puh, irgendwie fühle ich mich schon seit Anfang Juli „gestresst“, naja, getrieben wäre wohl das bessere Wort dafür. Es findet sich gefühlt keine Zeit für gar nichts und dennoch, wenn ich so überlege, habe ich doch vieles geschafft, auch wenn es jetzt nichts mit dem Blog aka dem Lesen zu tun hatte. Dann ja, es gibt noch ein Leben neben dem Lesen, auch wenn mir das nicht wirklich gefällt 😉

Aber nun zurück zum Juli und den gelesenen Büchern:

„Schuld“ – K.C. Wells  |  4 💜 von 5 💜
mein Review dazu findet ihr hier

re-reading:   „Aller guten Dinge sind drei“ – M.A. Church  |  2,5 💜 von 5 💜

„Fliegende Fellbüschel“ – M.A. Church  |  3 💜 von 5 💜
mein Review findet ihr hier

„Kein Coming out für Cowboys“ – Tara Lain  |  4 💜 von 5 💜
mein Review findet ihr hier

„Wenn der Staub sich legt“ – Mary Calmes  |  4 – 4,5 💜 von 5 💜
mein Review findet ihr hier

 

„DJ Dangerfield: Musik der Liebe“ – Anyta Sunday  |  4 💜 von 5 💜
mein Review findet ihr hier

„Unter der Oberfläche“ – Kate Sherwood  |  4 💜 von 5 💜
mein Review findet ihr hier

Dazu kamen noch ein paar re-reads von FF-Geschichten, die noch aus den Anfangszeiten auf meinem Reader schlummern und ich muss sagen, dass mir ein paar davon immer noch gut gefallen. Aber zu meinen Lieblingsautoren auf FanFiction schreibe ich irgendwann mal einen eigenen Artikel 😀

Mein Fazit für den Juli:

Irgendwie kommt es mir so vor, als wären Western wieder ziemlich angesagt. Eigentlich mochte ich sie nie wirklich, aber einige davon waren jetzt gar nicht mal sooo schlecht 😉. Mal schauen, ob es der gleiche Hype wird, wie bei den Gestaltwandlern.

Mein Buch des Monats:

Da gab es diesmal leider keines, was aber nicht heißen soll, dass kein gutes dabei war. Es war eben nur keines dabei, dass wirklich herausgestochen ist.

Mein Highlight:

Wenn es nicht ums Lesen gehen muss, dann eindeutig mein Besuch auf dem „Klassik Open Air“ am Nürnberger Luitpoldhain, wo ich bei traumhaften Wetter mit weiteren 70.000 Menschen das Nürnberger Philharmonie Orchester genießen durfte.

So, das war’s für heute – man liest sich 😉

El Ma

„Klar wie Kloßbrühe“ (Geschichten aus dem kuriosen Kochbuch 2) – Amy Lane

Kappentext
Eine Geschichte aus dem kuriosen Kochbuch

Emmett Gant hatte sich fest vorgenommen, seinem Vater eines Sonntags etwas sehr Wichtiges zu erzählen – doch sein Vater war gestorben, ehe er dazu kam. Jetzt, drei Jahre später, kann Emmett sich einfach nicht darüber klar werden, mit wem er zusammen sein soll – mit dem Mädchen mit den Apfelbäckchen und der wunderbaren Familie? Oder mit Keegan, seinem scharfzüngigen Nachbarn, der seine Familie nie besucht, aber Emmett sehr glücklich macht, wenn er nur auf einen Schwatz rüberkommt?

Emmett braucht Klarheit.

Zu Emmetts Glück hat die Mutter seines besten Freundes ein Kochbuch, das ihm Erkenntnis und gutes Essen verspricht. Emmett ist fasziniert. Und als ihm das Kochbuch nach Hause folgt, beschließen Emmett und Keegan, das Rezept „Für Klarheit“ nachzukochen. Was sich daraus ergibt, ist einerseits völlig klar, aber andererseits auch ein bisschen überraschend – vor allem für Emmetts Freundin. Emmett wird ganz scharf über seine Vergangenheit und die wichtigen Dinge, die er seinem Vater zu sagen versäumt hat, nachdenken müssen, wenn er das Rezept für Liebe jemals richtig hinkriegen will.

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Das zweite Buch aus der Serie „Geschichten aus dem kuriosen Kochbuch“ macht dem Serientitel alle Ehre. Warum? nun ja, das Wort „kurios“ bedeutet auch „seltsam, merkwürdig, sonderbar“. Und irgendwie war das diese Geschichte auch.
Sie war „schnell“, manchmal etwas wirr und fahrig, und trotzdem hat sie mich mitgenommen. Einige Sprünge ging so schnell, dass ich innehalten musste, um das Geschehen für mich zu sortieren und ja, trotzdem war ich mittendrin, denn es ist ein liebenswürdiges Buch, mit liebenswerten Protagonisten. Und ja, alles was Emmet dringend braucht, ist Klarheit und irgendetwas, das den Knoten in seinen verworrenen Gedankengängen lösen kann.

Ich habe das Buch nach einem wirklich besch…, anstrengenden und demotivierenden Arbeitstag gelesen und brauchte einige Zeit um reinzukommen. Das lag mit Sicherheit auch daran, dass ich den Kopf noch nicht frei hatte und eigentlich ein ruhiges, gemächliches Buch gebraucht hätte – und das ist Emmets Geschichte nun mal gar nicht. Gleich zu Beginn liefen mir die Tränen über’s Gesicht, dann musste ich wieder überlegen, in welcher Zeit wir uns gerade befinden und zwischendurch war dann wieder die Liebe zu spüren, die Emmet durch Vinnies Familie bekam …
Tja, und dann kam ich zu „Position 895“ 😂😂😂. Gott, bei mir schaltet sich nicht sehr oft das Kopfkino ein, wenn ich eine Geschichte lese. Hier allerdings saß ich in meinem Sessel und konnte nicht mehr vor Lachen. Slapstick vom feinsten. Das muss dir erstmal einfallen *g*.

Nun ja, wie der Serientitel ja schon sagt, spielt auch in dieser Geschichte das/ein besonderes Kochbuch eine Rolle und ich bin gespannt, was da noch an Geschichten auf uns zukommt.

Hier und heute hat mich (und das kommt wirklich selten vor) ein teilweise schnelles, verwirrendes, trauriges, fröhliches, liebevolles – sprich ein kurioses Buch irgendwie berührt.

Wer also das erste – sehr ruhige – Buch um einen regnerischen Nachmittag gemocht hat, bekommt mit „Klar wie Kloßbrühe“ eine gänzlich andere, aber nicht weniger nette Geschichte geliefert. Ich freue mich, dass noch einige Bücher aus dieser Serie anstehen  und bin gespannt, wie mir diese dann gefallen werden.

Was ich noch festgestellt habe, egal was ich bisher von Amy Lane gelesen habe, es hat mir immer gefallen 💜.

Bis bald,

El Ma

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