„Day und Knight“ (Day und Knight – Serie 1) – Dirk Greyson

Klappentext
Buch 1 in der Serie – Day und Knight

Als ehemaliger NSA-Mitarbeiter hat Dayton (Day) Ingram Erfahrungen als Hacker im Dienst der nationalen Sicherheit und arbeitet jetzt als technischer Analyst für Scorpion. Er sehnt sich nach dem Außendienst, und als er einen Angriff vereitelt bekommt er seine Chance. Er ist clever, mehrsprachig und ein Technologiemagier. Aber seine Chance hat einen Haken – einen Partner, Knighton (Knight), der ein echtes Rätsel ist. Trotz zahlloser Recherchestunden kann Day nichts über den Agenten finden, nicht einmal seinen Vornamen!

Der ehemalige Marine Knight hatte sich nach dem Verlust seiner Familie am Boden einer Flasche verkrochen. Nachdem er wieder trocken ist, bekommt er eine allerletzte Chance: zusammen mit Day eine terroristische Bedrohung aus Yucatàn auszuschalten. Um ohne Aufsehen zu erregen dorthin zu gelangen, machen Day und Knight eine Kreuzfahrt für Schwule mit, wo der, wenn es um seine sexuelle Orientierung geht, zutiefst verschwiegene Day und ein ebenso verschwiegener Knight als schwules Paar agieren müssen. Die Anspannung wächst, als Knight sich ausschweigt und Day sich gegen Knights unbarmherziges Verlangen nach Kontrolle sträubt.

Aber nach einer durchzechten Nacht wachen Day und Knight in einem Bett auf. Zusammen. Während sie ihrem Ziel näherkommen, müssen sie lernen, einander zu vertrauen und sich aufeinander zu verlassen. Nur so können sie das Terroristencamp infiltrieren und das Komplott gegen die technologische Infrastruktur der USA vereiteln. Nur dann können sie auf ein Leben nach der Mission hoffen.

Ein gemeinsames Leben.

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Wie sag‘ ich’s meinem Kinde äh Blogbesucher …

Mir hat die Geschichte eigentlich gut gefallen. Sie war leicht und locker zu lesen, auch wenn ich bei beiden Männern nicht wirklich verstanden habe, warum sie so leben wie sie gelebt haben bzw. noch leben.

Bei Day hatte ich das Problem, dass er – warum auch immer – nicht geoutet lebt. Seine Gründe habe ich wirklich nicht verstanden. Bei Knight hat man im Laufe der Zeit mitbekommen, warum sich sein Leben so entwickelt hat, wie es schließlich wurde. Das Zusammenkommen der beiden Männer liest sich flott weg, der Krimianteil ist angenehm (auch für Nicht-Krimifans), die eine oder andere Überraschung taucht auf, die man so nicht vermutet hätte und alles hätte gut sein können, wenn auf der einen Seite die Selbstzweifel bei Day und auf der anderen Seite, die Verschlossenheit von Knight, die Sache nicht erschwert hätte.

Tja, und dann kam das letzte Kapitel :-(. Es  hat für mein Empfinden, dieses gute Gefühl einer leicht und locker zu lesenden, unterhaltsamen Geschichte zerstört. Für mich ist das Ende einer Geschichte wirklich wichtig, denn das ist das was bei mir bleibt. Je nachdem, ob ich ein zufriedenes, ein glückliches oder wie hier trotz Happy End ein unbefriedigendes Ende vorfinde. Klar ist es der erste Teil einer Serie um diese beiden Männer, aber klar sollte auch sein, dass man, wenn man den ersten Teil schließt, das Gefühl haben muss, dass dieser Teil abschließend erzählt wurde und man Lust auf weitere Abenteuer der beiden haben soll. Oder aber, ich schreibe einen deutlichen Cliffhanger (mit einem Hinweis im Klappentext), so dass der Leser weiß, dass diese Geschichte, dieser „Auftrag“ noch nicht zu Ende ist. So ist es für mich weder Fisch noch Fleisch :-(.
Achtung, jetzt spoilert es ein wenig Weiterlesen

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Mal schnell und kurz so zwischendurch … („Ein Storchenfels kommt selten allein“ – Mathilda Grace)

Nachbarn für’s Herz – Serie #9

Klappentext
Ich bin echt gestraft. Allein mein Name: Theodor Heinrich Winfred Mechtenholm, der Dritte. Was haben sich meine Eltern bloß dabei gedacht? Das frage ich mich bereits seit meiner Geburt, aber in letzter Zeit beinahe stündlich aufs Neue, denn Mama und Papa haben beschlossen, dass ich mit einunddreißig Jahren unter die Haube gehöre. Und damit das auch ganz nach ihren Wünschen klappt, haben sie den für mich ausgesuchten Mann gleich mal für eine Woche auf die Familienburg eingeladen. Natürlich ohne mich vorher zu fragen. Wie schon gesagt: ich bin echt gestraft.

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Ein Kurzgeschichte, die grad richtig kam. Ich habe sie nach einem anstrengenden Tag, mit einem noch anstrengenderen Abendessen als „Betthupferl“ vor dem Einschlafen genossen.

Ich mochte Theodor sofort. Wenn jemand sich selbst bzw. seinen Namen, seine Familie und seine Herkunft so auf die Schippe nehmen kann, kann er kein schlechter Kerl sein.

Dies zeigt sich im Laufe der Geschichte auf die eine oder andere Weise.
Dazu noch ein Mann, der wesentlich mehr ist (und hat), als er auf den ersten Blick vermuten lässt und schon haben wir eine süße kleine Geschichte, die die eine oder andere Überraschung für den Leser bereit hält.
Tut mir leid, dass ich nicht viel mehr dazu schreiben kann, aber da die Geschichte kurz und die Handlung relativ zügig und flüssig geschrieben ist, müsste ich spoilern und das kommt nicht gut.
Theo und Alexander haben Spaß gemacht, haben mir ein gutes Gefühl gegeben, Alexander hat Theo eine bzw. mehrere „Überraschungen“ beschert *g* und ich konnte somit – nach einem bescheidenen Tag – doch noch mit einem Lächeln im Gesicht einschlafen. Was will man mehr :-).

Bis bald,

El Ma

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„Kekse zum Verlieben“ (Geschichten aus dem kuriosen Kochbuch 4) – Amber Kell

Klappentext
Eine Geschichte aus dem Kuriosen Kochbuch

Nach dem Tod seiner Schwester erhält der Geschäftsmann Marshall Hunter das Sorgerecht für seine Nichte. Marshall, der nicht an Kinder gewöhnt ist, tut sich schwer damit, eine Verbindung zu dem Kind aufzubauen. In seinem Bestreben, sie dazu zu bringen, sich in ihrem neuen Heim wohlzufühlen, engagiert er den professionellen Wandmaler Pace Barlow, um ihr Zimmer persönlicher zu gestalten.

Pace ist hin und weg von seiner kleinen Klientin und noch interessierter an ihrem gutaussehenden Onkel, aber Pace ist sich nicht sicher, ob er bereit ist für die Verpflichtungen, die mit einer Familie einhergehen.

Wird es Marshall möglich sein, die Beziehung mit dem jungen Künstler zu erhalten, als er sich entschließt, seiner Nichte zuliebe umzuziehen oder muss er die Liebe aufgeben, um ein guter Vater für das kleine Mädchen zu sein?

Die Liebe, die in einem altertümlichen Rezept verbacken wurde, bringt die beiden Männer vielleicht zusammen, aber es braucht mehr als ein paar magische Kekse, um die Dinge in Ordnung zu bringen.

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Bisher kannte ich die Autorin noch nicht. Allerdings sind solche kurzen Geschichten für mich immer ein wunderbarer Einstieg, um „jemanden kennenzulernen“. Auf diesem Weg sind schon so einige Autoren auf die „kann man immer lesen“-Liste gekommen.
Und dieser Start war gar nicht so schlecht, wobei ich schon Rückmeldungen gesehen habe, dass sie es noch besser kann. Das lässt mich neugierig werde …

Ich war gleich in der Geschichte drin, wobei es Pace einem auch wirklich leicht gemacht hat. Aber auch Marshall, der im Berufsleben ein „harter Hund“ ist, wird im Zusammenspiel mit Pace richtig sympathisch.
Dazu noch Alice, die Pace ebenfalls nicht widerstehen kann und schon haben wir eine süße, kleine Geschichte, die gut unterhält.
Alles weitere bringt der Klappentext eigentlich ziemlich gut rüber, sodass ich, wenn ich mehr in die Tiefe gehen würde, spoilern müsste.

Klar könnte ich jetzt damit daherkommen, dass man aus diesem Plot auch eine Novelle hätte machen können. Aber da die Geschichten rund ums Kochbuch allesamt Kurzgeschichten sind, ist auch alles gut so, wie es ist.

Wir hatten die Kekse zum Verlieben, eine Zicke, einen klitzekleinen Krimiplot, Herzschmerz und ein Happy End – was will man mehr :-).

Bis bald,

El Ma

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Mein Monatsrückblick 08/2017

Dieses Bild, macht mein Dilemma eigentlich sehr deutlich. Alles was ich im August in Angriff genommen habe, tat ich gefühlt unter Zeitdruck. Dass es dann doch so einige Bücher, neben allen anderen Aktivitäten geworden sind, wundert mich im Nachhinein aber doch. Was ich aber festgestellt habe, ist, dass wenn man viel zu tun hat, das einem das bloggen nicht so leicht von der Hand geht.

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„Cookies“ – Theodora Kostova  |  5 💜 von 5 💜
mein Review findet ihr hier

Träumertrottel – Tristan Thomas  |  4 💜 von 5 💜
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„Klar wie Kloßbrühe“ – Amy Lane  |  4 💜 von 5 💜
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„Der Einbruch in der Royal Street“ (Die Spürnasen 1) – Scotty Cade  |  4 – 4,5 💜 von 5 💜
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„Sommerträume“ – Mathilda Grace  |  4 💜 von 5 💜
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„Und ein Stern fiel vom Himmel“ – Brandon Witt  |  5 💜 von 5 💜
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„Scars … Narben auf meiner Seele“ – Kay Monroe  |  4 💜 von 5 💜
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„Liebe auf Bewährung“ – BA Tortuga  |   4,5 💜 von 5 💜
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„Ein waschechter Cowboy“ – B.G. Thomas  |  4 💜 von 5 💜
mein Review findet ihr hier

Mein Fazit für den August:

Gefühlt war es ein guter Lesemonat, doch hat mir oft die Zeit (und manchmal auch die Lust) für ein Review gefehlt. Ich weiß nicht, warum ich mich derzeit nur so schwer dazu motivieren kann, ein Review zu schreiben, an der Qualität der Bücher liegt es sicherlich nicht, denn ich hatte keine einzigen Reinfall dabei.

Mein Buch des Monats:

Eindeutig und ohne wenn und aber:  Cookies von Teodora Kostova. Selten ist es mir passiert, dass ich sowohl die Protagonisten, als auch deren Umfeld irgendwie „vermisse“. Vielleicht war es auch dem Leseumstand geschuldet, denn ich hatte Ruhe, Muse und ein traumhaftes Umfeld, während ich es lesen durfte. Und jetzt, wie ich das so schreibe, muss ich sagen, dass Amir und seine Geschichte gar nichts anderes verdient gehabt hätten ❤️

Mein Highlight:

Auch hier kann ich eigentlich nur Amir und seine Geschichte herausheben 💜. Wobei „Und ein Stern fiel vom Himmel“ auch ein ganz besonderes Buch ist, das auf genau diese Leseliste und in den re-reading Ordner darf.

So, das war’s für heute – man liest sich 😉

El Ma

„Missbraucht“ – Jamie Fessenden

Klappentext
Derek Sawyer ist überzeugt, alles zu haben: einen gut bezahlten Job, einen Freund, einen Hund und sogar ein Haus am See. Dann bringt eine Geschäftsreise mit seinem Vorgesetzten und besten Freund, Victor, seine Welt zum Einsturz.

Nach einer feuchtfröhlichen Nacht kommt es in ihrem Hotelzimmer zum schlimmsten Ereignis in Dereks Leben. Und als ob es nicht schon erniedrigend genug wäre, jeden Tag mit dem Täter zusammenarbeiten zu müssen, zeigt Victor Derek wegen sexueller Belästigung an. Jetzt hat er keinen Job und keinen Freund mehr, außerdem wird die Rate für das Haus am See fällig.

Officer Russ Thomas hat schon vorher mit Vergewaltigungsopfern zu tun gehabt. Daher braucht er nicht lange, um die Wahrheit herauszufinden. Mit seiner Hilfe zeigt Derek das Verbrechen Monate später schließlich doch noch bei der Polizei an. Durch einstweilige Verfügungen und Anwälte wird Victors Wut auf ihn noch weiter angestachelt. Zwischen Derek und Russ, dem Polizisten, bahnt sich eine Beziehung an, doch Russ kann Derek nicht ständig beschützen.

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Puh … das wird kein ganz einfaches Review für mich.
(im Nachspann habe ich – weil mich das Buch doch im Nachgang sehr beschäftigt hat – einige persönliche Anmerkungen eingefügt sowie ein paar Links für Seiten die Hilfe anbieten – wen dies nicht interessiert, hört einfach nach dem Artikel auf)

Bisher kannte ich von Jamie Fessenden nur sein Buch „Mord auf dem Berg„, das mir richtig gut gefallen hatte. Der Schreibstil war toll und die Krimihandlung hat sogar mich als nicht krimiaffine Leserin bei sich behalten, also dachte ich mir, wenn das „erste“ Buch nicht schlecht war …

Mir war beim Lesen des Klappentextes klar, dass es sicherlich kein einfaches Buch sein würde und obwohl man sich in Gedanken wappnet, wird man (zumindest ist es mir so ergangen) von den Ereignissen und den damit verbundenen Emotionen kalt erwischt.

Jamie Fessenden geht mit dem Thema „Vergewaltigung unter Männern“ sehr gewissenhaft um, einzig die Aufarbeitung (sich wieder einlassen auf eine neue Beziehung, Traumatabehandlung usw.) ging mir persönlich etwas schnell und zu einfach – aber ja, jeder Mensch ist anders…
Nur aus diesem Grund gibt es nicht die komplett volle Punktzahl.

Derek ist meiner Meinung nach kein schwacher, aber ein sehr angepasster Mann, der es gerne harmonisch hat und aus war diesem Grund (einen anderen konnte ich mir nur schwer vorstellen), zu Beginn der Geschichte, noch mit seinem – mir sehr unsympathischen – Freund zusammen. Gefühlt für mich, einfach nur deswegen, damit er nicht alleine ist. Er hat sich die Beziehung rosa gefärbt, so dass er sich darin wohlfühlen konnte, auch wenn die Tatsachen eigentlich dagegensprachen.
Ebenso wie die Freundschaft zu Victor (… Derek hat wirklich ein Händchen für A***löcher), die nur Bestand hatte, weil Derek sich eben angepasst hatte.
Für mich war Derek so kompatibel mit allen und allem, dass er gar nicht gemerkt hat, wie er sich selbst dabei verloren hat. Dazu passt dann auch, dass er die Schuld bei sich und nicht beim Täter gesucht hat – das sich dies ändert, passiert erst nach und nach und durch Russ‘ Beistand. Denn Derek glaubt, dass er sich in dieser Nacht, die sein komplettes Leben aus den Angeln gehoben hat, nicht wie ein „Mann“ verhalten hat. Ein Mann hat sich schließlich zu wehren!
Nicht genug, dass Victor Derek auf das Widerlichste zu einem Opfer gemacht hat, nein, auch im Nachhinein versucht dieser, in durchaus perfiden Schritten, Dereks Leben zu zerstören. Einmal angeschlagen ist Derek nicht mehr in der Lage, wirklich gegen diese Situation anzugehen.

Tja, und nun kommt die Fiktion einer Geschichte dazu. Derek trifft auf Russ, der als Polizist bereits Erfahrung mit Vergewaltigungsopfern hat. Schnell merkt dieser, dass etwas, und nach und nach auch was, mit Derek nicht „stimmt“. Russ‘ einfühlsame Art und Weise hilft Derek, sich im Laufe der Zeit zu stabilisieren, zu wehren und zurück in ein relativ normales Leben zu finden.
Das ist das Schöne an Geschichten. Man kann sie so schreiben, dass es am Ende allen gut geht. Dem Leser, dem Betroffenen und auch den „Angehörigen“.

Fazit:  Die Geschichte kann man trotz des harten und schwierigen Themas gut lesen, da die Tat zwar vorkommt, aber nicht bis ins kleinste Detail geschildert wird und eher der psychologische Moment in dieser Szene zum Tragen kommt. Der Rest ist ziemlich stimmig, auch wenn mir persönlich, wie schon gesagt, die Regeneration etwas schnell und komplikationslos ging – aber wie bereits angemerkt, es ist eine Geschichte und eine gute noch dazu.

Jamie Fessenden hat mich aber auf jeden Fall wieder durch seinen Schreibstil überzeugt und könnte sich, wenn er so „weitermacht“, auf meiner „dieser Autor geht immer“-Liste richtig fest einnisten :-).

Bis bald,

El Ma

Weitere Meinungen zu der Geschichte findet ihr in Matty Schmökerecke und bei Risa (Goodreads).

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„Das Gesetz der Anziehung“ – Jay Northcote

Klappentext
Wenn eine Geschäftsbeziehung persönlich wird, ist es unmöglich, dem Gesetz der Anziehung zu widerstehen.

Alec Rowland ist ein mega-erfolgreicher Anwalt in einer Londoner Kanzlei, und seine Karriere ist sein Leben. Für eine Beziehung hat er keine Zeit, und seine sexuelle Ausrichtung ist ein streng gehütetes Geheimnis. Nachdem er eines Freitagabends einen schnuckeligen Typen aufreißt, wird Alecs Welt in ihren Grundfesten erschüttert, als sein One-Night-Stand am darauffolgenden Montag plötzlich in seinem Büro aufkreuzt – als neue Aushilfskraft in seinem Team.

Ed Piper will sich in seinem neuen Job unbedingt beweisen. Das letzte, was er gebrauchen kann, ist sich von der Schwärmerei für seinen Boss ablenken zu lassen. Die Anziehung, die er empfindet, ist jedoch schwer zu ignorieren, auch wenn Alec als Vorgesetzter ein schwieriger Mistkerl ist.

Beide Männer bemühen sich um ein rein professionelles Verhältnis, aber die Gemüter erhitzen sich, Leidenschaften werden entfacht, und sie verfallen einander schnell, hart und unvermeidlich. Wenn sie je einen Weg finden sollen, zusammen zu sein, dann muss Alec offen eingestehen, wer er wirklich ist. Denn Ed wird für niemanden je wieder sein wahres Ich verheimlichen.

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Coming out Geschichten sind oft etwas schwierig. Diese dann auch noch in einer Kurzgeschichte unterzubringen, eine Kunst, die nicht viele beherrschen.
Dies war meine zweite Begegnung mit Jay Northcote und ich muss sagen, ich wurde wieder sehr positiv „überrascht“. Nachdem ich die „Wie ein neues Leben“ von ihm schon sehr gemocht habe (mein Review findet ihr hier) und einige andere Leser angemerkt hatten, dass Jay wirklich schreiben kann, muss ich sagen, sie hatten recht! Auch dieses Buch hat mich wieder überzeugt.

Alec ist als Anwalt sehr erfolgreich und erklimmt Schritt für Schritt die Karriereleiter. Da er sich – wie er meint – keine Ausrutscher leisten kann, denn offiziell ist er nicht schwul. Das was er braucht, holt er sich heimlich in den Clubs. Dabei trifft er auf Ed. Die Anziehung zwischen den beiden Männern ist enorm und der Sex erste Sahne. Tja, blöd, wenn einen die Ereignisse der Nacht innerhalb kürzester Zeit einholen.

Ed hat gerade erst sein Studium beendet und hat nun seien erste Anstellung in einer großen, bekannten und erfolgreichen Kanzlei vor sich. Als er an seinem ersten Arbeitstag dann vor Alec steht, trifft ihn fast der Schlag.

Eigentlich hätte es für beide gar kein Problem sein dürfen, da Alec sich nicht outen und Ed seine Anstellung nicht verlieren möchte. Ist doch alles ganz einfach. Beide halten die Klappe, nichts ist passiert und alles ist gut. Wenn, ja wenn die Gefühle nicht wären *g*.

Jay Northcote versteht es wunderbar, das hin und her zwischen den beiden zu beschreiben. Auf der einen Seite der sonnige Ed, der zu sich und seinem Schwulsein steht und auf der anderen Alec, der gerne möchte, aber nicht aus seinem selbstauferlegten Käfig heraus kann. Er reagiert wie ein eingesperrter Tiger, aggressiv und bösartig. Allerdings hat er nicht mit Ed gerechnet …

Freut euch auf eine wirklich nette Geschichte, die schön zu lesen ist.

Weitere Meinungen zu „Das Gesetz der Anziehung“ findet ihr hier bei Frau Laberladen (sie hat das Original gelesen) und bei Gaylesen

Bis bald,

El Ma

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„Langsam schlich er sich ins Herz“ – Mary R. Smith

Klappentext
Im Zuge einer betrieblichen Umstrukturierung erhält der 24-jährige Keith Bennett eine berufliche Chance, die er zunächst nur widerwillig annimmt. Er möchte nicht für Dr. Samuel Thompson arbeiten, den er nur vom Sehen kennt und für einen Miesepeter hält; bis er ihn richtig kennenlernt.
Anfangs sträubt er sich, die aufkommenden Gefühle zuzulassen, bis sie sich plötzlich näherkommen. Es könnte perfekt sein, doch Sam hat eine Familie. Keith weiß, dass er sich nicht auf ihn einlassen sollte, ist jedoch machtlos gegen die eigenen Gefühle.
Um das Chaos perfekt zu machen, belastet ihn ein Streit mit seinem besten Freund und er wird Opfer einer hinterhältigen Intrige.

Wörter: rund 111.000 – 454 TB-Seiten

Es handelt sich um eine in sich abgeschlossene Geschichte. Band 1 hat also KEIN offenes Ende.
Band 2 erscheint im Herbst/Winter 2017.

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Mittlerweile weiß glaube ich jeder, der schon eine zeitlang meinen Blog „verfolgt“, dass ich ruhige, sich entwickelnde Geschichten, die im allerbesten Fall auch noch Fortsetzungen bis hin zur Serie haben, wirklich sehr mag.

Ich habe (glaube ich zumindest) jedes Buch, das Mary R. Smith geschrieben hat gelesen. Irgendwie hat die Autorin durchaus einen Hang zum (positiven) Drama und der Verbrauch so einiger Taschentücher geht auf ihr Konto.

Und dann kamen Keith und Samuel. Die beiden kommen so ganz ohne großes Drama aus und schafften es dennoch mich über die erwähnten 111.000 Worte hinweg bei der Stange und noch besser, bei Laune zu halten. So ein bisschen konnte ich mich wirklich in Keith hineinversetzen, denn wenn man weiß, wie es ist, einen neuen Chef zu bekommen, der noch dazu aus der Ferne betrachtet bis dato nicht die allergrößten Sympathiepunkte sammeln konnte, dann weiß man auch, wie ihm zumute war. Die Nachricht, dass Dr. Samuel Thompson sein direkter Vorgesetzter wird und er nur noch und ausschließlich (außer während der Urlaubsvertretungen) ihm zuarbeiten muss, traf ihn wie ein Schlag. Zumal er mit seinem bisherigen Chef ja auch nicht „unzufrieden“ war.

Aber …

So zeigt sich, dass der erste Arbeitstag bei weitem nicht so schlimm wird, wie Keith es sich ausgemalt hat und das es von Tag zu Tag besser und leichter (wenn auch anstrengender) wird. Dazu noch dieses permanente Herzrasen *g* … und schon wurde das Klischee „Chef“ 💜 „Sekretär“ erfüllt. Toll findet er Samuel ja schon, aber als (vermeintlich) glücklicher Familienvater ist er zudem noch unerreichbarer, als eh schon durch das Angestelltenverhältnis vorgegeben. Aber man darf ja schwärmen …
Tja, und dann kommt es wieder „erstens anders, als man zweitens denkt“ 😀.

Keith eigene Geschichte ist nicht wirklich einfach und als Samuel dann mit seiner (im übrigen wunderbaren) Familie um die Ecke kommt, ist er schlichtweg einfach überfordert.
Als dann jedoch ein mieser, kleiner Intrigant versucht ihn fertig zu machen, ist er heilfroh, nicht nur seine Freunde, sondern auch Samuel an seiner Seite zu wissen. Aber auch dieser Erzählstrang ist jetzt nicht mit der Dramaturgie von z.B. Carls Geschichte zu vergleichen, passt aber wunderbar in die Story hinein.
Ich fand es klasse, zu verfolgen, wie die beiden Männer sich besser kennenlernen, sich annähern und wie die Beziehung zwischen ihnen wächst. Gerade solche Geschichten haben für mich einen besonderen Unterhaltungswert, denn nach einer hektischen Arbeitswoche braucht man manchmal auch einfach was für’s Gemüt. Wer also ebenfalls auf solche „Geschichten für ein gemütliches Wochenende“ steht, ist mit diesem Buch wunderbar bedient.

Ich finde es wunderbar, dass Mary R. Smith an einem zweiten Band schreibt und dieser im Herbst/Winter 2017 erscheinen soll 😀. Die Geschichte hier ist in sich abgeschlossen, so dass man beruhigt und in Ruhe auf das nachfolgende Buch warten kann.

Bis bald,

El Ma

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