„Lover to go“ – Caitlin Daray

Klappentext*
Entspricht 490 Romanseiten.

Dylan versteht die Welt nicht mehr. Sein Freund beendet von heute auf morgen ihre – zugegeben etwas eingefahrene – Beziehung und verschwindet spurlos. Auch seine Arbeit im Coffeeshop leidet darunter, was seinem Chef Jeremy natürlich nicht verborgen bleibt. Als ihm die Situation schließlich über den Kopf wächst, verliert Dylan vor seinem Chef und den Kollegen die Beherrschung. Anstatt ihn jedoch zu feuern, überrumpelt Jeremy ihn mit einem atemberaubenden Kuss, der Dylans Leben für immer verändern wird…

Überarbeitete Neuauflage der Online-Geschichte.

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Puh … es fällt mir schwer diese Geschichte einzuordnen.

Gleich vorneweg, sie lässt sich wunderbar flüssig lesen, man erfährt auf den 490 TB-Seiten so einiges aus dem Umfeld der Jungs und deren Freunde und verfolgt die zuckersüße Geschichte von Dylan und Jeremy über einen doch relativ langen Zeitraum – und doch fehlt mir was.
Wenn es eben alleine nur um die Liebesgeschichte der beiden Jungs gehen würde, würden es eher 4+ 💜 werden, aber da der Leser eben auch an ihrem „normalen“ Leben (sehr gute Freunde, nette und weniger nette Bekannte aus früheren Zeiten) teilnimmt, gibt es so einige Handlungsstränge, die zwar angeschnitten, aber für meinen Geschmack nicht zu Ende gebracht werden.
Ja, ich weiß, es geht um Dylan und Jeremy, aber wie bereits angesprochen, eben auch die besten Freunde und alte Weggefährten von Jeremy viel Platz in diesem Buch einnehmen und man relativ viel Geschehnisse aus deren Leben erzählt bekommt, stand ich am Ende da und dachte mir „und jetzt“?

Ich müsste spoilern, wenn ich zu sehr darauf eingehe, aber was ist mit Lilly, die doch gerade erst angereist ist – nur um ihre (erwachsenen Neffen) einzusammeln – warum? Wo ist Bobby geblieben bzw. was hat er vor bzw. was wurde aus dem Hotelkauf?  Wie schon des Öfteren fehlt mir ein Epilog, in den man vielleicht diese ganzen offenen Fragen kurz hätte klären können, so sitze ich jetzt hier und stelle mir eben genau diese Fragen 😕.
Am Ende der Geschichte wird auf ein Spin-off hingewiesen, das ggf. nun fertiggestellt werden soll, vielleicht wird da dann noch so einiges aufgeklärt. Aber da es keine Hinweis auf ein wirkliches zweites Buch gibt …

Für alle, die Happy Ends lieben, ist dieses Buch für ein gemütliches Wochenende ideal, denn wie so oft, stören jemand anderen meine unerfüllten Bedürfnisse wahrscheinlich gar nicht …

Bis bald,

El Ma

PS  auf dem Blog der Autorin gibt es hier noch ein kleines Adventshäppchen (2013) zu der Geschichte

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*) Das Copyright für Bild und Klappentext liegt beim Verlag: Cursed-Verlag.de

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„Auch kleine Eichhörnchen klettern auf große Bäume“ (Höhenflüge 1) – Michael Murphy

Klappentext
Nüsse. Große Kerle. Groß wie ein Baum. Eichhörnchen klettern an Bäumen hoch und lieben Nüsse. Okay.

Kyle Miller saß noch nie in einem Flugzeug, hat noch nie ein Kino besucht, ist aber nicht so weltfremd, dass er Anziehungskraft nicht erkennt, wenn er sich die Nase daran stößt.

Er weiß nur nicht, wie er es geschafft hat, mit dem charmanten Joseph zusammenzustoßen, der einen Kopf kleiner ist als Kyles ein Meter neunzig.

Für Joseph ist Kyle ein Wahnsinnstyp – er muss halt nur ein bisschen klettern.

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Ein unglaubliches Buch – so ganz anders als das, was mir üblicherweise so unter die Augen kommt. Ich glaube, dass man hier ein Buch der Kategorie „mag ich“ oder „geht gar nicht“ vor sich hat.

Es ist witzig, überdreht, mit viiiel Testosteron und wir haben Joseph mit seinem Faible für Nippel & Schw*nze – was er auch oft genug erwähnt. Wir haben aber zudem auch ein ganz tolles Paar, das sich einem trotz aller Eigenheiten so ganz langsam ins Leserherz schleicht.

Ich saß erst vor dem Klappentext und mir entkam wirklich ein kurz „häh?“. Jetzt, nachdem das Buch beendet ist, ergibt dieser aber durchaus Sinn *g*.

Als kleine Zusatzinfo darf ich noch mitgeben, dass Joseph zwar wahnsinnig überdreht rüberkommt (so wie es einem halt geht, wenn man das allererste Mal – mit Anfang 30 – in seinem Leben richtig verknallt ist) und dies dem Leser auch genauso erzählt wird. Für ihn ist Kyle das Nonplusultra und da dieser noch schüchterner ist als er selbst und dazu nur sehr wenig Selbstbewusstsein besitzt, empfand ich es als wirklich schön zu sehen, wie Joseph den großen Kyle an der Hand nimmt und ihm die große weite Welt näherbringt.

Gefühlt 80% des Buches hatte ich ein latentes Grinsen im Gesicht, der Rest wurde von emotionalen Szenen, einem verstehenden Nicken, ein wenig Kopfschütteln und ein wenig Stolz auf Kyle ausgefüllt.

Tja, also ich bin eindeutig von der Fraktion „mag ich“. Sehr.

Weitere Rückmeldungen findet ihr bei Schnuffelchens Bücher, bei Gaylesen und bei Risa auf Goodreads.

Bis bald,

El Ma

 

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„Herbstwünsche (Back home … – Reihe 2)“ – Mathilda Grace

Klappentext
Nachdem ein Brandanschlag seine Töpferwerkstatt zerstört hat, ist Will McKinley gezwungen, wieder in sein altes Kinderzimmer ins Haus seiner Väter zu ziehen. Frustriert und wütend, weil er weiß, wem er dieses Feuer zu verdanken hat, es aber nicht beweisen kann, gerät Will mit Sheriff Brad Chandler aneinander, der alles versucht, um den Täter dingfest zu machen. Dabei findet er immer wieder genug Zeit, um mit ihm zu flirten, was Will jedes Mal aufs Neue irritiert. Denn wieso sollte ein Traumkerl wie Chandler ausgerechnet an einem schusseligen Künstler wie ihm interessiert sein?

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Nachdem vor gar nicht allzu langer Zeit der erste Band der Reihe erschienen ist (mein Review dazu findet ihr hier) und ich ja Serien mit immer wiederkehrenden Protagonisten sehr mag, war es klar, dass auch das nächste Buch her muss.

Auch hier bei mit dem zweiten Band haben wir eine Kurzgeschichte, in der alles was man braucht drin ist. Klar, wie bei KG üblich kann es gar nicht so in die Tiefe gehen und dennoch hat mir nicht wirklich was gefehlt. Will ist immer noch etwas „verstrahlt“, aber scheinbar ist das genau das, was Brad will und braucht. So kann dieser als strahlender Ritter (und das ist jetzt nicht sarkastisch gemeint) auf Will achten und ihm geben, was dieser benötigt. Und dies zeigt er ihm mit vielen kleinen, liebevollen Gesten.
Als es Will nach dem Brandanschlag schlecht geht, er nicht gut schlafen kann und sich nicht sicher ist, ob er verfolgt wird oder nicht, ist Brad für ihn da. Dazu die ganze Familie McKinley, bei der einer auf den anderen aufpasst und die alles füreinander da sind, was will man eigentlich mehr.
Die beiden geben ein tolles Paar ab, das man einfach mögen muss 😀

Mir hat diese Geschichte wieder richtig gut gefallen – insbesondere, weil man „alte“ Freunde aus dem ersten Buch wieder trifft – und mit dem Häppchen am Ende des Buches für Band 3 weiß ich heute schon, dass ich mich auf Dan und Archer (oder?) freuen kann. Denn der Grundstein für dieses Buch wird bereits hier im Band 2 gelegt. Meinem Gefühl nach wird Dan einen langen Atem brauchen, wenn er Archer denn wirklich von sich überzeugen will. Aber wer weiß, vielleicht kommt ja alles ganz anders, das weiß man ja bei Mathilda Grace nicht wirklich.

Herbstwünsche ist eine nette Geschichte für zwischendurch, bei der ich mir schwer tat, sie aus der Hand zulegen, denn die Frotzeleien der Familie McKinley und den neu hinzugekommenen Männern haben echt Spaß gemacht und wenn man die Familie kennenlernt, weiß man auch, dass keiner der Söhne ohne ein Happy End seine Geschichte beenden wird 😀.

Bis bald,

El Ma

Weitere Meinungen zum Buch findet ihr hier bei Risa (Goodreads) und auch bei Ulla


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„Wildfang“ – Raik Thorstad

Klappentext
Entspricht 470 Romanseiten.

Tierpfleger Mark ist zufrieden mit seinem zurückgezogenen Leben: Er liebt seine Arbeit in einem kleinen Wild- und Bärenpark, bei dem er wenig Kontakt zu Menschen hat und sein schweres Stottern kaum ein Problem im Alltag darstellt. Als er die Pflege eines neu angekommenen Kodiakbären übernimmt, ahnt er noch nicht, wie schnell und radikal sich sein Leben ändern wird, denn unter „Matunnos‘“ Fell schlummert weit mehr als ein normales Tier…

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Dies – so muss ich gestehen – war mein erstes Buch von Raik Thorstad. Ich habe noch einige auf dem Reader und sogar eines im Regal stehen. Warum ich noch keines von denen gelesen habe (alle haben durchwegs hervorragende Kritiken und wurden mir wärmstens ans Herz gelegt) kann ich weder sagen noch begründen, ich habe schlichtweg keine Ahnung.

Ich dachte mir, fang‘ doch erst einmal mit einem „geländegängigeren“ Thema an … dachte ich mir …
Wildfang ist eine Geschichte über einen Gestaltwandler. Das Thema ist also nicht ganz neu, jedoch hat Raik Thorstad es anders „verpackt“ und das wurde richtig gut gemacht.  Es wurde zwar die Geschichte Matunnos‘ in den Vordergrund gestellt, aber die kleinen Details nicht vergessen.
Wir erfahren wie nebenbei auch etwas über „Bärenzoos“ in Deutschlang und wie schwer deren überleben ist.
Es gibt den Tierpfleger Mark, dem bis dato das Leben mit den Tieren und alles was mit dem Zoo zusammenhängt wichtiger war, als alles andere drumherum. Mark stottert und fühlt sich deshalb vom Leben ein wenig bestraft, zumal niemand sagen kann, warum das so ist, also bis jetzt auch keine Hilfe möglich war. Dazu kommen dann noch die Männer, die er kennenlernt und die in der Vergangenheit nie wirklich Verständnis für sein „Problem“, dafür aber jede Menge guter Ratschläge hatten. Dies ist mit ein Grund, warum er so zurückgezogen lebt und sich ganz auf die Tierpflege konzentriert.
Einzig zu seinen Kollegen hat er ein nettes, fast freundschaftliches Verhältnis, denn diese akzeptieren ihn so wie er ist. Da auch diese Kollegen ihren besonderen Platz in der Geschichte haben, gibt es so einige Szenen, in denen man unwillkürlich grinsen muss. Alleine wenn ich an Gertrud denke, muss ich schon wieder grinsen. Sie ist ein niederbayrisches Unikum, mit einem Riesenherzen für Mensch und Tier.
Halt, nein, stimmt nicht. Es gibt auch noch einen Chatfreund, mit dem er sich gut versteht. Diesen persönlich zu treffen macht ihm eine Heidenangst.

Tja und dann kommt dieser Kodiakbär aufs Gelände … Bis Mark schauen kann, steckt er bis zum Hals in einem „Abenteuer“, das sehr ausführlich erzählt wird. Dies ist beileibe nicht negativ zu verstehen, sondern heißt einfach, dass man sich auf dieses Buch einlassen muss. Es ist definitiv keine Geschichte, die man mal schnell zwischendurch lesen sollte, denn in der „Gemächlichkeit des Buches“ verstecken sich viele Details, die einem die Geschichte näher bringen und die Mark und Matunno den einen oder anderen Hinweis auf die Herkunft des Kodiakbären geben.

Ich freue mich darauf, dass es den zweiten Teil bald geben wird, denn ich will unbedingt wissen, was aus dem Bären wird. Findet er seine Heimat (ganz egal wo diese sein wird) und klären sich alle Geheimnisse, die sich ihm fetzenweise in seinen Träumen zeigten? Wird Mark seinen Matunno wiedersehen? Wird sich das „Geheimnis“ um Marks stottern vielleicht auch lösen lassen?
Also ganz einfach: gibt es ein Happy End für beide?

Nun heißt es warten und sich gedulden – passt ja auch wieder irgendwie zu diesem Buch 😉, denn wie gesagt, es ist nichts für ungeduldige Leser.

Bis bald,

El Ma

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mehr über / zu Raik Thorstad findet ihr hier

„Cowboys im zahmen Osten“ – Andrew Grey

Klappentext
Brighton McKenzie erbt eines der letzten Fleckchen Farmland in den städtischen Außenbezirken von Baltimore. Die Farm war schon im Besitz der Familie, als Maryland noch eine Kolonie war, aber nun liegt sie schon eine ganze Weile brach. Es wäre so einfach, sie zur Bebauung zu verkaufen, aber Brighton möchte dem Wunsch seines Großvaters entsprechen und sie wieder aufleben lassen. Leider ist er seit einem Unfall auf einen Krückstock angewiesen und braucht daher Hilfe.

Tanner Houghton arbeitete auf einer Ranch in Montana, bis der Vater eines rachsüchtigen Exfreundes ihn aufgrund seiner Sexualität feuerte. Tanner kommt der Einladung seines Cousins nach Maryland nach und ist begeistert, eine Chance zu bekommen, wieder der Arbeit nachzugehen, die er liebt.

Brighton fühlt sich augenblicklich von dem äußerst attraktiven und hochgewachsenen Tanner angezogen – er verkörpert alles, was Brighton an einem Mann gefällt. Aber Brighton hält sich zurück, denn Tanner ist sein Angestellter – und warum sollte sich ein vor Leben strotzender Mann wie Tanner überhaupt für ihn interessieren? Doch das ist nicht ihr größtes Problem. Sie müssen sich den Intrigen von Brightons Tante widersetzen, plötzlich will Tanners Exfreund ihn wieder zurück, und dann müssen sie einen Weg finden, die Farm finanziell rentabel zu machen, bevor sie Brightons Familienerbe verlieren.

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Andrew Grey und ich … eine Geschichte zwischen hoffen, bangen, trauern, freuen und lachen … Er ist für mich 

… wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man kriegt.
(Auszug aus Forest Gump)

Einmal lese ich eine Geschichte von ihm und ärgere mich, wie oberflächlich manche Dinge abgehandelt werden, wie schnell er zum Ende kommt, obwohl noch so viel zu erzählen wäre und das nächste Mal hört eine Geschichte so auf, dass ich mir schon gewünscht habe, es lieber gar nicht gelesen zu haben.
UND – immer wenn ich wieder soweit bin, dass ich nichts mehr von ihm lesen will,  DANN kommen von ihm Geschichten wie diese 😀.

Ich habe sie am Abend begonnen und noch in der selben Nacht beendet. Fragt bitte nicht, wie es mir am nächsten Tag ergangen ist …
Andrew Grey hat sowohl Brighton als auch Tanner als wunderbar greifbare Charaktere beschrieben. Mir hat er beide Männer inkl. ihrem jeweiligen Handicap wirklich nahe bringen können. Ich hatte aufgrund des Klappentextes auch keine Vorstellung, wie ich mir einen „zahmen Osten“ vorzustellen habe, aber am liebsten hätte ich mit Brighton getauscht. Zu lesen, wie er sich der ihm von seinem Großvater übertragenen Aufgabe stellt, fand ich beeindruckend und ja, ich hätte genau wie er, gut auf die bösartige Verwandtschaft und auch auf seine Behinderung verzichten können. Aber auch das restliche drum herum, war einfach wunderbar beschrieben.

Es hat sich ein Puzzleteilchen ins andere gefügt und sowohl Brighton als auch Tanner durften lernen, das miteinander sprechen wirklich hilfreich sein kann. Man findet Freunde und Unterstützung und auch Ideen, die einem im Kopf rumschwirren, können leichter umgesetzt werden, wenn der andere weiß, was man sich vorstellt …

Es war nun seit längerem wieder einmal eine Geschichte von Andrew Grey, die mich wirklich überzeugt hat. Das heißt, ich werde mich dann doch wieder einmal an ein anderes Buch von ihm „herantrauen“ (es befinden sich auch noch so einige ältere Exemplare auf meinem Reader). Ich hoffe doch schwer, dass auch dieses mich dann auch wieder vom Schlafen abhalten wird 😀.

Bis bald,

El Ma

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„Verliebt in den Rancher“ (Beloved 10) – Nicki Bennett

Klappentext
Seit Jonah auf der Broken Spoke Ranch arbeitet, ist er unglücklich in seinen Boss Lincoln verliebt. Doch als kurz vor einem wichtigen Event Lincolns Beziehung mit seiner Freundin in die Brüche geht, wendet sich das Blatt plötzlich: Lincoln bittet Jonah, ihn zu begleiten, und stellt damit Jonahs Gefühlsleben komplett auf den Kopf. Spielt Lincoln nur mit ihm, um seine Exfreundin eifersüchtig zu machen? Oder kann auch sein Boss sich nicht gegen die Funken wehren, die zwischen ihnen fliegen?

Band 10 der BELOVED Romantik-Reihe
Entspricht 202 Romanseiten. Buch ist in sich abgeschlossen.

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Ach ja, Western … Früher waren dass rauhe, ungehobelte, Pferde zureitende, Rinder treibende, rauhe Männer, die sich mit harter Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienten. Das war zumindest der Grundtenor der Groschenromane, die ich mir – als ich jung war (also vor ein paar Monaten 😉 ) – von den Herren aus meiner Umgebung ausgeliehen hatte.
Heute „schimpfen“ sich die Helden der Geschichte zwar auch noch Cowboys, aber deren Background hat sich doch sehr verändert. Die meisten haben eine grundsolide und fundierte Schulausbildung, um den Alltag, den eine Ranch heute mit all ihren Anforderungen stellt, bewältigen zu können. Klar gibt es auch hier, wie im „normalen“ Berufsleben auch, die, die die „niederen“ Arbeiten machen müssen und für den Erhalt einer Ranch immens wichtig sind. Und dann gibt es noch die, die das große Ganze im Verwaltungsbereich zusammenhalten, so wie Jonah.

Die Geschichte wird aus Jonahs Sicht erzählt, sodass man viel über ihn, sein Umfeld, seine Arbeit und seine Gedankengänge erfährt. Linc bleibt jedoch nicht außen vor, denn dadurch, dass Jonah seinen ganzen Fokus auf Lincoln ausrichtet, ist er fast immer mitten im Geschehen dabei. Jonah hat früh seine Heimat in Colorado verlassen und damit all seine persönlichen Ziele und Träume hinter sich gelassen. Er musste lernen, dass das Leben eben kein Wunschkonzert ist. Aber sooo schlecht hat es dieses Leben nicht mit ihm gemeint und hat ihm wunderbare Freunde und einen tollen Chef (auch ohne dass es der Traummann für ihn ist) vor die Nase gesetzt. Seine beste Freundin fehlt ihm fürchterlich, aber mittlerweile ist Dallas trotzdem so etwas wie ein Zuhause für ihn geworden.

Als Lincoln dann auch noch mit seiner Freundin Schluss macht und Jonah bittet, ihn auf einige der größten Events, die Dallas zu bieten hat, zu begleiten, ist er geschmeichelt, verunsichert, aber auch ein klitzekleines bisschen stolz. Aber wie er auch in der Vergangenheit lernen musste, passiert nie etwas Gutes, ohne dass was Schlechtes hinterher kommt. Ihr seht, so ganz ohne Drama geht es also nicht ab … Mich hat die Geschichte gut unterhalten, alle Protagonisten wurden gut abgebildet und waren sehr sympathisch und Nicki Bennett hat mit Jonahs Freund Wes, dessen Faible fürs Kochen und einem weiteren Cowboy, eigentlich den Grundstein für eine weitere Geschichte gelegt. Aber auch wenn da nichts mehr kommen sollte, war die Geschichte süß, hatte eine gute Prise Drama sowie viel Harmonie, das eine oder andere Biest und ganz viel Herz zu bieten.

Ich habe mich auf jeden Fall gut unterhalten gefühlt und auch wenn man „Western“ nicht so mag, kann man diese Geschichte wirklich gut lesen, denn Lincoln könnte genausogut einfach ein CEO eines beliebigen Unternehmens sein.

Bis bald,

El Ma

Eine weitere Meinung zu dieser Geschichte findet ihr bei Frau Laberladen

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Mein Monatsrückblick 09/2017

Der September … was soll ich sagen? Er war ein Monat mit weniger Büchern als sonst und mit viel mehr (Brot)-Arbeit als üblich, allerdings als Abschluss mit einem seeeehr versöhnlichen Ausflug nach Leipzig. Gute Freunde sind schon etwas phantastisches 😃

… und bei uns hat das so gut funktioniert, dass wir doch einige unserer Pläne über den Haufen geschmissen und einfach weiter gequatscht haben.

Ok, nun aber zu den gelesenen und rezensierten Büchern. Los geht’s:

„Langsam schlich er sich ins Herz“ – Mary R. Smith  |  4,5 💜 von 5 💜
mein Review findet ihr hier

„Kekse zum Verlieben“ – Amber Kell  |  3,5-4 💜 von 5 💜
mein Review findet ihr hier

„Ein Storchenfels kommt selten alleine“ – Mathilda Grace  |  4 💜 von 5 💜
mein Review findet ihr hier

„Missbraucht“ – Jamie Fessenden  |  4,5 💜 von 5 💜
mein Review findet ihr hier

„Das Gesetz der Anziehung“ – Jay Northcote  |  4,5 💜 von 5 💜
mein Review findet ihr hier

„Day und Knight“ (Day und Knight – Serie 1) – Dirk Greyson  |  3 💜 von 5 💜
mein Review findet ihr hier

 

Mein Fazit für den September:

Es war mal wieder ein wirklich schöner Lesemonat. Eine meiner Lieblingsreihen (Mary R. Smith Londoner Jungs) wurden fortgesetzt, mit „Missbraucht“ wurde ein wirklich schwieriges Thema gekonnt und mit viel Einfühlungsvermögen umgesetzt. Einzig die Zeit … Es waren diesmal nicht wirklich viele Bücher, aber wenn einen das reale Leben einholt, dann bleibt für das liebste aller Hobbys leider nicht viel Zeit übrig.

Mein Buch des Monats:

Eindeutig „Missbraucht“. Jamie Fessenden hat hier ein wirklich schwieriges – und oft totgeschwiegenes – Thema sehr gefühlvoll und feinfühlig aufgegriffen und umgesetzt. Ich lese nicht gerne so real umgesetzte Themen – nicht weil ich diese nicht wahrnehmen will, sondern weil sie mich emotional unglaublich mitnehmen und ich danach einfach fix und fertig bin. Dieses Buch hat mich lange beschäftigt, deshalb habe ich auch einen „persönlicheren“ Anhang am Ende der Rezension verfasst.

Mein Highlight:

War im September diesmal kein Buch, sondern (m)ein langes Wochenende in Leipzig. Auch dieses hat dazu beigetragen, dass ich im September nicht sooo viele Bücher lesen konnte. Allerdings war das Treffen mit richtig guten Freunden jede fehlende Lesestunde wert. Sollte irgendwer mal nicht wissen, wo an einem verlängerten Wochenende die Reise hingehen soll: Leipzig ist auf jeden Fall eine Reise wert. Egal ob man Wert auf Kultur, schöne Gebäude, gutes Essen und einladende Kneipen/Pubs legt, es ist für jeden etwas dabei 👍

So, das war’s für heute – man liest sich 😉

El Ma