„#noFilter“ – Nora Wolff

Klappentext*)
Fotografie ist Davids Passion. Stolz darauf, jeden Kunden perfekt in Szene zu setzen, verzweifelt er beinahe, als der schüchterne Luis in sein Studio stolpert. Der Rotschopf ist nicht nur unglaublich unfotogen, sondern auch tierisch verklemmt. Doch Davids Ehrgeiz ist geweckt: Er wird aus Luis das perfekte Foto herausholen, koste es, was es wolle. Nur hat er nicht damit gerechnet, dass der Preis sein Herz sein könnte…

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Ich mag die Geschichten von Nora Wolff sehr. Egal ob es ihre YA-Bücher „Bunter Hund“ oder „Fessel mich“ sind, die ich beide sehr nett und unterhaltsam fand, aber auch die vor einiger Zeit erschienene Geschichte „Mehr als eine Affäre“ (gelesen, aber n.n. rezensiert) hat mich wirklich gut unterhalten. Ungelesen auf dem Reader schlummert noch „Heißkalt erwischt“ und ich freue mich schon sehr darauf.

Aber nun zurück zu „#noFilter“, denn das habe ich gerade aktuell beendet und fand die Geschichte wirklich gut, allerdings gab es einige Dinge, an denen ich mich etwas gerieben habe, aber dazu komme ich gleich.

David scheint ein wirklich guter Fotograf zu sein, der in seinem Beruf aufgeht und für sein Lieblingsmotiv Ryan schwärmt. Tja, und dann kommt Luis in sein Studio. Gefühlt ist dieser wie ein Eimer kaltes Wasser für Davids Gefühl für Ästhetik. Allerdings lässt es seine Berufsehre nicht zu, dass ein „Motiv“ sein Studio verlässt und er nicht das Beste aus diesem herausgeholt hat.

Bis David sich umschaut, hat der kleine, unscheinbare Luis etwas bei David bewirkt, was dieser noch lange nicht greifen kann.
Luis weiß auf der einen Seite genau, was er will (nämlich David), ist auf der anderen Seite aber wirklich verunsichert und zurückhaltend. Dennoch behält er seinen Stolz – was ihn für mich zum eigentlichen Helden der Geschichte werden ließ – und lässt sich nicht alles von David gefallen. Dieser ist, was wechselnde Partner angeht, nämlich ein Hans Dampf in allen Gassen und Luis will sich in diese laaaaaange Reihe an Männern nicht wirklich einreihen. Die Liebesgeschichte um die beiden ist wirklich nett geschrieben und hat so einige Höhen und Tiefen, bis es endlich zum Happy End kommt. Das alles hat sich wirklich flüssig und gut lesen lassen, dennoch, gab es so einige Punkte, die es mir schwer gemacht haben, David als den idealen Partner für den netten, freundlichen und liebevollen Luis zu sehen.

David polarisiert – und das meiner Meinung nach nicht unbedingt auf der sympathischen Seite. Er ist egoistisch, selbstverliebt und rücksichtslos. Warum? Tja, sich Luis „warmzuhalten“ und andere Männer zu treffen und das nur, weil er Luis nicht für attraktiv genug hält, seine Gedanken sich aber genauso viel um diesen wie um Ryan drehen. Er hält sich für den (männlichen) Nabel der Welt. Er geht auf der Gefühlsebene über Leichen – vielleicht aus Selbstschutz? Aber dies kam nicht so wirklich (für mich erklärbar) rüber.
Denn und das war das für mich größere Manko der Geschichte, man erfährt nicht wirklich, warum David so ist, wie er ist. Nur an der weit zurückliegenden Absage dieser Galeristin? – nein, das war mir zu wenig. Lag es an Chris? Keine Ahnung, denn diese Beziehung liegt im Dunkeln. Denn nur weil ein Teil einer „Beziehung/Freundschaft“ einen anderen Berufsweg geht, wird und reagiert man nicht so wie David.

Allerdings lässt dieser dunkle Punkt in Davids Vergangenheit Raum für eine Sidestory, über/mit Chris – wer weiß.
Auch Ryan, der lange Zeit ebenfalls sehr selbstverliebt und flirty dargestellt wird, wird gegen Ende des Buches menschlicher, netter und „aus Gründen“ kleinlauter. Auch hier gäbe es Stoff für eine weitere Geschichte *g*.

Ihr seht also, polarisierende Typen sind gut für die Fantasie. Ich hoffe natürlich nicht nur für mich als Leser, sondern auch für die Autorin *g*. Auf gut Deutsch: Ich möchte mehr über die Typen aus dem Buch lesen.

Wie gesagt, mir hat die Geschichte mit allen „wenn“ und „aber“ gut gefallen – mehr „Input“ wird gewünscht 😀. Also liebe Nora Wolff, ran an die Feder 😉.

Bis bald,

El Ma

Eine weitere Meinung zu diesem Buch findet ihr hier bei Frau Laberladen.

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Ein Kommentar zu “„#noFilter“ – Nora Wolff

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