„Mr. & Mr. Auster“ (Auf den ersten Blick 3) – TJ Klune

Klappentext
Fortsetzung zu Die Queen und der Homo Jock King

Anlässlich der Vermählung von
Paul Auster und Vincent Taylor
Geben sich das glückliche Paar mit ihren Familien und Freunden die Ehre
Euch alle herzlich einzuladen

Paul Auster und Vince Taylor wollen keine große Feier. Sie wollen einfach nur heiraten. Ist das etwa zu viel verlangt?

Als der große Tag näher rückt, droht die Lage außer Kontrolle zu geraten. Wohlmeinende Freunde und eine Familie, die sich ständig einmischt, dazu noch eine Dragqueen mit ihren ganz eigenen Ideen darüber, wie man einen Junggesellenabschied gebührend feiert … Paul und Vince sind wahrlich nicht zu beneiden.

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Oh mein Gott, hätte mir nicht jemand im Vorfeld der Geschichte sagen können, dass man sie nicht zwingend in der Öffentlichkeit lesen sollte … 😉 Na ja, so einen wirklichen Vorwurf kann ich ja eigentlich niemand machen, denn wer die Bände 1 und 2 kennt, sollte schon wissen, was auf einen zukommen kann. Tja, da war es wieder „sollte“, „hätte“ ….  Meine Eier, ich stell‘ mich aber auch an …
Meint ihr? Sitzt ihr mal am Flughafen und prustet in der Wartehalle einfach mal so los 😂

Ok, ich also in Wartestellung auf dem Flughafen und mitten in der Geschichte von Mr. & Mr. Auster. Nur mal so am Rande, ich steh‘ nicht auf Hochzeiten. Na ja, halt nicht auf die im großen Stil und schon gar nicht auf die, bei denen man die Regie aus der Hand gibt. Ich weiß, ich bin da eine echte Spaßbremse 😉. Ihr dürft davon ausgehen, dass Paul mein vollstes Mitgefühl hatte und dennoch habe ich mich für ihn und Vince gefreut wie ein Schnitzel 😁.

Ich also ran an die Geschichte, mein Mitgefühl ganz nach oben gepackt (hätte ich das doch lieber mal mit den Taschentüchern gemacht …) und die Hochzeitsvorbereitungen der Familie und Freunde der beiden begleitet. Nun kennen ja die Leser der ersten beiden Bände ja schon Pauls Problem mit seinen „angeblich“ zu viel vorhandenen Pfunden – hier schlagen die weiblichen Gene Pauls durchaus durch – denn was zieht man an 😉.

„Immer, wenn ich Don Johnson sein will, sehe ich aus wie Kate Blanchett – Titten, blasse Haut und nicht ein einziges Härchen. Vielen Dank auch!
Position 1873

Welche Braut kann das nicht nachvollziehen? Dazu noch Familie Auster und Sandy aka Helena um einen rum, da soll man nicht wahnsinnig werden? Aber um alle zu beruhigen, Sandy wäre nicht Pauls bester Freund, wenn er nicht ausschließlich Pauls Wohl im Auge hätte.

Freut euch auf eine unterhaltsame Zeit, mit äußerst liebenswürdigen Protagonisten, Hochzeitsvorbereitungen, die Menschen in den Wahnsinn treiben können und einem Junggesellenabschied, der sich „von“ schreiben lässt. (Achtung, die nächsten grünen Zeilen sind nur für 18+ geeignet – ich wünsche euch viel Spaß mit eurem Kopfkino *g*)

„Wenn du mich auch in Zukunft noch an den Eiern lecken willst,
solltest du mich jetzt hochziehen, weil sie mir sonst abfallen.
Gottverdammte Scheiße aber auch, ich stecke hier fest.
Ernsthaft, Vince. Ich stecke fest!“

Position 2201

Nun denn, ich hoffe ich konnte euch ein bisschen „heiß“ auf diese Hochzeitsgeschichte machen, denn verdient haben es Paul & Vince auf jeden Fall.

MEINE große Frage am Ende der Geschichte ist: Wird Vince jemals erfahren, was oder wer Freddie Prince Junior ist???
Ich gehe zudem nach dem Ende von Band 3 jetzt einfach mal davon aus, dass wir noch nicht das letzte Mal von Paul, Vince, Sandy, Darren und Kori/Corey gehört haben.

Was mir persönlich an der Geschichte so gut gefallen hat war, dass bei allem Humor und vielen überspitzt dargestellten Szenen niemals die ernste Komponente hinter allem vergessen wurde (und das versteht TJ Klune meisterlich und vor allem unaufdringlich).

Ich liebe die Geschichten von TJ Klune und bedauere zutiefst, dass meine englischen „Lesekünste“ noch nicht für seine noch nicht übersetzten „ernsthaften“ Stories genügen 😢

Bis bald,

El Ma

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„Guards of Folsom: Gefunden“ – SJD Peterson

Klappentext
Für Mason gibt es nichts mehr, für das es sich zu leben lohnt. Seine Doms Charles und Gregory, die einzigen Menschen, die mit seiner Sozialphobie und seinen Panikattacken umzugehen wussten, sind erst vor wenigen Wochen verstorben und haben ihn allein und verloren zurückgelassen. Als Mason an einem Tiefpunkt ankommt, treten ausgerechnet Rig und Bobby in sein Leben, die ihren gemeinsamen Sub vor vielen Jahren bei einem tragischen Unfall verloren haben. Können die beiden Doms Mason helfen, seinen Verlust und seine Verzweiflung zu überwinden und nach vorne zu schauen? Und ist Mason vielleicht das fehlende Puzzlestück ihrer Beziehung, nach dem sie so lange gesucht haben?

Entspricht 260 Romanseiten. Buch ist in sich abgeschlossen

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Ich oute mich jetzt mal *g*, obwohl, manche von euch werden es ja schon mitbekommen haben werden … Ich mag Geschichten mit mehreren Partnern. Ich wüsste zwar jetzt nicht, ob ich es selbst leben könnte (in diese Situation kam ich noch nicht), aber die Vorstellung davon gefällt mir. Somit war klar, dass meine Erwartungshaltung an diesen Teil der „Guards of Folsom“-Serie noch höher war, als an die beiden anderen. Was bin ich doch für eine glückliche Frau … ich wurde nicht enttäuscht 😀

Gott, was habe ich bei dieser Geschichte Tränen vergossen. Mitzubekommen, was passiert, wenn man keine Rechte hat, weil man mit seinen Partnern/seinem Partner nicht verheiratet ist und die Familien der Verstorbenen machen was ihnen gefällt, ohne Rücksicht auf die Verstorbenen und den zurückgebliebenen Partner ist unwürdig und grausam 😢.

Ich habe mit Mason mitgelitten und mich für ihn gefreut. Auch, (und das erfährt man im Laufe der Geschichte) wenn seine verstorbenen Partner nicht alles richtig gemacht haben, war Mason glücklich mit ihnen und hat sich gut aufgehoben gefühlt. Alleine und verlassen auf der Welt ist er bedingt durch seine Phobie gefühlt der einsamste Mensch der Welt, bis Rig und Bobby in sein Leben „einbrechen“. Mason wird durch die beiden Männer förmlich „überrollt“ und hat eigentlich gar keine Chance, sich gegen soviel Herzenswärme und Zuwendung zu wehren. Nicht nur Mason fehlt etwas Wichtiges in seinem Leben, nein, auch Rig und Bobby suchen ihr fehlendes Puzzleteil.

Zu sehen, wie sich hier etwas entwickelt, wie aus Einzelteilen wieder etwas Ganzes werden kann, wie Rig und Bobby Mason die Hilfe und Unterstützung geben, die er braucht, hat SJD Peterson richtig gut rübergebracht. D.h. auch die Übersetzung hat es geschafft, die einzelnen Facetten so einzufangen, dass für mein Gefühl nichts auf der Strecke geblieben ist.

Diesen zweiten Band zu toppen wird nicht einfach, ich lasse mich aber gerne durch Buch 3 überraschen 😀

Bis bald,

El Ma

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„Der Unbeugsame (Krieg der Werkstätten 1)“ – L.A. Witt

Klappentext
Ein Titel der Krieg der Schraubenschlüssel Serie

Jeder in Jim Irvings Werkstatt will nichts mehr, als bei Krieg der Werkstätten, einer neuen Reality-Show über Mechaniker, mitzumachen. Jeder, außer des talentierten Mechanikers Chandler Scott, der einzige Angestellte, der sich weigert, den Vertrag zu unterschreiben. Die anderen versuchen, ihn zu überreden, denn ohne Chandler — und den Streitigkeiten mit seinem Chef — wird niemand an der Show teilnehmen.

Chandlers einziger Verbündeter ist Jims Sohn, Mark, der gezwungen ist, in der Werkstatt seines Vaters zu arbeiten, bis er sein Studentendarlehen zurückgezahlt hat oder einen besseren Job findet — und der seit einer Weile Chandlers heimlicher Liebhaber ist.

Dann artet eine kleine Fummelei in der Werkstatt aus und gibt dem Sender Munition, um Chandler zu erpressen, mit der Drohung, dass sie Mark bei seinem Vater outen. Jetzt wird Chandler in die Enge getrieben und Mark muss sich entscheiden, wie weit er bereit ist zu gehen, um den Mann zu beschützen, mit dem er sich das Bett teilt … und der ihm möglicherweise auch das Herz gestohlen hat.

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Heute gibt es mal wieder ein Review der Marke „ich weiß nicht wie …“ und ACHTUNG, es könnte etwas spoilern.

Ich weiß, dass Autoren es nicht mögen, wenn man bei einer Geschichte unter 100 Seiten schreibt, dass man viel mehr daraus hätte machen können, aber …
Hier hätte man nicht nur können, sondern machen müssen. Die beiden Protagonisten haben eine gute Chemie untereinander, die unterdrückten Gefühle, um ja nichts falsch zu machen, geben eigentlich viel Potential her.

Das Leben mit einem homophoben Vater gibt Marks Zukunft nicht viel Perspektive und scheinbar ist auch sein Mut irgendwann verloren gegangen, denn er hängt in seiner Heimatstadt fest. Warum das so ist, wie es ist, erfährt man leider nicht. Denn Studienkredite haben so viele junge Menschen, dass das nur ein schwaches Argument sein kann.
Dann wiederum geht Mark mit seiner Leidenschaft für Chandler volles Risiko und verschliesst (wissentlich?) die Augen vor möglichen Konsequenzen und und und …
Leider kann ich mich auch nicht daran erinnern, wie alt die beiden Jungs sind (ja Jungs, denn die meisten Erwachsenen würden meiner Meinung nach so nicht reagieren).

Chandler, Marks bester Freund und Bettpartner, muss lange leiden (hier hätten mir ein paar Gedanken  Chandlers sicherlich ein tieferes Verständnis  für die Situation geben können), bis Mark endlich anfängt seinen „Mann“ zu stehen.
Seit langem bietet Chandler Jim (Marks Vater) die Stirn. Dies jedoch in einer Fernsehshow auf Kommando machen zu müssen widerspricht seinem Naturell. Wie gesagt, ein paar Gedankengänge mehr und man hätte vielleicht gewusst, was die Sache für ihn so schwierig macht.

Alles in allem fand ich die Geschichte nett, allerdings etwas schnell und oberflächlich erzählt und mit einem Ende versehen, dass mich jetzt innerhalb kurzer Zeit wieder einmal „halbgar“ zurückgelassen hat. Wieder haben wir hier ein „Happy for now“-Ende, welches zwar für Chandlers zukünftiges Leben eine gute Perspektive liefert, Marks (berufliche) Zukunft lässt mich aber mit mehr als einem Fragezeichen zurück.

Allerdings gibt es auch hier bereits drei Folgebände – vielleicht erfährt man ja da nebenbei (denn in den Klappentexten dieser Bücher spielen andere Protagonisten die Hauptrolle), wie Marks Leben weiter geht und ob auch er eine rundum glückliche Zukunft vor sich hat. So wie es hier endet, ist es für mich auf jeden Fall nix.

Bis bald,

El Ma

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„Guards of Folsom: Berührt“ – SJD Peterson

Klappentext
Für Micah steht fest: Er braucht einen erfahrenen Dom, der mit seiner Konzentrationsschwäche umgehen kann. Und er hat den Richtigen für diese Aufgabe auch schon gefunden. Doch Tackett ist nicht auf der Suche nach einem Sub, schon gar nicht nach einem, der so jung und ruhelos ist wie Micah. Als er sich dennoch für die vereinbarten zwei Wochen auf ihn einlässt, ist beiden noch nicht klar, dass ihre Sessions viel mehr berühren werden, als sie je für möglich gehalten hätten.

Buch 1 der „Guards of Folsom“-Reihe. In sich abgeschlossen.
Entspricht 228 Romanseiten.

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Bei der großen Weihnachtsverlosung von „TheWorldofbigEyes“ habe ich den Gutschein für 3 eBooks aus dem Cursed-Verlag gewonnen. Ausgesucht habe ich mir die drei „Guards of Folsom“-Bände von SJD Peterson. Ich möchte es nicht versäumen, mich auf diesem Weg nochmals bei Frau Schwenk für diesen großzügigen Gewinn zu bedanken.

Da ich die Tage ein relativ großzügiges Zeitfenster zur Verfügung hatte, um auch mal eine Serie am Stück zu lesen, habe ich mir für diese Zeit genau diese drei Bücher ganz oben auf meinen „zu lesen“ Stapel gelegt und … es nicht bereut :-).

Ich mag BDSM, wenn Gefühle mit im Spiel sind. Ich mag BDSM nicht, wenn es rein um die Session geht und die Protagonisten „Einzelkämpfer“ sind.

Mit „Guards of Folsom“ hat SJD Peterson eine Serie auf den Büchermarkt gebracht, die voll und ganz meinem „Beuteschema“ entspricht :-). Wie ich zudem beim Stöbern gesehen habe, gibt es noch einige angelehnte Serien dazu *g*.

In Band 1 geht es um Micah, den ich als sehr warmherzigen und liebevollen jungen Mann „kennengelernt“ habe. Bedingt durch seine Konzentrationsschwäche braucht er feste Regeln und etwas, auf das er seinen Fokus richten kann. Mit Tackett hat er sich einen Mann ausgesucht, der es sich bis dato nicht hat vorstellen können, jemals ein Vollzeit Dom mit der dazugehörigen Verantwortung zu werden.
Wie gesagt … Micah ist liebenswürdig, liebenswert, sexy und seeeehr überzeugend *g*.

Mir hat die Geschichte richtig gut gefallen. Mitzubekommen, wie sich beide annähern, wie glücklich Micah über seinen „Sir“ ist und wie gut ihm diese Beziehung tut, hat wirklich Spaß gemacht :-).

Zeitnah folgt dann mein Review zu Band 2, der mir dann doch noch einen „Ticken“ besser gefallen hat – aber dazu demnächst mehr.

Bis bald

El Ma

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„Eine lockere Sache“ (Will & Patrick Book 1) – Annabelle Jacobs

Klappentext
Buch 1 in der Serie – Will & Patrick

Patrick Mason fährt nach Bristol, um dort den Sommer mit seinem Bruder Ben zu verbringen. Er ist zwei Wochen lang sein Katzensitter, während Ben im Urlaub ist. Aber Ben vergaß zu erwähnen, dass Patrick nicht alleine in der Wohnung sein würde. Will Adams – Bens Kumpel und seit langer Zeit Patricks Schwarm – okkupiert Bens Gästezimmer, bis er nach einer Trennung in sein neues Haus ziehen kann.

Wider besseren Wissens überzeugt Patrick Will davon, dass ein wenig Spaß ohne Verpflichtungen genau das ist, was sie brauchen. Patrick will sich nicht mit jemanden einlassen, der noch seiner letzten Beziehung hinterhertrauert, und Will ist nicht daran interessiert, eine ernsthafte Beziehung mit einem Studenten anzufangen. Aber Patrick war nie gut darin, Sex und Gefühle zu trennen, und dieses Mal bildet keine Ausnahme. Als ihre zwei gemeinsamen Wochen zu Ende gehen, müssen sie entscheiden, ob es zwischen ihnen etwas gibt, was es wert ist, vertieft zu werden, oder ob es wirklich nur eine lockere Sache ist.

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OK…
… nur damit keine Unklarheiten aufkommen, das Buch ist nett. Die Geschichte der beiden Männer hat nicht wirklich viel Drama, wird aber gut erzählt, so dass man sie in einem Stück wunderbar lesen kann.

Manchmal hätte ich Will wirklich mit leichten Schlägen auf den Hinterkopf unterstützen wollen. Denn so verbohrt, wie er auf die Situation reagiert, hatte ich immer das Gefühl, ihn in die richtige Richtung schubsen zu müssen.
Patrick ist einfach liebenswert und schwärmt seit vielen Jahren von Will. So jung wie er ist, lässt er sich im Gegensatz zu Will von Herz und Bauch leiten und ist felsenfest davon überzeugt, dass er alles im Griff hat. Tja, und dann kommt das Leben dazwischen … *g*

Leben ist das, was passiert,
während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.
John Lennon

Und hier nun zu meinem OK …
Der Schluss war für mich nicht wirklich befriedigend, hier hätte ich mir einen (richtigen) Epilog gewünscht, so ist es eher ein „für den Moment“-Ende.
Da ich, was solche Abschlüsse betrifft, manchmal etwas pikiert reagiere, machte ich mich auch hier auf die Suche nach einem „ob da noch was kommen könnte“ aka ob die Autorin noch Bücher „danach“ geschrieben hat. Und ja, ich habe noch eine Kurzgeschichte (Buch 2) über die beiden gefunden, die kurz nach dem Ende des ersten Buches ansetzt. Da Bücher, die nummeriert auf den Markt kommen, ja meist zu einer Serie gehören, hoffe ich jetzt einfach mal, dass nicht nach 2 Bänden Schluss ist und da noch mehr kommt, denn die Jungs sind wirklich liebenswert. Da ja auch Chris eine nicht ganz unwichtige Aufgabe in der Geschichte hat, wäre er für mich der perfekte Protagonist für ein 3. Buch, denn er hätte sich auf jeden Fall einen tollen Mann an seiner Seite verdient 🙂 und man würde dabei vielleicht noch ein bisschen mehr von/über Will & Patrick erfahren.

Wer mit einem „Happy for now“-Ende leben kann, wird mit diesem Buch einen netten Lesenachmittag verbringen können. Wer sich eine KG in englisch zutraut, kann sich auch den 2. Band (derzeit) kostenlos dazu holen, dieser macht das Ganze dann etwas runder.

Bis bald,

El Ma

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„Horizonte“ – Mickie B. Ashling

Klappentext

Buch 1 in der Serie – Horizonte

Der College-Footballspieler Clark Stevens, ein beliebter Wide Receiver mit Aussicht auf einen Vertrag in der NFL, hat eine Menge Probleme. Er hat eine eifersüchtige Freundin, einen engstirnigen und herrschsüchtigen Vater, eine Aufmerksamkeitsstörung, und er verspürt eine unerwartete, starke Anziehung zu dem Notarzt – dem männlichen Notarzt – der ihn wegen eines gebrochenen Arms behandelt.

Dr. Jody Williams empfängt widersprüchliche Signale. Er kann nicht ignorieren, wie sehr er sich zu Clark hingezogen fühlt, denn es ist offensichtlich, dass Clark ebenso empfindet. Für den stolzen, geouteten Arzt ist die Lösung denkbar einfach. Für Clark ist sie das nicht. Seine Welt ist alles andere als schwulenfreundlich und die Hindernisse, denen er sich gegenübersieht, ließen ihn seine Sexualität viele Jahre lang verleugnen.

Es ist der Superbowl der Katastrophen, egal, wie man es dreht und wendet. Am Ende muss Clark entscheiden, ob er an dem Leben festhält, das er kennt, oder ob er es riskiert, ein neues mit Jody zu beginnen.

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Meine Vorsätze halten an – wieder ein Buch vom SuB gelesen 😀.

Heute ist es mal wieder ein Buch aus der Reihe „ich weiß nicht wie …“. Auf der einen Seite ist es eine sehr gefühlvolle und emotionale Geschichte, auf der anderen Seite fühlte ich mich durch das Buch gehetzt, so dass ich die Liebe zwischen den beiden Protagonisten nicht wirklich fassen konnte. Zudem waren mir die Meinungsänderungen zu abrupt und nicht wirklich nachvollziehbar.

Die Geschichte zwischen Jody und Clark ist von den erzählten Gefühlen her ganz großes Kino, von den Handlungen aus deren Umfeld leider weniger. Aus einem homophoben Elternhaus kommend, ist Clark sein Leben lang von seinen Eltern – hier besonders von seinem Vater – klein gehalten worden. Jahrelang hat man ihm gesagt, dass er außer zum Footballspielen nicht wirklich zu etwas taugt. Mit diesem Hintergrund, spielt er sich selbst und allen anderen ein Leben vor, dass gänzlich wider seiner Natur ist. Dies zieht er durch, bis er auf Jody trifft und erkennt, dass dieses fragile Gerüst nicht mehr lange halten wird, wenn er denn jemals zu seinen Gefühlen stehen würde.

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Und genau das ist das Problem. Jody ist out und lebt dies auch so. Er hat lange Zeit mit einem der bekanntesten schwulen Männern in San Francisco zusammengelebt, bis dieser, sein Partner verstorben ist. Warum sollte er sich auch verstecken?

Es ist grundsätzlich schön zu sehen, wie sich die Beziehung zwischen diesen beiden so unterschiedlichen Männern entwickelt, allerdings (und dies hatte ich oben schon erwähnt), gehen mir die Veränderungen zu schnell. Clark ist als schwuler „Neuling“ sehr schnell für alles offen und sehr experimentierfreudig. Ich finde das gut – ohne Frage, allerdings ist es für jemanden, der noch nicht mal ganz aus dem Schrank heraus ist, doch etwas ungewöhnlich (oder ging einfach ohne wirkliche Vorbehalte von Clarks Seite über die Bühne). Dazu wird fast jedes Klischee erwähnt, dass man sich im Zusammenspiel Sport / schwule Männer / Coming out vorstellen kann.
Egal wie, mir war es mal zu viel, mal zu wenig – eben genau entsprechend der Handlung selbst.

Ich könnte hier jetzt 2, 3 oder 4 💜 vergeben, aber das würde dem Buch aus meiner Sicht weder in die eine, noch in die andere Richtung gerecht werden, da die Geschichte grundsätzlich einen guten Plot hat. Das manche Handlungen einiger Neben- aber auch der beiden Hauptprotagonisten für mich zwischendurch nur schwer nachvollziehbar waren ist wohl eher meiner Skepsis geschuldet, denn dem Können der Autorin. Was es nun so schwer für mich macht, ist, dass dieses Buch der erste Teil einer Serie ist und ich zu gerne wissen will, was bei Lil passiert. Mittlerweile gibt es von der Serie noch 3 weitere, bisher noch nicht übersetzte Teile – ich werde mal der Dinge harren, die da übersetzungstechnisch vielleicht noch kommen …

Tja, widersprüchlich wie der ganze Leseeindruck – so wirr, wie mein Review  (so kommt es mir zumindest vor) – so ist auch jetzt im Nachhinein immer noch der Nachhall der Geschichte.

Bis bald

El Ma

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„fels“ – Anyta Sunday

Klappentext
Vulkanisch.
Als sich Coopers Eltern scheiden lassen, zerbricht seine Welt – und plötzlich ist er in der einen Woche bei seiner Mutter und in der nächsten bei seinem Vater.
Aber sein Vater ist nicht der Einzige, mit dem er klarkommen muss: Da ist auch noch Lila, die andere Frau, die ihm den Boden unter Füßen weggezogen hat.
Und dann…
Gibt es noch Jace. Lilas Sohn. Lilas eingebildeten Sohn, dessen Augen so blau leuchten wie hochgewürgte Fischschuppen.
Cooper will seine alte Familie zurück haben, aber etwas an diesem Jungen sagt ihm, dass nichts wieder so sein wird, wie zuvor.

Sedimentär.
Cooper und Jace’ neues gemeinsames Leben beginnt holprig, aber mit der Zeit knüpfen sie etwas Neues. Eine enge… Freundschaft.
Denn mehr als das darf es zwischen ihnen nicht geben. Obwohl sie keine echten Brüder sind. Wenn man’s genau nimmt, sind sie ja noch nicht einmal Stiefbrüder…

Gestaltverändernd.
Aber was geschieht mit Freunden unter der felsenschweren Last, die das Leben ihnen auferlegt?
Die das Herz ihnen auferlegt?
***
„fels“ folgt der Geschichte von Cooper und Jace über 15 Jahre lang, und erzählt dabei von Familien, die zerbrechen und neu zusammengefügt werden, vom Erwachsenwerden, von Trauer und Neuanfang, vom Loslassen und Ankommen, von Freundschaft und Liebe.
Ein schwuler Liebesroman, der bewegt.

                                                                   ***
Deutsche Fassung des Bestsellers „rock“ von Anyta Sunday.

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Es gab schon so einige Bücher, die mich ziemlich wortlos zurückgelassen haben, dass ich sprachlos nach einem war, ist mir noch nicht so oft passiert. Dieses Buch hat mich eine schlaflose Nacht gekostet (ausgerechnet die von Sonntag auf Montag) und ich habe nicht eine einzige Minute davon bereut.

obsidian-505332_640Die Geschichte wird aus der Sicht von Cooper erzählt und schildert seine Beweggründe und Gedankenspiele wirklich gut und auch nachvollziehbar. Nicht nur einmal war ich emotional so berührt, dass mir beim Lesen die Tränen heruntergelaufen sind. Obwohl man weiß, dass es um das Leben von Teenagern geht, fühlt man mit ihnen und zwar so, dass man das Buch nicht wirklich aus der Hand legen will, da man das Gefühl hat, es könnte etwas passieren und man wäre nicht dabei.

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(c) Robert Lavinsky

Der Klappentext sagt viel über den Inhalt des Buches aus, ohne allzuviel zu verraten (auch das ist eine Kunst). Man verfolgt nicht nur Coopers Leben über 15 Jahre, nein, auch das der ganzen Familie und den Freunden. Jede Situation ist so dargestellt, dass man wirklich das Gefühl hat, dabei zu sein. „fels“ ist ein Buch, auf das man sich einlassen soll und muss. Bei mir ist das soweit gegangen, dass ich bei manchen Szenen gerne noch viel tiefer eingetaucht wäre. Dies soll jetzt allerdings keine Kritik sein, sondern einfach nur zeigen, wie fest mich das Buch im Griff hatte.

amethyst-2054918_640Ich werde auch zukünftig sicher kein großer Fan von YA-Büchern werden. Aber sicherlich ein großer Fan der Bücher von Anyta Sunday :-). Nach „Verzettelt“ (ein leichtes, unkompliziertes Buch), „500 Küsse“ (locker, flockig und gut zu lesen) und „Experimentier Mit Mir: Taboo For You“ (ein klasse Buch – wobei mich der Titel schon erst einmal verwirrt hat), ist „fels“ die vierte Geschichte von ihr und wird mit Sicherheit nicht die letzte gewesen sein.

Native_gold_nuggetsEinen klitzekleine Anmerkung habe ich dann aber doch noch (Achtung, jetzt kommt jammern auf allerhöchstem Niveau) und zwar zum Ende … Es passt, dies gleich vorneweg. Es kam für mich, so wie es kam, nur etwas unverhofft und mir einen Ticken zu schnell, da die Geschichte sonst sehr viel detaillierte Facetten aufweist. Es passte aber dann aber auch wieder, da der Augenmerk der Geschichte für mich in der Entwicklung der Protagonisten liegt und nicht auf dem „Endergebnis“. Es ist einfach schön, über diesen langen Zeitraum mitzubekommen, welche Wege die einzelnen Personen nehmen. Bei einigen Nebenprotagonisten wurde noch das eine oder andere Thema angeschnitten, dass dann etwas „kurz“ kam bzw. nicht näher erläutert wurde, aber auch dies wäre bei einem „normalen, oberflächlichen“ Buch noch nicht einmal eine Erwähnung wert. Bei „fels“ sind es aber genau diese kleinen Details, die für mich das Liebens- und Lesenswerte ausmachen.

(c) Andrew Sullivan

„fels“ ist auf jeden Fall ein Buch, das zeitnah ein re-reading erfahren wird. Das TB ist bereits bestellt und darf ins Regal :-). Jetzt hoffe ich auf eine zeitnahe Übersetzung von „nest“ 💜.

 

Bis bald,

El Ma

 

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