„Paragraphenreiter“ – Louisa C. Kamps

Klappentext *)
Florian Richter heißt nicht nur so, er ist auch Richter – und zwar in Hamburg.
Nach einem Fahrradunfall wird Florian ausgerechnet in das Krankenhaus eingeliefert, mit dem er einige düstere Erinnerungen verbindet. Dementsprechend ist seine Laune, die er prompt an allen Anwesenden auslässt. Nur Mathias Winkler, der die Stationsleitung innehat, hält dagegen. Florian ist beeindruckt – doch mehr von Mathias‘ dunkelbraunen Augen und seiner sexy Stimme.
Durch Zufall treffen sich die beiden unterschiedlichen Männer wieder und tasten sich langsam aneinander heran. Doch ihre Auffassungen von Freundschaft kollidieren sehr bald – Florian will sich nicht outen, um seine Karriere nicht zu gefährden. Und das Letzte, was Mathias will, ist eine heimliche Affäre.

Das Taschenbuch hat 336 Seiten

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Hach ja, der SuB-Abbau *g*
Da liegen dann schöne, gut lesbare Bücher Ewigkeiten auf dem Reader, weil man nach dem Kauf nicht gleich dazukommt, sie zu lesen und dann verschwinden sie in den unendlichen Tiefen …

Auch Paragraphenreiter war so ein Buch, bei dem mich der Klappentext wirklich angemacht hat. Nicht wegen der Geschichte, denn da gibt es zuhauf welche mit Paaren, von denen eine Hälfte aus welchen Gründen auch immer noch im Schrank leben. Aber es hat mich interessiert, wie ein hoher Staatsbediensteter damit umgeht und wie wichtig diesem sein Status ist.

Aaaalso, als Mathias auf Florian trifft, zeigt sich dieser von seiner unangenehmsten Seite und doch ist auf Anhieb etwas zwischen diesen beiden Männern, das den Leser das Buch erstmal nicht aus der Hand legen lässt. Gerne würde man Florian schütteln und ihm sagen, dass das so nicht geht, jedoch kommen so nach und nach die Gründe ans Licht, warum er so handelt, wie er es tut.

Manchmal weiß das Schicksal einfach besser, was man im Moment braucht und schickt einem dann genau dieses. Mathias schafft es, dass Florian im Laufe der Geschichte merkt, wie er die vergangenen Jahre gelebt und vor was er sich alles verschlossen hat. Wie es manchmal jedoch ist, sind das wollen, das können und dann auch noch die Umsetzung mindestens zwei paar Schuhe, wenn nicht noch mehr.

Aber auch Mathias hat sein Päckchen zu tragen und ist nicht gewillt, alles, was Florian ihm (nicht) gibt, zu akzeptieren. Der Weg zum Happy End ist nicht einfach für die beiden. Sie dabei zu verfolgen war durchaus unterhaltend.
Wir haben in dieser Geschichte ein bisschen Drama, Intrigen, gute Freunde, bedingt durch einen Fall, ein bisschen Krimi und dazu noch einen Blick hinter die Kulissen eines Gerichtes (das fand ich jetzt sehr interessant).

Die Geschichte ist gut geschrieben, der Blick hinter die Kulissen war wirklich interessant. Ich wüsste zudem gerne, wo das Häuschen in Dänemark genau steht *g* und noch so einiges mehr.

Dennoch hat die Geschichte ein kleines „aber“ für mich. Ja, ich weiß … jetzt hat sie schon einen Epilog und sie meckert trotzdem …
Das es ein Happy End gibt ist glasklar. Das die beiden zufrieden und glücklich leben, auch. Allerdings, und es war irgendwann klar, dass Florians Weg so nicht weitergehen kann, hätte ich mir nachdem er mit Herrn Dr. Knaur einen „gefühlten Mentor“ hatte, einen anderen Weg für ihn vorstellen können – angesichts seiner Beweggründe bei der Berufswahl. So hatte ich wirklich diesen *häh*-Effekt, als ich das Buch geschlossen habe.

Aber nun ja, jeder Mensch darf so leben, wie er mag, auch wenn manche Leute (auch in dem Buch) dies anders sehen. Drum ist es gut so, wie es ist.

Bis bald,

El Ma

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„Ethan und Carter – Du bist meine Melodie“ – Ryan Loveless

Klappentext*)
Im Alter von vierundzwanzig Jahren ist Carter Stevenson aufgrund seines Stotterns und seiner Tics völlig verschüchtert. Er entschließt sich, von Los Angeles in eine kalifornische Kleinstadt zu ziehen, auch wenn seine Freunde ihm vorwerfen, dass er sein Tourette-Syndrom über sein Leben bestimmen lässt. Carter beabsichtigt, sich bedeckt zu halten und andere Menschen zu meiden. Aber er hat nicht erwartet, dass sein neuer Nachbar, Ethan Hart, in seine Einsamkeit eindringt und ihn dazu zwingt, hervorzukommen und zu leben.

Ethan macht aus seiner Liebe zu Carter von Anfang an kein Geheimnis. Aber er hat Angst, dass Carter nur seinen Hirnschaden sehen könnte, obwohl er dadurch besser auf seine eigenen Gefühle eingehen kann als andere Menschen. Aber Carter hat ein größeres Problem: er hat sich bisher an sogenannten Traumpartnern immer die Finger verbrannt und möchte sein Herz nicht noch einmal riskieren.

Ethan will Carter unbedingt zeigen, dass sie zusammengehören. Aber dann erhält er traurige Neuigkeiten und braucht Carter, damit er ihm Kraft und Beistand spendet. Aber wird Carter für ihn da sein, wenn Ethan ihn am meisten braucht?

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Gekauft hatte ich dieses Buch im Erscheinungsmonat Juli 2014. Somit war es eines der ersten Bücher, aus dem Gay-Genre, dass ich gelesen hatte. Und auch heute noch, über 3 Jahre später, ist es das Buch, das mir einfällt, wenn ich nach einem ganz besonderen Buch, einem meiner Lieblingsbücher, meinem Herzensbuch oder nach einer Eindruck hinterlassenden Liebesgeschichte gefragt werde.

Es gab bisher wenig Bücher, die mir die Tränen in die Augen haben steigen und dennoch während der ganzen Zeit ein gutes Gefühl hinterlassen haben. Ryan Loveless lässt sowohl Carter als auch Ethan als Menschen auf den Leser wirken, die ihren Weg gefunden, das Beste aus ihrem Leben gemacht und dabei – jeder auf seine Weise – Erfolg haben und gefühlt jedes Hindernis überwinden können. Treten Schwierigkeiten auf, ist der eine für den anderen da und das mit einer Selbstverständlichkeit, die manchen Menschen ohne Behinderung ziemlich blaß aussehen lassen würde. Ich hatte nie das Gefühl, dass die beiden sich „verlieren“ würden, egal wie erschütternd manche Geschehnisse aus der Vergangenheit auch sind.
Auch wenn wir Leser uns gerne die heile Welt vorspielen lassen, die Protagonisten so perfekt wie nur möglich auszusehen haben und der Ritt in den Sonnenuntergang fast vorprogrammiert sein muss, so sind es doch Geschichten wie diese, die das Herz berühren und im Gedächtnis bleiben.

Die Schönheit der Dinge lebt in der Seele dessen, der sie betrachtet.
David Hume

Eigentlich wollte ich noch ein bisschen ausführlicher schreiben, wie gut in dieser Geschichte aufgezeigt wird, dass auch Menschen mit einer Behinderung oder Einschränkung ihr Leben meistern und eine Beziehung führen können, aber der erhobene Finger bleibt unten. Dafür gibt es für dieses Buch eine 100 %ige Leseempfehlung und wenn ich die Kategorie hätte, auf jeden Fall weit mehr als 5 💜. So ist es selbstverständlich, dass es auch nach dem Re-read auf der Liste der ganz „besonderen Bücher“ und der „meiner Lieblinge“ bleiben darf.
Im Moment gibt es die Geschichte leider nicht als Print. Doch sobald es wieder verfügbar ist, darf es endlich zu meinen anderen Lieblingen ins Regal.

Ach ja, und ich denke sehr wohl, dass es ein Riesenkompliment ist, wenn man wie Ethan, den neuen Nachbarn sieht und wegen ihm Sperma macht 😘. Auch wenn ich seiner Mutter recht geben muss, dass das nicht unbedingt ein Thema für eine öffentliche Gesprächsrunde ist 😜

Bis bald,

El Ma

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„Ganz Normal“ (Krieg der Werkstätten 2) – Marie Sexton

Klappentext*)
Ein Titel der Krieg der Werkstätten Serie

Was ist schon ‚normal‘?

Als Brandon Kenner in Kasey Ralstons Werkstatt mit einer 1970er Chevelle SS 454 auftaucht, ist Kasey von beidem, Mann und Auto, hin und weg. Aber Kasey birgt ein peinliches Geheimnis: Seine Liebe für alte Muscle-Cars geht wesentlich tiefer als das, was als normal gilt. Sein unüblicher Fetisch hat Kasey isoliert — entfremdet von seiner Familie und von seinen Kollegen sogar noch mehr.

Aber als Brandon das Geheimnis des heißen Mechanikers herausfindet, ist er nicht abgeschreckt. Genaugenommen findet er Kasey faszinierend und hat sich vorgenommen, ihn für sich zu gewinnen.

Alles an Brandon bringt Kaseys Motor in Fahrt und er ist mehr als nur bereit, mit dem charmanten Mann in die Kiste, oder besser gesagt ins Auto, zu springen. Was Kasey jedoch fürchtet ist, was hinterher passieren wird. Gibt es irgendeine Chance auf eine Zukunft für die beiden? In der Vergangenheit hat die Erwartung an etwas Langfristigem immer zu einem gebrochenen Herzen geführt.  Aber Kasey kann nicht anders, als zu hoffen, dass trotz seines Fetisches Brandon die Ausnahme sein wird.

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Ich weiß jetzt nicht, ob es für oder gegen mich spricht, dass ich so gar kein Problem mit kleinen Fetischen habe und diese eigentlich ganz liebenswert finde. Aber egal, ich stehe dazu *g*.

Ganz anders sahen das die Ex-Freunde von Kasey. Hier hatte er doch den einen oder anderen Tiefschlag einstecken müssen, als diese hinter seine „besondere Leidenschaft“ kamen. Zutiefst verunsichert hat er die Hoffnung bereits aufgegeben, jemals den Mann fürs Leben zu finden und mit diesem seine Leidenschaft auszuleben. Damit ihn keiner mehr deswegen zurückweist, hat er sich von allem und allen zurückgezogen und lebt ein ziemlich einsames Leben.

Da sein Fetisch aber indirekt auch mit seinem Job zu tun hat, wird er als Spezialist zu einer besonderen Reparatur gebeten und scheinbar hat Amor doch einen Plan …

Brandon scheint so gar kein Problem mit Kaseys Eigenheiten zu haben, sondern gibt ihm quasi einen Freifahrtschein, als er ihm sein Auto über Nacht da lässt und scheinbar sogar darauf hofft, dass es nicht nur bei der Reparatur bleibt.

Was habe ich bei dieser kleinen Geschichte gegrinst. Mir hat es wirklich Spaß gemacht zu lesen, dass es wohl wirklich für jeden Topf einen Deckel gibt. Für all diejenigen, die kein Problem mit so einem wirklich harmlosen Fetisch haben, kann ich „Ganz Normal“ einfach als gute Unterhaltung für zwischendurch empfehlen.
Für alle anderen, die eine nette Geschichte deswegen schlechter bewerten würden, würde ich sagen: Lasst es, denn das hat Kasey nicht verdient!

Bis bald,

El Ma

Eine weitere Meinung zu dieser Geschichte findet ihr bei Frau Laberladen

 

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Finding Peace (Finding Series 3) – Sloane Kennedy

Klappentext*)
„I knew it would be like this…like finding something I didn’t know was missing.“ –Luke

*Note: New cover added 12/2016 but no new content

Author Gray Hawthorne has it all and he’s on the verge of having even more. His bestselling detective novels are being turned into a movie series that will make him a household name and he’s rubbing a lot more than just elbows with Hollywood’s elite. Money, fame and good looks mean an endless supply of men, both groupies and celebrities alike, which suits Gray just fine. He’s smart enough to know that his 5 minutes in the spotlight will be just that and he plans to enjoy every moment. Until he gets the devastating news that threatens to steal everything away…

Army Ranger Luke Monroe lives and breathes the military. They’re the family he never had and a life without his brothers-in-arms is unfathomable. But the ultimate betrayal has Luke on the run and a twist of fate leads him to the small town of Dare, Montana to seek help from the foster brother who saved him once before. Only the brother he’s searching for isn’t the man he finds and he has no choice but to keep running. Until an encounter on the side of the road with a stranger changes everything.

The last thing Gray wants when he seeks refuge at his cabin in the secluded Montana mountains is company but a run-in with the mysterious and very straight Luke has Gray offering the damaged soldier a place to regroup. And since a physical relationship isn’t even on the table, Gray finds himself enjoying something he hasn’t had in a long time…a real friend.

But what happens when friendship just isn’t enough? When a man who’s only been with women begins to crave more?

With one man running from his past and the other running from his future, will finding each other be enough to bring them peace?

Can be read as a stand-alone story – no cliffhangers.

This series crosses over with some of my other series, so for the most enjoyment, they should be read in order, but it is not required. You can find the correct reading order at the beginning of each book. I’ve also bundled all my series in the correct reading order under the title of A Family Chosen: The Protectors and Barrettis.

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Heute ist der Klappentext länger als mein Review *g*.

Was soll ich viel sagen, ich liebe diese Reihe und bisher waren alle 3 Bände (ja, ich bin zwischenzeitlich fast mit dem 3. Buch durch) in wirklich gleichbleibender Qualität, was ja bei Serien nicht immer selbstverständlich ist.

Gray und Luke sind ein tolles Paar. Und ihr Hund … der Traum schlecht hin 😀. Wenn sowas ginge, hätte ich ihn glatt aus dem Buch herausgeklaut.
Klar gibt es auch bei ihnen Missverständnisse, aber im Gegensatz zu vielen anderen Männern reden sie miteinander (meistens wenigstens), sodass es gar nicht erst zu den ganz großen Beziehungsdramen kommt … fast …
Gray ist krank und kann erst einmal nicht wirklich damit umgehen, dass ihm ein vermeintlich wichtiger Teil seiner Männlichkeit fehlt. Nur gut, dass Luke so gar kein Problem damit hat und Gray behandelt, als wenn gar nichts wäre. Aber auch Luke hat (s)einen Rucksack an Altlasten zu tragen und ist der festen Überzeugung, dass wenn er die Wahrheit erzählen würde, ihm eh keiner glauben würde.

Nun, genau hier zeigt sich für beide, was gute Freunde (und für uns alte Bekannte) wert sind. Denn diese sind ohne wenn und aber für Luke und auch für Gray da.

Für mich hatte diese Geschichte alles, was ich in einer – für mich guten – Geschichte brauche: Einen klasse Plot, Gefühle, ein wenig Drama, tolle Freunde, Handlungen die man nachvollziehen kann und ein Happy End. Was will Frau mehr *g*?

Demnächst gibt’s dann den 4. Teil – freu 🙂

Bis bald,

El Ma

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*) Das Copyright für Bild und Klappentext liegt bei Sloane Kennedy

„Im Alleingang (Spielzüge 1)“ – Avon Game

Klappentext*)
Ein Titel der Spielzüge Serie

Die Zukunft des zwanzig Jahre alten Lane Courtnall sieht rosig aus, nachdem er gedraftet wurde, für die Jacksonville Sea Storm zu spielen, dem Farmteam einer NHL-Mannschaft, auch wenn er sich als schwuler Mann in der Minor League unwohl fühlt. Er hat sich schon mehr als einmal im Ton vergriffen und damit seine Mannschaftskameraden gegen sich aufgebracht. Dann gerät er in einem Spiel gegen die Savannah Renegades, die Rivalen seiner Mannschaft, in einen Kampf mit dem Enforcer Jared Shore, bei dem die Handschuhe fliegen. Eine seltsame Art, eine Beziehung zu beginnen.

Jared hat den Großteil seiner Karriere in den Minor Leagues gespielt. Er ist bisexuell und es kümmert ihn nicht, wer darüber Bescheid weiß. Aber er ist entschlossen, sich nicht wieder auf eine Affäre einzulassen, nachdem seine letzte ihn am Boden zerstört zurückgelassen hat. Aber vollkommen unerwartet führt ein One Night Stand mit dem Neuling Lane Courtnall dazu, dass er diesen Entschluss überdenkt. Durch Lane erinnert Jared sich daran, warum er das Spiel liebt und warum es sich lohnen könnte, sein Herz zu riskieren. Im Gegenzug hofft Jared, dass er Lane zeigen kann, wie er sich auf dem Eis, und abseits davon, in seiner Haut wohlfühlen kann. Aber sie befinden sich an unterschiedlichen Punkten in ihrer Karriere, und beide Männer müssen entscheiden, was ihnen am wichtigsten ist.

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Oft ist es mir noch nicht passiert, dass ich mitten unterm Lesen mit dem Review angefangen habe, aber nachdem ich einige Zeit brauchte, um in das Buch reinzukommen, gehen mir die Rückblicke der beiden Jungs ziemlich an die Nieren. Um eben genau dieses Gefühl festhalten zu können sitze ich nun hier und schreibe, anstatt einfach weiterzulesen. So als Sportfan meint man immer, dass es toll sein muss, wenn man mit Sport seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Wenn man aber Jared „zuhört“ verliert diese romantische Sichtweise ganz schnell seinen Glorienschein. Aber auch Lane muss mit seinen 2o Jahren lernen, dass er das Leben nicht einfach nur von der „Sohnseite“ sehen kann, sondern dass das, was seine Eltern seiner Meinung nach sehen wollen, nicht das ist, was er sein kann. Auf jeden Fall kann ich nach einem Viertel des Buches sagen, dass mir gefällt was ich hier lese und das es mich neugierig auf die weitere Geschichte macht.

Und jetzt, wo ich das Buch beendet habe, muss ich sagen, dass es mir ausnehmend gut gefallen hat. Zwischendurch saß ich da und habe wirklich überlegt, ob Lane – aufgrund mancher Aktionen und Reaktionen – eine milde Art von Autismus hat, aber wie sich Jared selbst zwischendurch fragt, scheint es wirklich eine Art Wahrnehmungsstörung zu sein. Im einen Moment ist er auf eine sehr subtile Art aufmerksam und einfach nur liebenswert, in einem anderen geht ziemlich jede zwischenmenschliche Aktion komplett an ihm vorbei.
Jared ist ein „alter“ Hase im Eishockey und hat, im Gegensatz zu Lane, seinen Weg bereits gefunden. Avon Gale hat die Eigenheiten der beiden Jungs so wunderbar und leicht lesbar einfließen lassen, dass man, obwohl sie nicht wirklich tief eingetaucht ist, das Gefühl hatte, beide gut zu kennen. Dennoch hat sie einen sehr eigenen Stil, den man mögen muss, der mir aber gut gefallen hat.
Zudem zeigt sich, dass man immer beide Seiten der Medaille kennen muss, um ein „Urteil“ zu fällen. Dies müssen sowohl Lane als auch Jared lernen. Doch als sie dann der Blitzschlag der Erkenntnis trifft *g*, zeigt sich, dass Familie, Freunde und der Sport eine wunderbare Allianz bilden können. Der Weg dahin ist nicht einfach, aber wenn man ihn einmal geht, nicht so steinig, wie befürchtet und manche Dinge entwickeln sich so selbstverständlich, dass man sich fragt, ob es nicht schon immer klar gewesen ist, dass es so kommen musste.

So wie ich zu Beginn Schwierigkeiten hatte, in das Buch reinzufinden, so hätte ich später einfach immer weiterlesen können. Ich habe ein weiteres Buch dieser Serie im Original auf dem Reader, aber wie immer entspricht mein Zeitvolumen nicht dem meines SuB … Allerdings bin ich jetzt schon so weit, dass ich mehrere Ordner der Bücher angelegt habe, die als Serien erscheinen und die für mich das Lesen und „dabeibleiben“ wert sind. Die Spielzüge-Serie bekommt übrigens auch einen 😀.

Bis bald,

El Ma

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„Café der Nacht“ – Susann Julieva

Klappentext
Als der schüchterne Maxim Besitzer des legendären Künstlertreffs „Café der Nacht“ werden soll, beginnt eine Reise zurück in seine Vergangenheit. Er wird mit schillernden alten Freunden, vor allem aber der Erinnerung an den genialen Schauspieler Monroe konfrontiert. Die Liebe zu dem charakterstarken Rebellen hat Maxim geprägt, doch alles kam anders, als erhofft.
Inspiriert vom Café und seinen Künstlern erkennt Maxim, dass ihm eine ungeheuerliche zweite Chance geschenkt wurde. Es ist noch lange nicht zu spät, seine Träume zu leben. Alles, was er dafür braucht, ist Mut.

Das Taschenbuch hat 344 Seiten.

  • von mir im Juni 2015 gekauft – zwischenzeitlich gibt es eine Neuauflage des Buches

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Es ist schon einige Zeit her, dass ich dieses Buch gelesen habe und immer noch fällt es mir schwer, die richtigen Worte dafür zu finden.

Von berührend, bis unglaublich, über eindringlich und intensiv, bis fesselnd und dramatisch ging und geht mir alles durch den Kopf. Die Protagonisten, allen voran Maxim, waren nicht nur „Darsteller“ in einem Buch, sie haben mich begleitet oder besser gesagt, ich durfte sie durch ihre Geschichte begleiten. Es war faszinierend für mich, eine relativ lange Zeitspanne mitverfolgen zu können, wie sich Maxim entwickelt, welche wirklich besonderen Menschen er trifft und wer sein Leben eben über diesen langen Zeitraum begleitet hat. Susann Julieva erzählt zwar eigentlich Maxims Geschichte, lässt aber dennoch auch die anderen Protagonisten nicht außen vor. Man erfährt viel über Monroe, der ebenfalls ein ganz besonderer Charakter ist, und dessen Aktionen und Reaktionen, je weiter man in das Buch eintaucht, immer verständlicher werden, aber auch Dela hinterließ ihre Spuren bei mir, sodass ich mich wirklich gut aufgehoben gefühlt habe.

Das Ende kam so wie es kam, auf der einen Seite überraschend, auf der anderen aber vollkommen logisch und verständlich. „Café der Nacht“ ist ein Buch, auf das man sich einlassen muss. Die Art wie das Buch geschrieben ist, ist keinesfalls Mainstream.
Mich hat es gefordert, mitgenommen (in jeglicher Hinsicht) und mit einem tollen Gefühl zurückgelassen. Dennoch war ich traurig, Maxim und seine Freunde zurückzulassen und nicht mehr an ihrem Leben teilhaben zu können.
Ich hoffe schwer, dass ich demnächst einmal ein ruhiges und entspanntes Zeitfenster haben werde – denn dies ist kein Buch für „schnell mal zwischendurch“ – und freue mich schon jetzt auf den re-read dieses Buches.
Juliane vom Blog „Like a Dream“ schrieb in ihrem Review bereits vor längerer Zeit etwas von einer Fortsetzung. Und endlich ist sie da 🙂 und bereits auf meinem Reader, denn wie angemerkt, zu guten Freunden kehrt man immer wieder gerne zurück. Ich freu‘ mich wie ein Schnitzel darauf! Der Weihnachtsurlaub kann kommen, denn dann werden beide Bücher zusammen genossen, sodass es eine direkte „Verbindung“ zum „vorher“ und „jetzt“ geben wird.

Bis bald,

El Ma

Weitere Meinungen zu dem Buch findet ihr hier bei TheWorldofbigEyes, Like a Dream-1 & Like a Dream-2.

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„#noFilter“ – Nora Wolff

Klappentext*)
Fotografie ist Davids Passion. Stolz darauf, jeden Kunden perfekt in Szene zu setzen, verzweifelt er beinahe, als der schüchterne Luis in sein Studio stolpert. Der Rotschopf ist nicht nur unglaublich unfotogen, sondern auch tierisch verklemmt. Doch Davids Ehrgeiz ist geweckt: Er wird aus Luis das perfekte Foto herausholen, koste es, was es wolle. Nur hat er nicht damit gerechnet, dass der Preis sein Herz sein könnte…

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Ich mag die Geschichten von Nora Wolff sehr. Egal ob es ihre YA-Bücher „Bunter Hund“ oder „Fessel mich“ sind, die ich beide sehr nett und unterhaltsam fand, aber auch die vor einiger Zeit erschienene Geschichte „Mehr als eine Affäre“ (gelesen, aber n.n. rezensiert) hat mich wirklich gut unterhalten. Ungelesen auf dem Reader schlummert noch „Heißkalt erwischt“ und ich freue mich schon sehr darauf.

Aber nun zurück zu „#noFilter“, denn das habe ich gerade aktuell beendet und fand die Geschichte wirklich gut, allerdings gab es einige Dinge, an denen ich mich etwas gerieben habe, aber dazu komme ich gleich.

David scheint ein wirklich guter Fotograf zu sein, der in seinem Beruf aufgeht und für sein Lieblingsmotiv Ryan schwärmt. Tja, und dann kommt Luis in sein Studio. Gefühlt ist dieser wie ein Eimer kaltes Wasser für Davids Gefühl für Ästhetik. Allerdings lässt es seine Berufsehre nicht zu, dass ein „Motiv“ sein Studio verlässt und er nicht das Beste aus diesem herausgeholt hat.

Bis David sich umschaut, hat der kleine, unscheinbare Luis etwas bei David bewirkt, was dieser noch lange nicht greifen kann.
Luis weiß auf der einen Seite genau, was er will (nämlich David), ist auf der anderen Seite aber wirklich verunsichert und zurückhaltend. Dennoch behält er seinen Stolz – was ihn für mich zum eigentlichen Helden der Geschichte werden ließ – und lässt sich nicht alles von David gefallen. Dieser ist, was wechselnde Partner angeht, nämlich ein Hans Dampf in allen Gassen und Luis will sich in diese laaaaaange Reihe an Männern nicht wirklich einreihen. Die Liebesgeschichte um die beiden ist wirklich nett geschrieben und hat so einige Höhen und Tiefen, bis es endlich zum Happy End kommt. Das alles hat sich wirklich flüssig und gut lesen lassen, dennoch, gab es so einige Punkte, die es mir schwer gemacht haben, David als den idealen Partner für den netten, freundlichen und liebevollen Luis zu sehen.

David polarisiert – und das meiner Meinung nach nicht unbedingt auf der sympathischen Seite. Er ist egoistisch, selbstverliebt und rücksichtslos. Warum? Tja, sich Luis „warmzuhalten“ und andere Männer zu treffen und das nur, weil er Luis nicht für attraktiv genug hält, seine Gedanken sich aber genauso viel um diesen wie um Ryan drehen. Er hält sich für den (männlichen) Nabel der Welt. Er geht auf der Gefühlsebene über Leichen – vielleicht aus Selbstschutz? Aber dies kam nicht so wirklich (für mich erklärbar) rüber.
Denn und das war das für mich größere Manko der Geschichte, man erfährt nicht wirklich, warum David so ist, wie er ist. Nur an der weit zurückliegenden Absage dieser Galeristin? – nein, das war mir zu wenig. Lag es an Chris? Keine Ahnung, denn diese Beziehung liegt im Dunkeln. Denn nur weil ein Teil einer „Beziehung/Freundschaft“ einen anderen Berufsweg geht, wird und reagiert man nicht so wie David.

Allerdings lässt dieser dunkle Punkt in Davids Vergangenheit Raum für eine Sidestory, über/mit Chris – wer weiß.
Auch Ryan, der lange Zeit ebenfalls sehr selbstverliebt und flirty dargestellt wird, wird gegen Ende des Buches menschlicher, netter und „aus Gründen“ kleinlauter. Auch hier gäbe es Stoff für eine weitere Geschichte *g*.

Ihr seht also, polarisierende Typen sind gut für die Fantasie. Ich hoffe natürlich nicht nur für mich als Leser, sondern auch für die Autorin *g*. Auf gut Deutsch: Ich möchte mehr über die Typen aus dem Buch lesen.

Wie gesagt, mir hat die Geschichte mit allen „wenn“ und „aber“ gut gefallen – mehr „Input“ wird gewünscht 😀. Also liebe Nora Wolff, ran an die Feder 😉.

Bis bald,

El Ma

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