„Fliegende Fellbüschel“ – M.A. Church

Klappentext
Buch 2 in der Serie – Fell, Fangzähne und Feliden

Ein kühler Morgen, ein Garten voller Vögel und eine Katze mit einer Mission. Was könnte eine Werkatze sich sonst noch wünschen? Beta Heller Wirth hat alles, außer einem Gefährten – einen Gestaltwandlergefährten, um genau zu sein. Das Letzte, was er will, ist einer dieser gefährlichen Menschen, die ohne Gnade töten. Heller weiß alles darüber. Was macht also die Göttin Bastet? Sie gibt Heller genau das, was er nicht will – einen Menschen. Geschäftsmann Lawson Dupre.

Lawson hat keine Ahnung, was gerade in seinem Autozubehörladen passiert ist. Im einen Moment ist ein süßer Kunde kurz davor, das Bewusstsein zu verlieren und dann erholt er sich und fängt an zu flirten. Danach läuft er aus dem Laden, als wären die Hunde der Hölle hinter ihm her. Als er erfährt, dass Heller eine Werkatze ist, macht das Lawson nichts aus. Er ist einer der wenigen Menschen, die wissen, dass Paranormale existieren. Er lebt sogar mit zweien zusammen. Seht zu, wie die Fellbüschel fliegen, wenn Heller und Lawson gegen verletzte Gefühle, falschen Glauben und eine Machtverschiebung in Hellers Rudel kämpfen.

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Irgendwie fühle ich mich grad seltsam. Auf der einen Seite ist es eine nette Geschichte, auf der anderen Seite frage ich mich, was das jetzt war. Heller, aber auch Lawson sind wirklich liebenswerte Charaktere, die mich aber nicht wirklich erreicht haben. Außer, dass es im 2. Band „nur“ ein Zweier-Pairing war, wurde der Handlungsstrang meiner Meinung fast nach dem gleichen Schema geschrieben, wie beim ersten Buch.

dog-2437110_640Sorry, jetzt spoilere ich ein wenig: verflossene „Liebe“, ein (anderer) eifersüchtiger Ex, Stalking, Sachbeschädigung und körperlicher Angriff – analog wie Buch 1. Tut mir leid, aber das war mir zuwenig. Die Geschichte ist nicht schlecht, aber halt auch nichts Weltbewegendes.
Vielleicht hätte ich auch Buch eins nicht als re-reading kurz vorher lesen sollen, denn nun waren die „Erinnerungen“ relativ frisch und der „Wiedererkennungswert“ der Handlung in Buch zwei dadurch sehr hoch.

Eventuell ist auch mein Anspruch zu hoch, aber wenn ich eine Serie anfange, dann sollte es von Buch zu Buch zumindest einen unterscheidbaren Plot geben.
„Herausgerissen“ hat für mich, dass M.A. Church mit Marshell und Remi zwei Nebenprotagonisten geschaffen hat, die mich neugierig auf Band 3 haben werden lassen. Da ich das Buch aber bereits im Original hier liegen habe (ja … manchmal bin ich beim Bücherkauf echt enthusiastisch *g*), werde ich es mir irgendwann mal zu Gemüte führen. Hibbelig auf die deutsche Übersetzung warten, werde ich in diesem Falle nicht.

Nun denn, harren wir der Bücher, die da kommen werden :-).

Bis dahin,

El Ma

  • Band eins der Serie „Aller guten Dinge sind drei“ findet ihr hier & hier
  • Band drei „It takes two to Tango“ findet ihr hier & hier

 

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„Dir zu gehören“ – Anna Martin

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Fortsetzung zu Andere Wege
Ein Titel der Neue Wege Serie

Es ist drei Jahre her, seit Jesse Ross sich zwischen seinem Master und seiner festen Freundin entscheiden musste – drei Jahre, seit er eine Liebesbeziehung mit Will, seinem Dom, eingegangen ist und endlich offen zu seiner sexuellen Orientierung steht. Von außen betrachtet ist die Beziehung zwischen Jesse und Will beständig, stabil und romantisch; alle gehen davon aus, dass sie demnächst heiraten und eine Familie gründen werden. Erst ein Autounfall deckt die zutapezierten Risse in ihrem gemeinsamen Leben auf.

Traumatisiert durch den Unfall muss Will, der den Wagen gefahren hat, feststellen, dass sein Selbstvertrauen in Scherben liegt. Nachdem er Jesse unabsichtlich Schmerzen zugefügt hat, sieht er sich außerstande, ihm im Schlafzimmer wehzutun, und stellt plötzlich seine Eignung als Jesses Dom in Frage. In dieser physisch und emotional völlig verfahrenen Situation kämpft Jesse darum, die Teile ihrer angeknacksten Beziehung zusammenzuhalten. Die physischen Wunden heilen zwar mit der Zeit, doch das emotionale Trauma hat bei beiden Männern mehr Schäden hinterlassen, als irgendjemand ahnen konnte …

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Ich hab’s probiert, ehrlich. Nachdem ich das Buch fertig hatte, habe ich mich gefragt, was ich an der Geschichte nicht verstanden habe. Den ersten Teil hatte ich schon vor längerer Zeit gelesen und irgendwie ist er mir nicht so wirklich im Gedächtnis geblieben, so dass ich ihn mir nach dem zweiten Teil noch einmal vorgenommen habe.

Leider hat mich auch das nicht viel weiter gebracht, denn auch danach blieben mir die Protagonisten im zweiten Teil fremd. Ich wurde einfach nicht mit ihnen warm. Dabei ist das Buch wirklich klasse geschrieben, die BDSM-Szenen sehr bildhaft, sehr gekonnt beschrieben. Dass ich beim Lesen meine Probleme mit den Reaktionen der Protagonisten hatte, war wohl wirklich dem verblassten ersten Teil geschuldet (der mir auch beim zweiten Lesen gut gefallen hat), denn es hat sich, eben mit dem Wissen aus Teil 1, eigentlich abgezeichnet, dass es irgendwann Probleme geben könnte.

Es fällt mir schwer hier eine wirklich aussagekräftige Rezension zu schreiben, denn für mich ist, gerade bei BDSM, eine Verbindung zu den Protagonisten wichtig und diese kam einfach nicht zustande. Vielleicht war ich nicht in der richtigen Stimmung für diese Bücher – ich weiß es nicht, denn Anna Martin kann Charaktere so zum Leben erwecken, dass man sie mögen muss. In „Teeträume“ zum Beispiel wäre ich ohne Probleme mit den Typen um die Häuser gezogen und hätte eine WG gegründet. Es liegt also nicht daran, dass sie es nicht kann.

Ich konnte so manche Reaktion von Will, aber auch von Jesse nicht wirklich nachvollziehen. Evtl. habe ich an die „Reaktionen“ eines Doms auch eine zu hohe Erwartung? Vielleicht bin ich dazu zu gerade gestrickt, denn ich habe (auch im realen Leben) große Probleme damit, wenn ein Mann eine Firma leitet, dazu dann auch noch der dominante Part in einer Beziehung jedweder Art ist und dann zum „Mimöschen“ wird. Vielleicht war genau das der Part, an dem ich emotional ausgestiegen bin, ich weiß es nicht. Vielleicht kann jeder andere von euch dieses Verhalten besser nachvollziehen als ich und hat evtl. für sich sogar eine Erklärung dafür. Von daher kann ich dieses Mal wirklich nur empfehlen, es selbst zu lesen. Über eine Rückmeldung zu eurem Lesegefühl würde ich mich freuen, denn irgendwie stehe ich da und weiß nicht *schulterzuck*

Wer also auf gut geschilderte BDSM (mit einem hohen SM-Faktor) und dennoch auf ein sich liebendes Paar (die beiden leben die Kombination 24/7) steht, der wird, wenn er mit den Protagonisten warm wird, sicherlich ein schönes Leseerlebnis haben.

El Ma

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„Die Muse im Heuhaufen“ – Remmy Duchene

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Klappentext
Als sich Jackson Rawlings outet, verliert er alles: Von seiner Plattenfirma bis zu seinem Selbstbewusstsein, das er braucht, um die Bühne zu betreten. Jackson hat das Gefühl, dass die ganze Welt gegen ihn ist. Gebrochen und voller Angst flieht er nach Hallesford und auf die Ranch, die er sein Zuhause nennt. Alles, was er will, ist den Rest seines Lebens in Ruhe und Frieden und außerhalb des Rampenlichts zu verbringen.

Aber das Schicksal liebt es, sich in sein Leben einzumischen.

Marques Lopez ist der Eigentümer von Phoenix Records, und er hasst nicht nur das, was Jackson wiederfahren ist, sondern meint auch, dass Jackson Rawlings der Musikindustrie noch eine Menge zu geben hat. Er wagt sich in das kleinstädtische Amerika, um den Sänger zu finden, und als ihm das gelingt, ist Jackson nur noch ein Schatten des Mannes, der er einst war. Und um alles noch schlimmer zu machen, schalten sich Marques Körper und Herz ein und stellen ihn vor die Wahl zwischen Geschäft und Vergnügen – es sei denn, er könnte eben doch auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen …

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Wow, was für ein vielversprechender Klappentext… Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut. Ich mag Geschichten mit Musikern bzw. Künstlern, weil diese – trotz ihrer Sensibilität – meist Ecken und Kanten haben und die Geschichte dadurch oft sehr vielschichtig wird.

Hier allerdings wurde ein Thema, aus dem man so viel hätte machen können, durchgepeitscht, ohne dass man eine Chance gehabt hätte, die Beweggründe Jacksons auch nur im geringsten zu erahnen. Bei Marques als Produzent, wusste man wenigstens, warum er sich mit Jackson treffen will. Das daraus mehr wird, war für ihn (und ich denke auch für Jackson) das Sahnehäubchen obendrauf.
Was Jackson dazu gebracht hat, so zu reagieren, wie er es getan hat, hat sich mir im Laufe der Geschichte nicht im geringsten erschlossen. Hallo? Ein erfolgreicher und gefeierter Sänger outet sich, wird bei seinem letzten Konzert gefeiert ohne Ende und dann verkriecht er sich, nur weil ihm (s)EIN homophober Produzent gekündigt hat?
Hätte man auf Jacksons Hintergrund bzw. seine Beweggründe genau so viel Energie darauf verwendet, wie auf die Sexszenen, hätte aus dieser Geschichte echt was werden können. Der Weg von „mimimi“ zum Powerlover war kurz, schnell und schnörkellos.
Ein gebrochener Mann, dem man aufgrund seines Outings seine „Lebensgrundlage“ entzieht und der emotional am Ende ist, hat meiner Meinung nach ein bisschen mehr „Hintergrund“ und Tiefe in seiner Geschichte verdient. Dies war hier leider so gar nicht gegeben.
Zudem wurden Redewendungen verwendet, bei denen ich mir gedacht habe „reden wir jetzt über Männer im mittleren Alter (hier ist alles möglich von ca. 30 – 40/45) oder von Kleinkindern im Kindergarten…?“
Tut mir leid, in einem Roman, in dem einem ein Blick ins Schlafzimmer gewährt wird, möchte ich nicht lesen, dass ein erwachsener Mann „auf den Stuhl klettert“ und nach dem Essen wieder „heruntersteigt“ (im Original mag das eine gebräuchliche Redewendung sein, im Deutschen klingt das für mich etwas seltsam).

Von daher gibt es 3* für die Idee und die netten Protagonisten, aber mehr wird’s von mir leider nicht. Und dabei – und hier wiederhole ich mich – hätte man aus dieser Geschichte so viel mehr machen können 😢

Bis bald,

El Ma

PS   Das man zu diesem Buch auch eine andere Meinung haben kann, seht ihr hier bei Matty, eine weitere Rezension findet ihr hier bei Ulla

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„Schneemannherzen schlagen leiser“ – Nasha Berend

schneemannherzen

Klappentext
Björn kümmert sich liebevoll um eine alte Nachbarin, die mit einem Gipsbein gehbehindert ist. Sie erzählt ihm von ihrem Sohn, der vor langer Zeit ausgewandert ist und mit dem sie nur noch telefonisch Kontakt hatte. Vor ein paar Wochen hatte man ihr mitgeteilt, dass er durch einen Unfall ums Leben gekommen sei. Bei ihr hat sich ein Mann gemeldet, der vorgibt, ihr erwachsener Enkel zu sein, aber sie vertraut diesem Fremden nicht, den sie noch dazu, nur vom Telefon kennt. Schon beim ersten Gespräch mit ihm, verliebt sich Björn in die Stimme des Unbekannten, der sich über die Weihnachtsfeiertage angemeldet hat. Die Zeit bis zum Treffen, kann gar nicht schnell genug vergehen, aber dann erwischt Björn eine böse Erkältung und er bekommt gar nicht mit, was um ihn herum geschieht. In seinen Fieberträumen, sieht er die Gestalt eines Mannes vor sich, zu dem die Stimme passen würde, aber entspricht das auch der Wirklichkeit, oder fantasiert er nur? Er sieht sich schon in dessen Armen, in einem Land, dass er nur durch das Fernsehen kennt.
Der Kanadier, der endlich seine Großmutter kennenlernen will, von deren Existenz er bis vor ein paar Wochen noch nicht einmal etwas ahnte, wundert sich, dass das Telefon nicht mehr abgenommen wird, wenn er mit Björn reden möchte und dann meldet sich eines Tages auch noch ein fremder Mann. Da er sich längst in die Stimme des jungen Deutschen verliebt hat, bezweifelt er, dass für ihn das diesjährige Fest der Liebe, tatsächlich zu einem Solchen wird. Aber Weihnachten verfügt über seine ganz eigene Magie…

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The first time I saw you, my heart whispered „that’s the one“.
                                                              Verfasser unbekannt

Wenn man dieses Buch in einem Satz zusammenfassen sollte, dann wäre es für mich „(zu) viel und trotzdem zu wenig und zu oberflächlich“.
Es ist die erste Geschichte, die ich von Nasha Berend gelesen habe und kann von daher nicht beurteilen, ob dieses „viel an Gefühl“ für ihre Geschichten normal ist. Allerdings trifft sie damit ganz sicher den Nerv eines jeden Romantikers, der sich genau das wünscht. Es ist ein Buch, das sehr gut in die (Vor-) Weihnachtszeit gepasst hätte – ich habe es aber erst jetzt entdeckt – und da es im Sommer endet, kann man es eigentlich zu jeder Jahreszeit lesen *g*.

Tja, was soll ich schreiben… Ich fange mal mit dem „zu viel“ an. Wir haben hier eine „Friede, Freude, Eierkuchen“-Geschichte, die zuckersüß, romantisch und rosarot ist. Jeder Handlungsstrang löst sich in guten Ideen, perfekten Gelegenheiten und in großem Wohlgefallen auf (also doch eine Weihnachtsgeschichte). Egal um welche(s) Paar oder Person aus der Geschichte es sich handelt, alles wird gut :-).

Zum „zu wenig und zu oberflächlich“ genügt eigentlich auch ein einziger Satz: „Das Buch hätte gut ein paar Seiten mehr mit etwas ausführlicheren Schilderungen, etwas mehr Tiefe und ein runderes Ende vertragen“. Ich mag es nicht, wenn ich ein Buch lese und Protagonisten immer nur an der Oberfläche schwimmen. Oft sind es ja genau diese (hier fehlenden) Kleinigkeiten, die eine Geschichte ausmachen. Nein, ich muss in einem Buch nicht immer Sexszenen haben, denn das diese hier nur gestreift wurden, nimmt dem Ganzen nichts weg und hat mich überhaupt nicht gestört. Allerdings hätten manche Szenen aus dem täglichen Leben ruhig etwas detaillierter beschrieben sein können, z.B. die Weihnachtsmannaktion im Kinderheim, die Aktion im Laden usw… – halt einfach nur ein paar Kleinigkeiten mehr, um die Protagonisten greifbarer zu machen.
Ein paar mehr Details hätten hier so viel bewirkt :-(, denn eigentlich kennt man Björn am Ende der Geschichte gar nicht wirklich, außer, dass er total auf Luis fixiert ist und man weiß, dass er ein guter Kerl ist und das empfinde ich als so schade, denn er wäre es wert gewesen. Ein kleines bisschen mehr erfährt man über Luis (seinen Beruf, zudem ein klein wenig aus der Vergangenheit der Familie), aber wirklich greifbar macht es ihn auch nicht. Jetzt wo ich das über Luis Beruf schreibe, überlege ich gerade was Björn eigentlich tut…

Ich hoffe, ich habe das „(zu) viel und zu wenig“ einigermaßen erklären können und bin gespannt, wie andere Leser es empfunden haben.
Zudem würde ich beim nächsten Buch eine letzte zusätzliche Korrekturlesung vorschlagen. Es waren keine großen Stolpersteine drin, aber eine korrekte Groß- und Kleinschreibungen sowie ein paar getauschte „m“ und „n“ wären von Vorteil gewesen.

Ich möchte diese Rezension nicht als Kritik, sondern eher als Anregung dafür sehen, was man beim nächsten Buch anders machen könnte, denn Potential für zuckersüße Geschichten, die man ja hin und wieder für’s Gemüt braucht, ist definitiv da. Von daher gibt es doch eine kleine Empfehlung für dieses Buch und einen zuckrigen, unkomplizierten Abend ohne große Aufregung.

Bis bald

El Ma

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Buchbesprechung „Die richtigen Worte“ – Lane Hayes

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Klappentext
Ein Titel der Richtig & Falsch Serie

Luke Preston hat gerade erst seine Beziehung mit einem Mann beendet, von dem er misshandelt wurde. Er ist ängstlich und schreibt Gedichte, um seine Panikanfälle in den Griff zu bekommen. Aber eigentlich sehnt er sich nach einem Neubeginn und nimmt deshalb den Auftrag an, ein heruntergekommenes Strandhaus zu renovieren. Das Haus gehört einem professionellen Fußballspieler, der dort mit seiner Freundin einziehen möchte. Luke hat mit Sport nicht viel am Hut, denn seine Leidenschaft ist die Literatur. Die Arbeit hilft ihm jedoch, sich von seinen Angstzuständen abzulenken. Bis dann der Job sich als wesentlich komplizierter herausstellt, als im Vertrag stand.

Fußballstar Michael Martinez muss eine Verletzung auskurieren und sein altes Strandhaus kommt ihm da wie gerufen. Es neu einzurichten, ist genau die richtige Ablenkung, um nicht ständig an das lädierte Knie denken zu müssen. Nicht eingeplant war jedoch, dass er sich in den hübschen Innenarchitekten mit seinen merkwürdigen Macken verlieben würde. Unglücklicherweise hat Luke keinen Schrank eingeplant, der groß genug wäre, um Michael darin zu verstecken. Michael hat bisher nur für seine Karriere auf dem Spielfeld gelebt und ihr alles untergeordnet. Jetzt muss er sich einen neuen Plan zurechtlegen und die richtigen Worte finden, um mit Luke mehr aufzubauen, als nur ein altes Strandhaus.

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Puh…
Lane Hayes hat für uns eine Geschichte mit zwei wunderbaren Haupt- und einigen netten, aber auch weniger angenehmen Nebenprotagonisten geschrieben. Trotzdem finde ich es schwierig, eine für mich klare Tendenz zu finden, wie ich dieses Buch einordnen soll.

Wenn ich nur die Charaktere hernehme, dann ist Luke auf der einen Seite ein zutiefst verstörter junger Mann, der aber auf der anderen Seite eine überbordende Fantasie und eine so liebenswürdige, zum Teil tiefgründige Art hat, dass man ihn einfach mögen muss. Dies sieht wohl auch Michael so :-). Meiner Meinung nach, geht dieser Traumtyp dafür, dass er im Schrank lebt, in der „Öffentlichkeit“ ziemlich „privat“ mit Luke um, zumal ja sein Ex-Freund ziemlichen Ärger macht. Michael hilft zudem auf seine unnachahmliche Art Luke dabei, sein Trauma langsam aber sicher zu verarbeiten und geht dabei selbst immer mehr (klitzekleine) Schritte in die richtige Richtung.

Die Geschichte spielt sich eigentlich nur zwischen diesen beiden Männern, ab und zu kommt mal jemand aus dem persönlichen Dunstkreis von Luke und Michael dazu, aber damit ich diesen Personen einen wirklichen Stellenwert geben könnte, blieben sie mir zu blass. Egal, ob es Lukes bester Freund, seine Mutter oder der Manager von Michael oder dessen bester Freund war…

Der Grundtenor der Geschichte ist toll, die Entwicklung zwischen den beiden Männern ebenso und trotzdem fehlte mir hier das gewisse Etwas.
Leider kann ich es an nichts bestimmtem festmachen :-(.  Ab einem bestimmten Punkt „entwischte“ sie mir, obwohl sie toll übersetzt wurde und mir auch keine gravierenden Fehler aufgefallen sind.

Da der Schreibstil von Lane Hayes aber sehr flüssig und wirklich gut lesbar ist (siehe auch „Die Wahrheit…-Serie), werde ich auch zukünftig ihre Geschichten lesen, zumal es im englischen Original bereits zwei Folgebände gibt, die den Nebenprotagonisten dann „Leben“ einhauchen werden. D.h. wir werden sicherlich wieder von Luke und Michel lesen und manches vielleicht noch mitbekommen, was hier nicht angesprochen wurde. (ich brauche nicht nochmals erwähnen, dass ich Serien mit wiederkehrenden Charakteren liebe, oder? *g*)

Mein Fazit zu „Die richtigen Worte“:  Nicht immer will man „schwere“ Kost, manchmal braucht man auch einfach mal „nur“ einen leckeren, leichten Zwischengang 🙂 und der ist einem mit dieser ersten Geschichte der „Richtig & Falsch – Serie“ sicher.

Es ist ein großer Unterschied, ob ich lese zum Genuss und Belebung
oder zur Erkenntnis und Belehrung
.
                                                                                                  Johann Wolfgang von Goethe

In diesem Sinne

El Ma

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1878 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 235 Seiten
Verlag: Dreamspinner Press; Auflage: 1 (1. November 2016)

Zu kaufen gibt es das Buch u.a. hier und hier

Buchbesprechung „Liebe gegen den Strich“ – Charlie Cochet

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Klappentext
Kelly Sutton ist ein ehrgeiziger junger Amerikaner, der als Praktikant bei der Photonic Royal Society in New London arbeitet. Seit über einem Jahr ist er dem Projekt Mars zugeteilt, das so geheim ist, dass selbst Kelly nicht weiß, worum es sich dabei genau handelt. Er weiß nur, dass seine Mitarbeit an dem Projekt zum Wohl der Menschheit ist. Und mehr interessiert ihn auch nicht.

Kellys Welt wird auf den Kopf gestellt, als ihn die Sorge um das merkwürdige Verhalten seines Mentors zufällig über ein streng gehütetes, fürchterliches Geheimnis stolpern lässt. Hinter dem Projekt, das offiziell der Verbesserung des menschlichen Lebens dienen soll, verbirgt sich das Potential zu Gewalt und Vernichtung. Diese schreckliche Erkenntnis zwingt Kelly zu einer Entscheidung. Soll er die Augen vor der Wahrheit verschließen und seinen Job behalten, wie er es immer getan hat, oder soll er seine Karriere riskieren und den Mann retten, der ihm das Herz geraubt hat?

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Oh mein Gott, was hätte man aus dieser Geschichte machen können…

Leben heißt, langsam geboren zu werden.
Es wäre auch zu bequem, wenn man sich fertige Seelen besorgen könnte.
                                                                      Antoine de Saint-Exupéry

Das es eben auch anders geht, beschreibt Charlie Cochet in diesem Buch. Ich bin wahrlich kein Fan von Science-Fiction, aber gleich zu Beginn hatte mich die Geschichte, bis… ja bis sie plötzlich ohne Grund zu Ende war.

Es passiert mir selten, dass ich ein Buch zuklappe und mir denke „was war denn das jetzt?“.

Wie gesagt, bin ich kein Freund von „Science“ oder „Fiction“, aber die Geschichte begann gut. Als der junge, ehrgeizige Kelly innerhalb eines Projektes versetzt wird, glaubt er sich endlich am Ziel seiner Forschungspläne angekommen. Bis er einen Blick hinter die Kulissen erhält und sich in das Forschungsobjekt verliebt. Ab hier wird es für ihn (und den Leser) problematisch.

Nicht, dass man dieses „sie verlieben sich ineinander“ nicht hätte nachvollziehen können, aber als es dann zur finalen Auseinandersetzung kommt, ist die Geschichte eigentlich schon vorbei. Bis auf ein kurzes „und sie leben friedlich, gemeinsam und glücklich“ kommt nichts mehr…

Was hätte man aus der Geschichte machen können. Mein Gott, hier wurde soviel Potential verschenkt. Ein richtig guter Plot, klasse Protagonisten, gute Kulisse und und und…

Ich hatte bisher noch nicht das Vergnügen ein Buch von Charlie Cochet zu lesen, hatte aber immer wieder vernommen, dass sie eine hervorragende Autorin sein soll (die „Thirds“-Serie ist von ihr). Mit dieser Information im Kopf, werde ich mir sicherlich noch einmal ein Buch von ihr zulegen – dann sollte es aber auch passen, denn eine weitere so oberflächliche Geschichte (ja, auch wenn es eine Kurzgeschichte ist) – kann sie sich „für mich“ nicht mehr leisten, sorry.

Tja, ich denke für den Preis kann man sich selbst ein Bild von der Geschichte machen – ich bin hier relativ neutral. Denn egal was man daraus hätte machen können, Kelly und Mars sind (eigentlich) zwei tolle Typen 🙂

Bye airson nis

El Ma

 

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2005 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 80 Seiten
Verlag: Dreamspinner Press; Auflage: 1 (4. Oktober 2016)
Preis:    €  1,99  (Kauf = klick aufs Bild)

Buchbesprechungen „Bander zähmen für Anfänger (Solitary Shifter 1)“ & “ Ein Colt für Fortgeschrittene (Solitary Shifter 2)“ – Summer Devon

bander zähmen Klappentext
Als Leiter der Tierstation „Die Arche“ hat Gestaltwandler Jake Bander alles, was er braucht: Ruhe, Abgeschiedenheit und genug Auslauf für das Tier in ihm – bis sich Vaughn Prentiss auf seinen Hof verirrt. Als stinkreicher Weltenbummler mit losem Mundwerk geht er Jake nicht nur auf die Nerven, sondern auch viel zu sehr unter die Haut.
Als Vaughns Vermögen von seinem eigenen Finanzberater gestohlen wird und er einen Job bei der „Arche“ annimmt, kommt er dem Tier in Jake gefährlich nahe. Denn Vaughn hat längst erkannt, dass Jake nicht ganz menschlich ist – und mit diesem Wissen ist er nicht allein…

Format: Kindle Edition  |  Dateigröße: 3533 KB  |  Seitenzahl der Print-Ausgabe: 203 Seiten
Verlag: Cursed Verlag (15. September 2015)  |  Preis bei Kauf:  € 6,49  (Kauf = klick aufs Bild)

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Ein Colt für FortgeschritteneKlappentext
Eigentlich wollte Dr. Jasper Glen immer nur eins: der Experte für Gestaltwandler werden. In der Realität wird seine Forschung jedoch eher dazu verwendet, Gestaltwandler in der Bevölkerung ausfindig zu machen, um sie zu registrieren und zu überwachen. So landet auch Colt Easton vor Antritt seiner neuen Arbeitsstelle bei Glen.
Die beiden fühlen sich augenblicklich zueinander hingezogen, weswegen Glen kurzerhand Colts Blutprobe mit seiner eigenen vertauscht, denn Colts zweite Natur stellt das gefährlichste Tier unter den Gestaltwandlern dar. Doch auch Glens Blut birgt Geheimnisse, von denen er bislang nichts geahnt hat – und die ihn und Colt plötzlich zur Zielscheibe machen…

Format: Kindle Edition |  Dateigröße: 1622 KB  |  Seitenzahl der Print-Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: Cursed Verlag (1. Dezember 2015)  |  Preis bei Kauf:   € 6,49  (Kauf = klick aufs Bild)

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mmh, was soll ich sagen? Irgendwie hinterlassen diese beiden Bücher – die ich unmittelbar hintereinander gelesen habe – ein sehr zwiespältiges Gefühl in mir. Zum einen ist der Handlungsstrang durchaus interessant, auf der anderen Seite aber ist die Geschichte einfach langweilig. Ich weiß nicht wirklich, wie ich damit umgehen soll. Für keinen der Protagonisten in den beiden Büchern konnte ich mich wirklich erwärmen, wobei ich nicht weiß, ob es am Schreibstil der Autorin liegt oder ob einfach nur ohne Emotionen übersetzt wurde. Zudem sollte man es doch bei einem leichten „Krimianteil“ unbedingt wissen wollen, was passiert. Hier allerdings konnte ich einfach so in den Geschichten weiter lesen, ohne auf irgendetwas hinzufiebern.

Eine weitere deutsche Übersetzung werde ich mir wohl nicht kaufen. Eher tendiere ich dazu, mir bei Gelegenheit (ihr seht, meine Neugierde hält sich sehr in Grenzen) den 3. Teil im Original zu holen, um zu sehen, ob dieser mich mehr erreicht, als die beiden Übersetzungen hier.

Es gibt bei *a* durchaus auch andere Meinungen zu diesen Büchern. Schaut einfach mal dort nach und bildet euch selbst ein Urteil. Denn

über Geschmäcker läßt sich nicht streiten.
                                 Lateinisches Sprichwort

Bye airson nis

El Ma