„Volley-Ball“ (Seitenwechsel 1) – Tara Lain

Klappentext
Ein Titel der Seitenwechsel Serie

Eine doppelte Dosis Alphamann kann doch nicht schaden, oder?

David Underwood ist gerade erst einer Beziehung zu einem gewalttätigen Alphamann entkommen, da fällt sein Blick auf zwei heiße Mitglieder der australischen Beachvolleyball-Mannschaft, die am Strand von Laguna Beach Volleyball spielen. Und prompt muss er sich deren Beleidigungen anhören. Trotzdem erliegt er dem Charme von Gareth Marshall, der sich Davids wegen vor seinem Team outet. Nur einer macht ihnen das Leben zur Hölle: Edge, der nicht minder heiße Volleyballpartner von Gareth.

Gareth hat jahrelange Erfahrung darin, seine Sexualität vor seinen Mitmenschen und insbesondere vor Edge, zu dem er sich schon immer hingezogen fühlte, zu verheimlichen. David ist der erste Mann, der jemals mit Edge mithalten konnte und Gareth’ Leidenschaft weckte. Umso mehr leidet Gareth unter dem ablehnenden Verhalten seines alten Freundes. Doch Edge hat auch seine Geheimnisse, und Davids Ex ist ebenfalls nicht allzu glücklich, auf seinen Prügelknaben verzichten zu müssen. Alles scheint sich gegen David verschworen zu haben. Werden sie ihr Glück finden, er und sein Alphamann? Oder gar … er und seine Alphamänner?

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David ist vor noch nicht allzu langer Zeit erst einer schwierigen Beziehung entkommen.
Doch auch wenn sein Ex gewalttätig war und Davids Selbstvertrauen untergraben hat, ist er dennoch kein gebrochener Mann. Er hat seinen Ex angezeigt, eine einstweilige Verfügung gegen ihn erwirkt und lebt sein Leben zwar vorsichtiger als vorher, aber dennoch weiter. UND er sieht sich immer noch gerne gutaussehende Männer an *g*.

Als David auf Gareth trifft, ist dieser noch nicht offizielle out, was sich aber, als die beiden sich kennenlernen ganz schnell ändert.
Beide fühlen sich stark zueinander hingezogen und doch hat man das Gefühl, dass es nicht das ist, was beide – ohne wenn und aber – wollen. Irgendwas oder -wer fehlt bzw. lauert darauf endlich ans Licht zu kommen. Dieses wage Gefühl kommt recht gut rüber und der Leser merkt viel früher als die beiden Jungs was los ist. Mitzuverfolgen, wie sich der Knoten löst und wie das Ganze dann zusammen kommt, hat mich in der Geschichte gehalten. Die „Draufsicht“, die man als Leser hat, wenn man von außen mitbekommt, dass Edge für beide Männer keine unbedeutende und für die Geschichte selbst keine unwichtige Rolle spielt …, ist wirklich unterhaltsam. Allerdings, kommt dieser in weiten Teilen der Geschichte nicht gut weg, da man ihn eigentlich nur als homophobes A***loch kennen lernt und keinen Einblick auf seine Gedankengänge bekommt, dafür ist sein „Vorkommen“ in der Story einfach zu kurz. Als er dann plötzlich in den Startlöchern steht und seinen Platz zwischen/bei Gareth und David findet ist der Weg dahin nicht unbedingt geschickt gelöst – auch wenn er plötzlich zum Helden mutiert und David aus einer prekären Situation rettet. Den Weg dahin, hätte man meiner Meinung nach doch einen Ticken kreativer handhaben können.

Dennoch hat es Spaß gemacht, diese nette, in sich abgeschlossene Geschichte „für zwischendurch“ zu lesen. Eine leichte, angenehme Kost, nach einem anstrengenden Arbeitstag :-). Wer an den nachfolgenden Geschichten – die es derzeit nur im englischen Original gibt –  interessiert ist, findet die Reihe hier & hier.

Bis bald,

Elke

Eine weitere Meinung zu dieser Geschichte findet ihr in Mattys Schmökerecker

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„Nichts Ernstes“ – Jay Northcote

Klappentext
Mark O’Brien ist endlich ehrlich zu sich selbst. Seine Beziehung mit Rachel ist vorbei und er zieht aus dem Haus aus, in dem sie sechs Jahre lang gemeinsam gelebt haben. Sie verstehen sich gut, aber er kann keine Beziehung retten, wenn der Mensch, mit dem er zusammen ist, das falsche Geschlecht hat.

Jamie Robertson, einer der Umzugshelfer, ist groß, unglaublich attraktiv und Mark vom ersten Blick an hin und weg. Als ein Pappkarton reißt und so einen Inhalt sehr persönlicher Natur, von dem Mark nie wollte, dass ihn irgendjemand zu Gesicht bekommt, preisgibt, ist er peinlich berührt. Es ist jedoch der Auslöser einer wunderbaren Freundschaft mit gewissen Vorzügen.

Jamie führt Mark in die Freuden des Schwulensex ein. Die beiden Männer kommen sich immer näher und aus „nichts Ernstem“ wird etwas ziemlich Ernstes für sie beide. Kommunikation ist jedoch nicht gerade ihre Stärke. Wird einer der beiden jemals den Mut finden, zu seinen Gefühlen zu stehen?

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„Nichts Ernstes“ ist eine Geschichte, die unmittelbar nach einem Coming out beginnt.

Sie nimmt ruhig – nett – unkompliziert ihren Lauf und endet wie erwartet mit einem Happy End.

Jay Northcote erzählt unaufgeregt davon, wie Mark schön langsam von Jessie in die Geheimnisse einer schwulen Männerbeziehung und den damit verbundenen Sex eingeführt wird. – natürlich ist das Ganze nichts ernstes … meinen die beiden Männer … zumindest am Anfang.
Dies geschieht gut eingebunden in eine nette Geschichte, sodass man nie das Gefühl hat, nur mit Sexszenen erschlagen zu werden, obwohl diese gut beschrieben und reichlich vorkommen.
Dennoch wurde ich mit Mark und Jessie – übrigens zwei ganz normale junge Männer, die jeder für sich mit persönlichen Problemen zu kämpfen haben – nicht so ganz warm. Woran das lag? Keine Ahnung, ehrlich. Vielleicht weil beide so ruhig, nett, normal und unkompliziert waren?
Ich denke, dass genau diese Beschreibung, die dem Buch und den Protagonisten gerecht wird, für mich das fehlende „Etwas“ des Buches waren. Vielleicht muss man sich bei den Geschichten von Jay Northcote wirklich bewusst machen, dass man „Geschichten aus dem Leben“ liest, denn auch da gibt es ja nicht immer nur extreme Situationen.
Und doch macht es mich fast kirre, dass ich – auch ein paar Tage danach – nicht festmachen kann, was mir an der Geschichte gefehlt hat …
Trotz allem war es für mich eine nette Geschichte, die mir einen netten Leseabend bereitet hat.

Bis bald,

El Ma

Eine weitere Meinung zum Buch findet ihr
in Mattys Schmöckerecke und hier bei Frau Laberladen

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„Kekse zum Verlieben“ (Geschichten aus dem kuriosen Kochbuch 4) – Amber Kell

Klappentext
Eine Geschichte aus dem Kuriosen Kochbuch

Nach dem Tod seiner Schwester erhält der Geschäftsmann Marshall Hunter das Sorgerecht für seine Nichte. Marshall, der nicht an Kinder gewöhnt ist, tut sich schwer damit, eine Verbindung zu dem Kind aufzubauen. In seinem Bestreben, sie dazu zu bringen, sich in ihrem neuen Heim wohlzufühlen, engagiert er den professionellen Wandmaler Pace Barlow, um ihr Zimmer persönlicher zu gestalten.

Pace ist hin und weg von seiner kleinen Klientin und noch interessierter an ihrem gutaussehenden Onkel, aber Pace ist sich nicht sicher, ob er bereit ist für die Verpflichtungen, die mit einer Familie einhergehen.

Wird es Marshall möglich sein, die Beziehung mit dem jungen Künstler zu erhalten, als er sich entschließt, seiner Nichte zuliebe umzuziehen oder muss er die Liebe aufgeben, um ein guter Vater für das kleine Mädchen zu sein?

Die Liebe, die in einem altertümlichen Rezept verbacken wurde, bringt die beiden Männer vielleicht zusammen, aber es braucht mehr als ein paar magische Kekse, um die Dinge in Ordnung zu bringen.

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Bisher kannte ich die Autorin noch nicht. Allerdings sind solche kurzen Geschichten für mich immer ein wunderbarer Einstieg, um „jemanden kennenzulernen“. Auf diesem Weg sind schon so einige Autoren auf die „kann man immer lesen“-Liste gekommen.
Und dieser Start war gar nicht so schlecht, wobei ich schon Rückmeldungen gesehen habe, dass sie es noch besser kann. Das lässt mich neugierig werde …

Ich war gleich in der Geschichte drin, wobei es Pace einem auch wirklich leicht gemacht hat. Aber auch Marshall, der im Berufsleben ein „harter Hund“ ist, wird im Zusammenspiel mit Pace richtig sympathisch.
Dazu noch Alice, die Pace ebenfalls nicht widerstehen kann und schon haben wir eine süße, kleine Geschichte, die gut unterhält.
Alles weitere bringt der Klappentext eigentlich ziemlich gut rüber, sodass ich, wenn ich mehr in die Tiefe gehen würde, spoilern müsste.

Klar könnte ich jetzt damit daherkommen, dass man aus diesem Plot auch eine Novelle hätte machen können. Aber da die Geschichten rund ums Kochbuch allesamt Kurzgeschichten sind, ist auch alles gut so, wie es ist.

Wir hatten die Kekse zum Verlieben, eine Zicke, einen klitzekleinen Krimiplot, Herzschmerz und ein Happy End – was will man mehr :-).

Bis bald,

El Ma

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„Eine lockere Sache“ (Will & Patrick Book 1) – Annabelle Jacobs

Klappentext
Buch 1 in der Serie – Will & Patrick

Patrick Mason fährt nach Bristol, um dort den Sommer mit seinem Bruder Ben zu verbringen. Er ist zwei Wochen lang sein Katzensitter, während Ben im Urlaub ist. Aber Ben vergaß zu erwähnen, dass Patrick nicht alleine in der Wohnung sein würde. Will Adams – Bens Kumpel und seit langer Zeit Patricks Schwarm – okkupiert Bens Gästezimmer, bis er nach einer Trennung in sein neues Haus ziehen kann.

Wider besseren Wissens überzeugt Patrick Will davon, dass ein wenig Spaß ohne Verpflichtungen genau das ist, was sie brauchen. Patrick will sich nicht mit jemanden einlassen, der noch seiner letzten Beziehung hinterhertrauert, und Will ist nicht daran interessiert, eine ernsthafte Beziehung mit einem Studenten anzufangen. Aber Patrick war nie gut darin, Sex und Gefühle zu trennen, und dieses Mal bildet keine Ausnahme. Als ihre zwei gemeinsamen Wochen zu Ende gehen, müssen sie entscheiden, ob es zwischen ihnen etwas gibt, was es wert ist, vertieft zu werden, oder ob es wirklich nur eine lockere Sache ist.

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OK…
… nur damit keine Unklarheiten aufkommen, das Buch ist nett. Die Geschichte der beiden Männer hat nicht wirklich viel Drama, wird aber gut erzählt, so dass man sie in einem Stück wunderbar lesen kann.

Manchmal hätte ich Will wirklich mit leichten Schlägen auf den Hinterkopf unterstützen wollen. Denn so verbohrt, wie er auf die Situation reagiert, hatte ich immer das Gefühl, ihn in die richtige Richtung schubsen zu müssen.
Patrick ist einfach liebenswert und schwärmt seit vielen Jahren von Will. So jung wie er ist, lässt er sich im Gegensatz zu Will von Herz und Bauch leiten und ist felsenfest davon überzeugt, dass er alles im Griff hat. Tja, und dann kommt das Leben dazwischen … *g*

Leben ist das, was passiert,
während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.
John Lennon

Und hier nun zu meinem OK …
Der Schluss war für mich nicht wirklich befriedigend, hier hätte ich mir einen (richtigen) Epilog gewünscht, so ist es eher ein „für den Moment“-Ende.
Da ich, was solche Abschlüsse betrifft, manchmal etwas pikiert reagiere, machte ich mich auch hier auf die Suche nach einem „ob da noch was kommen könnte“ aka ob die Autorin noch Bücher „danach“ geschrieben hat. Und ja, ich habe noch eine Kurzgeschichte (Buch 2) über die beiden gefunden, die kurz nach dem Ende des ersten Buches ansetzt. Da Bücher, die nummeriert auf den Markt kommen, ja meist zu einer Serie gehören, hoffe ich jetzt einfach mal, dass nicht nach 2 Bänden Schluss ist und da noch mehr kommt, denn die Jungs sind wirklich liebenswert. Da ja auch Chris eine nicht ganz unwichtige Aufgabe in der Geschichte hat, wäre er für mich der perfekte Protagonist für ein 3. Buch, denn er hätte sich auf jeden Fall einen tollen Mann an seiner Seite verdient 🙂 und man würde dabei vielleicht noch ein bisschen mehr von/über Will & Patrick erfahren.

Wer mit einem „Happy for now“-Ende leben kann, wird mit diesem Buch einen netten Lesenachmittag verbringen können. Wer sich eine KG in englisch zutraut, kann sich auch den 2. Band (derzeit) kostenlos dazu holen, dieser macht das Ganze dann etwas runder.

Bis bald,

El Ma

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„Kaktuskavalier“ – A.C. Lelis

Klappentext
Ein Blick und Lennard weiß: Diesen Mann will er kennenlernen. Tatsächlich bekommt er Cedrics Telefonnummer ganz leicht, doch als er diese durch ein Missgeschick verliert, muss Lennard alle Hebel in Bewegung setzen, um sie sich wieder zu beschaffen. Aber das ist erst der Anfang, denn die stachlige Schauspieler-Diva Cedric denkt gar nicht daran, es Lennard einfach zu machen…

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Irgendwie ist es seltsam, wenn man ein Review schreiben will und keinen Anfang findet, weil …

Jede Rezension, die ich bisher gelesen habe, beurteilt diese Geschichte extrem positiv. Jetzt sitze ich hier und denke drüber nach, was ich vielleicht nicht ganz mitbekommen habe. Die Geschichte ist nett, ohne Frage, aber … Wie so oft bei eBooks, schlummerte sie schon seit ihrem Erscheinen auf meinem Reader und da jetzt der nächste Band „Kaffeekavalier“ erschienen ist, dachte ich mir, nutze den Zeitpunkt und lese beide. So wurde der „Kaktuskavalier“ von ziemlich weit unten aus dem Stapel (und nein, es war noch nicht das „älteste“ Buch im SuB) nach oben geholt.

Es tut mir echt leid, dass ich den anderen Rezensionen nicht ganz folgen kann. Ich mag die von mir bereits gelesenen Geschichten – und das waren schon einige – von A.C. Lelis (kleine Ausnahmen bestätigen jede Regel) wirklich gern. Aber hier wurde ich mit den Protagonisten nicht warm – und ich kann noch nicht mal sagen warum … Die Geschichte liest sich flüssig, der Handlungsstrang ist ok, der Schreibstil passt und gut korrigiert wurde auch – was will ich eigentlich noch?

Ich mochte sie. Gerade die Diva Cedric fand ich nett, wobei ich auch kein großes Problem mit Lennard hatte, aber …
Wie sich Lennard um Cedric bemüht hat, war durchaus amüsant zu lesen, der Funke sprang aber leider nicht zu mir über.
Vielleicht war es der angerissene Handlungsstrang um Cedric und seinen …, der nicht wirklich weiterverfolgt wurde, diese Belehrung am Tisch der Familie – das war mir persönlich zu wenig. Hier hätte ich mir einen echten Epilog gewünscht, der entweder aufzeigt, wie es mit Cedric & Lennard weitergeht und/oder was mit dem Herrn Regisseur passiert ist. So hat mich diese Geschichte – trotz der Kurzgeschichte im Anschluss, die ich dann doch wieder sehr süß fand – etwas unbefriedigt zurückgelassen.

Nun denn, der Kaffeekavalier liegt hier und wartet. Ich bin guter Hoffnung, dass da vielleicht etwas mehr für mich rausspringt *g*.
Die Geschmäcker sind verschieden – Gott sei Dank, so dass eine Geschichte, die für mich jetzt nicht so dolle war, von anderen ganz anders wahrgenommen werden kann.

Bis bald,

El Ma

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Andrew Greys „Geschichten aus der Ferne“ Miteinander (1) | Dunkle Wolken (2) | Unruhige Zeiten (3)

Ein weites Land – Miteinander
(Geschichten aus der Ferne 1)

Klappentext
Nach einem Jahr an der Universität gibt Dakota Holden sein Medizinstudium auf und kehrt nach Hause zurück, um die elterliche Ranch zu übernehmen und sich um seinen Vater zu kümmern, der an Multipler Sklerose erkrankt ist. Aus Pflichtgefühl erlaubt sich Dakota nur eine Woche Urlaub im Jahr. Diese verbringt er meist an exotischen Orten und gönnt sich soviel Spaß, wie er nur ertragen kann. Während seines letzten Urlaubs, einer Kreuzfahrt, schließt er mit Phillip Reardon eine Freundschaft, die bald eine wichtige Rolle in Dakotas Leben spielt.

Als Phillip beschließt, Dakotas Einladung zu einem Besuch auf der Ranch anzunehmen, ist Dakota glücklich, ihn wiederzusehen und auch seinen Freund, den Tierarzt Wally Schumacher kennenzulernen, Ungeachtet Wallys Bedürfnis, den Wölfen zu helfen, die von Dakotas Männern gejagt werden, um die Rinder zu schützen, verbindet die beiden bald viel mehr als ein starkes, beiderseitiges erotisches Interesse. Doch irgendwann wird sich entscheiden müssen, ob das Hochland von Wyoming weit genug ist für Dakotas Rinder, Wallys Wölfe und ihre Liebe.

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Ein weites Land – Dunkle Wolken
(Geschichten aus der Ferne 2)

Klappentext
Die benachbarten Farmen der Holdens und Jessups stehen sich alles andere als nachbarschaftlich gegenüber – Jefferson Holden und Kent Jessup hassen sich. Doch trotz des jahrzehntelangen Grolls seines Vaters, kann sich Haven Jessup nicht dazu durchringen, seine Nachbarn zu hassen. Erst recht nicht, nachdem ihn Dakota Holden während eines gewaltigen Sturms bei sich aufnimmt, und er Dakotas Freund, Phillip Reardon, kennenlernt.

Phillip akzeptiert Haven so wie er ist. Als Einziger sieht er hinter die Maske, die Haven benutzt, um sein Verlangen nach Männern zu verstecken. Doch ihre zaghafte Annäherung und ihre heimliche Beziehung stehen unter großem Druck. Sabotierte Zäune, verletzte Tiere, geschmacklose Pläne und Jessups Familiengeheimnisse, bedrohen Havens neu gefundenes Glück und seine Hoffnung auf eine Zukunft mit Phillip.

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Ein weites Land – Unruhige Zeit
(Geschichten aus der Ferne 3)

Klappentext
Liam Southard hätte mit Sicherheit nicht erwartet, von zwei schwulen Ranchern aufgenommen zu werden, als er seinem gewalttätigen Vater endlich entkommen kann. Bald darauf hat er einen neuen Job, eine neue Sicht auf seine Sexualität und ein Leben, das sich in eine neue Richtung wendet. Doch dann zielt jemand mit einer Schusswaffe auf ihn.

Zu Troy Gardeners Verteidigung; er weiß, dass das mit der Waffe ein Fehler war. Nach seiner gescheiterten Ehe lebt er in der abgeschiedenen Jagdhütte seines Onkels. Seine Nerven sind ein wenig angespannt, trotzdem möchte er sich bei Liam entschuldigen. Als er herausfindet, wie viel sie beide gemeinsam haben, möchte er sogar noch mehr. Dann taucht Liams Vater unerwartet bei ihnen auf und eine Bergbaugesellschaft bedroht die Wasserversorgung der Ranch. Das Leben hier wird garantiert nicht langweilig.

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Wie würde man bei uns sagen „a schwierige Woar“ …
Ich mag die Geschichten von Andrew Grey, allerdings nicht immer und zu jeder Zeit. Hier allerdings habe ich direkt nach Santino Hassell, der ja doch relativ schwer und „düster“ schreibt, das „heile Welt“ Szenario von A. Grey gebraucht. Die ersten beiden Bände hatte ich (wie gewohnt …) schon länger auf dem Reader, aber nach dem es ja mit Band 3 dieser Tage eine weitere Folge gab, durften sie ganz nach oben auf den SuB und so habe ich mit einem Schlag nicht nur ein neues, sondern auch zwei ältere Bücher „erledigt“.

Alle drei Geschichten spielen überwiegend auf der Ranch der Holdens, auf der sich im ersten Band Dakota und Wally kennenlernen.

Dakota, ein Bild von einem Cowboy, der für seinen kranken Vater all seine eigenen Pläne aufgegeben hat, lernt bei einem Besuch seines Freundes Philipp den „Städter“ und Tierarzt Wally kennen. Bei beiden ist es Liebe auf den ersten Blick. Allerdings treffen hier auch zwei Welten aufeinander, die Probleme aufwerfen, die man nicht so ohne weiteres lösen kann. Beide Männer müssen lernen, dass es nur funktionieren kann, wenn man aufeinander zugeht und die „Eigenheiten“ und Lebensanschauungen des anderen akzeptiert. Kein leichtes Unterfangen, zumal auch von Dakotas Seite aus die Interessen der Ranch und sein Vater oberste Priorität haben. Wie die beiden ihre Vorstellungen kombinieren, erzählt Andrew Grey in einem ruhigen, harmonischen Erzählstil. Wenn man seine Geschichten kennt, weiß man, dass zuviel Harmonie des Öfteren auch ganz schnell langweilig werden kann. An dieser Kante schrammt er knapp vorbei, so dass man mit „Miteinander“ einen netten Einstieg in eine Serie bekommt, in der es in der englischen Version „Ranch Serie“ mittlerweile bereits 7 Bände gibt.

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Im zweiten Band treffen Dakotas bester Freund Philipp und der Sohn des verfeindeten Nachbarn, Haven Jessup, aufeinander. Auch hier gibt es sofort eine unterschwellige Faszination. Dies kann Philipp für sich allerdings nur schwer einordnen, da er bisher noch nie das Verlangen gespürt hatte, einen Partner und nicht nur einen Kurzzeitlover ohne Ansprüche, haben zu wollen. Wie schwer Havens Leben mit und unter seinem Vater war und ist, erfahren wir im Laufe der Zeit. Der ganz leicht angehauchte Krimipart wird in die „Romanze“ mit eingewebt und erfüllt ihren Zweck.

Viel wichtiger war es für mich zu erfahren, ob Haven es schafft, endlich zu sich selbst zu stehen. Zu sehen, dass er mit Dakota und Wally (und diversen Rancharbeitern auf der Holden Ranch) richtig gute Freunde findet und das Philipp für sich feststellt, was wirklich wichtig im Leben ist.

Auch diese Geschichte ist jetzt nicht der Quell aufregenden Dramas, sondern macht einfach Spaß und garantiert gemütliche Lesestunden.

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Im dritten Teil kommen nun ganz „neue“ Männer auf die Holden Ranch, die sich mittlerweile so vergrößert hat, dass es eine komplett neue „Unternehmensstruktur“ gegeben hat und die Männer, die wir aus den Bänden 1 & 2 schon kennen haben mittlerweile jeder einen festen Aufgabenbereich. Da Wally immer noch als Tierarzt – auch für die anderen Rancher –  tätig ist und ein riesengroßes Herz hat, hat sich sein „Zoo“ noch um einige Exoten erweitert. Das dies manchmal auch schwierig sein kann, aber eben auch Vorteile mit sich bringt, ist ein schöner Nebenstrang, der sich durch alle drei Bände zieht.

Als Liam von den Männern der Holden Ranch gefunden wird, ist er mehr tot als lebendig. Seine Vorgeschichte ist hart, wird aber nicht allzu sehr dramatisiert. Nach seiner Regeneration kann er auf der Ranch bleiben und bekommt ein eigenes Aufgabengebiet, was für sein Selbstwertgefühl unglaublich wichtig ist. Als er auf Troy Gardener trifft, für den die Welt nur noch düster ist, treffen zwei Welten aufeinander – jede fasziniert von der anderen. Liam fand ich toll. So wie er sein Schicksal angenommen hat und damit umgeht – Respekt!

Tja, und dann gibt es Troy, erst vor kurzem aus dem Schrank raus, ein vor Selbstvorwürfen erschütterter Mann, den ich zu gerne ab und zu in den Allerwertesten getreten hätte. Aber auch er ist lernfähig ;-).
Auch in dieser Geschichte gibt es ein wenig Drama, in welchem Troy sein früheres Leben nützlich ist und er seinen Weg in die Gemeinschaft der Ranch findet.
Allerdings wird mir persönlich eben genau dieser Part, in dem Troy der Ranch weiterhilft, viel zu oberflächlich behandelt. Ein paar geheimnisvolle Anrufe hier, eine erwähnte Sitzung da und alles ist gut. Mir persönlich war das zu wenig – sorry.

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Ja, da wäre ich dann wieder mit der „schwierigen Woar“.
Es sind alles nette Geschichten für ruhige Stunden. Es gibt in jedem Teil einen „Drama“-Anteil, der für mich leider immer nur kurz abgehandelt wird und daher nicht wirklich befriedigend ist. In jedem Buch hat ein Protagonist sein Päckchen zu tragen, für mich hätte dieses aber durchaus etwas mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt. Dafür etwas weniger „Kosenamen“ für die harten Kerle und gut wär’s *g*.
Wären die einzelnen Charaktere nicht so tolle Typen, die die Geschichten – jede für sich – rausreißen, würde ich sagen: „Nix für mich“. Da aber das Lesen der „Beziehungskisten“ wirklich Spaß macht, sagen ich „ganz ok“ und ich möchte gerne wissen, wie es mit den Jungs und auf der Großranch weitergeht und wer noch alles auf Dakota, Wally, Haven & Philipp zukommt.

Jetzt lese ich das Review zum X-ten Mal durch und finde immer noch, dass es nicht Fisch und nicht Fleisch ist – ok, passt zu den Büchern 😉 macht mich aber nicht wirklich glücklich …

Bis bald,

El Ma

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„Timing: Nach Sonnenuntergang“ – Mary Calmes

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Buch 2 in der Serie – Timing

Zwei Jahre, nachdem Stefan Joss mit Ranchbesitzer Rand Holloway in den Sonnenuntergang geritten ist, hat er sich mit seinem neuen Leben angefreundet und unterrichtet an einem Community College. Aber wahre Liebe hat es oft schwer. Rand will, dass er auf der Ranch bleibt, Stef will sich ein Hintertürchen offenhalten, falls Rand ihn irgendwann rauswerfen sollte. Nachdem er endlich erkannt hat, dass er sich Rand gegenüber unfair verhält, legt Stef sich fest und sein Partner ist überglücklich.

Als Stef die Gelegenheit bekommt, seine Hingabe zu beweisen, zögert er nicht – auch wenn er dabei seinen Hals riskiert – und Rand nutzt die Gelegenheit, um allen zu zeigen, dass die besten Überraschungen des Lebens nach Sonnenuntergang passieren.

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Ich, nach diesem Buch…

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Warum?  Tja, der erste Band fing sehr vielversprechend an und hörte dann auf, als die beiden glücklich und zufrieden gemeinsam für immer und ewig „in den Sonnenuntergang geritten“ sind.

Mit viel Vorfreude habe ich mich nach einem re-reading des ersten Bandes an den zweiten Teil der Geschichte gesetzt. Eigentlich, hat die Fortsetzung durchaus etwas, ich mag ja Serien, die nach dem „happily ever after“ weitergehen, denn irgendwann holt einen der Alltag ein, egal wie man diesen „Zustand“ hegt und pflegt.

Die Handlung selbst ist richtig gut, Stefan muss über sich selbst hinauswachsen, lernen Vertrauen zu haben und zuzulassen, das er jetzt Teil eines großen Ganzen ist. Rand steht sowieso über allem – er ist einfach ein perfekter Mann / Partner / Cowboy / Geschäftsmann. Mir persönlich wäre er „einen Ticken zu viel“ und zwar in allem, aber zu dieser Geschichte und den handelnden Personen passt es durchaus. Allerdings hat Mary Calmes einige Sprünge in der Erzählung, die ich persönlich beim Lesen so manches Mal nicht wirklich „so schnell“ umsetzen konnte. Zudem ist der Schreibstil der Geschichte so, dass ich mich gefühlt habe, als würde ich durch die Story gehetzt. Dadurch empfand ich den Spannungsbogen etwas flach und die Charaktere etwas unnahbar 😔. Dies ist wahrscheinlich (ausschließlich) mein rein persönliches Empfinden, aber ich kann halt auch nicht aus meiner Haut raus…

Nichtsdestotrotz, werde ich mir auch den dritten Band (den es bereits auf Englisch gibt) holen, sobald er auf Deutsch erscheint, denn ich will ja doch wissen, wie es mit Stefan und Rand zukünftig ergeht. Allerdings wird es wohl – wenn ich den Klappentext des engl. Originals richtig interpretiere – eher mit Glenn (Rands „Cousin“) weitergehen und das ist auch gut so :-).

Tja, ob ich eine direkte Leseempfehlung geben soll, weiß ich nicht wirklich, aber wem der erste Teil gefallen hat, der sollte dem zweiten eine Chance geben, damit man dann den dritten (vielleicht) wieder vollumfänglich genießen kann.

Es gibt zu diesem Buch aber auch noch andere Meinungen, z.B. hier bei Mathilda Grace und hier bei Gaylesen.
Bye airson nis

El Ma

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2770 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 211 Seiten
Verlag: Dreamspinner Press; Auflage: 1 (22. November 2016)
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