„Im Alleingang (Spielzüge 1)“ – Avon Game

Klappentext*)
Ein Titel der Spielzüge Serie

Die Zukunft des zwanzig Jahre alten Lane Courtnall sieht rosig aus, nachdem er gedraftet wurde, für die Jacksonville Sea Storm zu spielen, dem Farmteam einer NHL-Mannschaft, auch wenn er sich als schwuler Mann in der Minor League unwohl fühlt. Er hat sich schon mehr als einmal im Ton vergriffen und damit seine Mannschaftskameraden gegen sich aufgebracht. Dann gerät er in einem Spiel gegen die Savannah Renegades, die Rivalen seiner Mannschaft, in einen Kampf mit dem Enforcer Jared Shore, bei dem die Handschuhe fliegen. Eine seltsame Art, eine Beziehung zu beginnen.

Jared hat den Großteil seiner Karriere in den Minor Leagues gespielt. Er ist bisexuell und es kümmert ihn nicht, wer darüber Bescheid weiß. Aber er ist entschlossen, sich nicht wieder auf eine Affäre einzulassen, nachdem seine letzte ihn am Boden zerstört zurückgelassen hat. Aber vollkommen unerwartet führt ein One Night Stand mit dem Neuling Lane Courtnall dazu, dass er diesen Entschluss überdenkt. Durch Lane erinnert Jared sich daran, warum er das Spiel liebt und warum es sich lohnen könnte, sein Herz zu riskieren. Im Gegenzug hofft Jared, dass er Lane zeigen kann, wie er sich auf dem Eis, und abseits davon, in seiner Haut wohlfühlen kann. Aber sie befinden sich an unterschiedlichen Punkten in ihrer Karriere, und beide Männer müssen entscheiden, was ihnen am wichtigsten ist.

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Oft ist es mir noch nicht passiert, dass ich mitten unterm Lesen mit dem Review angefangen habe, aber nachdem ich einige Zeit brauchte, um in das Buch reinzukommen, gehen mir die Rückblicke der beiden Jungs ziemlich an die Nieren. Um eben genau dieses Gefühl festhalten zu können sitze ich nun hier und schreibe, anstatt einfach weiterzulesen. So als Sportfan meint man immer, dass es toll sein muss, wenn man mit Sport seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Wenn man aber Jared „zuhört“ verliert diese romantische Sichtweise ganz schnell seinen Glorienschein. Aber auch Lane muss mit seinen 2o Jahren lernen, dass er das Leben nicht einfach nur von der „Sohnseite“ sehen kann, sondern dass das, was seine Eltern seiner Meinung nach sehen wollen, nicht das ist, was er sein kann. Auf jeden Fall kann ich nach einem Viertel des Buches sagen, dass mir gefällt was ich hier lese und das es mich neugierig auf die weitere Geschichte macht.

Und jetzt, wo ich das Buch beendet habe, muss ich sagen, dass es mir ausnehmend gut gefallen hat. Zwischendurch saß ich da und habe wirklich überlegt, ob Lane – aufgrund mancher Aktionen und Reaktionen – eine milde Art von Autismus hat, aber wie sich Jared selbst zwischendurch fragt, scheint es wirklich eine Art Wahrnehmungsstörung zu sein. Im einen Moment ist er auf eine sehr subtile Art aufmerksam und einfach nur liebenswert, in einem anderen geht ziemlich jede zwischenmenschliche Aktion komplett an ihm vorbei.
Jared ist ein „alter“ Hase im Eishockey und hat, im Gegensatz zu Lane, seinen Weg bereits gefunden. Avon Gale hat die Eigenheiten der beiden Jungs so wunderbar und leicht lesbar einfließen lassen, dass man, obwohl sie nicht wirklich tief eingetaucht ist, das Gefühl hatte, beide gut zu kennen. Dennoch hat sie einen sehr eigenen Stil, den man mögen muss, der mir aber gut gefallen hat.
Zudem zeigt sich, dass man immer beide Seiten der Medaille kennen muss, um ein „Urteil“ zu fällen. Dies müssen sowohl Lane als auch Jared lernen. Doch als sie dann der Blitzschlag der Erkenntnis trifft *g*, zeigt sich, dass Familie, Freunde und der Sport eine wunderbare Allianz bilden können. Der Weg dahin ist nicht einfach, aber wenn man ihn einmal geht, nicht so steinig, wie befürchtet und manche Dinge entwickeln sich so selbstverständlich, dass man sich fragt, ob es nicht schon immer klar gewesen ist, dass es so kommen musste.

So wie ich zu Beginn Schwierigkeiten hatte, in das Buch reinzufinden, so hätte ich später einfach immer weiterlesen können. Ich habe ein weiteres Buch dieser Serie im Original auf dem Reader, aber wie immer entspricht mein Zeitvolumen nicht dem meines SuB … Allerdings bin ich jetzt schon so weit, dass ich mehrere Ordner der Bücher angelegt habe, die als Serien erscheinen und die für mich das Lesen und „dabeibleiben“ wert sind. Die Spielzüge-Serie bekommt übrigens auch einen 😀.

Bis bald,

El Ma

Eine weitere Meinung zu dem Buch findet ihr hier bei Frau Laberladen.

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„Eine Ranch in Montana (Montana Serie 1)“ – RJ Scott

Klappentext*)
Ein Cityboy mit einer seltsamen kleinen Familie und Marketing-Expertise. Ein bodenständiger Cowboy, der sein Leben im Sattel verbracht hat. Kann das gutgehen?

Nate Todd, ehemaliger Stern am Rodeo-Himmel, hat zwei Leidenschaften: seine Pferde und seine Ranch. Aber ohne Geschäftssinn ist das Rodeo des Lebens auch für einen verdammt guten Cowboy nicht zu meistern.
Dann kommt Jay ins Bild, den er als Marketingstrategen auf die Ranch holt: Smart. Blond. Urban. Nichts für Nate.

Jay Sullivan ist ein Cityboy, für den seine Schwester und deren Kinder an erster Stelle stehen. Er ist eher in großen Konferenzräumen als auf einer Ranch zu Hause.

Die Beiden stehen vor einem richtig großen Projekt. Gefühle sind da nur hinderlich. Und überhaupt, seit wann muss man für Ranch-Marketing reiten.

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mmh … Also wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich diese Geschichte eigentlich nur wegen RJ Scott gelesen. Ich habe einige Originale dieses Autors auf meinem Reader und wollte einfach wissen, bevor ich mich „auf Englisch durch ein Buch quäle“, wie der Schreibstil ist und ob mir dieser liegt. Blöd nur, dass es der erste Teil einer Serie ist, die halt noch nicht in meinem Fundus ist … Tja, was soll ich dazu sagen …
Die Geschichte um Jay und Nate ist gut, wirklich gut und hat mich gefesselt, ebenso wie die vorgestellten Nebencharaktere. Jays (Familien-) Geschichte ist nicht wirklich einfach und ich habe seinen Mut bewundert, alles auf ein „Pferd“ zu setzen und sein altes Leben hinter sich zu lassen. Der ausschlaggebende Grund, warum er diesen letzten Schritt dann getan hat und die Art, wie er seinen Mann in dieser Situation vor seinem vermeintlich neuen Arbeitgeber gestanden hat, hat mich den (imaginären) Hut vor ihm ziehen lassen.

Von einem Leben in der Großstadt hin zu einem auf dem Land, wo es außer Weite, Berge, Pferde und attraktiven und sympathischen Männern nichts gibt und das mit seiner Schwester und den Kindern „im Gepäck“ – nochmals: Hut ab.

Es hat Spaß gemacht, mitzubekommen, wie schnell Jay sich anpasst und angenommen wird. Seine Ideen bzgl. der Vermarktung der Crooked Tree-Ranch sind klasse und irgendwann merkt auch der letzte Cowboy (Nate), dass Jay mehr ist, als seine äußere Hülle preis gibt.

„Eine Ranch in Montana“ war für mich ein wunderbarer Einstieg, um mich davon zu überzeugen, dass ich zwingend den 2. Band der Serie lesen muss – und das im Original …  Und schwups fand sich dieser dann auch auf meinem Reader ein und wurde sofort begonnen. Und nur mal so als Vorgeschmack … ich kann ihn kaum aus den Händen legen, so gut gefällt er mir.

Ich kann für all diejenigen, die kein Englisch können nur hoffen, das der Folgeband/die Folgebände baldmöglichst übersetzt werden, so dass auch diese Leser die Geschichte um Adam & Ethan und andere Protagonisten der Crooked Tree-Ranch genießen können.

In diesem Sinne – bis bald,

El Ma

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„Ein Ständchen für Stanley (Belladonna Arms 1)“ – John Inman

Klappentext*
Ein Titel der Belladonna Arms Serie

Willkommen im Belladonna Arms, einem heruntergekommenen Mietshaus auf einem der Hügel in der Innenstadt von San Diego. Es ist das Heim der Verlorenen, der Liebeskranken und der Liebestollen.

Der schüchterne Archäologiestudent Stanley Sternbaum ist gerade erst hier eingezogen. Er verbringt seine Zeit damit, die exzentrischen Nachbarn zu beobachten, seinem Teufelsbraten von Mutter aus dem Weg zu gehen und ansonsten möglichst unbemerkt zu bleiben … Letzteres erweist sich als das größte Problem – jedenfalls soweit es Roger Jane angeht, der ebenfalls im Belladonna Arms wohnt. Der muskelbepackte Krankenpfleger mit den wunderschönen grünen Augen ist nämlich hoffnungslos in Stanley verknallt und macht ihm unbeirrt den Hof. Doch Stanley hat immer ein ruhiges, zurückgezogenes Leben geführt und ist nie das Risiko eingegangen, sich zu verlieben. Besonders nicht in einen Mann, der so umwerfend gut aussieht wie Roger Jane.

Während Roger versucht, die Mauern um Stanley einzureißen, wendet der sich an seine Nachbarn, um mehr über die Liebe zu lernen: An Ramon, der keine Angst davor hat, sein Herz dem falschen Mann zu schenken; an Sylvia, eine Transsexuelle, die sich nichts mehr wünscht, als endlich eine Frau zu werden; an deren heimlichen Verehrer, der sie so liebt, wie sie ist; an Arthur, die Dragqueen, die sie alle liebt und nie etwas dafür erwartet – und an Roger, dessen Herz schon einmal gebrochen wurde, der aber bereit ist, es für Stanley wieder zu riskieren. Wenn Stanley es nur endlich schaffen würde, seine eigenen Unsicherheiten zu überwinden und ihn einzulassen.

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Hach ja, da sitze ich hier und grinse immer noch und muss sagen, John Inman kann es einfach 😀. Nach der Krimi-Romance „Payback„, die ebenfalls 4,5 💜 von mir bekommen hat, hat er mir mit dieser zuckersüßen Geschichte rund um das Mietshaus „Belladonna Arms“ zwei trist-trübe Abende versüßt.

Ich weiß gar nicht, wie ich dieses Buch einordnen soll. Romance ist klar, Comedy? – ja auch, Slapstick? – zwischendurch jep. Aber es werden auch Schicksale aufgezeigt und von Freundschaften und einer unerfüllten Liebe erzählt, sodass man zwischen all dem Zucker, der sich zwischen Roger und Stanley abspielt, durchaus auch etwas bekommt, dass einen nachdenken lässt.

Die Kurve von fliegenden Herzchen in den einzelnen Wohnungen hin zu wirklichen Schicksalen und Selbstfindungsprozessen ist ihm gut gelungen, denn irgendwie löst sich das ganze Geflecht zum Schluss hin mit viel „Sonne im Herzen“ und Liebesgeflüster wunderbar auf.

Meine hier vergebenen 4,5 💜 tendieren eher zu 5 💜 als zu 4 💜, denn auch wenn ich gerade zum Schluss hin das Gefühl hatte, uh … das ist jetzt einen Ticken zu viel, hat es mich dennoch glücklich grinsen lassen.
Mich hat diese erste Geschichte aus diesem Mietshaus auf jeden Fall überzeugt und auch neugierig auf mehr zurückgelassen. Mal schauen, wie (ob auf englisch) und wann (falls ich auf die deutsche Übersetzung warte) ich das zweite Buch  lesen werde, denn dass ich es lesen werde, steht außer Frage.

Bis bald,

El Ma

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„Träume sind aus Schnee gestrickt“ – Amy Lane

Klappentext
Als der mürrische Alpakazüchter und Spinnereibesitzer Crawford auf seinen neuen Nachbarn Ben trifft, ist er sofort hingerissen – und das nicht nur, weil er außer ihm der einzige schwule Mann in dem kleinen Örtchen Granby ist. Der junge Mann aus der Großstadt weckt Crawfords Beschützerinstinkt. Mithilfe seiner großen Leidenschaft, dem Stricken, versucht er, Ben für sich zu gewinnen. Wird Crawford seine eigenbrötlerische Art zum Verhängnis oder kann er Ben schließlich mit weicher Alpakawolle umgarnen.

Entspricht 86 Romanseiten

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Gott, war das eine süße Kurzgeschichte für den Feierabend 😀.
Draußen war es kalt, dunkel und ungemütlich. Das eBook in der Lesehalterung, damit ich die Hände zum Stricken frei hatte, und dann kam Rance …
Urig und knurrig aber mit einem riesengroßen Herzen versehen (das sich aber richtig gut versteckt hat), trifft er auf Sonnenschein Ben. Und plötzlich linst Rance‘ Herz immer mal wieder hinter all der Wolle hervor (seine Augen sehen da schon etwas direkter hin und genießen den Anblick sehr) bis es eines Tages nur mit einem besonderen Geschenk 😂 bewaffnet das Tageslicht erblickt.

Nicht nur, dass ich eine wirklich süße Romance lesen durfte und dabei Schritt für Schritt mitbekommen habe, was aus ein bisschen selbstloser 😉Nachbarschaftshilfe werden kann, nein, als selbst strickende Frau war es für mich wirklich interessant, so ganz nebenbei (und sehr liebevoll) erzählt zu bekommen, was alles hinter so einem Wollknäuel steckt, bis es auf meinem Schoß liegt.
Am liebsten wäre ich noch an diesem Abend nach Granby gezogen und hätte mich bei Rance um einen Job beworben.
Da ich auch das Original-Bundle der Serie hier liegen habe, werde ich mich bald möglichst an die anderen drei noch offenen Geschichten setzen, wenn mir nicht vorher eine weitere Übersetzung der Serie über den Weg läuft.

Ich mag die Schreibweise von Amy Lane eh sehr und freue mich jedesmal auf und über eine Geschichte von ihr, die schon auf meinem Reader liegt oder mir noch über den Weg laufen wird 😀.

Bis bald,

El Ma

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„Wofür es sich zu kämpfen lohnt“ – Dirk Greyson

Klappentext*)
Hartwick County in South Dakota bedeutet einen neuen Anfang für Mackenzie „Mack“ Redford. Das Leben in der Großstadt war nicht das, was er erwartet hatte und nun ist er wieder zu Hause und arbeitet als Sheriff.

Brantley Calderone ist ebenfalls auf der Suche nach einem neuen Leben. Nachdem er New York verlassen und eine Ranch gekauft hat, versucht er sich einzuleben und sich daran zu gewöhnen, an einem anderen Ort zu leben – bis er eine tote Frau auf seiner Veranda entdeckt und sich selbst als Haupttatverdächtigen in einem Mordfall wiederfindet.

Mack und Brantley erkennen sehr bald mehrere Dinge: Irgendjemand will Brantley etwas anhängen, allein ist er nicht länger sicher auf der Ranch und zwischen ihnen entwickelt sich definitiv eine gewisse Anziehungskraft, die sich noch verstärkt, als Mack Brantley anbietet, vorübergehend bei ihm einzuziehen. Als ihre Romanze eskaliert, eskaliert auch das Verhalten des Mörders. Sie müssen ihm immer einen Schritt voraus sein und herausfinden, wer Brantley tot sehen will, ehe es zu spät ist. Nur dann können sie das neue Leben beginnen, das sie beide suchen – gemeinsam.“

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Jepp, Western kann er – definitiv.

Das war mal wieder ein Buch der Kategorie „Mist ich muss schlafen und will das Buch aber nicht aus der Hand legen“. Und wieder einmal hat mich dieser Autor (für mich auch die Wundertüte 😉 ) überrascht.

Die Geschichte hat alles, was man als Leser möchte. Zwei tolle Männer, einen Spannungsbogen, der sich erst sehr spät auflöst, viel Herz und einen flüssigen Schreibstil.

Eigentlich erzählt der Klappentext schon sehr viel, jedoch erfährt man im Laufe der Geschichte auch den Grund für Brantleys (was bin ich über das „n“ in diesem Namen gestolpert …) Umzug von New York nach South Dakota und lernt ihn als freundlichen, intelligenten und großherzigen Mann kennen. Dazu Mack, der ihn wunderbar vervollständigt, mit seiner anpackenden, autoritären und dennoch warmherzigen Art. Ein für mich perfektes Pairing.

Der Krimiplot ist gut geschrieben und hat mich (als immer noch Krimi-Laie) gut unterhalten. Die Auflösung war gut kombiniert und hat mich etwas überrascht, sicherlich auch deswegen, weil mein Fokus eher auf der Geschichte drumrum, als auf dem Täter lag.

Das war mal wieder eine Geschichte der Kategorie sollte man lesen, kann man noch einmal lesen 😀.

Bis bald,

El Ma

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„Wildfang“ – Raik Thorstad

Klappentext
Entspricht 470 Romanseiten.

Tierpfleger Mark ist zufrieden mit seinem zurückgezogenen Leben: Er liebt seine Arbeit in einem kleinen Wild- und Bärenpark, bei dem er wenig Kontakt zu Menschen hat und sein schweres Stottern kaum ein Problem im Alltag darstellt. Als er die Pflege eines neu angekommenen Kodiakbären übernimmt, ahnt er noch nicht, wie schnell und radikal sich sein Leben ändern wird, denn unter „Matunnos‘“ Fell schlummert weit mehr als ein normales Tier…

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Dies – so muss ich gestehen – war mein erstes Buch von Raik Thorstad. Ich habe noch einige auf dem Reader und sogar eines im Regal stehen. Warum ich noch keines von denen gelesen habe (alle haben durchwegs hervorragende Kritiken und wurden mir wärmstens ans Herz gelegt) kann ich weder sagen noch begründen, ich habe schlichtweg keine Ahnung.

Ich dachte mir, fang‘ doch erst einmal mit einem „geländegängigeren“ Thema an … dachte ich mir …
Wildfang ist eine Geschichte über einen Gestaltwandler. Das Thema ist also nicht ganz neu, jedoch hat Raik Thorstad es anders „verpackt“ und das wurde richtig gut gemacht.  Es wurde zwar die Geschichte Matunnos‘ in den Vordergrund gestellt, aber die kleinen Details nicht vergessen.
Wir erfahren wie nebenbei auch etwas über „Bärenzoos“ in Deutschlang und wie schwer deren überleben ist.
Es gibt den Tierpfleger Mark, dem bis dato das Leben mit den Tieren und alles was mit dem Zoo zusammenhängt wichtiger war, als alles andere drumherum. Mark stottert und fühlt sich deshalb vom Leben ein wenig bestraft, zumal niemand sagen kann, warum das so ist, also bis jetzt auch keine Hilfe möglich war. Dazu kommen dann noch die Männer, die er kennenlernt und die in der Vergangenheit nie wirklich Verständnis für sein „Problem“, dafür aber jede Menge guter Ratschläge hatten. Dies ist mit ein Grund, warum er so zurückgezogen lebt und sich ganz auf die Tierpflege konzentriert.
Einzig zu seinen Kollegen hat er ein nettes, fast freundschaftliches Verhältnis, denn diese akzeptieren ihn so wie er ist. Da auch diese Kollegen ihren besonderen Platz in der Geschichte haben, gibt es so einige Szenen, in denen man unwillkürlich grinsen muss. Alleine wenn ich an Gertrud denke, muss ich schon wieder grinsen. Sie ist ein niederbayrisches Unikum, mit einem Riesenherzen für Mensch und Tier.
Halt, nein, stimmt nicht. Es gibt auch noch einen Chatfreund, mit dem er sich gut versteht. Diesen persönlich zu treffen macht ihm eine Heidenangst.

Tja und dann kommt dieser Kodiakbär aufs Gelände … Bis Mark schauen kann, steckt er bis zum Hals in einem „Abenteuer“, das sehr ausführlich erzählt wird. Dies ist beileibe nicht negativ zu verstehen, sondern heißt einfach, dass man sich auf dieses Buch einlassen muss. Es ist definitiv keine Geschichte, die man mal schnell zwischendurch lesen sollte, denn in der „Gemächlichkeit des Buches“ verstecken sich viele Details, die einem die Geschichte näher bringen und die Mark und Matunno den einen oder anderen Hinweis auf die Herkunft des Kodiakbären geben.

Ich freue mich darauf, dass es den zweiten Teil bald geben wird, denn ich will unbedingt wissen, was aus dem Bären wird. Findet er seine Heimat (ganz egal wo diese sein wird) und klären sich alle Geheimnisse, die sich ihm fetzenweise in seinen Träumen zeigten? Wird Mark seinen Matunno wiedersehen? Wird sich das „Geheimnis“ um Marks stottern vielleicht auch lösen lassen?
Also ganz einfach: gibt es ein Happy End für beide?

Nun heißt es warten und sich gedulden – passt ja auch wieder irgendwie zu diesem Buch 😉, denn wie gesagt, es ist nichts für ungeduldige Leser.

Bis bald,

El Ma

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„Cowboys im zahmen Osten“ – Andrew Grey

Klappentext
Brighton McKenzie erbt eines der letzten Fleckchen Farmland in den städtischen Außenbezirken von Baltimore. Die Farm war schon im Besitz der Familie, als Maryland noch eine Kolonie war, aber nun liegt sie schon eine ganze Weile brach. Es wäre so einfach, sie zur Bebauung zu verkaufen, aber Brighton möchte dem Wunsch seines Großvaters entsprechen und sie wieder aufleben lassen. Leider ist er seit einem Unfall auf einen Krückstock angewiesen und braucht daher Hilfe.

Tanner Houghton arbeitete auf einer Ranch in Montana, bis der Vater eines rachsüchtigen Exfreundes ihn aufgrund seiner Sexualität feuerte. Tanner kommt der Einladung seines Cousins nach Maryland nach und ist begeistert, eine Chance zu bekommen, wieder der Arbeit nachzugehen, die er liebt.

Brighton fühlt sich augenblicklich von dem äußerst attraktiven und hochgewachsenen Tanner angezogen – er verkörpert alles, was Brighton an einem Mann gefällt. Aber Brighton hält sich zurück, denn Tanner ist sein Angestellter – und warum sollte sich ein vor Leben strotzender Mann wie Tanner überhaupt für ihn interessieren? Doch das ist nicht ihr größtes Problem. Sie müssen sich den Intrigen von Brightons Tante widersetzen, plötzlich will Tanners Exfreund ihn wieder zurück, und dann müssen sie einen Weg finden, die Farm finanziell rentabel zu machen, bevor sie Brightons Familienerbe verlieren.

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Andrew Grey und ich … eine Geschichte zwischen hoffen, bangen, trauern, freuen und lachen … Er ist für mich 

… wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was man kriegt.
(Auszug aus Forest Gump)

Einmal lese ich eine Geschichte von ihm und ärgere mich, wie oberflächlich manche Dinge abgehandelt werden, wie schnell er zum Ende kommt, obwohl noch so viel zu erzählen wäre und das nächste Mal hört eine Geschichte so auf, dass ich mir schon gewünscht habe, es lieber gar nicht gelesen zu haben.
UND – immer wenn ich wieder soweit bin, dass ich nichts mehr von ihm lesen will,  DANN kommen von ihm Geschichten wie diese 😀.

Ich habe sie am Abend begonnen und noch in der selben Nacht beendet. Fragt bitte nicht, wie es mir am nächsten Tag ergangen ist …
Andrew Grey hat sowohl Brighton als auch Tanner als wunderbar greifbare Charaktere beschrieben. Mir hat er beide Männer inkl. ihrem jeweiligen Handicap wirklich nahe bringen können. Ich hatte aufgrund des Klappentextes auch keine Vorstellung, wie ich mir einen „zahmen Osten“ vorzustellen habe, aber am liebsten hätte ich mit Brighton getauscht. Zu lesen, wie er sich der ihm von seinem Großvater übertragenen Aufgabe stellt, fand ich beeindruckend und ja, ich hätte genau wie er, gut auf die bösartige Verwandtschaft und auch auf seine Behinderung verzichten können. Aber auch das restliche drum herum, war einfach wunderbar beschrieben.

Es hat sich ein Puzzleteilchen ins andere gefügt und sowohl Brighton als auch Tanner durften lernen, das miteinander sprechen wirklich hilfreich sein kann. Man findet Freunde und Unterstützung und auch Ideen, die einem im Kopf rumschwirren, können leichter umgesetzt werden, wenn der andere weiß, was man sich vorstellt …

Es war nun seit längerem wieder einmal eine Geschichte von Andrew Grey, die mich wirklich überzeugt hat. Das heißt, ich werde mich dann doch wieder einmal an ein anderes Buch von ihm „herantrauen“ (es befinden sich auch noch so einige ältere Exemplare auf meinem Reader). Ich hoffe doch schwer, dass auch dieses mich dann auch wieder vom Schlafen abhalten wird 😀.

Bis bald,

El Ma

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