„Nähe ist aus Eis gestrickt (Granby 2)“ – Amy Lane

Klappentext *)
In Jeremys Leben ist alles schiefgegangen, was nur schiefgehen konnte, doch er ist nach seiner Gefängnisstrafe fest entschlossen, ein anständiger Mensch zu werden. Als Rance Crawford ihm einen Job auf seiner kleinen Alpaka-Farm anbietet, greift Jeremy ohne zu zögern zu. Und nicht nur mit der neuen Arbeit ist alles anders als bisher, denn Farmhelfer Aiden ist jemand, der das Eis um Jeremys Herz zum Schmelzen bringen könnte…
Entspricht 160 Romanseiten.

Band 2 der Granby-Serie. Buch ist in sich abgeschlossen.

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Auch Buch 2 dieser Serie war ein Lesegenuss. Ich liebe stricken. Wolle kardieren, spinnen und färben fasziniert mich, jedoch habe ich außer zum Stricken für die anderen Dinge keine Geduld und Muse. Man sagt ja, dass einen das Spinnen beruhigen soll … Ich habe es probiert und habe festgestellt, dass ich es nur „kann“, wenn ich in mir selbst ruhe.

Jeremy sieht das etwas anders, die Umgebung, die Materialien, das Handwerk und seine Kollegen sind das, was er braucht, um endlich zur Ruhe zu kommen. Der liebevolle Umgang im ganzen Team und dazu sein Kollege Aiden ist genau das, was er braucht, um sich selbst zu finden.

Wenn man die Geschichte einfach so liest, wird man prima unterhalten und noch ein Stückchen tiefer in den Wollalltag rund um Craws „Universum“ hineingeführt. Also so für zwischendurch ein wunderbarer, leichter und lockerer Lesegenuss.

Tja, wenn man beim Lesen nicht ein bisschen tiefer geht …, denn da trifft man auf einen Jeremy, der nur schwer mit seiner Vergangenheit zurechtkommt. Bedingt durch ein unstetes Leben als Kind, Jugendlicher und junger Erwachsener und ein damit verbundenes wirklich schreckliches und erschütterndes Erlebnis, spielt er ständig mit dem Gedanken, sich aus Situationen, die er so gar nicht kennt, herauszunehmen und davonzulaufen. Jeremy hat ein Trauma, dass man nur mit viel Geduld und Liebe auflösen und beruhigen kann. Die Angst, irgendetwas von dem, was er in Granby gefunden hat, wieder zu verlieren, lässt ihn sich ständig in seinem Gedankenkreisel drehen und alles und jeden zu analysieren. Nur Aiden schafft es jedesmal, ihn nur durch einen Blick oder eine kleine Geste aus eben diesem Karussell wieder herauszuholen. Jeremy kompensiert durch Reden seine Unsicherheit, beobachtet und bemerkt viel, ist aufmerksam – am Anfang denkt er noch in antrainierten „pass auf“ Automatismen – und hilfsbereit. Bis er selbst begreift, dass er von Grund auf ein netter, ehrlicher und liebenswerter Mensch ist, muss viel Zeit vergehen. Gut, dass man die in Granby hat.

Klar, die Geschichte ist wirklich nett und ich habe das Originalbundle auf dem Reader, sodass ich ohne Pause (zwar etwas langsamer, aber …) weiterlesen kann. Aber die Geschichte hinter der Geschichte ist das, was mir im Gedächtnis bleiben wird.

Ich habe mich beim vorher gelesenen Buch (siehe den Blogartikel vorher) fürchterlich aufgeregt, dass diese Geschichte ohne Kompromiss Schluss war. Auch hier hört die Geschichte ziemlich abrupt auf. Doch durch den Verlauf der Handlung war es dennoch ok UND ich wusste, dass das Leben in Granby weitergeht und dass man noch mehr über Craw, Ben, Aiden und auch Jeremy lesen wird.

Und nein, ich möchte hier niemandem sagen, wie er das Buch zu lesen hat, denn es ist durchaus auch „einfach nur“ eine gute und unterhaltsame Lektüre. Das ich vielleicht mehr dahinter gesehen habe, ist evtl. (m)einer persönlichen Erfahrung geschuldet, von daher mache ich es jetzt wie Jeremy und stricke weiter und suche mir (zwar nicht unterm Bett, aber dennoch) das nächste Buch 😀.

Bis bald,

El

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„Entfesseltes Spiel“ – Anna Zabo

Klappentext *)
Justin hat es geschafft und seinen Traumjob als Assistent der Geschäftsleitung ergattert. Jetzt muss er sein Können nur noch vor Finanzchef Eli unter Beweis stellen – was ziemlich schwierig ist, da Eli ihm mit seiner dominanten Art sofort unter die Haut geht. Zu gerne würde Justin bei Eli die Kontrolle auch außerhalb des Büros abgeben, doch das ist keine gute Idee. Mit Doms hat Justin nämlich keine guten Erfahrungen gemacht…

Band 2 der Takeover-Reihe. Buch ist in sich abgeschlossen.

Entspricht 312 Romanseiten

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Hat mir Band 1 schon gefallen, hat mich Buch 2 mit Elis Geschichte wirklich berührt.

Justin verdient sich das Geld für sein Studium als Barista in einem Café. Durch frühere „Dummheit“ ist er bis über die Hutschnur verschuldet (wieso und warum wird zwar erwähnt, aber leider nicht detaillierter erläutert, sodass ich es nicht wirklich nachvollziehen konnte – ich weiß, ich bin nervig 😉), von daher lebt er wirklich am Existenzminimum, zieht – sein Lebensziel vor Augen – seinen Weg aber konsequent durch. Sam (ihn kennt man aus Buch 1) und sein Finanzchef Eli sind regelmäßig Gäste bei Justin. Eines Tages, nimmt er seinen ganzen Mut zusammen und bewirbt sich bei Sam. Hätte er nur gewusst, dass er sich beim Vorstellungsgespräch auch mit dem arroganten, dominanten und kalten Eli auseinandersetzen muss, hätte er es sich wohl sicher drei Mal überlegt.

Ich mag Geschichten, in denen man viel über seine Protagonisten erfährt. Ich war für mich der Annahme, dass Justins Geschichte erzählt wird, aber je weiter ich kam, umso mehr hat mich Eli berührt. Irgendwie hatte ich das Gefühl, viel mehr von ihm und über ihn zu erfahren, als über Justin. Nicht, dass Justin „untergegangen“ wäre, aber so dominant, wie Eli im Café gewirkt hat, so dominant hat er die Geschichte „übernommen“. Klar, bekommt man Justins Vorgeschichte auch erzählt, aber vielleicht hätte man hier doch einen Ticken mehr ins Detail gehen sollen … vielleicht war es aber auch nur so, dass Elis Vergangenheit mich mehr berührt hat.

Egal wie, das Buch ist uneingeschränkt lesenswert, die kleinen Dinge, die mir gefehlt haben, empfand ich jetzt nicht wirklich als stören, andere bemerken sie wahrscheinlich gar nicht. Aber ich stehe zu meinen Macken *g* und muss damit leben, egal, ob ich es will oder nicht.

Ich freue mich jetzt erst einmal auf den nächsten Band. Mal schauen, ob es mit meinen Englischkenntnissen für Anna Zabo reicht oder ob ich auf die deutsche Übersetzung warten muss.

Bis bald,

El

*) Das Copyright für Bild und Klappentext liegt beim Cursed – Verlag

 

„Rattlesnake“ – Kim Fielding

Klappentext *)
Zwischen dem Landstreicher Jimmy und dem Barmann Shane fliegen die Funken. Aber wird Jimmy um Shanes Willen dem Ruf der Straße widerstehen können?

Jimmy Dorsett ist schon seit seiner Jugend auf der Straße unterwegs, ohne Heim und ohne Hoffnung. Er besitzt nicht viel: eine Reisetasche, ungezählte Geschichten aus einem unsteten Leben und eine alte Rostschüssel von Auto. In einer kalten Nacht nimmt er in der Wüste einen Anhalter mit, der ihm etwas Unverhofftes hinterlässt – nämlich den Brief eines sterbenden Mannes an den Sohn, den er seit Jahren nicht mehr gesehen hat.

Jimmy will den Brief bei seinem Adressaten abliefern und landet in Rattlesnake, einer kleinen Stadt in den Hügeln der kalifornischen Sierra. Im Zentrum der Stadt befindet sich das Rattlesnake Inn, wo der frühere Cowboy Shane Little als Barmann arbeitet. Zwischen den beiden Männern fliegen die Funken, und als Jimmys Auto den Geist aufgibt, besorgt ihm Shane im Rattlesnake Inn einen Job als Handwerker.

In der Gemeinschaft der kleinen Stadt und in Shanes Armen findet Jimmy eine ungewohnte Ruhe. Aber das kann nicht von Dauer sein. Die Straße ruft und Shane – ein starker, stolzer Mann mit einer leidvollen Vergangenheit und einer komplizierten Gegenwart – hat mehr verdient als einen verlogenen Landstreicher, der es nirgends lange aushält.

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Wenn man Jimmys Geschichte gelesen hat, dann weiß man erst mal wieder, wie gut es einem selbst geht. Seit seinem sechzehnten Lebensjahr ist er auf der Straße unterwegs. Mehr recht als schlecht kommt er durchs Leben und hat dabei gelernt, dass es nichts gibt, an das man sein Herz hängen sollte bzw. für das man viel Geld ausgibt, denn irgendwann ist eh alles wieder weg. Wie oft Jimmy bei Null angefangen hat, kann er gar nicht mehr zählen. An keinem Ort wollte er länger bleiben, denn um die nächste Ecke könnte die Welt schöner und das Gras grüner sein …

Was er allerdings nicht verloren hat, ist sein gutes Herz und seine Hilfsbereitschaft und genau die ist Schuld, dass er das „Abenteuer“ seines Lebens erleben wird.

Als er mit seiner alten Klapperkiste wieder einmal unterwegs war, sammelt er unterwegs einen Landstreicher ein, der dann ausgerechnet in seinem Auto stirbt und ihm einen Zettel hinterlässt. Als er erfährt, wer der Empfänger sein sollte und wo dieser lebt, macht er sich auf den Weg, dieses Erbe abzugeben. Als er jedoch in dem kleinen Städtchen Rattlesnake auf Shane trifft, verändert sich sein Leben.
Shane hinkt, trägt Narben und ist auch sonst nicht unbedingt vom Glück gesegnet. Aber er wird geliebt. Seine Familie ist ohne Wenn und Aber für ihn da und beschützt ihn mit allem, was ihnen zur Verfügung steht. Jimmy ist fasziniert von Shane und nimmt den Job an, der ihm in Rattlesnake angeboten wird.

Zu lesen, wie diese beiden, vom Leben gebeutelten Männer sich finden, füreinander da sind und aneinander wachsen war wunderbar. Je mehr man über sie erfährt, um so mehr muss man sie mögen. Mit jedem Tag verändert sich Jimmy und wie es halt so ist, wenn man selbst betroffen ist, merkt man als Leser viel früher, dass wenn man es mit Liebe betrachtet, das Gras überall grün ist.

Jimmy lernt, dass es Menschen gibt, die nicht nur seine äußere Hülle und das was er vorzugeben scheint, sehen und Shane, dass Narben und seine Handicaps keine Rolle spielen, wenn der richtige vor einem steht.

Kim Fielding hat mit Rattlesnake ein sehr emotionales Buch geschrieben, dass wenn man ein bisschen tiefer schaut, den Leser auch zum Nachdenken über die wirklich wichtigen Dinge im Leben bringen kann.

Kim Fielding kann Bücher schreiben, die berühren. Ich durfte schon ein paar von ihr lesen, u.a. Die Blechdose oder auch Brutus, der Dorftrottel. Ich empfand beide Bücher als bemerkenswerten und emotionalen Lesestoff und kann inkl. Rattlesnake alle uneingeschränkt empfehlen.

Bis bald,

El

Weitere Meinungen zum Buch findet ihr hier bei:

Gaylesen   &   Laberladen  &  GayDanken

 

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„Little Tease ([kinky] pleasures 4)“ – A.C. Lelis

Klappentext *)
Entspricht 548 Romanseiten.

Markus steckt in einer Sackgasse: Sein Liebesleben und der Job als Türsteher machen ihn nicht glücklich. Barkeeper und Sub Thies hätte das Potential, beides aufzuwerten, doch Markus hält ihn konsequent auf Abstand, obwohl Thies alles daran setzt, Markus‘ Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Als eines Abends Ralph ins SMack kommt, steht Markus‘ und Thies‘ Welt Kopf, denn der neue Dom macht ihnen ein erotisches Angebot, das sie nicht ablehnen können…

Buch ist in sich abgeschlossen.

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Nachdem ich mit dem dritten Band so meine Schwierigkeiten hatte (nein, die Geschichte war wirklich gut, ich fand nur nicht so den Bezug zu den Protagonisten), hat mir dieses 4. Buch der Reihe wirklich gut gefallen.

Ich war neugierig darauf, wie A.C. Lelis das Thema Dreierbeziehung umsetzen kann. Viele haben sich daran schon die Zähne ausgebissen, aber ich muss sagen, Frau Lelis hat das wunderbar hinbekommen.

Thies steht schon lange auf Markus, den unnahbaren Türsteher, bekommt aber keine wirkliche Chance, diesen auf sich aufmerksam zu machen. Keiner im direkten Umfeld des SMack versteht, warum Markus sich so verhält, wie er sich verhält, denn Thies ist ein gutaussehender, intelligenter, junger Mann mit devoten Neigungen und eigenem Kopf.
Erst als Ralph auf der Bildfläche erscheint, wendet sich das Blatt. Thies versteht erst gar nicht, was ihn an Ralph so fasziniert, da er doch Markus schon so lange anbetet und nie wirklich Augen für jemand anderen gehabt hatte. Und auch Markus versteht erst einmal  nicht, was ihn an Ralph so anspricht, denn eigentlich steht er nicht auf dominante Typen und außerdem gibt es ja auch noch Thies …
Ralph ist das Zünglein an der Waage, der a) weiß was er will, b) sieht, warum es eigentlich nur in der Dreierkonstellation funktionieren kann und c) den Mut besitzt, das Ganze auch anzugehen. Nur sein bestimmtes Auftreten und das es doch nach seinem Kopf funktionieren sollte, ist manchmal einen Ticken zu viel für Thies. Mir hat es gut gefallen, dass sich der junge Thies wirklich gut gegen die beiden älteren Männer hat durchsetzen können. So hat er seine Position gut behauptet und den Herren gezeigt, dass man nicht alles mit ihm machen kann.

A.C. Lelis hat es meiner Meinung nach wunderbar verstanden, mir als Leser aufzuzeigen, dass „einer mehr“ manchmal genau das Richtige ist und auch wie der Weg dahin funktionieren kann. Nicht alles geht gleich glatt, aber – und das zeigt mal wieder, wie wichtig Kommunikation ist – wenn man etwas wirklich will, es auch erreichen kann.

Wer offen für Beziehungen außerhalb der „Norm“ ist, findet hier eine wirklich schöne Geschichte mit und über drei tolle(n) Männer(n).

Bis bald,

El

Weitere Meinungen zu diesem Buch findet ihr bei Gaylesen & Laberladen
und über Goodreads bei Mathilda Grace, Risa, Allerleihrau und Gaybooks Review’s

Fast hätte ich es überlesen … Ralph bin ich schon vorher mal „begegnet“ und hatte das total vergessen. Wen es ebenfalls interessiert, wo welcher Protagonist schon einmal „mitgespielt“ hat, darf gerne hier im „Who is Who“ des Lelis-Universums nachsehen.

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„Nacht-Trilogie 1-3“ – Mathilda Grace

Nachtfalter  (1)  |  Nachtschwärmer (2)  |  Nachtjäger (3)

        

Klappentext „Nachtfalter“ *)
Hollywoodstar Trent Morgan hat von seinem Job als Schauspieler gestrichen die Nase voll und verabschiedet sich mit dem Kinostart seines Films ‚Nachtfalter‘ aus dem Filmgeschäft. Das gefällt einem seiner Fans gar nicht, der Trent fortan mit Briefen belästigt und ihm schließlich eine getötete Katze vor die Tür legt. Da die Polizei gegen den unbekannten Stalker machtlos ist, engagiert Trents Agent Greg Rivers den Bodyguard Sebastian Monroe, um Trent zu beschützen. Greg ahnt nicht, dass Trent und Sebastian eine gemeinsame Vergangenheit haben.

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Klappentext „Nachtschwärmer“ *)
Jasper Baker ist Arzt aus Leidenschaft und hat seine Stelle im Krankenhaus an den Nagel gehängt, um eine eigene Praxis zu eröffnen. Alles wäre perfekt, gäbe es nicht seinen neuen Nachbarn Greg Rivers, mit dem Jasper eine wahre Hassliebe verbindet. Er kann dem ehemaligen Schauspielagenten nicht verzeihen, was er getan hat, und fühlt sich gleichzeitig unwiderstehlich zu ihm hingezogen. Dass Greg seine Liebe zu Schmetterlingen teilt, macht es Jasper nicht leichter, sich von dem Mann fernzuhalten, der keinen Hehl daraus macht, dass er ihn in seinem Bett haben will.

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Klappentext „Nachtjäger“ *)
Stellan Archer hat fast sein gesamtes Leben allein verbracht und ist damit vollauf zufrieden, bis er auf dem Rückweg von einer Hochzeit die Bekanntschaft von Claudine Fairchild macht. Das Mädchen ist gerade mit ihrem Vater Connor nach Sanoro gezogen und lässt sich durch nichts davon abhalten, wiederholt in seinem Revier aufzutauchen. Stellan weiß weder mit ihrer Hartnäckigkeit umzugehen noch mit dem plötzlich in ihm erwachenden Bedürfnis, Claudine und ihren Vater beschützen zu wollen. Und als wäre das alles nicht schon irritierend genug, entscheidet sein Alpha, Rick Malloy, auf einmal, dass er der perfekte Kandidat ist, um in naher Zukunft die Führung des Sanoro-Rudels zu übernehmen.

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Um es gleich vorneweg zu nehmen, ich mag diese Trilogie sehr und dennoch tue ich mir verdammt schwer (ist mir auch noch nicht so oft passiert), eine Rezension dazu zu schreiben. Ich schiebe es nun schon einige Zeit vor mit her, weil ich einfach nicht die richtigen bzw. passenden Worte finde.

Ich habe mit dem Lesen gewartet, bis alle drei Bände auf meinem Reader waren, denn ich mag es nicht, wenn ich – auch wenn die Bücher durchaus unabhängig voneinander gelesen werden können – wiederkehrende Charaktere in meinen Hirnwindungen erst suchen muss, damit ich sie wieder zuordnen kann. So hatte ich also das Vergnügen „Nachtfalter“, „Nachtschwärmer“ und „Nachtjäger“ in einem Rutsch lesen zu können. Und es war wirklich ein Vergnügen für mich.

Man erfährt viel über die einzelnen Protagonisten, denn Mathilda Grace nimmt sich Zeit für ihre „Hauptdarsteller“, sodass man mit ihnen mitfiebern, mitleiden, aber auch Mitgefühl entwickeln kann.
Egal ob um es Trent und Sebastian geht, die lernen müssen, dass nicht alles so ist, wie es an der Oberfläche scheint. Trent muss mit seiner inneren Zerrissenheit zurechtkommen, ohne zu wissen, was ihm fehlt. Sebastian dagegen lernt, dass das, was er bisher zu wissen glaubte, nicht viel mit der Wirklichkeit zu tun hat. Zu lesen, wie die beiden sich nach vielen Jahren wieder näher kommen, hat mich gut unterhalten. Dazu ein bisschen Spannung und Gänsehaut, denn so ein Stalker ist schon irgendwie eine unheimliche und nicht ganz ungefährliche Angelegenheit.

Aber auch Jasper und Greg, aus „Nachtschwärmer“ sind nicht so ganz ohne. Die Annäherung der beiden ist auch hier gut und schlüssig erzählt und man bekommt eine völlig neue Blickrichtung auf den Aspekt Gestaltwandler und dem Begriff „Schläfer“. Zudem geht die Geschichte um Trent und dessen Stalker in die finale Runde, sodass man nicht nur eine wirklich gut erzählte Romanze, sondern auch einen schlüssigen Krimiplot „geliefert“ bekommt.

Und last but not least geht es im 3. Band der „Nacht-Trilogie“ um Stellan und Connor. Hätte mich Mathilda Grace nicht schon vorher mit ihren Wandlern gehabt, spätestens jetzt, da ich Stellan „kennengelernt“ habe, wäre es soweit gewesen. Ein Einsiedler, der aufgrund der Großherzigkeit des Rudelalphas, Rick, nun zu einer Gemeinschaft gehört, die ihm zu Beginn der Geschichte nicht wirklich geheuer war. Connor, der mit seiner Tochter frisch zum Rudel hinzugekommen ist, spürt, trotz der Trauer um seine Frau, eine seltsame Anziehungskraft, als er auf Stellan trifft. Sich dies einzugestehen und dem Tiger aus dem Weg zu gehen ist eins, wenn nicht Connors Tochter Claudine mit ihrem jugendlichen Charme und einem grenzenlosen Vertrauen in Stellan, alle imaginären Grenzen Stück für Stück einreißen würde.
Zudem hat auch (Lieblings-) RA Adrian Quinlan einen (zwar nur) telefonischen Gastauftritt, den er wie immer in seiner unvergleichlichen Art „über die Bühne bringt“, was mir zum Schluss der Geschichte noch ein breites Lächeln entlockt hat.

Einerseits mag ich es nicht, auf Geschichten, die zwar unabhängig voneinander gelesen werden können (alle drei Bücher sind eigentlich in sich abgeschlossen, sodass man keine Vorkenntnis bräuchte), warten zu müssen, andererseits empfinde ich es als schwierig dann ein Review zu schreiben, dass der ganzen Trilogie gerecht wird, denn wenn ich schon warte, lese ich sie natürlich auch gleich alle nacheinander weg.

Von daher einfach das Wichtigste zum Schluss *g*. Ich habe nun die Reihe als eBooks und als Sonderedition „Hardcover“ (3 in 1) zuhause. Was sagt euch das? Klar, sie ist absolut lesens- und empfehlenswert und erhält im Gesamtpaket 4,5 💜 .

Bis bald,

El

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„Family Obligations“ – Vivien Dean & Rick R. Reed

Klappentext *)
Tate D’Angelo always thought he knew who his father was: beloved doctor, devoted husband and father…. Everyone at the funeral shared the same glowing stories of a kind soul. So when his father’s old college buddy, Randy, approaches him after the service, Tate expects to hear echoes of the same.

Instead, he gets a lifetime’s worth of letters that tell a different tale and cause him to view his father—and his family—in a whole new light.

The truth, about a secret romance kept buried for decades, astonishes him. Overwhelmed by grief and confusion, Tate is unsure if he can bear learning how the lives of two men entwined over the years, but he reads on anyway, discovering more to value, more to respect, and most importantly, more to love about the man who raised him.

A Bittersweet Dreams title: It’s an unfortunate truth: love doesn’t always conquer all. Regardless of its strength, sometimes fate intervenes, tragedy strikes, or forces conspire against it. These stories of romance do not offer a traditional happy ending, but the strong and enduring love will still touch your heart and maybe move you to tears.

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Kurze Zusammenfassung des Inhalts:
Tate D’Angelo kennt seinen Vater nur als beliebten Arzt und hingebungsvollen Vater und Ehemann. Bei dessen Beerdigung trifft Tate auf einen ihm unbekannten Mann, der sich als alter Freund des Vaters vorstellt und ihm ein Päckchen mit Briefen übergibt. Tate nimmt sich Zeit und Muse, liest die Briefe und lernt seinen Vater ganz neu kennen …

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Puh … Es passiert selten, dass mir zu einem Buch die richtigen Worte fehlen. Es ist schwierig, die Emotionen, die mich beim Lesen überrollt haben, überhaupt zu greifen. Ich habe sicherlich 95% des Buches mit tränenüberströmtem Gesicht vor dem Reader gesessen. Die Geschichte ist sehr bewegend, auch wenn ich so manchen Gedankengang von Tates Vater Marc emotional nicht ganz nachvollziehen konnte (aber nur aus persönlichen Gründen und nicht weil es nicht verständlich geschrieben war), so war es von der rationalen Seite her sehr wohl zu verstehen.

Die eigentliche Geschichte, in der es in dem Buch geht, liegt 40 Jahre zurück, die Zeiten waren anders und die Einflüsse aus Erziehung, Regeln und Weltanschauung waren ganz andere als heute.
Ich hatte das Gefühl, dass auch Tate am Anfang mit der Entscheidung seines Vaters gehadert hatte, aber nun ja, er lebt ja auch heute im Hier und Jetzt.

Die Geschichte wird überwiegend in Briefen erzählt, die mir beim Lesen fast das Herz gebrochen haben, wie mag es dann erst den beiden Verfassern ergangen sein.

Es gibt in diesem Buch zwar kein Happy End, dies weiß der Leser aber bereits nach den ersten Seiten. Das Ende ist eine kleine Überraschung – ich hatte mir ein anderes ausgemalt (das passiert, wenn das Wunschdenken überhand nimmt) – und ließ mich mit einem überraschten „oh“ zurück. Die Geschichte ist kurz und wie ich finde wahnsinnig intensiv und traurig, aber dennoch kann ich nicht sagen, dass ich jetzt deprimiert ins Bett gehe, denn ich glaube, dass so wie es dann letztendlich kam, ein jeder seinen Frieden gefunden hat.

Bis bald,

El Ma

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„The Rancher’s Son (Montana-Series 2)“ – RJ Scott

Klappentext*)
A man without memories, and the cop who never gave up hope.

When he wakes up in the hospital, the victim of a brutal beating, John Doe has no memories of who he is or who hurt him. The cops can find nothing to identify him and he can’t remember anything to help… except the name Ethan and one recurring place from his dreams. Two words, and they’re not much, but it’s a start: Crooked Tree.

Detective Ethan Allens has never stopped searching for the two boys who vanished. When a report lands on Ethan’s desk that may give new leads, he jumps at the chance to follow them up. The man he finds isn’t his brother, but it’s someone who could maybe help him discover what happened twelve years ago.

What neither man can know is that facing the very real demons of the past could destroy any kind of future they may have together.

Word Count: 66,200

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Nachdem mich Band 1 der Montana-Serie schon für sich eingenommen hatte, war ich mehr als neugierig darauf, was es mit Adam und Justin auf sich hat. Also ich nix wie ran und den Klappentext zu Band 2 gelesen. Tja, leider gibt es dieses Buch bisher nur auf Englisch, von daher habe ich wirklich zweimal überlegt, ob es mir die Zeit, die ich mehr brauche, um es zu lesen, wert ist. Und ja, ich habe habe es getan und mir direkt im Anschluss an Buch 1 auch den 2. Teil geholt. Und was soll ich sagen … Obwohl ich vielleicht nicht alle „Zwischentöne“ und Feinheiten bis ins Letzte erfassen konnte, hat es  mich dennoch gefesselt und habe in jeder freien Minute daran gelesen, so gut hat mir die Geschichte um Adam gefallen.
Mitzuerleben, wie Ethan auf ihn reagiert und wie er so nach und nach seine Erinnerungen wieder „findet“, war interessant und unterhaltsam erzählt. Zudem trifft man auch die „alten“ Bekannten aus dem ersten Buch wieder, was ich persönlich immer sehr nett finde, da dies so ein kleines bisschen wie ein „zurück zu Freunden“ kommen ist.
Es gibt aber ja nicht nur Adam, der sich wiederfinden muss, sondern eben auch die Geschichte zwischen ihm und Ethan und die, die seinen Platz auf der Crooked Tree Ranch erzählt.
Alles in allem war es für mich eine runde Geschichte, die vom Englischlevel her so geschrieben ist, dass ich sie wirklich gut lesen konnte – sprich, der sprachliche Anspruch war jetzt nicht so hoch (wie z.B. bei TJ Klune oder Santino Hassell) und ich kann die Serie aufgrund der von mir bis jetzt gelesenen Bände 1+2 empfehlen. Band 3 ist der nächste auf meiner Liste, denn es interessiert mich schon sehr, warum Justin verschwunden ist und was die Geschichte dahinter ist.

Bis bald,

El Ma

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