„Verliebt in den Rancher“ (Beloved 10) – Nicki Bennett

Klappentext
Seit Jonah auf der Broken Spoke Ranch arbeitet, ist er unglücklich in seinen Boss Lincoln verliebt. Doch als kurz vor einem wichtigen Event Lincolns Beziehung mit seiner Freundin in die Brüche geht, wendet sich das Blatt plötzlich: Lincoln bittet Jonah, ihn zu begleiten, und stellt damit Jonahs Gefühlsleben komplett auf den Kopf. Spielt Lincoln nur mit ihm, um seine Exfreundin eifersüchtig zu machen? Oder kann auch sein Boss sich nicht gegen die Funken wehren, die zwischen ihnen fliegen?

Band 10 der BELOVED Romantik-Reihe
Entspricht 202 Romanseiten. Buch ist in sich abgeschlossen.

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Ach ja, Western … Früher waren dass rauhe, ungehobelte, Pferde zureitende, Rinder treibende, rauhe Männer, die sich mit harter Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienten. Das war zumindest der Grundtenor der Groschenromane, die ich mir – als ich jung war (also vor ein paar Monaten 😉 ) – von den Herren aus meiner Umgebung ausgeliehen hatte.
Heute „schimpfen“ sich die Helden der Geschichte zwar auch noch Cowboys, aber deren Background hat sich doch sehr verändert. Die meisten haben eine grundsolide und fundierte Schulausbildung, um den Alltag, den eine Ranch heute mit all ihren Anforderungen stellt, bewältigen zu können. Klar gibt es auch hier, wie im „normalen“ Berufsleben auch, die, die die „niederen“ Arbeiten machen müssen und für den Erhalt einer Ranch immens wichtig sind. Und dann gibt es noch die, die das große Ganze im Verwaltungsbereich zusammenhalten, so wie Jonah.

Die Geschichte wird aus Jonahs Sicht erzählt, sodass man viel über ihn, sein Umfeld, seine Arbeit und seine Gedankengänge erfährt. Linc bleibt jedoch nicht außen vor, denn dadurch, dass Jonah seinen ganzen Fokus auf Lincoln ausrichtet, ist er fast immer mitten im Geschehen dabei. Jonah hat früh seine Heimat in Colorado verlassen und damit all seine persönlichen Ziele und Träume hinter sich gelassen. Er musste lernen, dass das Leben eben kein Wunschkonzert ist. Aber sooo schlecht hat es dieses Leben nicht mit ihm gemeint und hat ihm wunderbare Freunde und einen tollen Chef (auch ohne dass es der Traummann für ihn ist) vor die Nase gesetzt. Seine beste Freundin fehlt ihm fürchterlich, aber mittlerweile ist Dallas trotzdem so etwas wie ein Zuhause für ihn geworden.

Als Lincoln dann auch noch mit seiner Freundin Schluss macht und Jonah bittet, ihn auf einige der größten Events, die Dallas zu bieten hat, zu begleiten, ist er geschmeichelt, verunsichert, aber auch ein klitzekleines bisschen stolz. Aber wie er auch in der Vergangenheit lernen musste, passiert nie etwas Gutes, ohne dass was Schlechtes hinterher kommt. Ihr seht, so ganz ohne Drama geht es also nicht ab … Mich hat die Geschichte gut unterhalten, alle Protagonisten wurden gut abgebildet und waren sehr sympathisch und Nicki Bennett hat mit Jonahs Freund Wes, dessen Faible fürs Kochen und einem weiteren Cowboy, eigentlich den Grundstein für eine weitere Geschichte gelegt. Aber auch wenn da nichts mehr kommen sollte, war die Geschichte süß, hatte eine gute Prise Drama sowie viel Harmonie, das eine oder andere Biest und ganz viel Herz zu bieten.

Ich habe mich auf jeden Fall gut unterhalten gefühlt und auch wenn man „Western“ nicht so mag, kann man diese Geschichte wirklich gut lesen, denn Lincoln könnte genausogut einfach ein CEO eines beliebigen Unternehmens sein.

Bis bald,

El Ma

Eine weitere Meinung zu dieser Geschichte findet ihr bei Frau Laberladen

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„Missbraucht“ – Jamie Fessenden

Klappentext
Derek Sawyer ist überzeugt, alles zu haben: einen gut bezahlten Job, einen Freund, einen Hund und sogar ein Haus am See. Dann bringt eine Geschäftsreise mit seinem Vorgesetzten und besten Freund, Victor, seine Welt zum Einsturz.

Nach einer feuchtfröhlichen Nacht kommt es in ihrem Hotelzimmer zum schlimmsten Ereignis in Dereks Leben. Und als ob es nicht schon erniedrigend genug wäre, jeden Tag mit dem Täter zusammenarbeiten zu müssen, zeigt Victor Derek wegen sexueller Belästigung an. Jetzt hat er keinen Job und keinen Freund mehr, außerdem wird die Rate für das Haus am See fällig.

Officer Russ Thomas hat schon vorher mit Vergewaltigungsopfern zu tun gehabt. Daher braucht er nicht lange, um die Wahrheit herauszufinden. Mit seiner Hilfe zeigt Derek das Verbrechen Monate später schließlich doch noch bei der Polizei an. Durch einstweilige Verfügungen und Anwälte wird Victors Wut auf ihn noch weiter angestachelt. Zwischen Derek und Russ, dem Polizisten, bahnt sich eine Beziehung an, doch Russ kann Derek nicht ständig beschützen.

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Puh … das wird kein ganz einfaches Review für mich.
(im Nachspann habe ich – weil mich das Buch doch im Nachgang sehr beschäftigt hat – einige persönliche Anmerkungen eingefügt sowie ein paar Links für Seiten die Hilfe anbieten – wen dies nicht interessiert, hört einfach nach dem Artikel auf)

Bisher kannte ich von Jamie Fessenden nur sein Buch „Mord auf dem Berg„, das mir richtig gut gefallen hatte. Der Schreibstil war toll und die Krimihandlung hat sogar mich als nicht krimiaffine Leserin bei sich behalten, also dachte ich mir, wenn das „erste“ Buch nicht schlecht war …

Mir war beim Lesen des Klappentextes klar, dass es sicherlich kein einfaches Buch sein würde und obwohl man sich in Gedanken wappnet, wird man (zumindest ist es mir so ergangen) von den Ereignissen und den damit verbundenen Emotionen kalt erwischt.

Jamie Fessenden geht mit dem Thema „Vergewaltigung unter Männern“ sehr gewissenhaft um, einzig die Aufarbeitung (sich wieder einlassen auf eine neue Beziehung, Traumatabehandlung usw.) ging mir persönlich etwas schnell und zu einfach – aber ja, jeder Mensch ist anders…
Nur aus diesem Grund gibt es nicht die komplett volle Punktzahl.

Derek ist meiner Meinung nach kein schwacher, aber ein sehr angepasster Mann, der es gerne harmonisch hat und aus war diesem Grund (einen anderen konnte ich mir nur schwer vorstellen), zu Beginn der Geschichte, noch mit seinem – mir sehr unsympathischen – Freund zusammen. Gefühlt für mich, einfach nur deswegen, damit er nicht alleine ist. Er hat sich die Beziehung rosa gefärbt, so dass er sich darin wohlfühlen konnte, auch wenn die Tatsachen eigentlich dagegensprachen.
Ebenso wie die Freundschaft zu Victor (… Derek hat wirklich ein Händchen für A***löcher), die nur Bestand hatte, weil Derek sich eben angepasst hatte.
Für mich war Derek so kompatibel mit allen und allem, dass er gar nicht gemerkt hat, wie er sich selbst dabei verloren hat. Dazu passt dann auch, dass er die Schuld bei sich und nicht beim Täter gesucht hat – das sich dies ändert, passiert erst nach und nach und durch Russ‘ Beistand. Denn Derek glaubt, dass er sich in dieser Nacht, die sein komplettes Leben aus den Angeln gehoben hat, nicht wie ein „Mann“ verhalten hat. Ein Mann hat sich schließlich zu wehren!
Nicht genug, dass Victor Derek auf das Widerlichste zu einem Opfer gemacht hat, nein, auch im Nachhinein versucht dieser, in durchaus perfiden Schritten, Dereks Leben zu zerstören. Einmal angeschlagen ist Derek nicht mehr in der Lage, wirklich gegen diese Situation anzugehen.

Tja, und nun kommt die Fiktion einer Geschichte dazu. Derek trifft auf Russ, der als Polizist bereits Erfahrung mit Vergewaltigungsopfern hat. Schnell merkt dieser, dass etwas, und nach und nach auch was, mit Derek nicht „stimmt“. Russ‘ einfühlsame Art und Weise hilft Derek, sich im Laufe der Zeit zu stabilisieren, zu wehren und zurück in ein relativ normales Leben zu finden.
Das ist das Schöne an Geschichten. Man kann sie so schreiben, dass es am Ende allen gut geht. Dem Leser, dem Betroffenen und auch den „Angehörigen“.

Fazit:  Die Geschichte kann man trotz des harten und schwierigen Themas gut lesen, da die Tat zwar vorkommt, aber nicht bis ins kleinste Detail geschildert wird und eher der psychologische Moment in dieser Szene zum Tragen kommt. Der Rest ist ziemlich stimmig, auch wenn mir persönlich, wie schon gesagt, die Regeneration etwas schnell und komplikationslos ging – aber wie bereits angemerkt, es ist eine Geschichte und eine gute noch dazu.

Jamie Fessenden hat mich aber auf jeden Fall wieder durch seinen Schreibstil überzeugt und könnte sich, wenn er so „weitermacht“, auf meiner „dieser Autor geht immer“-Liste richtig fest einnisten :-).

Bis bald,

El Ma

Weitere Meinungen zu der Geschichte findet ihr in Matty Schmökerecke und bei Risa (Goodreads).

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„Das Gesetz der Anziehung“ – Jay Northcote

Klappentext
Wenn eine Geschäftsbeziehung persönlich wird, ist es unmöglich, dem Gesetz der Anziehung zu widerstehen.

Alec Rowland ist ein mega-erfolgreicher Anwalt in einer Londoner Kanzlei, und seine Karriere ist sein Leben. Für eine Beziehung hat er keine Zeit, und seine sexuelle Ausrichtung ist ein streng gehütetes Geheimnis. Nachdem er eines Freitagabends einen schnuckeligen Typen aufreißt, wird Alecs Welt in ihren Grundfesten erschüttert, als sein One-Night-Stand am darauffolgenden Montag plötzlich in seinem Büro aufkreuzt – als neue Aushilfskraft in seinem Team.

Ed Piper will sich in seinem neuen Job unbedingt beweisen. Das letzte, was er gebrauchen kann, ist sich von der Schwärmerei für seinen Boss ablenken zu lassen. Die Anziehung, die er empfindet, ist jedoch schwer zu ignorieren, auch wenn Alec als Vorgesetzter ein schwieriger Mistkerl ist.

Beide Männer bemühen sich um ein rein professionelles Verhältnis, aber die Gemüter erhitzen sich, Leidenschaften werden entfacht, und sie verfallen einander schnell, hart und unvermeidlich. Wenn sie je einen Weg finden sollen, zusammen zu sein, dann muss Alec offen eingestehen, wer er wirklich ist. Denn Ed wird für niemanden je wieder sein wahres Ich verheimlichen.

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Coming out Geschichten sind oft etwas schwierig. Diese dann auch noch in einer Kurzgeschichte unterzubringen, eine Kunst, die nicht viele beherrschen.
Dies war meine zweite Begegnung mit Jay Northcote und ich muss sagen, ich wurde wieder sehr positiv „überrascht“. Nachdem ich die „Wie ein neues Leben“ von ihm schon sehr gemocht habe (mein Review findet ihr hier) und einige andere Leser angemerkt hatten, dass Jay wirklich schreiben kann, muss ich sagen, sie hatten recht! Auch dieses Buch hat mich wieder überzeugt.

Alec ist als Anwalt sehr erfolgreich und erklimmt Schritt für Schritt die Karriereleiter. Da er sich – wie er meint – keine Ausrutscher leisten kann, denn offiziell ist er nicht schwul. Das was er braucht, holt er sich heimlich in den Clubs. Dabei trifft er auf Ed. Die Anziehung zwischen den beiden Männern ist enorm und der Sex erste Sahne. Tja, blöd, wenn einen die Ereignisse der Nacht innerhalb kürzester Zeit einholen.

Ed hat gerade erst sein Studium beendet und hat nun seien erste Anstellung in einer großen, bekannten und erfolgreichen Kanzlei vor sich. Als er an seinem ersten Arbeitstag dann vor Alec steht, trifft ihn fast der Schlag.

Eigentlich hätte es für beide gar kein Problem sein dürfen, da Alec sich nicht outen und Ed seine Anstellung nicht verlieren möchte. Ist doch alles ganz einfach. Beide halten die Klappe, nichts ist passiert und alles ist gut. Wenn, ja wenn die Gefühle nicht wären *g*.

Jay Northcote versteht es wunderbar, das hin und her zwischen den beiden zu beschreiben. Auf der einen Seite der sonnige Ed, der zu sich und seinem Schwulsein steht und auf der anderen Alec, der gerne möchte, aber nicht aus seinem selbstauferlegten Käfig heraus kann. Er reagiert wie ein eingesperrter Tiger, aggressiv und bösartig. Allerdings hat er nicht mit Ed gerechnet …

Freut euch auf eine wirklich nette Geschichte, die schön zu lesen ist.

Weitere Meinungen zu „Das Gesetz der Anziehung“ findet ihr hier bei Frau Laberladen (sie hat das Original gelesen) und bei Gaylesen

Bis bald,

El Ma

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„Langsam schlich er sich ins Herz“ – Mary R. Smith

Klappentext
Im Zuge einer betrieblichen Umstrukturierung erhält der 24-jährige Keith Bennett eine berufliche Chance, die er zunächst nur widerwillig annimmt. Er möchte nicht für Dr. Samuel Thompson arbeiten, den er nur vom Sehen kennt und für einen Miesepeter hält; bis er ihn richtig kennenlernt.
Anfangs sträubt er sich, die aufkommenden Gefühle zuzulassen, bis sie sich plötzlich näherkommen. Es könnte perfekt sein, doch Sam hat eine Familie. Keith weiß, dass er sich nicht auf ihn einlassen sollte, ist jedoch machtlos gegen die eigenen Gefühle.
Um das Chaos perfekt zu machen, belastet ihn ein Streit mit seinem besten Freund und er wird Opfer einer hinterhältigen Intrige.

Wörter: rund 111.000 – 454 TB-Seiten

Es handelt sich um eine in sich abgeschlossene Geschichte. Band 1 hat also KEIN offenes Ende.
Band 2 erscheint im Herbst/Winter 2017.

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Mittlerweile weiß glaube ich jeder, der schon eine zeitlang meinen Blog „verfolgt“, dass ich ruhige, sich entwickelnde Geschichten, die im allerbesten Fall auch noch Fortsetzungen bis hin zur Serie haben, wirklich sehr mag.

Ich habe (glaube ich zumindest) jedes Buch, das Mary R. Smith geschrieben hat gelesen. Irgendwie hat die Autorin durchaus einen Hang zum (positiven) Drama und der Verbrauch so einiger Taschentücher geht auf ihr Konto.

Und dann kamen Keith und Samuel. Die beiden kommen so ganz ohne großes Drama aus und schafften es dennoch mich über die erwähnten 111.000 Worte hinweg bei der Stange und noch besser, bei Laune zu halten. So ein bisschen konnte ich mich wirklich in Keith hineinversetzen, denn wenn man weiß, wie es ist, einen neuen Chef zu bekommen, der noch dazu aus der Ferne betrachtet bis dato nicht die allergrößten Sympathiepunkte sammeln konnte, dann weiß man auch, wie ihm zumute war. Die Nachricht, dass Dr. Samuel Thompson sein direkter Vorgesetzter wird und er nur noch und ausschließlich (außer während der Urlaubsvertretungen) ihm zuarbeiten muss, traf ihn wie ein Schlag. Zumal er mit seinem bisherigen Chef ja auch nicht „unzufrieden“ war.

Aber …

So zeigt sich, dass der erste Arbeitstag bei weitem nicht so schlimm wird, wie Keith es sich ausgemalt hat und das es von Tag zu Tag besser und leichter (wenn auch anstrengender) wird. Dazu noch dieses permanente Herzrasen *g* … und schon wurde das Klischee „Chef“ 💜 „Sekretär“ erfüllt. Toll findet er Samuel ja schon, aber als (vermeintlich) glücklicher Familienvater ist er zudem noch unerreichbarer, als eh schon durch das Angestelltenverhältnis vorgegeben. Aber man darf ja schwärmen …
Tja, und dann kommt es wieder „erstens anders, als man zweitens denkt“ 😀.

Keith eigene Geschichte ist nicht wirklich einfach und als Samuel dann mit seiner (im übrigen wunderbaren) Familie um die Ecke kommt, ist er schlichtweg einfach überfordert.
Als dann jedoch ein mieser, kleiner Intrigant versucht ihn fertig zu machen, ist er heilfroh, nicht nur seine Freunde, sondern auch Samuel an seiner Seite zu wissen. Aber auch dieser Erzählstrang ist jetzt nicht mit der Dramaturgie von z.B. Carls Geschichte zu vergleichen, passt aber wunderbar in die Story hinein.
Ich fand es klasse, zu verfolgen, wie die beiden Männer sich besser kennenlernen, sich annähern und wie die Beziehung zwischen ihnen wächst. Gerade solche Geschichten haben für mich einen besonderen Unterhaltungswert, denn nach einer hektischen Arbeitswoche braucht man manchmal auch einfach was für’s Gemüt. Wer also ebenfalls auf solche „Geschichten für ein gemütliches Wochenende“ steht, ist mit diesem Buch wunderbar bedient.

Ich finde es wunderbar, dass Mary R. Smith an einem zweiten Band schreibt und dieser im Herbst/Winter 2017 erscheinen soll 😀. Die Geschichte hier ist in sich abgeschlossen, so dass man beruhigt und in Ruhe auf das nachfolgende Buch warten kann.

Bis bald,

El Ma

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Liebe auf Bewährung (Das Recht auf Liebe 1) – BA Tortuga

Klappentext
Buch 1 in der Serie – Das Recht auf Liebe

Es heißt, ein Mann könne immer nach Hause zurückkommen. Daher kehrt Sage Redding nach einer schwierigen Zeit zurück auf die Familienranch im nordöstlichen Texas, um seinem kranken Vater beim Training der Westernpferde zu helfen.

Adam (Win) Winchester ist ein Polizist auf dem Land und der Cousin eines der Opfer, die bei dem Vorfall, für den Sage fast ein Jahrzehnt im Gefängnis verbracht hat, getötet wurden. Während Adams Onkel, Jim und Teddy, fest entschlossen sind, Sage und die gesamte Reddingfamilie für ihren Verlust büßen zu lassen, ist Adam der Meinung, dass Sage seine Schuld beglichen hat und vielleicht einen Freund braucht. Möglicherweise braucht er ja jemanden, der mehr als ein Freund ist. Genau genommen setzt Adam darauf.

Niemand streitet ab, dass Sage ein Ex-Knacki ist, der wegen Totschlags im Gefängnis gesessen hat. Aus Liebe zu seinem Vater ist er zurückgekehrt, obwohl er weiß, dass es wahrscheinlich schlecht für ihn laufen wird. Ein Mann kann vielleicht immer nach Hause zurückkommen, schafft es aber möglicherweise nicht, zu bleiben.

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„Liebe auf Bewährung“ ist das erste Buch, das ich von BA Tortuga gelesen habe und mir hat es richtig gut gefallen, auch wenn es emotional kein ganz einfaches Buch für mich war. Am liebsten hätte ich Sage unter meine Fittiche genommen und vor allem, was da so kam, beschützt.
Wenn Geschichten – und nein, es ist meiner Meinung nach kein typischer Western -, die auf dem „Land“ spielen, immer in dieser Qualität geschrieben würden, dann wäre ich schon längst ein großer Fan davon. So fällt es mir oft schwer, mich dafür zu entscheiden, ob ich ein Buch lesen will oder nicht, denn die typischen Westerngeschichten mit all ihren Klischees liegen mir so gar nicht.

Klar spielt diese Geschichte in Texas, wo gefühlt irgendwie jeder zweite Einwohner auf einer Ranch lebt und dort Arbeiten jeglicher Art ausführt, sprich nicht nur Rinder hütet ;-).
Und klar erledigt auch Sage all diese Tätigkeiten, die notwendig sind, allerdings geht es hier in dieser Geschichte um Sage‘ Schicksal. Was ich nach dieser Story sicher weiß:  Dieser junge Mann ist unter Garantie nicht an einem Sonntag auf die Welt gekommen. Soviel Mist, wie er schon in seinem Leben erlebt hat, geht eigentlich auf gar keine Kuhhaut …

Was hatte ich während des Lesens Tränen in den Augen … Immer wenn Sage das Gefühl hatte, dass es ein Stückchen aufwärts geht, stellt ihm das Leben wieder ein Bein. Auch als Adam seinen Weg kreuzt, hat er immer irgendwie das Gefühl, dies gar nicht verdient zu haben und auf der Hut sein zu müssen. Gott sei Dank gibt es aber auch einige Menschen um ihn herum, die es gut mit ihm meinen und die keine Vorurteile ihm gegenüber haben. Dies mitzuverfolgen hat die vielen traurigen Elemente für mich Stück für Stück wieder ausgeglichen. Es dauert lange und es passiert so einiges, bis man sieht, dass es auch für Sage aufwärts geht. Was er allerdings ohne Adam, seine Familie und Freunde getan hätte bzw. was aus ihm geworden wäre, mag ich mir gar nicht ausmalen.

Tja, jetzt erzähle ich die ganze Zeit von Sage (ist ja auch seine Geschichte), aber auch Adam darf nicht unerwähnt bleiben. Man muss ihm für seine Fürsorge und Loyalität Sage gegenüber Respekt zollen. Es ist nicht leicht, sich gegen seine Familie zu stellen, aber sein Gefühl sagt ihm, dass Sage dies wert ist. Zu wissen, dass er mit seiner Mutter eine starke Person an seiner Seite hat, gibt ihm die Kraft, es mit dem Rest „der Welt“ aufzunehmen.

Bis die beiden allerdings zu ihrem Happy End kommen, müssen sie viele Hindernisse überwinden, viele Steine aus dem Weg räumen und so manchen Schicksalsschlag überstehen.

Warum es dann doch „nur“ 4,5 * wurden, ist der Tatsache geschuldet, dass das Ende für mich etwas flach war. Zwar kommen die beiden auch im 2. Buch der Serie wohl wieder vor, allerdings – und hier wiederhole ich mich oft, ich weiß – hätte mir ein, wenigstens kurzer, Epilog gut gefallen bzw. wäre es dann den beiden Charakteren gerecht geworden.
So haben wir wie gesagt ein Happy End, mit dem viele gut leben können – nur ich halt mal wieder nicht so ganz.
Dieses ist sicher Geschmackssache, aber das sind Bücher ja immer :-).

Ich werde diese Serie auf jeden Fall weiterverfolgen. Ob ich auf die deutschen Übersetzungen der bisher noch erschienen weiteren zwei Bücher warte oder ob ich sie mir im Original hole, habe ich im Moment noch nicht entschieden. Hinten runterfallen werden sie bei mir sicherlich nicht.

Bis bald,

El Ma

Weitere Meinungen zu diesem Buch findet ihr bei Schnuffelchens Bücher und Co, Die Welt der Gedanken und Frau Laberladen

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„Der Einbruch in der Royal Street“ (Die Spürnasen 1) – Scotty Cade

Klappentext
Buch 1 in der Serie – Die Spürnasen

Als wertvolle Kunstwerke aus einer beliebten Galerie in New Orleans gestohlen werden, wollen der NOPD Lead Detective Montgomery „Beau“ Bissonet und sein Partner den Fall lösen. Als Tollison Cruz von der Versicherungsgesellschaft der Galerie zum Big Easy geschickt wird, um unabhängige Ermittlungen durchzuführen, prallen Persönlichkeiten aufeinander und Fronten tun sich auf.

Der Einbruch wird schnell zu einem politisch hochkarätigen Fall und Detective Bissonet rast vor Wut, als ihm befohlen wird, mit Ermittler Cruz zusammenzuarbeiten, um eine zügige Verhaftung zu erreichen. Die Temperatur zwischen ihnen erreicht neue Höhen, als die beiden erkennen, dass sie mehr gemeinsam haben, als ursprünglich angenommen.

Nachdem die Spannung zwischen ihnen für den Moment gelöst ist, können Bissonet und Cruz endlich zusammenarbeiten, auf mehr als nur einem professionellen Level. Aber alles kommt zum Stillstand, als Beau herausfindet, dass sein zeitweiliger Partner Informationen zurückhält, die den Fall betreffen, und eine sehr zweifelhafte Vergangenheit verschwiegen hat. Was als Nächstes passiert, stellt selbst die sengende Sommerhitze in den Schatten.

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Gleich mal vorne weg, diese Geschichte ist, wie ich finde, ein toller Start in eine Serie, die auf Beau & Cruz aufbaut. Bis es aber ein „&“ gibt, ist es ein teils schwieriger Weg, aber auch einer der erst von sehr großer Ablehnung, dann aber auch von einer unglaublichen Anziehungskraft erzählt.

Zwei – in ihrem Beruf – sehr erfolgreiche Männer, die einige Zeit nicht miteinander, aber bald auch nicht mehr ohne einander können. Wir haben eine Liebesgeschichte, die gekonnt in einen Krimiplot eingearbeitet wurde. Es hat mir gefallen, dass man viele der Gedankengänge der Hauptprotagonisten mitverfolgen konnte, so dass einige Entscheidungen für den Leser nicht aus heiterem Himmel „einfach so“ passieren.

Ich bin an dieses Buch, wegen des Krimiplots, ein bisschen zurückhaltend herangegangen, wurde aber schnell durch den Schreibstil des Autors überzeugt und habe es – nur durch ein paar Stunden Schlaf unterbrochen – in einem Rutsch gelesen.

Beau & Cruz sind heiß 🔥, Beaus (nicht nur -) Kollege Bruce ist ein wirklich netter Kerl, der seinen begangenen Fehler bitterlich bereut und weiß, dass er die Vergangenheit hinter sich lassen muss. Dazu noch der nette Partner von Beau und eine wunderbare, harmonische Geschichte hätte vorprogrammiert sein können, wenn da nicht noch Diebstahl, Mord und andere Befindlichkeiten dazwischen kommen würden.

Sei gut zu dir und vergib den anderen.
Buddhistische Weisheit

Von mir gibt es für diese Geschichte eine Leseempfehlung und die Überlegung Buch 2 auf Englisch in die „enge“ Warteschleife zu legen (am Reader ist sie eh schon 😉).

Bis bald,

El Ma

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„Wenn der Staub sich legt“ (Timing 3) – Mary Calmes

wenn-der-staub-sich-legtKlappentext
Ein Titel der Timing Serie

Glenn  Holloways berechenbares Leben endete an jenem Tag, als er seiner Familie gestand, dass er schwul ist. Dass er kurz darauf die Ranch, auf der er aufwuchs, verließ, um das Restaurant zu eröffnen, von dem er immer geträumt hatte, streute nur noch Salz in die Wunde. Ohne die Unterstützung seines Vaters und seines Bruders und zu stolz, um Hilfe von anderen zu akzeptieren, musste er ganz von vorne anfangen. Doch im Lauf der Zeit wendete sich das Blatt: Glenn führte sein Restaurant zum Erfolg, schuf sich ein neues Zuhause und ein Leben, auf das er stolz sein kann.

Doch trotz seines Erfolges ist die Entfremdung von den Holloways eine Wunde, die nicht richtig heilen will, und als er sich gezwungen sieht, einen erwiesenen Gefallen zurückzuzahlen, findet er sich in seinem schlimmsten Albtraum wieder. Gefangen in seinem einst gegebenen Versprechen kehrt Glenn zu seinen Wurzeln zurück, um seinem Halbbruder zu helfen, Rand Holloway, und wird mit Mac Gentry konfrontiert, einem Mann, der viel zu verlockend für Glenns Seelenfrieden ist. Es könnte alles in einer Katastrophe enden – einer Katastrophe für die zarten Annäherungen an eine Wiederversöhnung mit seiner Familie und für das Verlangen, von dem Glenn nicht einmal wusste, dass es in seinem Herzen ruht.

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Endlich ist der dritte Band übersetzt worden und was soll ich sagen? Für mich kommt er tatsächlich an den ersten Teil dieser Serie heran 😀.
Auch wenn ich nicht ganz verstanden habe, warum Glenn so widerborstig (geworden) ist, wie er sich gibt, zumal er an der Entfremdung nicht ganz unschuldig ist. Denn auch wenn er es sicherlich bis zu einem bestimmten Punkt nicht so gesehen hat, so sehr habe ich die Geschichte um ihn herum genossen. Wie ein Mensch außerhalb seines geschäftlichen Umfelds, in dem er sich extrem wohlfühlt – und das merkt man ihm auch an –  so einsam und verschlossen sein kann …

Zu sehen, dass ein Protagonist außer den positiven Seiten auch Ecken, Kanten und Krallen aka eine spitze Zunge hat, hat mir wirklich gut gefallen, zumal die beiden Vorgängerbücher ja fast nur mit perfekten Männern dienen konnte.
Wobei, wenn man bei Glenn hinter die Kulissen schaut, dann kommt hier eigentlich ein sehr mutiger Mann zum Vorschein, der für die Menschen, die er mag ohne wenn und aber eintritt. Dies beweist er uns, als er Stef in einer sehr schwierigen und nicht ganz ungefährlichen Situation zur Seite steht. Nicht zu vergessen, sein großes Herz, dass nicht nur gestrandeten Menschen eine Rückkehr in ein normales Leben ermöglicht, nein sogar für kleine Kälber geht er ein großes Risiko ein. Ihr seht also, Glenn ist ein vielschichtiger junger Mann, den man mögen muss.

Manche von Glenns Gefühlsumschwüngen kamen mir ein bisschen zu schnell, zumal sein Selbstwertgefühl so richtig im Keller war. Da hilft es auch nichts, wenn man aus dem Nichts ein gut gehendes Restaurant aus dem Boden stampft und Erfolg hat, wenn das Selbstbewusstsein flöten geht, sobald man den Laden verlässt. Zu sehen, wie er sich Stück für Stück öffnet und ganz langsam wieder „Vertrauen“ fasst, hat mir gut gefallen. Allerdings hätte dieses Buch meiner Meinung nach durchaus noch ein paar Seiten mehr vertragen – zumindest ein Epilog hätte drin sein müssen, da ganz zum Schluss noch eine bzw. zwei „Baustelle(n)“ aufgemacht wurde(n), die nun eben nicht mehr geschlossen wurde(n).
Mal schauen, ob es noch eine 4. Geschichte dazu gibt – bisher ist allerdings auch bei den englischen Originalen noch nichts davon zu sehen. Von den Protagonisten her würde ich im Moment sagen, dass das eher nicht der Fall sein wird, aber vielleicht gibt es ja noch weitere Geschichte oder eine „Saisonstory“ (Weihnachten, Thanksgiving o.ä.) in der man einfach die Fortschritte und Entwicklung der „Red Diamond“-Ranch und deren Bewohner erzählt bekommt, denn wie erwähnt, hat Stef noch viel vor …  So weiß man zwar, dass alles gut werden wird, aber …

Nichtsdestotrotz bekommt Glenn sein Happy End und fängt an, sich im Kreise seiner Freunde und „Lieben“ wieder wohlzufühlen.

Wer die ersten beiden Geschichten rund um die Holloways und die „Red Diamond“-Ranch noch nicht kennt, findet ein paar mehr Infos hier Buch 1 (Timing: Der richtige Zeitpunkt) & Buch 2 (Nach dem Sonnenuntergang).

Bis bald,

El Ma

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