„Guards of Folsom: Gefunden“ – SJD Peterson

Klappentext
Für Mason gibt es nichts mehr, für das es sich zu leben lohnt. Seine Doms Charles und Gregory, die einzigen Menschen, die mit seiner Sozialphobie und seinen Panikattacken umzugehen wussten, sind erst vor wenigen Wochen verstorben und haben ihn allein und verloren zurückgelassen. Als Mason an einem Tiefpunkt ankommt, treten ausgerechnet Rig und Bobby in sein Leben, die ihren gemeinsamen Sub vor vielen Jahren bei einem tragischen Unfall verloren haben. Können die beiden Doms Mason helfen, seinen Verlust und seine Verzweiflung zu überwinden und nach vorne zu schauen? Und ist Mason vielleicht das fehlende Puzzlestück ihrer Beziehung, nach dem sie so lange gesucht haben?

Entspricht 260 Romanseiten. Buch ist in sich abgeschlossen

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Ich oute mich jetzt mal *g*, obwohl, manche von euch werden es ja schon mitbekommen haben werden … Ich mag Geschichten mit mehreren Partnern. Ich wüsste zwar jetzt nicht, ob ich es selbst leben könnte (in diese Situation kam ich noch nicht), aber die Vorstellung davon gefällt mir. Somit war klar, dass meine Erwartungshaltung an diesen Teil der „Guards of Folsom“-Serie noch höher war, als an die beiden anderen. Was bin ich doch für eine glückliche Frau … ich wurde nicht enttäuscht 😀

Gott, was habe ich bei dieser Geschichte Tränen vergossen. Mitzubekommen, was passiert, wenn man keine Rechte hat, weil man mit seinen Partnern/seinem Partner nicht verheiratet ist und die Familien der Verstorbenen machen was ihnen gefällt, ohne Rücksicht auf die Verstorbenen und den zurückgebliebenen Partner ist unwürdig und grausam 😢.

Ich habe mit Mason mitgelitten und mich für ihn gefreut. Auch, (und das erfährt man im Laufe der Geschichte) wenn seine verstorbenen Partner nicht alles richtig gemacht haben, war Mason glücklich mit ihnen und hat sich gut aufgehoben gefühlt. Alleine und verlassen auf der Welt ist er bedingt durch seine Phobie gefühlt der einsamste Mensch der Welt, bis Rig und Bobby in sein Leben „einbrechen“. Mason wird durch die beiden Männer förmlich „überrollt“ und hat eigentlich gar keine Chance, sich gegen soviel Herzenswärme und Zuwendung zu wehren. Nicht nur Mason fehlt etwas Wichtiges in seinem Leben, nein, auch Rig und Bobby suchen ihr fehlendes Puzzleteil.

Zu sehen, wie sich hier etwas entwickelt, wie aus Einzelteilen wieder etwas Ganzes werden kann, wie Rig und Bobby Mason die Hilfe und Unterstützung geben, die er braucht, hat SJD Peterson richtig gut rübergebracht. D.h. auch die Übersetzung hat es geschafft, die einzelnen Facetten so einzufangen, dass für mein Gefühl nichts auf der Strecke geblieben ist.

Diesen zweiten Band zu toppen wird nicht einfach, ich lasse mich aber gerne durch Buch 3 überraschen 😀

Bis bald,

El Ma

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„Kaffeekavalier“ – A.C. Lelis

Klappentext
Alles hätte Eike bei dem späten Termin in seinem Friseursalon erwartet, aber nicht, dass sein Kunde außer einer Frisur auch noch ein Ausbildungsplatz von ihm möchte. Nicht nur, dass Timm älter ist als seine potentiellen Mitbewerber, er sieht mit seinen Tattoos und der etwas rauen Schale auch nicht aus wie der typische Anwärter auf diesen Job. Als Eike ihm dennoch eine Chance gibt, ahnt er noch nicht, was in Timms Vergangenheit lauert – und auch das Knistern zwischen den beiden Männern steht nicht in der Stellenbeschreibung. Doch Timm ist Eikes Angestellter und damit absolut tabu…

Entspricht 412 Romanseiten. Buch ist in sich abgeschlossen.

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Jepp, dieses 2. Buch aus der Reihe war eher meins 🙂.

Dafür, dass Eike mit seinen 30 Jahren erfolgreich einen angesagten Friseursalon führt und die Verantwortung für seine Angestellten hat, ist er im Privatleben ein eher zögerlicher und konservativer Mann. Die Fernbeziehung zu seinem Partner macht ihn nicht glücklich, aber den vorprogrammierten Schlussstrich will er dann aber auch nicht ziehen. Erst dachte ich „Oh Mann, komm halt in die Pötte“, aber dann konnte ich seine Gedankengänge immer besser nachvollziehen.
Eine Beziehung aufzugeben ist nicht einfach und derjenige zu sein, den Schlussstrich zu ziehen, weil man das Gefühl hat, es „passt“ nicht mehr wirklich, ohne mit dem anderen persönlich gesprochen zu haben … das wäre auch nicht meine Lösung gewesen.

Dann das „Problem“ mit Timm, ich konnte sehr gut nachvollziehen, welche Gedanken sich Eike bzgl. des Altersunterschieds gemacht hat. Zumal das Thema, dass Timm ja sein Auszubildender ist, auch ein gewisses Konfliktpotential birgt, denn hier gibt es sehr wohl nicht nur moralische Hemmschwellen, nein auch das Thema „Abhängigkeitsverhältnis“ muss gut abgewägt werden.

Ich fand die Entwicklung der Geschichte sehr schlüssig. Timms Schicksal wird gut und glaubwürdig erzählt, auch seine persönlichen Ängste werden gut rübergebracht.
Eikes Freunde & Bekannte inkl. der Mitarbeiter runden die Geschichte wunderbar ab, so dass man sich wirklich gut unterhalten fühlt.

Wie schon beim ersten Band gibt es im Anschluss an den Hauptteil eine Kurzgeschichte mit direktem Bezug auf den Hauptteil, was mir sehr gut gefallen hat.

Mit persönlich hat der Kaffeekavalier viel besser gefallen als der Kaktuskavalier, aber wenn man die unterschiedlichen Reviews betrachtet, ist es auch hier so, dass die Geschmäcker wie immer verschieden sind – und das ist auch gut so 🙂

Bis bald,

El Ma

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„Diese Kleinigkeit namens Liebe“ – Mathilda Grace

Klappentext
Eine Sammlung von 5 dramatisch/romantischen Kurzgeschichten über die Liebe zwischen Männern, die mitten im Leben stehen, inklusive grauer Schläfen, tausend Falten und all den kleinen oder größeren Sorgen, die eine gewisse Lebenserfahrung so mit sich bringt.

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Wie ihr ja mittlerweile wisst, mag ich es nicht wirklich, Anthologien oder Kurzgeschichten/-sammlungen  zu reviewen. Ich habe immer das Gefühl, dass ich mit meinem Geplaudere schon die ganze Geschichte erzählt habe.

Dass ich ein Fan der Geschichten von Mathilda Grace bin, ist wahrscheinlich auch schon hinlänglich bekannt. Wobei ich sagen muss, dass ich im Laufe der Zeit doch immer mehr zu ihren etwas dramatischeren Geschichten tendiere. Das soll nun nicht heißen, dass ihre humorvollen Geschichten nicht wirklich gut sind – denn das sind sie durchaus 😊 und ich werde sie auch weiterhin gerne lesen, denn jedes Buch und jede Story hat ihre Zeit.

Auch mit diesem Band hat sie mir einige wirklich schöne Stunden mit nicht ganz so „einfachen“ Männern geliefert. In jeder Geschichte hatte einer der Protagonisten zu einem früheren Zeitpunkt etwas erlebt, was ihn den Glauben an Beziehungen hat verlieren lassen und/oder ihn in einer gewissen Weise traumatisiert hat und er dadurch „Angst“ hat, sich auf etwas Neues einzulassen. Dies ist, wenn man die Vergangenheit dieser Männer kennt, auch durchaus verständlich. Der Weg zum Glück, das Auflösen der Blockaden und das Zusammenfinden wird wirklich schön erzählt, so dass man mit dem jeweiligen Paar mitfühlen und sich mitfreuen kann.
Was alle Geschichten gemeinsam haben, ist der jeweilige „Gegenpart“, der es, dank  viel Geduld, der Liebe zu diesem einen Mann und noch mehr Empathie, schafft, die Schutzmauer einzureißen.

Tja, und dann gibt es noch Carver, der gar nicht glauben kann, dass die beiden attraktiven Männer von nebenan, Interesse an ihm haben. Vertrauen zu haben ist gar nicht so einfach, aber die beiden zeigen ihm, dass Nähe zuzulassen nicht immer etwas schlechtes ist. Warum ich diese Geschichte separat hervorhebe? Ich habe glaube ich ein Faible für 3-er Beziehungen entwickelt 😜

Ich weiß, dass Kurzgeschichten kurze Geschichten sind, weil sie eben keine 200 Seiten pro Geschichte haben. Dennoch hätte ich von dem einen oder anderen (oder allen) Pairing(s) liebend gerne noch viel mehr gelesen *g*.
Diese fünf Geschichten, die mir den vergangenen Freitagabend (danke für eine kurze Nacht 😉) und den darauffolgenden Samstag versüßt haben, haben wirklich Spaß gemacht 😀.

Bis bald,

El Ma

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„Schlamassel inbegriffen“ (Verliebte Partner 1) – Mary Calmes

Klappentext
Buch 1 in der Serie – Verliebte Partner

Deputy US Marshal Miro Jones hat den Ruf, auch unter Beschuss ruhig zu bleiben und einen kühlen Kopf zu bewahren. Diese Eigenschaften kommen ihm in der Zusammenarbeit mit seinem Partner Ian Doyle, einem Elitesoldaten, sehr zu Gute, denn Ian ist der Typ Mann, der in einem leeren Raum einen Streit vom Zaun brechen kann. In den vergangenen drei Jahren in ihrem Job auf Leben und Tod sind aus Fremden erst Kollegen, dann loyale Teamkameraden und schließlich beste Freunde geworden. Miro hat zu dem Mann, der ihm den Rücken freihält, blindes Vertrauen entwickelt … und einiges mehr.

Als Marshal und Soldat wird von Ian erwartet, dass er die Führung übernimmt. Aber die Stärke und Disziplin, die ihn im Einsatz zum Erfolg und zur Erfüllung seiner Mission tragen, versagen überall sonst. Ian hat sich immer gegen jede Art der Bindung gewehrt, aber kein Zuhause zu haben – und mehr noch: niemanden, zu dem er nach Hause kommen kann – frisst ihn innerlich langsam auf. Im Lauf der Zeit hat er, wenn auch widerstrebend, eingesehen, dass es ohne seinen Partner an seiner Seite einfach nicht geht. Jetzt muss Miro ihn nur noch überzeugen, dass Gefühlsbande keine Fesseln sind …

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Wenn aus Freundschaft Liebe wird … Zumindest stellt es sich erst einmal so einfach dar. Dass die ganze Sache nicht ganz so simpel ist, bekommt der neugierige und auf mehr lauernde Leser im Laufe vieler wunderbar geschriebener Seiten dann schon mit. Was tut man, wenn der Kollege der Mann ist, den man unbedingt neben (und unter/auf 😉 ) sich haben möchte?
Na nichts, wie sich Miro immer und immer wieder denkt, denn es ist ja der Kollege/Partner, den man auf keinen Fall verlieren möchte.

Ian ist ein toller Typ, ein Green Barett (in Reserve) d.h. mit einer TOP-Militärausbildung, zudem ein US-Marshall, der stets bis an die Grenzen geht und dabei aber immer ein Auge auf Miro hat, damit diesem nichts passiert, was auch ganz gut so ist, dennoch … ganz verhindern, dass diesem nichts passiert, kann er allerdings nicht immer …
Sobald Ian es aber direkt mit Miro zu tun hat, wird er fürsorglich, hilfsbereit und liebenswürdig. Zu lesen, wie der toughe Staatsdiener bei Miro ganz weich wird (nicht permanent natürlich, wäre ja auch schlecht 😉 ), ist so liebenswert, das man selbst mit einem debilen Grinsen vor dem Buch sitzt.

Die Geschichte hat ab und zu ein paar kleine „Slapstickeinlagen“,  wenn Miro mal wieder mittendrin statt nur dabei ist, einen spannenden Teil, in dem die Bösen den Guten ans Zeug flicken wollen (es ist, was die Ausübung des Dienstes angeht, sehr überzeichnet beschrieben) und ein bisschen Zucker :-), also einen Plot, der mir alles geboten hat, was mein kleines Leserherz begehrt.

Ich würde beide Männer sofort nehmen – aber halt nein, a) würden sie mich nicht wollen, denn sie sehen ja niemand anderen mehr und b) ich würde nie zu Ian ins Auto steigen wollen *lach*.
Ich finde Mary Calmes hat mit Miro & Ian einen wunderbaren Einstieg in eine Serie geschafft, die meiner Meinung nach möglichst schnell komplett übersetzt werden sollte.

 

Bis bald,

El

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„Tom“ – Mary R. Smith

Tom und Hayato führen seit Jahren eine sehr harmonische Beziehung, die getragen wird von Liebe und Respekt. Tom vertraut seinem Ehemann und überzeugt ihn davon, den Platz seines erst kürzlich verstorbenen Vaters einzunehmen und mit seiner Mutter auf Kreuzfahrt zu gehen.

Während Hayatos Abwesenheit trifft er auf einen alten Bekannten, der ihm ein interessantes Angebot macht. Nach kurzem Zögern geht er darauf ein, nichts ahnend, dass in dieser Nacht etwas geschieht, das sein Leben aus der Bahn wirft und ihn an den Rand der Verzweiflung treibt sowie eine Verkettung unglücklicher Umstände nach sich zieht.

Info: 106.000 Wörter; 440 TB-Seiten

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ich bin durch …
… mit dem Buch und mit den Nerven 😉

Mit den Vorgängerbänden (meine Reviews hierzu findet ihr für „Carl I“ hier, für „Carl II“ hier, für „Will(iam)“ hier und für „Lorenzo“ hier)  aus der Serie der „Londoner Jungs“ hat Mary R. Smith die Messlatte für Tom verdammt hoch gehängt.

Folgende Lesereihenfolge wäre zu empfehlen:
1. Carl
2. Lorenzo (optional – hier taucht Will das erste Mal auf)
3. Will (optional – weil die beiden ja eher nebensächlich sind)
4. Carl II
5. Carl – wie es begann (könnte theoretisch auch vor Carl gelesen werden … aber ist ja eher ein Bonus )
6. Tom

und nein, das soll jetzt keine Verkaufsplattform sein, aber mir hilft es immer, dass wenn ich eine Serie vor mir habe, ich weiß, in welcher Reihenfolge ich sie lesen sollte, damit eins ins andere greift und somit ist auch für die Zukunft für meine grauen Zellen vorgesorgt.

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Nun aber wirklich zu Tom, denn um ihn geht es ja schließlich 😀

Tom war in den vergangenen Bänden immer der stets freundliche, hilfsbereite und gut gelaunte beste Freund von Carl. Als das Leben „nicht besonders nett“ zu Carl war, war er (aber auch der restliche Freundeskreis) immer da, um zu helfen, zu unterstützen, zu trösten und wieder aufzubauen.

Tom so am Boden zu sehen, war jetzt nicht unbedingt das, was ich von dem Sonnenscheinchen lesen wollte. Es erschreckt mich immer, wenn solch vermeintlich starke Menschen so zusammenbrechen und dann auch noch völlig irrational reagieren. So wollte ich Tom wirklich nicht näher kennenlernen …
Die Zeit, in der Hayato mit seiner Mutter auf Kreuzfahrt geht, deckt Seiten von Tom auf, die so nicht einmal seine Freunde von ihm kannten. Mit Menschen, die mit ihrer freien Zeit Probleme haben, da sie nicht wissen, was man damit anfangen soll … tststs … habe ich auch im „realen Leben“ so meine Probleme –  und das was Tom tut, ist wahrlich keine Lösung …

Hayato wollte ja erst nicht mit seiner Mutter auf Kreuzfahrt gehen, aber Tom hat ihn davon überzeugt, es doch zu tun. Als es während der Reise zur Katastrophe kommt, bricht für Tom (s)eine Welt zusammen, da diese sich komplett um Hayato dreht. In seinem geistigen Hamsterrad gefangen, begeht er einen folgenschweren Fehler, der einen Rattenschwanz an Reaktionen nach sich zieht.

Zu sehen, wie schnell Tom ganz nach unten abzusacken droht, hat mir in der Seele weh getan. Dazu noch ein ebenfalls traumatisierter Hayato und keiner reagiert mehr so, wie er im „Normalzustand“ reagiert hätte.

Keine Bange, alles wird gut, der Weg dahin ist allerdings beschwerlich für Tom. Zu merken, dass seine Freunde nicht für alle seine Ausrutscher Verständnis aufbringen, aber dennoch für ihn da sind, hilft ihm durch diese schwere Zeit hindurch. Er muss viel dafür tun, dass alles wieder „gut“ wird und man davon träumen kann, dass wir den „alten“ Tom wieder zurückbekommen. Aber auch Hayato hat mit den ganzen Vorkommnissen zu kämpfen und tut sich schwer damit, schnell wieder auf Tom zuzugehen.

In dieser Zeit erfährt man viel über Tom und Hayato, über Vergangenes, gemeinsame Wünsche und Ziele. In der Zeit ohne Hayato hat Tom mit einigen Blackouts fertig zu werden, über die man dann so nach und nach auch noch einiges erfährt und bei denen  ein Typ namens Eric, eine nicht zu kleine Rolle in dem ganzen Wirrwarr spielt. Es stellt sich heraus, dass dieser ein richtig netter Kerl ist, der es nicht verdient hat, als der böse Buhmann hingestellt zu werden (wer die Bücher von Mary R. Smith kennt, wird sich sicher an Eric erinnern. Wir haben ihn ja bei Will schon mal „getroffen“).
Ich fand ihn auf jeden Fall so sympathisch und nett, dass ich mir für ihn gut eine eigene Geschichte vorstellen kann. Denn so wie ich ihn in diesem Buch kennengelernt habe, hat auch er einen tollen Partner verdient 😀.

Und obwohl die eine oder andere Träne bei Toms Geschichte geflossen ist, kam sie für mich nicht ganz an die vorangegangenen Geschichten heran – aber dies sind Nuancen und haben dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Indiz dafür ist, dass neben dem eBook demnächst auch noch das TB bei mir einziehen darf.
Zudem hoffe ich auf weitere Geschichten aus dem Londoner Universum denn noch ist meiner Meinung nach auch die Geschichte von Tom & Hayato (bezüglich ihrer Wünsche und Hoffnungen) noch nicht zu Ende erzählt und wie gesagt, Eric gibt’s ja auch noch (jahaa, ich wiederhole mich, aber vielleicht hat es ja irgendjemand noch nicht mitbekommen 😉).

In diesem Sinne,

bis bald

El Ma

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„Payback“ – John Inman

Klappentext
Als Tyler Powells Leben von einem furchtbaren Verbrechen erschüttert wird, sehnt er sich nach Rache. Während er sich bemüht, die Trümmer seiner Existenz zusammenzusetzen, kann er kaum an etwas anderes denken. Rache.

Wird er diesem Verlangen nachgeben und zu dem werden, was er am meisten hasst? Zu einem Mörder?

Erst mit Hilfe von Detective Christian Martin, der in Tylers Fall ermittelt, sieht er die Möglichkeit eines neuen Lebens – durch die verblüffende Enthüllung einer Liebe, mit der Tyler niemals wieder gerechnet hatte.

Wird es ihm gelingen, diese Liebe in sein Leben zu lassen, oder ist es bereits zu spät? Ist Rache ihm wichtiger als sein Glück – und das Glück des Mannes, der ihn liebt? Auch wenn Tyler entschlossen ist, seinen Rachedurst zu stillen, ohne dabei jede Hoffnung auf eine Zukunft mit Christian zu opfern, weiß er, dass es sich um ein schweres oder gar unmögliches Unterfangen handelt. Möglicherweise wird er am Ende gezwungen sein, eine unerträgliche Entscheidung zu treffen.

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Jetzt weiß ich wieder, warum ich eigentlich keine Krimis lese …  Ich heule … ich heule eigentlich permanent während ich sie lese.

Kein Mensch soll das erleben müssen, was Tyler durchgemacht hat. Ob ich das so nachvollziehen kann, dass er Rache will – ja, durchaus. Wenn ich jetzt mehr ins Detail gehe, spoilere ich und zwar so sehr, dass ich es lieber lasse … naja, nicht so ganz … ein bisschen muss ich 😉  Weiterlesen

„So nötig wie Kopfweh“ – J.H. Knight

Klappentext
Seit seinem fünfzehnten Lebensjahr zieht Tommy O’Shea seine sieben jüngeren Geschwister alleine groß. Sein drogensüchtiger Vater und seine ebenfalls drogensüchtige Stiefmutter sind ihm dabei alles andere als eine Hilfe. Er hat es bisher immer geschafft, die Kinder zu ernähren und vor der Pflegeunterbringung zu bewahren. Dafür braucht er seine gesamte Energie, und eine Romanze, die sein Leben noch komplizierter macht, hat er so nötig wie Kopfweh.

Der junge Polizist Bobby McAlister gehört nicht in Tommys raue Welt, aber Tommy kann ihn einfach nicht loswerden. Während aus ihrer ungewöhnlichen Freundschaft ganz zaghaft eine Beziehung wird, überstehen sie gemeinsam die alltäglichen Stürme von Tommys Leben mit viel Gelächter und mehr als einem Streit.

Tommy ist es nicht gewohnt, Außenseitern zu vertrauen, und er hat in seinem ganzen Leben noch nie um Hilfe gebeten. Doch als ein tragisches Schicksal die Familie O’Shea trifft und alles bedroht, wofür Tommy gekämpft hat, muss er beides lernen, um sich von dem brutalen Schlag zu erholen.

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Wenn ich noch etwas gewartet hätte, hätte dieses Buch durchaus auch noch ein rundes Jubiläum auf meinem SuB schaffen können, da kurz nach dem Erscheinen gekauft und … Aber, die Vorsätze meinen SuB betreffend stehen noch, so dass nun immer mal wieder ein „altes“ Buch hervorgeholt wird. Und wieder einmal wurde ich mehr als positiv überrascht 😀.

Am Anfang hatte ich ein wenig Schwierigkeiten, da man gleich mit dem ersten Satz schon mitten in der Geschichte drin ist und keine Gelegenheit hat, die doch ziemlich vielen Protagonisten für sich zu sortieren und kennenzulernen. Es lohnte sich aber auf jeden Fall dran zu bleiben und so mitzuerleben, wie es in einer Großfamilie am unteren Existenzlevel zugehen kann. Wieviel Liebe, Verständnis und gegenseitige Fürsorge möglich sind, um gemeinsam das tägliche Leben zu meistern.

Bereits mit 16 Jahren musste Tommy für seine sechs Geschwister die Eltern ersetzen, da seinem Vater der Alkohol und seiner Stiefmutter die Drogen wichtiger waren, als die Kinder. Einige Jahre und viele negative Erfahrungen später, trifft er auf Bobby, der dadurch, dass er einfach immer wieder auftaucht so nach und nach einen festen Platz im Leben der Familie O’Shea und ganz besonders bei Tommy einnimmt.
Fast unbemerkt beeinflusst Bobby die Familie positiv und als auch noch dessen Mutter,  nach einem weiteren Tiefschlag für Tommy, einfach in ihr Leben stürmt, scheint sich eigentlich alles zum Guten zu wenden, wenn da nicht immer wieder neue Nackenschläge wären. Zudem muss sich die Familie jedesmal neu sortieren, wenn Vater und Stiefmutter ohne Vorwarnung auftauchen. Aber auch das kostet Kraft, viel Kraft, von der sowohl Tommy als auch seine Schwester Colleen nicht mehr allzu viel haben.

Woher soll ich die Stärke nehmen, weiterzumachen, wenn meine Stärke im Lauf der Zeit
durch die sinnlosen Versuche, stark zu sein, aufgebraucht wurde?
© Margot S. Baumann
(*1964), Schweizer Lyrikerin und Aphoristikerin

Mit Bobby und Judy wird das Leben der Familie O’Shea etwas leichter, aber es wären nicht die O’Sheas, wenn auf Sonnenschein nicht wieder Starkregen folgen würde …

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, auch wenn es erschreckend ist, dass so ein Leben überhaupt möglich ist. Das eine so große Familie es schaffen kann, permanent unter dem Radar zu leben und trotzdem zu überleben. Für mich hätte der Epilog durchaus noch etwas länger sein können, aber er gibt einem dennoch, so wie er geschrieben wurde, einen versöhnlichen Abschluss.

Dieses nicht ganz einfache Thema wurde von der Autorin meiner Meinung nach wunderbar umgesetzt. Trotz aller Problematik kommen Gefühle und Emotionen nicht zu kurz. Man muss die O’Sheas, aber auch Bobby und seine Mutter sowie Gene einfach mögen.

Bis bald,

El Ma

 

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