„Und ein Stern fiel vom Himmel“ – Brandon Witt

Klappentext
Nach dem Tod seiner Frau vor vier Jahren ist Travis Bennett nur noch ein Schatten seiner selbst. Zusammen mit seinem Hund kümmert er sich um seine drei Kinder und verdient sein Geld mit einem Futtermittelladen und als Farmarbeiter. Aber jeden Tag, jede Minute, leidet er unter dieser Leere, die ihm jede Freude am Leben nimmt.

Wesley Ryan erinnert sich gerne an die kleine Stadt El Dorado in den Ozarks zurück. Er zieht in das alte Haus seiner Großeltern und führt eine Tierarztpraxis, weil er hier seine fehlgeschlagenen Beziehungen vergessen möchte. Eines frühen Morgens kommt Travis mit seinem Hund in die Praxis und weckt in Wesley Gefühle, die ihm alles andere als gelegen kommen. Denn wenn es etwas gibt, was er in seinem neuen Leben nicht brauchen kann, dann ist das ein Mann, der mit sich selbst nicht im Reinen ist und dazu noch drei Kinder am Bein hat.

Aber das Leben, so scheint es, hat andere Pläne.

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Es ist jetzt schon einige Zeit her, dass ich sagen konnte, dass ich mich in ein Buch verliebt habe. Das letzte müsste „Die zweite Ernte“ gewesen sein, denn ebenso wie diese Geschichte heute, ist das ein ruhiges, liebevolles und sich entwickelndes Buch. Ich merke einfach, dass mich derzeit diese Art von Geschichten emotional sehr ansprechen. Wenn sie dann noch dazu so gut geschrieben sind, wie „Und ein Stern fällt vom Himmel“, dann kann man mich mit einem seligen Grinsen in meinem Sessel sitzen sehen.
Allerdings kam dann kurz darauf die Phase, die mich hektisch werden ließ, denn (und jetzt greife ich vor), im Nachwort des Autors wird eine Sidestory erwähnt, die ebenfalls in El Do spielt. Schreck lass nach 😉, ich habe dieses Buch „The Shattered Door“ (es ist übrigens vor diesem Buch hier erschienen) rund um Brooke, der hier in diesem Buch Erwähnung findet, doch tatsächlich auf meinem Reader. Nun sitze ich verzweifelt hier und befürchte, dass meine Englischkenntnisse dafür noch nicht reichen … Aber ich will, unbedingt, jetzt sofort und …

Ich möchte euch als Empfehlung gerne vorne weg mitgeben, dass ihr euch Zeit und Muse für dieses Buch nehmt, damit ihr auch die Feinheiten mitnehmen könnt. Die Geschichte hat es meiner Meinung nach nicht verdient, zwischen zwei andere Bücher gepresst zu werden. (ja …, ich weiß, aber ich liebe diese Geschichte 😍)

Travis Bennett ist ein Mann, der wenn, dann mit Haut und Haaren liebt. Der sich aber bedingt durch seine Trauer, komplett zurückgezogen hat. Der lange gebraucht hat, um überhaupt wieder am Leben teilnehmen zu können und für seine Familie und Freunde da zu sein. Tja, und dann kommt Wesley Ryan als neuer Tierarzt nach El Do und bringt Travis komplett durcheinander.

Brandon Witt versteht es meisterlich, die innere Zerrissenheit von Travis darzustellen. Zerrissen zwischen „wollen“ und „nicht können, weil …“. Ich saß des Öfteren beim Lesen mit Tränen in den Augen da und habe den Kopf geschüttelt. Nicht, weil Travis‘ Verhalten genervt hat, nein, weil ich es so gut nachvollziehen konnte.
Er ist Familienvater und zwar ein (mittlerweile wieder) sehr verantwortungsbewusster. Egal wer in sein Leben tritt, seine Kinder haben Vorrang. Andererseits ist er in manchen Situationen einfach nur verliebt und entsprechend gedankenlos und macht einfach das, was sein Herz vorgibt. Allerdings holt ihn meist sehr schnell sein Kopf und damit auch die Realität wieder ein.

Aber auch Wesley hat schon einiges in seinem Leben durch und wollte auf dem Land eigentlich nur wieder zu sich selbst finden … Öhm … es hat ihm wohl keiner gesagt, dass „Leben das ist, was passiert …“. Denn wie kann es anders sein, wenn man es am wenigsten auf dem Schirm hat, kommt die Liebe vorbei und klingelt an der Tür 😀.
Ich habe ihn für seine Geduld bewundert, allerdings macht es ihm die Familie Bennett auch nicht gerade einfach, ihnen den Rücken zu kehren und sein Leben  – wie eigentlich geplant – weiterzuleben.

Ach ja, die Familie Bennett 😀 … (und hier zähle ich Jason jetzt einfach mal dazu). Wäre Travis nicht schon der Hit gewesen, alleine für diese Familie würde man alles stehen und liegen lassen.  Die „Mädels“ sind der aktivere und tonangebende Part, die „Jungs“ jedoch die ruhigen, gelassenen und fürsorglichen Charaktere (und sie lassen die Mädels in dem Glauben, dass sie die „Bestimmer“ sind *g*). Dazu noch Dunkyn und Dolan – einfach eine perfekte Familie, die mich auch eins ums andere Mal breit hat grinsen lassen. (Wenn man die Geschichte kennt, weiß man, wenn man das Bild ansieht, genau, wer Dunkyn und wer Dolan ist 😉 – das Bild ist übrigens von der HP des Autors).

Zudem gibt es noch einen Bösewicht, der ein bisschen „Schmutz“ und Gemeinheit in die Geschichte bringt. Hier versteht es Brandon Witt meisterlich, den Leser bei der Stange zu halten, denn man wartet und wartet, dass dieser endlich aus seinem Bau kommt. Ich kann euch verraten, es bleibt kein Handlungsstrang offen, so dass man diese Geschichte wirklich zufrieden abschließt.

Da es jetzt minimal spoilern könnte, kann wer will weiterlesen, wer nicht, hört hier einfach auf 😀
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„Cookies“ – Teodora Kostova

Klappentext
Kriegsheimkehrer Amir Gopal besitzt eine kleine Bäckerei, hat einen Freundeskreis, der immer für ihn da ist, und hat sich weitestgehend mit seinen Narben arrangiert. Allerdings lässt er niemanden mehr wirklich an sich heran und spürt, dass ihm dadurch irgendetwas Tiefgreifendes fehlt. Als Jay in sein Leben tritt, haben seine Verteidigungsmechanismen von Anfang an keine Chance gegen den jungen, lebensfrohen Mann. Doch die Unsicherheit bleibt: Wird Jay noch mit ihm zusammen sein wollen, wenn Amir ihm sein Herz öffnet und all die Albträume offenbart, die ihn seit Jahren nicht mehr loslassen?

Entspricht 282 Romanseiten.

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Ein unglaubliches Buch 💜

Amirs Schicksal hat mich von Anfang berührt, denn unter der zurückhaltenden und fast kühlen Schale verbirgt sich ein warmherziger und liebevoller Mann, der für alle ein gutes Wort und seine sensationellen Backwaren bereit hält. Nur (interessanten) Männern gegenüber ist er zurückhaltend, kühl und fast schon  abweisend. Bis, ja bis Jay vor ihm steht.

Die Geschichte der beiden wird von Teodora Kostava wirklich schön erzählt. Ich war so im Buch drin, dass ich wirklich meinte, die warmen Kekse riechen zu können.

Aber „Cookies“ ist beileibe keine zuckersüße, rosa Herzchen-Geschichte, ganz im Gegenteil. Amir hat im Krieg nicht nur ein Bein, sondern auch viele Kameraden verlorenen. Mitgebracht hat er dafür eine ausgewachsene PTBS, die immer noch in alltäglichen Situationen wieder „hochkommt“. Sein körperliches Handicap hat Amir gut im Griff, mit seiner Psyche sieht es leider noch anders aus … Für mich ist Jay genau das, was Amir braucht. Ein lebensfroher, optimistischer und offener junger Mann, der alles, aber nicht oberflächlich ist.
Die beiden miteinander zu erleben, zu sehen, wie sie sich gegenseitig ergänzen und aufbauen, fand ich wirklich klasse.
Zu lesen, wie die beiden miteinander umgehen, wie Amir neben Jay offener wird, wieder Menschen in sein Leben lässt und in einer für Jay lebensgefährlichen Situation über sich hinauswächst.

Für mich war „Cookies“ ein nahezu perfektes Buch. Es wurde kein Handlungsstrang offen zurückgelassen, alles ergab Sinn. Also einfach eine richtig runde Sache.
Es gibt Bücher, die macht man zu, wenn man fertig ist – gut ist’s. Und es gibt Bücher wie „Cookies“, da lässt man Freunde zurück und bedauert, dass man sie so schnell nicht wiedersehen wird.

Ich sage danke, für ein wunderbares Leseerlebnis und lege Amir & Jay nicht nur auf die re-reading-Liste, sondern schiebe das Buch auch in die Kategorie „besondere Bücher“.

Bis bald,

El Ma

 

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„Die Rückkehr“ (Die Austin-Trilogie 2) – Brad Boney

Klappentext
Buch 2 in der Serie – Die Austin-Trilogie

Musik. Topher Manning kann an nichts anderes denken. Er träumt davon, ein Rockstar zu werden. Dummerweise steht sein Job als Automechaniker seinen Ambitionen im Weg. Wenn er nicht eine Möglichkeit findet, die vielen Lieder in seinem Kopf endlich freizusetzen, wird seine Band bald in der Versenkung verschwinden.

Dann geschieht es. Ein Musikfestival und ein liegengebliebenes Auto bringen Stanton Porter, den bekannten Musikkritiker aus New York, in Tophers Leben. Stanton lädt ihn zu dem Konzert von Bruce Springsteen ein, wo ein schüchterner Kuss und das eingebildete Vibrieren von Tophers Handy in einer Liebesgeschichte münden, die alle Erwartungen zu übertreffen verspricht.

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Für die Amerikaner ist der 04. Juli ein besonderer Tag. Ein besonderer Tag hat ein Review zu einem meiner Meinung nach außergewöhnlichen Buch verdient 😀.

Ganz ehrlich? „Die Rückkehr“ ist ein unglaublich intensives Buch, das ich zu Beginn des zweiten Kapitels fast aus der Hand gelegt hätte. Die Geschichte wird in unterschiedlichen Zeitabschnitten erzählt und wechselt von Kapitel zu Kapitel. Da das bei Kapitel zwei für mich etwas unvorhergesehen kam, hat mein Hirn wohl nicht so schnell umschalten können und blieb mit einem kurzen „Häh“ hängen, so dass ich zurück zu Kapitel eins ging, um zu schauen, ob ich irgendetwas versäumt habe. Da ich aber wirklich mal Zeit und Muse hatte und mir der erste Band der Reihe so gut gefallen hat, dachte ich mir, versuch’s doch einfach, denn eine Geschichte in zwei Zeitperspektiven zu erzählen, ist eine hohe Kunst. Was soll ich sagen … lasst euch darauf ein, ihr bekommt hier eine wunderbare Romanze mit paranormalen Einschlägen, die so gut rübergebracht werden, dass ich wirklich da saß und mir gewünscht hätte, so etwas würde wirklich passieren.

Wer den ersten Band „Ben und das Glück im Unglück“ gelesen hat, kann sich vielleicht noch an Topher Manning erinnern. Dieser hatte bereits in der Geschichte um Ben & Travis einen kurzen Auftritt als Arbeitskollege von Travis. Und genau in dieser Autowerkstatt trifft er auf den um einiges älteren Stanton.
Die beiden verstehen sich trotz des Altersunterschieds auf Anhieb, haben eine wunderbare (Gesprächs-) Basis durch ihre Liebe zur Musik – die in diesem Buch eine wirklich, wirklich große Rolle spielt – und alles könnte sich so einfach entwickeln, wenn Stanton nicht immer wieder zurückschrecken würde. Um seine Gründe dafür zu verstehen, sind die Einblicke in seine Vergangenheit für den Leser von großer Wichtigkeit. Brad Boney hat es geschafft (bis auf eben dieses eine Mal zu Beginn), dass ich nie aus dem Lesefluss kam, obwohl man gerade mal wieder viele Jahre zurückblicken durfte. Dies hinzubekommen ist meiner Meinung nach eine Gratwanderung, die der Autor mit Bravour bestanden hat.

Es ist keine locker, leichte Geschichte, denn Stanton hatte schon „ein Leben“ und eine große Liebe vor Topher und dieses bekommt man eben durch genau diese Rückblicke erzählt. Je tiefer ich in die Geschichte hineinkam, umso mehr konnte ich mit Stanton mitfühlen.
Aber auch Topher ist ein sehr vielschichtiger Mann, der mich das eine oder andere Mal wirklich überrascht hat. Dazu seine Freunde, die Familie Walsh (die im ersten Band eine Hauptrolle spielte) und einige Protagonisten aus der Vergangenheit, die mich zum Lachen, Tränen wegblinzeln, Weinen (kommt im Flieger ganz besonders gut …) und Seufzen gebracht haben.
Dieses Buch hat mich echt gefordert und ich war froh, dass ich es im Urlaub lesen, mich komplett darauf einlassen und vor allem drüber bleiben konnte. Zudem war es gut, Buch eins gelesen zu haben, denn gerade das, was Tophers Freunde und die Familie rund um Ben betraf, konnte ich so doch besser zu- und einordnen. Somit wäre es meine Empfehlung (auch wenn es nicht zwingend nötig ist) die Geschichte rund um Ben & Travis vorher zu lesen.

Ich habe mich wahnsinnig über das Ende der Geschichte gefreut – nein, nicht dass das Buch zu Ende war 😉 – und bewundere Brad Boney dafür, wie er die Geschichte aufgebaut, aber auch aufgelöst und mir damit ein glücklich machendes Happy End beschert hat. Diese Geschichte ist für jeden, der daran glaubt, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, eine, an der man sich festlesen kann. Für jeden anderen ist sie eine schöne Romanze mit paranormalen Elementen 🙂. Aber alles in allem, ist sie auf jeden Fall eine intensive und berührende Geschichte, die ich in nicht missen möchte (liegt schon im re-reading – sowie im „besondere Geschichten“- Ordner *g*).
Leider gibt es den dritten Teil der Serie „The Eskimo Slugger“ noch nicht auf Deutsch 😔, so das ich ihn, sollte ich es vom Schwierigkeitsgrad her hinbekommen, mir auf jeden Fall zeitnah auf Englisch zu Gemüte führen werde 🙂 und freue mich bereits jetzt auf ein Wiedersehen mit den mir bereits bekannten Protagonisten 💜.

Für mich war dieses Buch eindeutig MEIN BUCH des Monats Juni!

Lasst es euch gut gehen,

El Ma

Weitere Meinungen zu dem Buch findet ihr bei Frau Laberladen, in Mattys Schmökerecke, sowie bei Risa und Corina bei Goodreads

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Es gibt bei YouTube eine Playlist zu diesem Buch, wer sich dafür interessiert, findet diese hier

„Mr. & Mr. Auster“ (Auf den ersten Blick 3) – TJ Klune

Klappentext
Fortsetzung zu Die Queen und der Homo Jock King

Anlässlich der Vermählung von
Paul Auster und Vincent Taylor
Geben sich das glückliche Paar mit ihren Familien und Freunden die Ehre
Euch alle herzlich einzuladen

Paul Auster und Vince Taylor wollen keine große Feier. Sie wollen einfach nur heiraten. Ist das etwa zu viel verlangt?

Als der große Tag näher rückt, droht die Lage außer Kontrolle zu geraten. Wohlmeinende Freunde und eine Familie, die sich ständig einmischt, dazu noch eine Dragqueen mit ihren ganz eigenen Ideen darüber, wie man einen Junggesellenabschied gebührend feiert … Paul und Vince sind wahrlich nicht zu beneiden.

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Oh mein Gott, hätte mir nicht jemand im Vorfeld der Geschichte sagen können, dass man sie nicht zwingend in der Öffentlichkeit lesen sollte … 😉 Na ja, so einen wirklichen Vorwurf kann ich ja eigentlich niemand machen, denn wer die Bände 1 und 2 kennt, sollte schon wissen, was auf einen zukommen kann. Tja, da war es wieder „sollte“, „hätte“ ….  Meine Eier, ich stell‘ mich aber auch an …
Meint ihr? Sitzt ihr mal am Flughafen und prustet in der Wartehalle einfach mal so los 😂

Ok, ich also in Wartestellung auf dem Flughafen und mitten in der Geschichte von Mr. & Mr. Auster. Nur mal so am Rande, ich steh‘ nicht auf Hochzeiten. Na ja, halt nicht auf die im großen Stil und schon gar nicht auf die, bei denen man die Regie aus der Hand gibt. Ich weiß, ich bin da eine echte Spaßbremse 😉. Ihr dürft davon ausgehen, dass Paul mein vollstes Mitgefühl hatte und dennoch habe ich mich für ihn und Vince gefreut wie ein Schnitzel 😁.

Ich also ran an die Geschichte, mein Mitgefühl ganz nach oben gepackt (hätte ich das doch lieber mal mit den Taschentüchern gemacht …) und die Hochzeitsvorbereitungen der Familie und Freunde der beiden begleitet. Nun kennen ja die Leser der ersten beiden Bände ja schon Pauls Problem mit seinen „angeblich“ zu viel vorhandenen Pfunden – hier schlagen die weiblichen Gene Pauls durchaus durch – denn was zieht man an 😉.

„Immer, wenn ich Don Johnson sein will, sehe ich aus wie Kate Blanchett – Titten, blasse Haut und nicht ein einziges Härchen. Vielen Dank auch!
Position 1873

Welche Braut kann das nicht nachvollziehen? Dazu noch Familie Auster und Sandy aka Helena um einen rum, da soll man nicht wahnsinnig werden? Aber um alle zu beruhigen, Sandy wäre nicht Pauls bester Freund, wenn er nicht ausschließlich Pauls Wohl im Auge hätte.

Freut euch auf eine unterhaltsame Zeit, mit äußerst liebenswürdigen Protagonisten, Hochzeitsvorbereitungen, die Menschen in den Wahnsinn treiben können und einem Junggesellenabschied, der sich „von“ schreiben lässt. (Achtung, die nächsten grünen Zeilen sind nur für 18+ geeignet – ich wünsche euch viel Spaß mit eurem Kopfkino *g*)

„Wenn du mich auch in Zukunft noch an den Eiern lecken willst,
solltest du mich jetzt hochziehen, weil sie mir sonst abfallen.
Gottverdammte Scheiße aber auch, ich stecke hier fest.
Ernsthaft, Vince. Ich stecke fest!“

Position 2201

Nun denn, ich hoffe ich konnte euch ein bisschen „heiß“ auf diese Hochzeitsgeschichte machen, denn verdient haben es Paul & Vince auf jeden Fall.

MEINE große Frage am Ende der Geschichte ist: Wird Vince jemals erfahren, was oder wer Freddie Prince Junior ist???
Ich gehe zudem nach dem Ende von Band 3 jetzt einfach mal davon aus, dass wir noch nicht das letzte Mal von Paul, Vince, Sandy, Darren und Kori/Corey gehört haben.

Was mir persönlich an der Geschichte so gut gefallen hat war, dass bei allem Humor und vielen überspitzt dargestellten Szenen niemals die ernste Komponente hinter allem vergessen wurde (und das versteht TJ Klune meisterlich und vor allem unaufdringlich).

Ich liebe die Geschichten von TJ Klune und bedauere zutiefst, dass meine englischen „Lesekünste“ noch nicht für seine noch nicht übersetzten „ernsthaften“ Stories genügen 😢

Bis bald,

El Ma

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„fels“ – Anyta Sunday

Klappentext
Vulkanisch.
Als sich Coopers Eltern scheiden lassen, zerbricht seine Welt – und plötzlich ist er in der einen Woche bei seiner Mutter und in der nächsten bei seinem Vater.
Aber sein Vater ist nicht der Einzige, mit dem er klarkommen muss: Da ist auch noch Lila, die andere Frau, die ihm den Boden unter Füßen weggezogen hat.
Und dann…
Gibt es noch Jace. Lilas Sohn. Lilas eingebildeten Sohn, dessen Augen so blau leuchten wie hochgewürgte Fischschuppen.
Cooper will seine alte Familie zurück haben, aber etwas an diesem Jungen sagt ihm, dass nichts wieder so sein wird, wie zuvor.

Sedimentär.
Cooper und Jace’ neues gemeinsames Leben beginnt holprig, aber mit der Zeit knüpfen sie etwas Neues. Eine enge… Freundschaft.
Denn mehr als das darf es zwischen ihnen nicht geben. Obwohl sie keine echten Brüder sind. Wenn man’s genau nimmt, sind sie ja noch nicht einmal Stiefbrüder…

Gestaltverändernd.
Aber was geschieht mit Freunden unter der felsenschweren Last, die das Leben ihnen auferlegt?
Die das Herz ihnen auferlegt?
***
„fels“ folgt der Geschichte von Cooper und Jace über 15 Jahre lang, und erzählt dabei von Familien, die zerbrechen und neu zusammengefügt werden, vom Erwachsenwerden, von Trauer und Neuanfang, vom Loslassen und Ankommen, von Freundschaft und Liebe.
Ein schwuler Liebesroman, der bewegt.

                                                                   ***
Deutsche Fassung des Bestsellers „rock“ von Anyta Sunday.

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Es gab schon so einige Bücher, die mich ziemlich wortlos zurückgelassen haben, dass ich sprachlos nach einem war, ist mir noch nicht so oft passiert. Dieses Buch hat mich eine schlaflose Nacht gekostet (ausgerechnet die von Sonntag auf Montag) und ich habe nicht eine einzige Minute davon bereut.

obsidian-505332_640Die Geschichte wird aus der Sicht von Cooper erzählt und schildert seine Beweggründe und Gedankenspiele wirklich gut und auch nachvollziehbar. Nicht nur einmal war ich emotional so berührt, dass mir beim Lesen die Tränen heruntergelaufen sind. Obwohl man weiß, dass es um das Leben von Teenagern geht, fühlt man mit ihnen und zwar so, dass man das Buch nicht wirklich aus der Hand legen will, da man das Gefühl hat, es könnte etwas passieren und man wäre nicht dabei.

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(c) Robert Lavinsky

Der Klappentext sagt viel über den Inhalt des Buches aus, ohne allzuviel zu verraten (auch das ist eine Kunst). Man verfolgt nicht nur Coopers Leben über 15 Jahre, nein, auch das der ganzen Familie und den Freunden. Jede Situation ist so dargestellt, dass man wirklich das Gefühl hat, dabei zu sein. „fels“ ist ein Buch, auf das man sich einlassen soll und muss. Bei mir ist das soweit gegangen, dass ich bei manchen Szenen gerne noch viel tiefer eingetaucht wäre. Dies soll jetzt allerdings keine Kritik sein, sondern einfach nur zeigen, wie fest mich das Buch im Griff hatte.

amethyst-2054918_640Ich werde auch zukünftig sicher kein großer Fan von YA-Büchern werden. Aber sicherlich ein großer Fan der Bücher von Anyta Sunday :-). Nach „Verzettelt“ (ein leichtes, unkompliziertes Buch), „500 Küsse“ (locker, flockig und gut zu lesen) und „Experimentier Mit Mir: Taboo For You“ (ein klasse Buch – wobei mich der Titel schon erst einmal verwirrt hat), ist „fels“ die vierte Geschichte von ihr und wird mit Sicherheit nicht die letzte gewesen sein.

Native_gold_nuggetsEinen klitzekleine Anmerkung habe ich dann aber doch noch (Achtung, jetzt kommt jammern auf allerhöchstem Niveau) und zwar zum Ende … Es passt, dies gleich vorneweg. Es kam für mich, so wie es kam, nur etwas unverhofft und mir einen Ticken zu schnell, da die Geschichte sonst sehr viel detaillierte Facetten aufweist. Es passte aber dann aber auch wieder, da der Augenmerk der Geschichte für mich in der Entwicklung der Protagonisten liegt und nicht auf dem „Endergebnis“. Es ist einfach schön, über diesen langen Zeitraum mitzubekommen, welche Wege die einzelnen Personen nehmen. Bei einigen Nebenprotagonisten wurde noch das eine oder andere Thema angeschnitten, dass dann etwas „kurz“ kam bzw. nicht näher erläutert wurde, aber auch dies wäre bei einem „normalen, oberflächlichen“ Buch noch nicht einmal eine Erwähnung wert. Bei „fels“ sind es aber genau diese kleinen Details, die für mich das Liebens- und Lesenswerte ausmachen.

(c) Andrew Sullivan

„fels“ ist auf jeden Fall ein Buch, das zeitnah ein re-reading erfahren wird. Das TB ist bereits bestellt und darf ins Regal :-). Jetzt hoffe ich auf eine zeitnahe Übersetzung von „nest“ 💜.

 

Bis bald,

El Ma

 

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„Die zweite Ernte“ (Men of Lancaster County #1) – Eli Easton

Klappentext
David Fisher hat sein ganzes Leben lang nach den Regeln gespielt. Er wurde in eine Mennoniten-Familie hineingeboren, deshalb hat er stets seinem Vater gehorcht, die Familienfarm übernommen, geheiratet und wurde Vater zweier Kinder. Jetzt sind seine beiden Kinder im College, seine Frau ist verstorben und er führt die Farm allein und ohne Freude, dabei zählt er die Tage seines nur halb gelebten Lebens.

Christie Landon, Grafikdesigner, Manhattaner und schwuler Partyboy aus Leidenschaft, braucht eine Veränderung. Jetzt ist er dreißig und findet, dass es an der Zeit ist, erwachsen zu werden und an seine Zukunft zu denken. Als sein bester Freund eine Überdosis nimmt, beschließt Christie, die Stadt für eine Weile zu verlassen. Er macht sich auf den Weg zu einem kleinen Haus in Lancaster County, Pennsylvania, um sich zu erholen und nachzudenken.

Aber das Leben auf dem Land ist langweilig, abgesehen von dem attraktiven Silberfuchs, der nebenan wohnt. Um seine kreative Seite beim Kochen auszuleben, beschließt Christie, an seinen verwitweten Nachbarn heranzutreten, um sich die Mahlzeiten und die Kosten für die Einkäufe zu teilen. David ist einverstanden und schnell stellen die ungleichen Männer fest, dass sie gern Zeit miteinander verbringen.

Christie fordert David heraus, über die Grenzen seiner Welt hinauszudenken und weckt Gefühle, die lange vergessen schienen. Wenn David sich von der Vergangenheit befreien kann, erhält er vielleicht eine zweite Chance auf sein Glück.

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Auch dieses Buch hatte ich bereits im Original auf meinem Reader liegen, weil mich damals der Klappentext förmlich angesprungen hat. Jedoch, wie es immer so ist, schiebe ich die englischen Bücher vor mir her, da das Lesen einfach immer noch länger dauert, als bei einem deutschen Text. Es ist ja auch nicht so, dass nicht genügend deutschsprachige Bücher auf meinem Reader wären, die dann immer wieder den Vortritt bekommen.
Wie es dann halt so ist, man nimmt das „Buch“ immer wieder in die Hand und will anfangen und wieder kommt was dazwischen. Tja, das macht man so lange, bis eben dann die Übersetzung da ist …

Nun denn, kaum war die deutsche Übersetzung auf dem Reader, habe ich mich hingesetzt, das Lesen begonnen und nicht mehr aufgehört.
Um ehrlich zu sein, kam ich etwas langsam in die Geschichte rein. Irgendwie war ich wohl total auf David fixiert und musste mich erst einmal zurechtfinden, dass es die Story mit Christie los ging (da war wieder mein Problem mit der Erwartungshaltung 😳).

Christie lebt in New York, mit allem was dazugehört. Er ist erfolgreich im Beruf, kann sich sein Leben leisten, hat einen besten Freund, mit dem er um die Häuser zieht und und und … Eigentlich doch ein perfektes Leben – oder doch nicht? Erst als ein Partyabend wirklich unschön endet, wachen beide auf und merken, dass eben doch nicht alles Gold ist, was glänzt.

Nach diesem Schreck ist Christies Welt erst einmal in den Grundfesten erschüttert, aber da er sich eh um das Haus sein verstorbenen Tante kümmern muss,  zieht er aufs Land, um sich und und sein Leben zu überdenken und trifft hierbei auf David.

Da Christie gut und gerne kocht und sich damit auch wunderbar Zeit totschlagen lässt, macht er seinem Nachbarn ein Angebot, dass dieser nicht abschlagen kann. David ist eine Seele von einem Menschen, der in seinem bisherigen Leben immer nur für andere da war und das getan hat, was von ihm erwartet wurde. Er selbst stand immer hintenan. Als nun der neue Nachbar vor der Tür steht und ihm den Vorschlag mit der „Essensversorgung“ macht, ist David zwar erst skeptisch, dann aber sehr enthusiastisch dabei. Denn Christie kocht nicht nur Hausmannskost in Form von Fleisch, Kartoffeln und Bohnen, nein, er kocht auch „fremdländisch“ und ausgefallen 😀

David hat ein Hobby, er liest leidenschaftlich „National Geographic“ und war dadurch schon in vielen, vielen Ländern unterwegs. Nicht dass er irgendetwas davon persönlich kennen würde, aber neugierig auf das „Neue“ ist er schon und das in jeder Hinsicht …

„Morgen Abend würde er essen wie die Leute in diesem Artikel.
Er würde in Marokko essen.“
                                  Pos. 823

Es ist schön, dabei zuzusehen, wie sich die beiden Männer annähern, wie sie sich langsam aufeinander zubewegen und sich auf die „Geschichte“ einlassen. Dieses sich kennenlernen und herantasten bringt Eli Easton wunderbar rüber. Es ist eine ruhige Geschichte, die aber keinesfalls langweilig oder langatmig ist. Zu sehen, wie sich David langsam emanzipiert und lernt für sich selbst einzustehen, ist wunderbar. Zeitgleich merkt man, wie Christie sich langsam erdet, wie er bei sich selbst ankommt und sieht, dass sein altes Leben nicht das Nonplusultra gewesen ist, für das er es immer gehalten hat.

Die beiden haben Spaß zusammen, egal ob draußen an der frischen Luft, im Stall und auch Nachts (nein, sie haben nicht überall Sex, sie verbringen auch einfach „nur“ Zeit miteinander).

Aber auch dieses von Harmonie geprägte Leben hat „dunkle Seiten“. Die mennonitische Gemeinde ist streng religiös, meint für jeden nur das Beste zu wollen und macht dadurch David’s Leben nicht unbedingt leichter. Als dann auch noch rauskommt, dass sich die beiden Männer mehr als nur gut verstehen, wird’s nochmal richtig heikel.

Glücklich, wer mit den Verhältnissen zu brechen versteht,
ehe sie ihn
 
gebrochen haben!
Franz von Liszt

Trotz aller Widerstände und guter Ratschläge bekommen die beiden Männer von Eli Easton das Happy End, das sie sich verdient haben.
Ich habe mich jedenfalls am Ende mit einem glücklichen Lächeln zurückgelehnt und bin zufrieden und entspannt ins Bett 😉.

Bis bald,

El Ma

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„In Erfüllung seiner Pflicht“ – Mathilda Grace

Klappentext
Gefallen in Erfüllung seiner Pflicht. Das dachte Garrett Wilks zumindest, als sein für tot erklärter Verlobter, der Marine Tyler Mason, plötzlich quicklebendig vor seiner Tür steht. Jahrelang hat Garrett um Tyler getrauert. Jahrelang hat er Kade McQueen verflucht, der ihm die Nachricht von Tylers Tod überbrachte und gleichzeitig dessen bester Freund war. Heute haben sich beide Männer ein gemeinsames Leben aufgebaut, das mit Tylers Auftauchen auf den Kopf gestellt wird. Garrett und Kade sind mit der Situation vollkommen überfordert und Tylers auffälliges Verhalten macht ihnen schnell deutlich, dass es mehr brauchen wird als Medikamente und Besuche bei einem Traumatherapeuten, damit Tyler das, was ihm in seiner fünfjährigen Gefangenschaft angetan wurde, überstehen kann.

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Meine erste Reaktion nach diesem Buch? Zumachen, tiiiiief Luft holen, Taschentücher wegbringen, Schnaps trinken und sacken lassen.

Mich hat die Geschichte wirklich gefesselt und mitgenommen und das in jeglicher Hinsicht (die ersten Taschentücher habe ich bereits im ersten Kapitel gebraucht). Lang hat Garrett Wilks gebraucht, um über den Tod seines Verlobten hinweg zu kommen. Tylers bester Freund Kade war in dieser schweren Zeit stets für Garrett da und irgendwann wurde aus diesem Beistand Freundschaft und letztendlich Liebe, denn für diese beiden Männer ging das Leben ja weiter, bis … ja bis …

… Tyler vor der Tür steht. Mathilda Grace schreibt sehr anschaulich, wie Garrett und Kade sich um ihren Freund kümmern und wie dessen Zustand ihre eigene Beziehung belastet. Sie stoßen alle an ihre Grenzen. Die einen müssen loslassen, denn was nicht freiwillig passiert, wird nicht zum Erfolg führen, der andere läuft weg, weil er mit den Gegebenheiten eines „normalen Lebens“ nicht mehr zurecht kommt.
Zu lesen, was mit Tyler passiert, jeder Schritt, jeder Nackenschlag, der ihn wieder zurückwirft, hat mich Kraft gekostet. Aber jeder kleine Erfolg hat mir auch ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Zu wissen, dass zwar die Geschichte Fiktion ist, aber das eigentliche „Thema“ dahinter heute noch tagtäglich wirklich passiert und existiert, lässt mir eine Gänsehaut aufstehen.

Bis es dann zum – für alle – wohlverdienten Happy End kommt, müssen viele kleine Schritte getan, müssen „Eiertänze“ überstanden werden. Oftmals waren es die „normalen“ Kleinigkeiten, die beim Weitergehen geholfen haben. Hier eine Begegnung mit einem Hund, da ein Eis oder etwas Schokolade und und und …
Garrett und Kade merken, dass sie nicht alleine sind. Ihre Freunde, ihre Familie und ein Arzt, der zum Freund wird, sind für sie da.
Und … alte „Freunde“ aus der Ostküstenreihe finden Erwähnung 😉 – hier habe ich breit grinsen müssen 😀

Und – wie die Faust auf’s Auge – passend zum Thema „The Boss“ mit einem Titel, der leider allzu oft völlig falsch interpretiert wurde

Mathilda Grace erzählt „nur“ eine Geschichte, diese ist aber so intensiv, dass ich sie nicht einfach so beiseite legen kann. Drum – wer will – darf nachfolgend mit meinen persönlichen Gedanken leben. Wer keine Lust drauf hat, ist hier dann fertig.

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