„Der Stoff aus dem die Hoffnung ist (Beloved 11)“ – Connie Bailey

Klappentext
Als Charles sein Erbe antritt, erhält er nicht nur ein großes Vermögen, sondern muss sich zusätzlich noch um drei Kinder kümmern, die er unmöglich alleine erziehen kann. Durch einen glücklichen Zufall trifft er auf Jonathan, den er sogleich für die Betreuung der Kinder anheuert. Allen Bedenken zum Trotz funkt es bald zwischen Charles und Jonathan, doch ihre junge Liebe wird schon bald auf eine harte Probe gestellt…

Band 11 der BELOVED Romantik-Reihe. Buch ist in sich abgeschlossen.
218 Romanseiten

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Wie geht dieser eine Spruch „Es ist wie ein Unfall, man soll nicht hinsehen, kann aber auch nicht so einfach wegsehen“. Na ja, soooo schlimm wie sich das anhört, war die Geschichte nun auch nicht. Aber ich weiß auch nicht wirklich, wie ich es erklären soll.
Auf der einen Seite hat die Geschichte einen wirklich guten Handlungsstrang (die Idee ist wirklich klasse) und mit Jon einen wirklich sympathischen Hauptprotagonisten. Irgendwie wurde ich dennoch mit der ganzen Story nicht warm, aber ich konnte sie auch nicht aus der Hand legen und mit dem Lesen aufhören.

Einerseits waren die Charaktere sympathisch, andererseits für das jeweilige Alter viel zu erwachsen (Jon genauso wie die Kinder). Dafür war der, der die Verantwortung für alle tragen sollte, nicht wirklich reif.

Irgendwie hätte ich die Romanze nicht wirklich gebraucht, dazu wurde ich mit dem Pairing nicht wirklich warm (ich habe mir immer wieder vorgestellt, wie es wäre, wenn jemand anderes an Jon Gefallen finden würde 😉) und die Entwicklung bis die beiden „vorgesehenen Jungs“ sich fanden war für mich nicht greifbar, noch dazu wurde über das ganze „romantische Zeugs“, dass doch ein wenig dazugehören sollte, zu schnell drüber weg gegangen. Die Familiengeschichte selbst fand ich allerdings sehr sehr liebenswert. Der kleine Krimiplot mit der überraschenden Wendung war dann für mich der letzte ausschlaggebende Punkt, um dranzubleiben.

Alles in allem hat mich die Geschichte aber doch gut unterhalten, wenn ich auch nicht sagen kann, woran das wirklich lag. Ob es die slapstickartigen Kommentare der Protagonisten waren, die mir manchmal doch fast zu viel vorkamen, ob es die – auch in der größten Katastrophe – liebe, nette, heile Welt war, ich kann es nicht sagen. Aus irgendeinem Grund war es wohl doch faszinierend, denn ich habe es in einem Rutsch durchgelesen, ohne dass es sich wie ein Zwang anfühlte. Also doch so, wie ich am Anfang sagte: man will nicht, aber irgendwie lässt es einen auch nicht los. Seltsam, eigenartig und für mich wirklich nicht greifbar – so ein Buch hatte ich auch noch nicht, sodass ich sagen muss:

Tut mir leid, ich weiß wirklich nicht, wie ich dieses Buch einschätzen soll.

Ich weiß aber sicher, dass ich mir noch so einige andere Reviews zu dieser Geschichte ansehen werde, einfach um zu sehen und ggf. zu verstehen, was ich nicht greifen konnte.

Bis bald,

El Ma

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„Der Unbeugsame (Krieg der Werkstätten 1)“ – L.A. Witt

Klappentext
Ein Titel der Krieg der Schraubenschlüssel Serie

Jeder in Jim Irvings Werkstatt will nichts mehr, als bei Krieg der Werkstätten, einer neuen Reality-Show über Mechaniker, mitzumachen. Jeder, außer des talentierten Mechanikers Chandler Scott, der einzige Angestellte, der sich weigert, den Vertrag zu unterschreiben. Die anderen versuchen, ihn zu überreden, denn ohne Chandler — und den Streitigkeiten mit seinem Chef — wird niemand an der Show teilnehmen.

Chandlers einziger Verbündeter ist Jims Sohn, Mark, der gezwungen ist, in der Werkstatt seines Vaters zu arbeiten, bis er sein Studentendarlehen zurückgezahlt hat oder einen besseren Job findet — und der seit einer Weile Chandlers heimlicher Liebhaber ist.

Dann artet eine kleine Fummelei in der Werkstatt aus und gibt dem Sender Munition, um Chandler zu erpressen, mit der Drohung, dass sie Mark bei seinem Vater outen. Jetzt wird Chandler in die Enge getrieben und Mark muss sich entscheiden, wie weit er bereit ist zu gehen, um den Mann zu beschützen, mit dem er sich das Bett teilt … und der ihm möglicherweise auch das Herz gestohlen hat.

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Heute gibt es mal wieder ein Review der Marke „ich weiß nicht wie …“ und ACHTUNG, es könnte etwas spoilern.

Ich weiß, dass Autoren es nicht mögen, wenn man bei einer Geschichte unter 100 Seiten schreibt, dass man viel mehr daraus hätte machen können, aber …
Hier hätte man nicht nur können, sondern machen müssen. Die beiden Protagonisten haben eine gute Chemie untereinander, die unterdrückten Gefühle, um ja nichts falsch zu machen, geben eigentlich viel Potential her.

Das Leben mit einem homophoben Vater gibt Marks Zukunft nicht viel Perspektive und scheinbar ist auch sein Mut irgendwann verloren gegangen, denn er hängt in seiner Heimatstadt fest. Warum das so ist, wie es ist, erfährt man leider nicht. Denn Studienkredite haben so viele junge Menschen, dass das nur ein schwaches Argument sein kann.
Dann wiederum geht Mark mit seiner Leidenschaft für Chandler volles Risiko und verschliesst (wissentlich?) die Augen vor möglichen Konsequenzen und und und …
Leider kann ich mich auch nicht daran erinnern, wie alt die beiden Jungs sind (ja Jungs, denn die meisten Erwachsenen würden meiner Meinung nach so nicht reagieren).

Chandler, Marks bester Freund und Bettpartner, muss lange leiden (hier hätten mir ein paar Gedanken  Chandlers sicherlich ein tieferes Verständnis  für die Situation geben können), bis Mark endlich anfängt seinen „Mann“ zu stehen.
Seit langem bietet Chandler Jim (Marks Vater) die Stirn. Dies jedoch in einer Fernsehshow auf Kommando machen zu müssen widerspricht seinem Naturell. Wie gesagt, ein paar Gedankengänge mehr und man hätte vielleicht gewusst, was die Sache für ihn so schwierig macht.

Alles in allem fand ich die Geschichte nett, allerdings etwas schnell und oberflächlich erzählt und mit einem Ende versehen, dass mich jetzt innerhalb kurzer Zeit wieder einmal „halbgar“ zurückgelassen hat. Wieder haben wir hier ein „Happy for now“-Ende, welches zwar für Chandlers zukünftiges Leben eine gute Perspektive liefert, Marks (berufliche) Zukunft lässt mich aber mit mehr als einem Fragezeichen zurück.

Allerdings gibt es auch hier bereits drei Folgebände – vielleicht erfährt man ja da nebenbei (denn in den Klappentexten dieser Bücher spielen andere Protagonisten die Hauptrolle), wie Marks Leben weiter geht und ob auch er eine rundum glückliche Zukunft vor sich hat. So wie es hier endet, ist es für mich auf jeden Fall nix.

Bis bald,

El Ma

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„Horizonte“ – Mickie B. Ashling

Klappentext

Buch 1 in der Serie – Horizonte

Der College-Footballspieler Clark Stevens, ein beliebter Wide Receiver mit Aussicht auf einen Vertrag in der NFL, hat eine Menge Probleme. Er hat eine eifersüchtige Freundin, einen engstirnigen und herrschsüchtigen Vater, eine Aufmerksamkeitsstörung, und er verspürt eine unerwartete, starke Anziehung zu dem Notarzt – dem männlichen Notarzt – der ihn wegen eines gebrochenen Arms behandelt.

Dr. Jody Williams empfängt widersprüchliche Signale. Er kann nicht ignorieren, wie sehr er sich zu Clark hingezogen fühlt, denn es ist offensichtlich, dass Clark ebenso empfindet. Für den stolzen, geouteten Arzt ist die Lösung denkbar einfach. Für Clark ist sie das nicht. Seine Welt ist alles andere als schwulenfreundlich und die Hindernisse, denen er sich gegenübersieht, ließen ihn seine Sexualität viele Jahre lang verleugnen.

Es ist der Superbowl der Katastrophen, egal, wie man es dreht und wendet. Am Ende muss Clark entscheiden, ob er an dem Leben festhält, das er kennt, oder ob er es riskiert, ein neues mit Jody zu beginnen.

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Meine Vorsätze halten an – wieder ein Buch vom SuB gelesen 😀.

Heute ist es mal wieder ein Buch aus der Reihe „ich weiß nicht wie …“. Auf der einen Seite ist es eine sehr gefühlvolle und emotionale Geschichte, auf der anderen Seite fühlte ich mich durch das Buch gehetzt, so dass ich die Liebe zwischen den beiden Protagonisten nicht wirklich fassen konnte. Zudem waren mir die Meinungsänderungen zu abrupt und nicht wirklich nachvollziehbar.

Die Geschichte zwischen Jody und Clark ist von den erzählten Gefühlen her ganz großes Kino, von den Handlungen aus deren Umfeld leider weniger. Aus einem homophoben Elternhaus kommend, ist Clark sein Leben lang von seinen Eltern – hier besonders von seinem Vater – klein gehalten worden. Jahrelang hat man ihm gesagt, dass er außer zum Footballspielen nicht wirklich zu etwas taugt. Mit diesem Hintergrund, spielt er sich selbst und allen anderen ein Leben vor, dass gänzlich wider seiner Natur ist. Dies zieht er durch, bis er auf Jody trifft und erkennt, dass dieses fragile Gerüst nicht mehr lange halten wird, wenn er denn jemals zu seinen Gefühlen stehen würde.

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Und genau das ist das Problem. Jody ist out und lebt dies auch so. Er hat lange Zeit mit einem der bekanntesten schwulen Männern in San Francisco zusammengelebt, bis dieser, sein Partner, verstorben ist. Warum sollte er sich auch verstecken?

Es ist grundsätzlich schön zu sehen, wie sich die Beziehung zwischen diesen beiden so unterschiedlichen Männern entwickelt, allerdings (und dies hatte ich oben schon erwähnt), gehen mir die Veränderungen zu schnell. Clark ist als schwuler „Neuling“ sehr schnell für alles offen und sehr experimentierfreudig. Ich finde das gut – ohne Frage, allerdings ist es für jemanden, der noch nicht mal ganz aus dem Schrank heraus ist, doch etwas ungewöhnlich (oder ging einfach ohne wirkliche Vorbehalte von Clarks Seite über die Bühne). Dazu wird fast jedes Klischee erwähnt, dass man sich im Zusammenspiel Sport / schwule Männer / Coming out vorstellen kann.
Egal wie, mir war es mal zu viel, mal zu wenig – eben genau entsprechend der Handlung selbst.

Ich könnte hier jetzt 2, 3 oder 4 💜 vergeben, aber das würde dem Buch aus meiner Sicht weder in die eine, noch in die andere Richtung gerecht werden, da die Geschichte grundsätzlich einen guten Plot hat. Das manche Handlungen einiger Neben- aber auch der beiden Hauptprotagonisten für mich zwischendurch nur schwer nachvollziehbar waren ist wohl eher meiner Skepsis geschuldet, denn dem Können der Autorin. Was es nun so schwer für mich macht, ist, dass dieses Buch der erste Teil einer Serie ist und ich zu gerne wissen will, was bei Lil passiert. Mittlerweile gibt es von der Serie noch 3 weitere, bisher noch nicht übersetzte Teile – ich werde mal der Dinge harren, die da übersetzungstechnisch vielleicht noch kommen …

Tja, widersprüchlich wie der ganze Leseeindruck – so wirr, wie mein Review  (so kommt es mir zumindest vor) – so ist auch jetzt im Nachhinein immer noch der Nachhall der Geschichte.

Bis bald

El Ma

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„Die Liebe und der Mut zum Leben“ – Rick R. Reed

Klappentext
Der Lehrer Dane Bernard ist ein sanfter Riese, der an der Summitville Highschool von allen geliebt wird. Er hat eine wunderschöne Frau und zwei Kinder und versteht sich mit seinen Kollegen ebenso gut wie mit den Schülern. Aber Dane hat auch ein Geheimnis, das er wahrscheinlich niemals lüften wird – Dane ist schwul.

Als er unerwartet seine Frau verliert, stellt er sich seinem Geheimnis. Ein neuer Lehrer, Seth Wolcott, weckt Danes Interesse. Auch Seth ist auf der Suche nach einem neuen Anfang. Er hat eine Trennung hinter sich und ist nach Summitville gekommen, um seine Wunden zu lecken. Eine neue Beziehung einzugehen, gehört nicht zu seinem Plan. Doch als er an seinem ersten Arbeitstag an der neuen Schule Dane begegnet, fühlt Seth sich sofort zu ihm hingezogen.

Während die beiden Männer einen Tanz um Selbstfindung und neue Liebe beginnen, müssen sie dem schwulen Schüler Truman beistehen, der von seinen Mitschülern gehänselt und schikaniert wird. Truman ist ‚out and proud‘, eine Tatsache, die an ihrer Kleinstadtschule nicht bei allen auf Gegenliebe stößt. Dane und Seth versuchen, Truman dabei zu helfen, mit seinen Problemen besser umzugehen und sich selbst lieben zu lernen. Gemeinsam lernen sie lebensverändernde Lektionen über Selbstfindung, Akzeptanz, zerbrochene und neue Liebe.

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Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie das ist, wenn man sich ein ganzes Jahr auf eine Auszeit freut, sie plant und auch alles so ist, wie man es erzählt bekommt und auf Bildern gesehen hat und dennoch kommt man danach in den Alltag zurück und fragt sich, ob es das jetzt gewesen ist. Man kann dieses Gefühl nicht wirklich festmachen, es war schön, stimmig – bis auf ein paar Kleinigkeiten und dennoch entsprach es nicht dem, was man sich so ausgemalt hat.

Es fällt mir wirklich schwer, dieses Buch zu renzensieren, denn es ist eine wirklich gute Geschichte. Ich schiebe das Original seit seinem Erscheinungstag vor mit her und habe mich riesig über die Neuigkeit, dass es übersetzt wird, gefreut.

Gleich zu Beginn saß ich dann allerdings da und mir entkam ein fragendes „Häh“ (und das ist sicherlich wieder nur (m)ein persönliches Problem), denn es wird sich in der deutschen Übersetzung immer und sofort bei der ersten Begegnung geduzt. Dies mag ja im englischen Sprachgebrauch gang und gäbe sein, hier in Deutschland halt leider nicht, so dass ich hier schon etwas erstaunt war.

Danes Weg der Selbstfindung ist schlüssig erzählt und mit viel richtig gutem sozialen Hintergrund „gefüttert“ und dennoch wurde ich mit ihm nicht wirklich warm. Auch Seth ist nett, attraktiv und menschlich einfach ein „feiner Kerl“, aber auch er war für mich jetzt nicht DER große „Held“ in diesem Buch. Dies, und das hat die Geschichte für mich gerettet, war der eigentlich Nebenprotagonist, Truman. Er war für mich der rote Faden in der Geschichte, der dem Ganzen ein wenig Tiefe, Farbe (teilweise im wahrsten Sinne des Wortes 😉 ) und Schwung gegeben hat.

Wie gesagt, ich kann nicht sagen, ob es an meiner (vielleicht) übersteigerten Erwartungshaltung zu diesem Buch lag oder ob die Geschichte (ohne Truman) rein um die beiden Hauptcharaktere wirklich so „blutleer“ war, auf jeden Fall, kam sie bei mir so an. Wie man aber auch weiß …

Gespannte Erwartung wird selten befriedigt
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)

Mein erster Gedanke, als ich das Buch zu Ende gelesen hatte, war, dass ich gerne viel viel mehr über Truman erfahren hätte und es für mich vielleicht eher seine Geschichte hätte werden können, mit Dane und Seth in den Nebenrollen …

An Enttäuschungen enttäuscht am meisten,
daß man fast immer selber daran schuld ist.

© peter e. schumacher (1941 – 2013),

… wie wahr, wie wahr 😞.

Mein Fazit: „Die Liebe und der Mut zum Leben“ ist ein nettes, durchaus liebevoll geschriebenes Buch, das man lesen kann. Dane und Seth haben ihre Geschichte erzählt und damit ist es auch gut. Neugierig bin ich jetzt aber auf Truman – und zwar sehr *g*. Vielleicht kommt da ja noch was … frei nach dem Motto „Die Hoffnung stirbt zuletzt“.

Bis bald,

El Ma

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„Nie passiert etwas“ – Sue Brown

Klappentext
Andrews Leben ist ein Klischee: Er ist ein schwuler Mann, der wegen seiner religiösen, herrschsüchtigen Mutter in einer lieblosen Ehe gefangen ist. Dann zieht ein neues Paar in ihre Straße und Andrew erwischt sich dabei, wie er sich Hals über Kopf in Nathan verliebt. Nathan ist hetero, verheiratet und kurz davor, Vater zu werden, aber nach einer schicksalhaften Nacht in einem Club muss Nathan sich der Tatsache stellen, dass seine Gefühle für Andrew weit über die für einen Freund und Nachbarn hinausgehen.

Als Andrews Frau die Scheidung verlangt, wird das Leben beider Männer über den Haufen geworfen. Auseinandersetzungen über ihre Verantwortung ihren Frauen und Kindern gegenüber, Selbstzweifel und Zweifel aneinander und einige erschütternde Lügen reißen sie auseinander … Aber niemals verschwinden sie aus den Gedanken des anderen.

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Ich mag die Bücher von Sue Brown sehr, so sehr, dass ich auch einige Originale von ihr auf dem Reader habe, die ich hoffentlich irgendwann auch einmal lesen werde, auch wenn sie nicht übersetzt werden sollten.

Bei „Nie passiert etwas“ hatte ich während des gesamten Buches immer das Gefühl „halb zog er ihn, halb schob er ihn“. Andrews Lebenslauf lässt einem ein Schaudern über den Rücken laufen, wenn man erfährt, was er schon alles wegen seiner zutiefst religiösen Mutter hat ertragen müssen. Allerdings hatte ich nicht das Gefühl, dass seine Ehe lieblos war, ganz im Gegenteil. Sie war trotz allem von einer tiefen Freundschaft und Verbundenheit zweier Menschen geprägt, die sich gegenseitig trotz der familiären Zwänge das bisschen Freiheit gönnten, das sie benötigten. Klar sieht man, da sich die Geschichte ja um Andrew und Nathan dreht, vordergründig nur deren Schicksal, dass daran auch noch andere Menschen beteiligt sind, geht dabei sehr leicht unter.

Andrew ist trotz seiner Vorgeschichte ein offener und gradliniger Mensch, der unter dem „wischiwaschi“ Verhalten von Nathan sehr leidet. Manchmal hatte ich selbst das Gefühl, ihn so lange schütteln zu müssen, bis sich seine verqueren Gedankengänge von selbst neu sortiert haben.

Als dann, wie im Klappentext erwähnt, Andrews Frau endlich ihr eigenes Leben leben will, zeigen sich die wahren Abgründe in diesem ganzen „heile Welt“ Bildnis rund um Andrew und Nathan. Aber man sagt ja immer, dass wenn sich eine Tür schließt … oder aber

„Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag,
an dem Sie die hundertprozentige Verantwortung für Ihr Tun übernehmen.“
Dante Alighieri

Andrew geht, lässt los und … tja, lest selbst *g*

Es gibt richtig gute Freunde :-), nette Nachbarn, nervige Nachbarn, Personen, die es „gut“ meinen sowie Eltern die es gut machen und andere, die meinen, dass sie es gut machen. Ein Kleinstadtklischee a la „Stepford“ und und und …

Trotz dessen, dass ich so manche Träne verdrückt habe, kann ich nicht wirklich sagen, wie ich diese Geschichte empfunden habe. Auf der einen Seite hat sie mich wirklich emotional berührt, ich konnte sie auch nur schwer aus der Hand legen. Auf der anderen Seite konnte ich so manche Handlung und so einige Gedankengänge und -sprünge – gerade von Nathan – nicht wirklich nachvollziehen. Vielleicht lag es am Alter der Protagonisten, die ja sehr jung Eltern geworden sind, aber ein so spießiges Leben führen, dass es für mich rein aus dem Lesefluss heraus des Öfteren einen Widerspruch zwischen Handlung und Lebensweise gegeben hat und ich mich immer mal selbst wieder zurechtrücken und mir eben diesen Spagat „wahres Alter“ und „gelebtes Alter“ vor Augen führen musste.

Es ist eine gute Geschichte, es ist aber auch eine traurige Geschichte – wir haben ein Happy End, trotz einiger Schicksalsschläge und dennoch lässt mich das Buch mit einem „eigenartigen“ Gefühl zurück. Ich kann tatsächlich nicht sagen, ob das Ende unbefriedigend, unausgegoren, offen oder doch ausreichend war 😦

Bis bald,

El Ma

 

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Mal schnell und kurz so zwischendurch :-)

„Stubentiger wider Willen“ – Chris T. Kat

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Klappentext
Lange hat Werbegrafiker Jim auf die interne Beförderung hingearbeitet und dann schnappt sie ihm der neue Kollege Andrew einfach vor der Nase weg! Und als er sich in Katerform den Frust von der Seele laufen will, landet er auch noch prompt auf der Veranda seines Rivalen.

Doch weder Andrew noch Jim können Andrews Sohn Tony widerstehen, als er den „Streunerkater“ kurzerhand zu seinem Haustier erklärt. Und so muss Jim recht schnell feststellen, dass er Andrew sympathischer findet, als ihm lieb ist. Doch die Probleme lauern hinter jeder Ecke und das nicht nur, weil Jim ein Gestaltwandler ist…

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Diese Geschichte habe ich mir auf Empfehlung geholt, nachdem ich fast 2 Jahren drum herum geschlichen bin. Die Meinungen zu diesem Buch waren/sind sehr gespalten, ich lege es bei mir als „nette Geschichte für zwischendurch“ ab.

Wer eine zuckrige, süße Gestaltwandlerstory mag, ist hier sehr gut aufgehoben. Wer eher die kernigeren Sachen, mit mehr Tiefgang oder Action will, muss sich ein anderes Buch holen.

Die Protagonisten sind nett, der kleine Tony ein Wonneproppen, den man einfach mögen muss und der der ganzen Geschichte einfach die Glasur gibt.

Als kleiner Tip für den Lesezeitpunkt:  Nach einem anstrengenden Tag, zu einem Glas Wein, in einer stillen Ecke, evtl. noch in eine Decke gekuschelt – perfekt um runter zu kommen 🙂

Bis bald,

El Ma

                                                                 
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Buchbesprechung „Mein Herz schlägt in deinem Takt“ – Bettina Kiraly

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Klappentext
Eine neue Liebe kann der alleinerziehende Witwer Tobias momentan absolut nicht gebrauchen – einen guten Freund dagegen schon.
Als er Adrian kennenlernt, den extrovertierten Sänger der Band Crazysofar!, spürt er sofort, dass zwischen ihnen etwas Besonderes ist. Blöd nur, dass Adrian ununterbrochen mit ihm flirtet. Tobias steht schließlich nur auf Frauen – oder?
Nach einem Kuss hadert er mit seinen Gefühlen. Ein Mann an seiner Seite? Viel zu kompliziert. Aber kann man sich auf Dauer etwas verbieten, nach dem das Herz sich so sehr sehnt?

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Manchmal wünschte ich, man könnte Bücher in ihren unterschiedlichen Stadien bewerten, ähnlich der Gliederung eines Aufsatzes mit Einleitung, Hauptteil und Ende. Wenn man dies bei diesem Buch so machen würde, würde ich für Einleitung und große Teile des Hauptteiles glatte 5* vergeben, doch dann wird das Buch immer schneller, Tobias immer wirrer und wankelmütiger – zwischendurch hatte ich echt Angst, ein Schleudertrauma zu bekommen, so schnell hat er seine Meinung und sein Verhalten geändert, so dass ich ab da echt Mühe hatte über der Geschichte zu bleiben und so hat mir das Lesen immer weniger Spaß gemacht.
Manche seiner Entscheidungen waren für mich einfach nicht nachvollziehbar, zumal er nicht mehr Anfang 20 ist und diese eben nicht mehr auf sein Alter hätte schieben können. Er zwar schon viel mitmachen müssen und trägt eine große Verantwortung, aber dennoch… so vogelwild…
So sympathisch er mir am Anfang des Buches war, so sehr hat er dann ab ca. 3/4 des Buches verloren. Dass das ein junger Mann wie Adrian überhaupt mitmacht, spricht für diesen tollen Typ. Er war für mich eigentlich der Fixpunkt und Stabilisator in diesem Buch und hat mich dadurch bei der Stange gehalten. Ein absolutes Highlight aber waren die Kinder :-). Alleine wegen ihnen hat sich das Lesen des Buches gelohnt.

Achtung, jetzt könnte es spoilern… Weiterlesen