„Café der Nacht“ – Susann Julieva

Klappentext
Als der schüchterne Maxim Besitzer des legendären Künstlertreffs „Café der Nacht“ werden soll, beginnt eine Reise zurück in seine Vergangenheit. Er wird mit schillernden alten Freunden, vor allem aber der Erinnerung an den genialen Schauspieler Monroe konfrontiert. Die Liebe zu dem charakterstarken Rebellen hat Maxim geprägt, doch alles kam anders, als erhofft.
Inspiriert vom Café und seinen Künstlern erkennt Maxim, dass ihm eine ungeheuerliche zweite Chance geschenkt wurde. Es ist noch lange nicht zu spät, seine Träume zu leben. Alles, was er dafür braucht, ist Mut.

Das Taschenbuch hat 344 Seiten.

  • von mir im Juni 2015 gekauft – zwischenzeitlich gibt es eine Neuauflage des Buches

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Es ist schon einige Zeit her, dass ich dieses Buch gelesen habe und immer noch fällt es mir schwer, die richtigen Worte dafür zu finden.

Von berührend, bis unglaublich, über eindringlich und intensiv, bis fesselnd und dramatisch ging und geht mir alles durch den Kopf. Die Protagonisten, allen voran Maxim, waren nicht nur „Darsteller“ in einem Buch, sie haben mich begleitet oder besser gesagt, ich durfte sie durch ihre Geschichte begleiten. Es war faszinierend für mich, eine relativ lange Zeitspanne mitverfolgen zu können, wie sich Maxim entwickelt, welche wirklich besonderen Menschen er trifft und wer sein Leben eben über diesen langen Zeitraum begleitet hat. Susann Julieva erzählt zwar eigentlich Maxims Geschichte, lässt aber dennoch auch die anderen Protagonisten nicht außen vor. Man erfährt viel über Monroe, der ebenfalls ein ganz besonderer Charakter ist, und dessen Aktionen und Reaktionen, je weiter man in das Buch eintaucht, immer verständlicher werden, aber auch Dela hinterließ ihre Spuren bei mir, sodass ich mich wirklich gut aufgehoben gefühlt habe.

Das Ende kam so wie es kam, auf der einen Seite überraschend, auf der anderen aber vollkommen logisch und verständlich. „Café der Nacht“ ist ein Buch, auf das man sich einlassen muss. Die Art wie das Buch geschrieben ist, ist keinesfalls Mainstream.
Mich hat es gefordert, mitgenommen (in jeglicher Hinsicht) und mit einem tollen Gefühl zurückgelassen. Dennoch war ich traurig, Maxim und seine Freunde zurückzulassen und nicht mehr an ihrem Leben teilhaben zu können.
Ich hoffe schwer, dass ich demnächst einmal ein ruhiges und entspanntes Zeitfenster haben werde – denn dies ist kein Buch für „schnell mal zwischendurch“ – und freue mich schon jetzt auf den re-read dieses Buches.
Juliane vom Blog „Like a Dream“ schrieb in ihrem Review bereits vor längerer Zeit etwas von einer Fortsetzung. Und endlich ist sie da 🙂 und bereits auf meinem Reader, denn wie angemerkt, zu guten Freunden kehrt man immer wieder gerne zurück. Ich freu‘ mich wie ein Schnitzel darauf! Der Weihnachtsurlaub kann kommen, denn dann werden beide Bücher zusammen genossen, sodass es eine direkte „Verbindung“ zum „vorher“ und „jetzt“ geben wird.

Bis bald,

El Ma

Weitere Meinungen zu dem Buch findet ihr hier bei TheWorldofbigEyes, Like a Dream-1 & Like a Dream-2.

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„#noFilter“ – Nora Wolff

Klappentext*)
Fotografie ist Davids Passion. Stolz darauf, jeden Kunden perfekt in Szene zu setzen, verzweifelt er beinahe, als der schüchterne Luis in sein Studio stolpert. Der Rotschopf ist nicht nur unglaublich unfotogen, sondern auch tierisch verklemmt. Doch Davids Ehrgeiz ist geweckt: Er wird aus Luis das perfekte Foto herausholen, koste es, was es wolle. Nur hat er nicht damit gerechnet, dass der Preis sein Herz sein könnte…

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Ich mag die Geschichten von Nora Wolff sehr. Egal ob es ihre YA-Bücher „Bunter Hund“ oder „Fessel mich“ sind, die ich beide sehr nett und unterhaltsam fand, aber auch die vor einiger Zeit erschienene Geschichte „Mehr als eine Affäre“ (gelesen, aber n.n. rezensiert) hat mich wirklich gut unterhalten. Ungelesen auf dem Reader schlummert noch „Heißkalt erwischt“ und ich freue mich schon sehr darauf.

Aber nun zurück zu „#noFilter“, denn das habe ich gerade aktuell beendet und fand die Geschichte wirklich gut, allerdings gab es einige Dinge, an denen ich mich etwas gerieben habe, aber dazu komme ich gleich.

David scheint ein wirklich guter Fotograf zu sein, der in seinem Beruf aufgeht und für sein Lieblingsmotiv Ryan schwärmt. Tja, und dann kommt Luis in sein Studio. Gefühlt ist dieser wie ein Eimer kaltes Wasser für Davids Gefühl für Ästhetik. Allerdings lässt es seine Berufsehre nicht zu, dass ein „Motiv“ sein Studio verlässt und er nicht das Beste aus diesem herausgeholt hat.

Bis David sich umschaut, hat der kleine, unscheinbare Luis etwas bei David bewirkt, was dieser noch lange nicht greifen kann.
Luis weiß auf der einen Seite genau, was er will (nämlich David), ist auf der anderen Seite aber wirklich verunsichert und zurückhaltend. Dennoch behält er seinen Stolz – was ihn für mich zum eigentlichen Helden der Geschichte werden ließ – und lässt sich nicht alles von David gefallen. Dieser ist, was wechselnde Partner angeht, nämlich ein Hans Dampf in allen Gassen und Luis will sich in diese laaaaaange Reihe an Männern nicht wirklich einreihen. Die Liebesgeschichte um die beiden ist wirklich nett geschrieben und hat so einige Höhen und Tiefen, bis es endlich zum Happy End kommt. Das alles hat sich wirklich flüssig und gut lesen lassen, dennoch, gab es so einige Punkte, die es mir schwer gemacht haben, David als den idealen Partner für den netten, freundlichen und liebevollen Luis zu sehen.

David polarisiert – und das meiner Meinung nach nicht unbedingt auf der sympathischen Seite. Er ist egoistisch, selbstverliebt und rücksichtslos. Warum? Tja, sich Luis „warmzuhalten“ und andere Männer zu treffen und das nur, weil er Luis nicht für attraktiv genug hält, seine Gedanken sich aber genauso viel um diesen wie um Ryan drehen. Er hält sich für den (männlichen) Nabel der Welt. Er geht auf der Gefühlsebene über Leichen – vielleicht aus Selbstschutz? Aber dies kam nicht so wirklich (für mich erklärbar) rüber.
Denn und das war das für mich größere Manko der Geschichte, man erfährt nicht wirklich, warum David so ist, wie er ist. Nur an der weit zurückliegenden Absage dieser Galeristin? – nein, das war mir zu wenig. Lag es an Chris? Keine Ahnung, denn diese Beziehung liegt im Dunkeln. Denn nur weil ein Teil einer „Beziehung/Freundschaft“ einen anderen Berufsweg geht, wird und reagiert man nicht so wie David.

Allerdings lässt dieser dunkle Punkt in Davids Vergangenheit Raum für eine Sidestory, über/mit Chris – wer weiß.
Auch Ryan, der lange Zeit ebenfalls sehr selbstverliebt und flirty dargestellt wird, wird gegen Ende des Buches menschlicher, netter und „aus Gründen“ kleinlauter. Auch hier gäbe es Stoff für eine weitere Geschichte *g*.

Ihr seht also, polarisierende Typen sind gut für die Fantasie. Ich hoffe natürlich nicht nur für mich als Leser, sondern auch für die Autorin *g*. Auf gut Deutsch: Ich möchte mehr über die Typen aus dem Buch lesen.

Wie gesagt, mir hat die Geschichte mit allen „wenn“ und „aber“ gut gefallen – mehr „Input“ wird gewünscht 😀. Also liebe Nora Wolff, ran an die Feder 😉.

Bis bald,

El Ma

Eine weitere Meinung zu diesem Buch findet ihr hier bei Frau Laberladen.

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„Die Nacht überdauern (Lang Downs 3)“ – Ariel Tachna

Klappentext*)
Buch 3 in der Serie – Lang Downs

Büroleiter Sam Emery ist arbeitslos und vom Glück verlassen.  Als seine ständig an ihm rumnörgelnde Frau die Scheidung will, wendet er sich an die einzige Person, die ihm noch geblieben ist, seinen Bruder Neil. Er rechnete nicht damit, dass Neil ihn ablehnen würde, aber dass die Neuigkeiten über seine Scheidung – und über seine sexuelle Orientierung – mit solch großer Akzeptanz aufgenommen werden würden, überraschte ihn sehr.

Neil nimmt Sam mit nach Lang Downs, die Schaffarm, die Neil sein Zuhause nennt. Dort lernt Sam, dass das Leben als schwuler Mann nicht unmöglich ist. Caine und Macklin, die Farmbesitzer, scheinen dies möglich zu machen. Als Caine Sam einen Job anbietet, wird für ihn ein Traum wahr.

Jeremy Taylor verlässt das einzige Zuhause, das er kennt, als die Schwulenfeindlichkeit seines Bruders unerträglich wird. Er sucht Zuflucht an dem einzigen Ort, von dem er weiß, dass er dort willkommen ist: Lang Downs. Er versteht sich auf Anhieb mit Sam — aber die Feindseligkeit zwischen Lang Downs und Jeremys Heimatfarm sitzt tief und die Jackaroos sind nicht gewillt, Jeremy so einfach zu akzeptieren. Aufgrund von Sams Unsicherheit und Jeremys prekärer Lage haben beide einen schweren Weg vor sich — auch ohne dass sie darauf warten müssen, dass Sams Scheidung endlich durch ist, bevor sie gemeinsam ein neues Leben beginnen können.

Entspricht 190 TB-Seiten

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Auch der dritte Teil der Serie fügt sich wunderbar in die Geschichte Lang Downs Farm rund um Caine und Macklin ein. In gewohnter Manier erzählt Ariel Tachna von den Geschehnissen rund um die Schaffarm und ihre Bewohner. Dieses Mal kamen Sam und Jeremy zu der verschworenen Gemeinschaft der „Dauerbewohner“ dazu. Jeremy, der Bruder des homophoben und verborten Nachbarn auf der Taylor Ranch, der mit den Ansichten und Forderungen seines Bruders nicht mehr leben kann, macht sich auf den (kurzen) Weg nach Lang Downs und egal wie die anderen Jackaroos sich ihm gegenüber verhalten, alles ist besser als bei seinem Bruder zu leben.

Tja und dann gibt’s da Sam. Ich hatte wirklich Schwierigkeiten mit ihm und seinem Selbstwertgefühl und wie er sich selbst immer klein machte. Allerdings ist er ein unglaublich sympathischer Mann, so dass ich während des Lesens ein wenig recherchiert habe. Dies hat dazu geführt, dass ich a) nun ein bisschen mehr über psychische Gewalt weiß und b) danach weitaus mehr Verständnis für Sam und sein Verhalten habe.

Jeremy hat mich wirklich für sich eingenommen, da er sich während der ganzen Zeit selbstlos hintenangestellt hat und Sam bis zu seiner Scheidung so genommen hat, wie dieser es zugelassen hat. Manchmal sind gute Freunde genau das, was ein Mensch braucht, um wieder zu sich selbst zu finden.

So ganz nebenbei (natürlich nicht 😉, denn es geht hauptsächlich um Lang Downs und dessen Bewohner) erfährt man, wie es Neil und Molly geht, was Mack belastet und Cain dagegen tut und wer es schafft, Kami handzahm zu bekommen *g*.

Einzig das Ende hat mich diesmal etwas überrascht, denn eigentlich war ich schon im Epilog und dachte mir, während mir die Augen zugefallen sind, dass ich die letzten Seiten ja dann am nächsten Morgen lesen kann. Dies sorgte am nächsten Morgen dann für schlagartig große Augen, da ich die Geschichte mit dem letzten Satz am Vorabend wirklich schon beendet hatte.
Dies soll jetzt nicht heißen, dass das Ende nicht gepasst hat, dennoch fehlte mir irgendwas (auch wenn ich es wieder einmal nicht festmachen kann, was es ist).

Mit „Die Nacht überdauern“ hat es Ariel Tachna geschafft, mich bei der Stange zu halten und mir das Problem „warten auf Band 4“ oder „auf Englisch weiterlesen“ aufgehalst …

Bei Gott, es gibt schlimmere Probleme, ich weiß. Dennoch komme ich mit dem, was ich gerne alles lesen möchte, nicht wirklich nach. Für einen Lesesüchtling wie mich, ist dies wirklich ein Problem(chen) 😉.

Bis bald,

El Ma

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*) Das Copyright für Bild und Klappentext liegt beim Verlag: Dreamspinner Press

„Eine Ranch in Montana (Montana Serie 1)“ – RJ Scott

Klappentext*)
Ein Cityboy mit einer seltsamen kleinen Familie und Marketing-Expertise. Ein bodenständiger Cowboy, der sein Leben im Sattel verbracht hat. Kann das gutgehen?

Nate Todd, ehemaliger Stern am Rodeo-Himmel, hat zwei Leidenschaften: seine Pferde und seine Ranch. Aber ohne Geschäftssinn ist das Rodeo des Lebens auch für einen verdammt guten Cowboy nicht zu meistern.
Dann kommt Jay ins Bild, den er als Marketingstrategen auf die Ranch holt: Smart. Blond. Urban. Nichts für Nate.

Jay Sullivan ist ein Cityboy, für den seine Schwester und deren Kinder an erster Stelle stehen. Er ist eher in großen Konferenzräumen als auf einer Ranch zu Hause.

Die Beiden stehen vor einem richtig großen Projekt. Gefühle sind da nur hinderlich. Und überhaupt, seit wann muss man für Ranch-Marketing reiten.

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mmh … Also wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich diese Geschichte eigentlich nur wegen RJ Scott gelesen. Ich habe einige Originale dieses Autors auf meinem Reader und wollte einfach wissen, bevor ich mich „auf Englisch durch ein Buch quäle“, wie der Schreibstil ist und ob mir dieser liegt. Blöd nur, dass es der erste Teil einer Serie ist, die halt noch nicht in meinem Fundus ist … Tja, was soll ich dazu sagen …
Die Geschichte um Jay und Nate ist gut, wirklich gut und hat mich gefesselt, ebenso wie die vorgestellten Nebencharaktere. Jays (Familien-) Geschichte ist nicht wirklich einfach und ich habe seinen Mut bewundert, alles auf ein „Pferd“ zu setzen und sein altes Leben hinter sich zu lassen. Der ausschlaggebende Grund, warum er diesen letzten Schritt dann getan hat und die Art, wie er seinen Mann in dieser Situation vor seinem vermeintlich neuen Arbeitgeber gestanden hat, hat mich den (imaginären) Hut vor ihm ziehen lassen.

Von einem Leben in der Großstadt hin zu einem auf dem Land, wo es außer Weite, Berge, Pferde und attraktiven und sympathischen Männern nichts gibt und das mit seiner Schwester und den Kindern „im Gepäck“ – nochmals: Hut ab.

Es hat Spaß gemacht, mitzubekommen, wie schnell Jay sich anpasst und angenommen wird. Seine Ideen bzgl. der Vermarktung der Crooked Tree-Ranch sind klasse und irgendwann merkt auch der letzte Cowboy (Nate), dass Jay mehr ist, als seine äußere Hülle preis gibt.

„Eine Ranch in Montana“ war für mich ein wunderbarer Einstieg, um mich davon zu überzeugen, dass ich zwingend den 2. Band der Serie lesen muss – und das im Original …  Und schwups fand sich dieser dann auch auf meinem Reader ein und wurde sofort begonnen. Und nur mal so als Vorgeschmack … ich kann ihn kaum aus den Händen legen, so gut gefällt er mir.

Ich kann für all diejenigen, die kein Englisch können nur hoffen, das der Folgeband/die Folgebände baldmöglichst übersetzt werden, so dass auch diese Leser die Geschichte um Adam & Ethan und andere Protagonisten der Crooked Tree-Ranch genießen können.

In diesem Sinne – bis bald,

El Ma

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„Der Stoff aus dem die Hoffnung ist (Beloved 11)“ – Connie Bailey

Klappentext
Als Charles sein Erbe antritt, erhält er nicht nur ein großes Vermögen, sondern muss sich zusätzlich noch um drei Kinder kümmern, die er unmöglich alleine erziehen kann. Durch einen glücklichen Zufall trifft er auf Jonathan, den er sogleich für die Betreuung der Kinder anheuert. Allen Bedenken zum Trotz funkt es bald zwischen Charles und Jonathan, doch ihre junge Liebe wird schon bald auf eine harte Probe gestellt…

Band 11 der BELOVED Romantik-Reihe. Buch ist in sich abgeschlossen.
218 Romanseiten

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Wie geht dieser eine Spruch „Es ist wie ein Unfall, man soll nicht hinsehen, kann aber auch nicht so einfach wegsehen“. Na ja, soooo schlimm wie sich das anhört, war die Geschichte nun auch nicht. Aber ich weiß auch nicht wirklich, wie ich es erklären soll.
Auf der einen Seite hat die Geschichte einen wirklich guten Handlungsstrang (die Idee ist wirklich klasse) und mit Jon einen wirklich sympathischen Hauptprotagonisten. Irgendwie wurde ich dennoch mit der ganzen Story nicht warm, aber ich konnte sie auch nicht aus der Hand legen und mit dem Lesen aufhören.

Einerseits waren die Charaktere sympathisch, andererseits für das jeweilige Alter viel zu erwachsen (Jon genauso wie die Kinder). Dafür war der, der die Verantwortung für alle tragen sollte, nicht wirklich reif.

Irgendwie hätte ich die Romanze nicht wirklich gebraucht, dazu wurde ich mit dem Pairing nicht wirklich warm (ich habe mir immer wieder vorgestellt, wie es wäre, wenn jemand anderes an Jon Gefallen finden würde 😉) und die Entwicklung bis die beiden „vorgesehenen Jungs“ sich fanden war für mich nicht greifbar, noch dazu wurde über das ganze „romantische Zeugs“, dass doch ein wenig dazugehören sollte, zu schnell drüber weg gegangen. Die Familiengeschichte selbst fand ich allerdings sehr sehr liebenswert. Der kleine Krimiplot mit der überraschenden Wendung war dann für mich der letzte ausschlaggebende Punkt, um dranzubleiben.

Alles in allem hat mich die Geschichte aber doch gut unterhalten, wenn ich auch nicht sagen kann, woran das wirklich lag. Ob es die slapstickartigen Kommentare der Protagonisten waren, die mir manchmal doch fast zu viel vorkamen, ob es die – auch in der größten Katastrophe – liebe, nette, heile Welt war, ich kann es nicht sagen. Aus irgendeinem Grund war es wohl doch faszinierend, denn ich habe es in einem Rutsch durchgelesen, ohne dass es sich wie ein Zwang anfühlte. Also doch so, wie ich am Anfang sagte: man will nicht, aber irgendwie lässt es einen auch nicht los. Seltsam, eigenartig und für mich wirklich nicht greifbar – so ein Buch hatte ich auch noch nicht, sodass ich sagen muss:

Tut mir leid, ich weiß wirklich nicht, wie ich dieses Buch einschätzen soll.

Ich weiß aber sicher, dass ich mir noch so einige andere Reviews zu dieser Geschichte ansehen werde, einfach um zu sehen und ggf. zu verstehen, was ich nicht greifen konnte.

Bis bald,

El Ma

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„Ein Ständchen für Stanley (Belladonna Arms 1)“ – John Inman

Klappentext*
Ein Titel der Belladonna Arms Serie

Willkommen im Belladonna Arms, einem heruntergekommenen Mietshaus auf einem der Hügel in der Innenstadt von San Diego. Es ist das Heim der Verlorenen, der Liebeskranken und der Liebestollen.

Der schüchterne Archäologiestudent Stanley Sternbaum ist gerade erst hier eingezogen. Er verbringt seine Zeit damit, die exzentrischen Nachbarn zu beobachten, seinem Teufelsbraten von Mutter aus dem Weg zu gehen und ansonsten möglichst unbemerkt zu bleiben … Letzteres erweist sich als das größte Problem – jedenfalls soweit es Roger Jane angeht, der ebenfalls im Belladonna Arms wohnt. Der muskelbepackte Krankenpfleger mit den wunderschönen grünen Augen ist nämlich hoffnungslos in Stanley verknallt und macht ihm unbeirrt den Hof. Doch Stanley hat immer ein ruhiges, zurückgezogenes Leben geführt und ist nie das Risiko eingegangen, sich zu verlieben. Besonders nicht in einen Mann, der so umwerfend gut aussieht wie Roger Jane.

Während Roger versucht, die Mauern um Stanley einzureißen, wendet der sich an seine Nachbarn, um mehr über die Liebe zu lernen: An Ramon, der keine Angst davor hat, sein Herz dem falschen Mann zu schenken; an Sylvia, eine Transsexuelle, die sich nichts mehr wünscht, als endlich eine Frau zu werden; an deren heimlichen Verehrer, der sie so liebt, wie sie ist; an Arthur, die Dragqueen, die sie alle liebt und nie etwas dafür erwartet – und an Roger, dessen Herz schon einmal gebrochen wurde, der aber bereit ist, es für Stanley wieder zu riskieren. Wenn Stanley es nur endlich schaffen würde, seine eigenen Unsicherheiten zu überwinden und ihn einzulassen.

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Hach ja, da sitze ich hier und grinse immer noch und muss sagen, John Inman kann es einfach 😀. Nach der Krimi-Romance „Payback„, die ebenfalls 4,5 💜 von mir bekommen hat, hat er mir mit dieser zuckersüßen Geschichte rund um das Mietshaus „Belladonna Arms“ zwei trist-trübe Abende versüßt.

Ich weiß gar nicht, wie ich dieses Buch einordnen soll. Romance ist klar, Comedy? – ja auch, Slapstick? – zwischendurch jep. Aber es werden auch Schicksale aufgezeigt und von Freundschaften und einer unerfüllten Liebe erzählt, sodass man zwischen all dem Zucker, der sich zwischen Roger und Stanley abspielt, durchaus auch etwas bekommt, dass einen nachdenken lässt.

Die Kurve von fliegenden Herzchen in den einzelnen Wohnungen hin zu wirklichen Schicksalen und Selbstfindungsprozessen ist ihm gut gelungen, denn irgendwie löst sich das ganze Geflecht zum Schluss hin mit viel „Sonne im Herzen“ und Liebesgeflüster wunderbar auf.

Meine hier vergebenen 4,5 💜 tendieren eher zu 5 💜 als zu 4 💜, denn auch wenn ich gerade zum Schluss hin das Gefühl hatte, uh … das ist jetzt einen Ticken zu viel, hat es mich dennoch glücklich grinsen lassen.
Mich hat diese erste Geschichte aus diesem Mietshaus auf jeden Fall überzeugt und auch neugierig auf mehr zurückgelassen. Mal schauen, wie (ob auf englisch) und wann (falls ich auf die deutsche Übersetzung warte) ich das zweite Buch  lesen werde, denn dass ich es lesen werde, steht außer Frage.

Bis bald,

El Ma

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„Kleinstadtgeheimnisse – Holly Creek 2“ – Poppy Dennison

Klappentext*
Buch 2 in der Serie – Holly Creek

Jefferson Lee und Zane müssen sich gegenseitig vertrauen, wenn sie die erste Bewährungsprobe ihrer noch jungen Beziehung bestehen wollen.

Jefferson Lee Davis, Holly Creeks neuer Direktor für Stadtmarketing und Veranstaltungsplanung, bereitet sich auf das nächste Großereignis vor: das Rosenfestival. Alles läuft wie geschmiert und er könnte zufrieden sein, wäre da nicht sein Liebesleben. Sheriff Zane Yarbrough, sein Freund und Geliebter, bekommt nämlich seit einiger Zeit geheimnisvolle Anrufe, über die er nicht reden will. Und als wäre das nicht schon genug, um Jefferson Lees Eifersucht am Brodeln zu halten, taucht in ihrem kleinen Städtchen auch noch ein attraktiver Fremder auf. Jefferson Lee will der Sache auf den Grund gehen. Er rekrutiert seine beste Freundin, Clover Crofton, die ihm dabei helfen soll, Zanes Geheimnisse ans Tageslicht zu bringen. Bald stecken die beiden Hobbydetektive bis zum Hals in der Tinte und Jefferson Lees Beziehung zu Zane steht vor ihrer ersten Bewährungsprobe. Zane und Jefferson Lee müssen lernen, einander zu vertrauen, wenn sie eine gemeinsame Zukunft haben wollen. Und auch Clover muss die eine oder andere Lektion verkraften.

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Ein Kurzreview zu einer Kurzgeschichte? Ja, ginge: Öhm, nö … das war mal nix.

Ok, so will ich aber auch niemanden im Regen stehen lassen, es genügt schon, wenn die Autorin schon nicht wirklich viel Muse hatte.

Klar, es ist amüsant zu lesen, wie eifersüchtig Jefferson Lee auf Zanes „Geheimnis“ reagiert. Aber Jefferson Lee ist keine 16 mehr, so dass ich wirklich da saß und mir ein kurzes „Häh …“ durch den Kopf ging. Dazu dann noch Clover, die ebenso überdreht reagiert und den gesunden Menschenverstand außen vor lässt. Der Rest dazu steht dann im Klappentext.

Ganz ehrlich, ich hatte das ja schon einmal bei einem Buch, dass ich mich wahnsinnig über einen zweiten Teil geärgert hatte (Mit deinen Händen – Susan Laine) und mir wirklich dachte: „Für was zur Hölle braucht ihr für diesen ‚Epilog‘ ein zweites Buch“. Denn mehr ist dieses zweite Buch aus der Holly Creek-Serie nicht. Da hilft auch die wirklich witzige, wenn auch etwas überdrehte Schreibweise nicht mehr weiter, denn ich fühle mich wirklich ein wenig veräppelt, zumal mit den letzten Seiten ein neues Thema angerissen wird und die Geschichte dann wirklich abrupt endet.

Diese Kurzgeschichte in einen längeren Epilog in Buch 1 gepackt und damit den Spannungsbogen auf ein vollwertiges 2. Buch gelenkt, wäre perfekt gewesen und hätte den eigentlich amüsanten Verwirrungen der Zeit nach einem Happy End einen guten Rahmen gegeben. So habe ich das Gefühl, da war noch was in der Autorin, das musste raus – mehr nicht.

Da mir das bei Poppy Dennison ja schon bei ihren Triaden-Gestaltwandlern so ging, dass man ein Buch (hier war es der abschließende Band 4 einer wirklich bis dahin gut geschriebenen Serie) schließt und sich denkt „hatte sie keine Lust mehr?“, war dies wohl die letzte Geschichte von ihr, die ich gelesen habe.
Da Band 2 bereits vor 1,5 Jahren im Original erschienen ist und seither nichts mehr kam, denke ich, dass bis da ggf. ein dritte Buch kommt, ich das Interesse daran verloren habe, um rauszufinden, was nach dem letzten Satz passiert ist. Zumal sie ja eigentlich schreiben kann, denn Buch 1 war wirklich gut, ebenso, wie die Bände 1-3 ihrer Triade-Serie. Warum sie dann mit Geschichten wie dieser – für mich – eine ganze Serie „ruiniert“ werde ich nie verstehen.
Tut mir leid, hier wurde ein relativ amüsanter Plot, der als solches 3-3,5 💜 bekommen hätte, mit einem Schlag zunichte gemacht. Mehr als 2 💜 für die Idee gibt’s diesmal leider nicht.

Bis bald,

El Ma

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