„Horizonte“ – Mickie B. Ashling

Klappentext

Buch 1 in der Serie – Horizonte

Der College-Footballspieler Clark Stevens, ein beliebter Wide Receiver mit Aussicht auf einen Vertrag in der NFL, hat eine Menge Probleme. Er hat eine eifersüchtige Freundin, einen engstirnigen und herrschsüchtigen Vater, eine Aufmerksamkeitsstörung, und er verspürt eine unerwartete, starke Anziehung zu dem Notarzt – dem männlichen Notarzt – der ihn wegen eines gebrochenen Arms behandelt.

Dr. Jody Williams empfängt widersprüchliche Signale. Er kann nicht ignorieren, wie sehr er sich zu Clark hingezogen fühlt, denn es ist offensichtlich, dass Clark ebenso empfindet. Für den stolzen, geouteten Arzt ist die Lösung denkbar einfach. Für Clark ist sie das nicht. Seine Welt ist alles andere als schwulenfreundlich und die Hindernisse, denen er sich gegenübersieht, ließen ihn seine Sexualität viele Jahre lang verleugnen.

Es ist der Superbowl der Katastrophen, egal, wie man es dreht und wendet. Am Ende muss Clark entscheiden, ob er an dem Leben festhält, das er kennt, oder ob er es riskiert, ein neues mit Jody zu beginnen.

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Meine Vorsätze halten an – wieder ein Buch vom SuB gelesen 😀.

Heute ist es mal wieder ein Buch aus der Reihe „ich weiß nicht wie …“. Auf der einen Seite ist es eine sehr gefühlvolle und emotionale Geschichte, auf der anderen Seite fühlte ich mich durch das Buch gehetzt, so dass ich die Liebe zwischen den beiden Protagonisten nicht wirklich fassen konnte. Zudem waren mir die Meinungsänderungen zu abrupt und nicht wirklich nachvollziehbar.

Die Geschichte zwischen Jody und Clark ist von den erzählten Gefühlen her ganz großes Kino, von den Handlungen aus deren Umfeld leider weniger. Aus einem homophoben Elternhaus kommend, ist Clark sein Leben lang von seinen Eltern – hier besonders von seinem Vater – klein gehalten worden. Jahrelang hat man ihm gesagt, dass er außer zum Footballspielen nicht wirklich zu etwas taugt. Mit diesem Hintergrund, spielt er sich selbst und allen anderen ein Leben vor, dass gänzlich wider seiner Natur ist. Dies zieht er durch, bis er auf Jody trifft und erkennt, dass dieses fragile Gerüst nicht mehr lange halten wird, wenn er denn jemals zu seinen Gefühlen stehen würde.

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Und genau das ist das Problem. Jody ist out und lebt dies auch so. Er hat lange Zeit mit einem der bekanntesten schwulen Männern in San Francisco zusammengelebt, bis dieser, sein Partner verstorben ist. Warum sollte er sich auch verstecken?

Es ist grundsätzlich schön zu sehen, wie sich die Beziehung zwischen diesen beiden so unterschiedlichen Männern entwickelt, allerdings (und dies hatte ich oben schon erwähnt), gehen mir die Veränderungen zu schnell. Clark ist als schwuler „Neuling“ sehr schnell für alles offen und sehr experimentierfreudig. Ich finde das gut – ohne Frage, allerdings ist es für jemanden, der noch nicht mal ganz aus dem Schrank heraus ist, doch etwas ungewöhnlich (oder ging einfach ohne wirkliche Vorbehalte von Clarks Seite über die Bühne). Dazu wird fast jedes Klischee erwähnt, dass man sich im Zusammenspiel Sport / schwule Männer / Coming out vorstellen kann.
Egal wie, mir war es mal zu viel, mal zu wenig – eben genau entsprechend der Handlung selbst.

Ich könnte hier jetzt 2, 3 oder 4 💜 vergeben, aber das würde dem Buch aus meiner Sicht weder in die eine, noch in die andere Richtung gerecht werden, da die Geschichte grundsätzlich einen guten Plot hat. Das manche Handlungen einiger Neben- aber auch der beiden Hauptprotagonisten für mich zwischendurch nur schwer nachvollziehbar waren ist wohl eher meiner Skepsis geschuldet, denn dem Können der Autorin. Was es nun so schwer für mich macht, ist, dass dieses Buch der erste Teil einer Serie ist und ich zu gerne wissen will, was bei Lil passiert. Mittlerweile gibt es von der Serie noch 3 weitere, bisher noch nicht übersetzte Teile – ich werde mal der Dinge harren, die da übersetzungstechnisch vielleicht noch kommen …

Tja, widersprüchlich wie der ganze Leseeindruck – so wirr, wie mein Review  (so kommt es mir zumindest vor) – so ist auch jetzt im Nachhinein immer noch der Nachhall der Geschichte.

Bis bald

El Ma

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The Book Blogger [TAG]

Ich bin über diesen [TAG] bei „Library of Little Worlds“ (habe ich schon mal erwähnt, dass ich diesen Blognamen sehr mag*) gestolpert und dachte ich mache einfach mal mit 😀, da ich die Fragen wirklich gelungen finde.

1. Welches Buch liegt gerade auf deinem Nachttisch?

     Ok, hier zähle ich jetzt nicht alle Bücher auf, die sich auf meinem Reader befinden (die Bücher stehen alle im Regal 😉 ), aber die ersten 5 Bücher meiner derzeitigen „möchte ich lesen“-Leseliste sind:

Deutsch:

  1. Scars … Narben auf meiner Haut – Kay Monroe (bin ich gerade drüber)
  2. Ein Zuhause finden (Finding 1) – Sloane Kennedy
  3. Unforgiven & Undecided – J. Volker-Scherwinski & C. Griethe
  4. Bits’n’Bites – Tanya T. Heinrich
  5. Cookies – Teodora Kostova

          – wobei diese Liste unendlich fortzuführen wäre und mögliche Neuerscheinungen, die diese von jetzt auf gleich sprengen könnten, sind noch gar nicht vorgesehen sind.

Englisch

  1. Carry the Ocean – Heidi Cullinan ( + Band 2 „Shelter the Sea“)
  2. The Weight of it all – N.R. Walker
  3. Dinner at Fiorello – Rick R. Reed
  4. Morning my Angel – Sue Brown
  5. Glasgow Lads – Serie – Avery Cockburn
    … und und und

2. Auf welche Neuerscheinung freust du dich dieses Jahr am meisten?

Kurzfristig:
Mr. & Mr. Auster – TJ Klune  (20.06)
Abgrund der Sehnsucht (Immortals After Dark 15) – Kresley Cole  (21.07.)

Mittelfristig:
auf die Übersetzungen der „Temptation“-Serie von Ella Frank
Band 1 ist für den 01.08.  &  Band 2 für den 01.12. geplant

Langfristig (nach 2017 ?):
auf die (hoffentlich bald vom Verlag in Angriff nehmende) Übersetzung von
„Wolfsong“ – TJ Klune

3. Was ist das traurigste Buch, das du jemals gelesen hast?

„Die Blechdose“ – Kim Fielding   |   Review hier

4. Welches Buch hat dein Leben besonders geprägt?

     Hier kann ich kein spezielles nennen. Viele lese ich und sie bereiten mir einfach nur schöne Stunden. Andere lese ich und fange danach das googeln an, wie z.B. bei der Blechdose, als ich mich in die Problematik der „Verfolgung“ von homosexuellen Menschen eingelesen habe. Leider ist das Thema auch heutzutage noch nicht vom Tisch … Ganz im Gegenteil 😢

5. Wonach sortierst du deine Bücher und wo stapelst du sie?

     Sie stehen alle in Billy-Regalen nach Alphabet sortiert. Ein großer Traum wäre hier irgendwann mal eine maßgefertigt Bücherwand 💜

6. Was ist das lustigste Buch, das du bisher gelesen hast?

Es waren zwei aus einer Serie 😂
1.  „Sag mir, dass es wahr ist“ – TJ Klune   |  Review hier
2.  „Die Queen & der Homo Jock King“ – TJ Klune   |   Review hier

7. An welchen Orten liest du überhaupt?

    Immer und überall und sobald es irgend geht 😀 egal, ob im Bad, im Bus, beim Warten auf jemanden oder irgendwas usw.

8. Was ist das spannendste was dir im Bezug zu Büchern bisher passiert ist?

    Puh, hier überlege ich schon die ganze Zeit, aber irgendetwas spannendes fällt mir einfach nicht ein.
Die Edinburgh-Serie von Samantha Young hat es allerdings geschafft, in mir die Liebe zu dieser Stadt zu wecken. Als ich das erste Mal dort war, war es ein Riesenerlebnis für mich, mir die im Buch beschriebenen Ecken in Natura anzusehen. Viele waren genauso, wie ich sie mir vorgestellt hatte, von einigen war ich auch etwas enttäuscht – aber so ist das Leben nicht war *g*. Zwischenzeitlich fliege ich nun das 5. Mal in die Stadt meines Herzens, die mir eine unglaubliche Ruhe bringt.

9. Welches Kinderbuch ist dir besonders in Erinnerung geblieben und warum?

    Eigentlich kein spezielles, so leid mir das tut. Allerdings habe ich mir erst vor kurzem ein Kinderbuch gekauft 😀.
Das grosse Buch von Brombeerhag“ – Barklem, Jill

10. Wer ist deine Lieblingsautorin / dein Lieblingsautor?

    Oh Mann, wenn man +/- 200 Bücher im Jahr liest, kann man nicht nur eine Lieblingsautorin/einen Lieblingsautor haben. Von daher versuche ich es mal auf 3-5 pro Sprache einzugrenzen, wobei die Reihenfolge keine Rangfolge ist:

Deutsch:
– Tobias Jäger
– Mary R. Smith
– Mathilda Grace
– Anyta Sunday
– Tanya T. Heinrich
und und und …

Englisch:
– Sue Brown
– N.R. Walker
– TJ Masters
und und und …

außerhalb des sprachlichen Sortierung:
– TJ Klune (in den deutschen Übersetzungen, für ihn reicht mein Schulenglisch leider noch nicht)
– Shutterfly (zu finden auf Fanfiction)

11. Wo kaufst du deine Bücher?

    Meine eBooks bei *a*, meine Bücher wenn „neu“ (was eher selten der Fall ist) bei Amazon oder Thalia, gebraucht über Booklooker und Medimops

12. Was ist das gruseligste oder spannendste Buch, das du bisher gelesen hast?

    Hier muss ich komplett passen. Ich lese weder Grusel-, Horrorgeschichten , noch Krimis oder Thriller.

13. Welche Buchticks hast du?

    Buchserien … Wenn ich eine Serie als Taschenbuch beginne, muss ich sie auch komplett im Regal haben. Ich werde stinksauer und bin wirklich, wirklich persönlich beleidigt, wenn diese mittendrin nicht fortgesetzt werden. Meist passiert das bei Übersetzungen – aus diesem Grund warte ich seither auch, bis die Serie komplett ist und schlage dann zu.

14. Welches Buch ist das günstigste und welches das teuerste in deinem Regal?

    Das günstigste kann ich gar nicht sagen, da ich schon so einige Schnäppchen bei Booklooker gemacht habe. Das teuerste „Buch“ ist eine Box:
„Die Erzählungen aus 1001 Nacht“ – von Hugo von Hofmannsthal

15. Welches Buch hat dich am meisten enttäuscht?

    Eigentlich enttäuscht mich kein Buch, da oft schon die Klappentexte verraten, ob es etwas für mich ist oder nicht.
Meist scheitert es an meiner eigenen hohen Erwartungshaltung und Vorstellung, wie eine Geschichte „sein soll“. Zuletzt ist mir das mit einer Übersetzung passiert. Hier hatte ich das Original ewig vor mir hergeschoben, weil ich für dieses Buch „Zeit & Muse“ haben wollte, denn englisch zu lesen ist für mich immer noch eine „Aufgabe“. Nun kam die Übersetzung heraus und ich hatte eine bestimmte Vorstellung von dieser Geschichte. Leider war sie anders, als ich sie mir ausgemalt hatte. Das Buch war wirklich nicht schlecht. Gut und flüssig geschrieben, eine ruhige Handlung, in die man hätte eintauchen können, aber halt leider nicht das, was ich mir ausgemalt hatte…
Also hat nicht das Buch enttäuscht, sondern meine Erwartungshaltung war einfach „zu anders“.
Allerdings hatte ich letztens zwei Bücher eines Autors, der bis dato uneingeschränkt in meiner TOP-Autorenliste aufgetaucht wäre. Leider entsprachen diese beiden Bücher für meinen Geschmack nicht dem bisherigen Niveau.
Nun muss er sich erstmal wieder beweisen.

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So, das waren meine Gedanken zu diesem [TAG] 😀

    *) Ach so, es ist ja noch offen, warum mir der Blogname von „Library of Little Worlds“ so gut gefällt.
Ich würde einfach die Gedanken von David aus dem Buch „Die zweite Ernte“ (das Buch ist übrigens eine volle Leseempfehlung – Review hier), die da lauten

„Morgen Abend würde er essen wie die Leute in diesem Artikel.
Er würde in Marokko essen.“
Pos. 823

abändern in:  „Heute Abend bin ich in Florida/London/Kanada … und schaue mal was die Leute dort so machen“. Für mich sind Bücher wirklich kleine Welten, in die ich abtauchen und manchmal sogar etwas daraus mitnehmen (siehe meine Affinität zu Edinburgh) kann.

Wer will kann herzlich gerne mitmachen, mich würde es sehr interessieren, wer was für Lieblingsautoren, -bücher und Ticks hat *g*.

Bis bald,

El Ma

„fels“ – Anyta Sunday

Klappentext
Vulkanisch.
Als sich Coopers Eltern scheiden lassen, zerbricht seine Welt – und plötzlich ist er in der einen Woche bei seiner Mutter und in der nächsten bei seinem Vater.
Aber sein Vater ist nicht der Einzige, mit dem er klarkommen muss: Da ist auch noch Lila, die andere Frau, die ihm den Boden unter Füßen weggezogen hat.
Und dann…
Gibt es noch Jace. Lilas Sohn. Lilas eingebildeten Sohn, dessen Augen so blau leuchten wie hochgewürgte Fischschuppen.
Cooper will seine alte Familie zurück haben, aber etwas an diesem Jungen sagt ihm, dass nichts wieder so sein wird, wie zuvor.

Sedimentär.
Cooper und Jace’ neues gemeinsames Leben beginnt holprig, aber mit der Zeit knüpfen sie etwas Neues. Eine enge… Freundschaft.
Denn mehr als das darf es zwischen ihnen nicht geben. Obwohl sie keine echten Brüder sind. Wenn man’s genau nimmt, sind sie ja noch nicht einmal Stiefbrüder…

Gestaltverändernd.
Aber was geschieht mit Freunden unter der felsenschweren Last, die das Leben ihnen auferlegt?
Die das Herz ihnen auferlegt?
***
„fels“ folgt der Geschichte von Cooper und Jace über 15 Jahre lang, und erzählt dabei von Familien, die zerbrechen und neu zusammengefügt werden, vom Erwachsenwerden, von Trauer und Neuanfang, vom Loslassen und Ankommen, von Freundschaft und Liebe.
Ein schwuler Liebesroman, der bewegt.

                                                                   ***
Deutsche Fassung des Bestsellers „rock“ von Anyta Sunday.

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Es gab schon so einige Bücher, die mich ziemlich wortlos zurückgelassen haben, dass ich sprachlos nach einem war, ist mir noch nicht so oft passiert. Dieses Buch hat mich eine schlaflose Nacht gekostet (ausgerechnet die von Sonntag auf Montag) und ich habe nicht eine einzige Minute davon bereut.

obsidian-505332_640Die Geschichte wird aus der Sicht von Cooper erzählt und schildert seine Beweggründe und Gedankenspiele wirklich gut und auch nachvollziehbar. Nicht nur einmal war ich emotional so berührt, dass mir beim Lesen die Tränen heruntergelaufen sind. Obwohl man weiß, dass es um das Leben von Teenagern geht, fühlt man mit ihnen und zwar so, dass man das Buch nicht wirklich aus der Hand legen will, da man das Gefühl hat, es könnte etwas passieren und man wäre nicht dabei.

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(c) Robert Lavinsky

Der Klappentext sagt viel über den Inhalt des Buches aus, ohne allzuviel zu verraten (auch das ist eine Kunst). Man verfolgt nicht nur Coopers Leben über 15 Jahre, nein, auch das der ganzen Familie und den Freunden. Jede Situation ist so dargestellt, dass man wirklich das Gefühl hat, dabei zu sein. „fels“ ist ein Buch, auf das man sich einlassen soll und muss. Bei mir ist das soweit gegangen, dass ich bei manchen Szenen gerne noch viel tiefer eingetaucht wäre. Dies soll jetzt allerdings keine Kritik sein, sondern einfach nur zeigen, wie fest mich das Buch im Griff hatte.

amethyst-2054918_640Ich werde auch zukünftig sicher kein großer Fan von YA-Büchern werden. Aber sicherlich ein großer Fan der Bücher von Anyta Sunday :-). Nach „Verzettelt“ (ein leichtes, unkompliziertes Buch), „500 Küsse“ (locker, flockig und gut zu lesen) und „Experimentier Mit Mir: Taboo For You“ (ein klasse Buch – wobei mich der Titel schon erst einmal verwirrt hat), ist „fels“ die vierte Geschichte von ihr und wird mit Sicherheit nicht die letzte gewesen sein.

Native_gold_nuggetsEinen klitzekleine Anmerkung habe ich dann aber doch noch (Achtung, jetzt kommt jammern auf allerhöchstem Niveau) und zwar zum Ende … Es passt, dies gleich vorneweg. Es kam für mich, so wie es kam, nur etwas unverhofft und mir einen Ticken zu schnell, da die Geschichte sonst sehr viel detaillierte Facetten aufweist. Es passte aber dann aber auch wieder, da der Augenmerk der Geschichte für mich in der Entwicklung der Protagonisten liegt und nicht auf dem „Endergebnis“. Es ist einfach schön, über diesen langen Zeitraum mitzubekommen, welche Wege die einzelnen Personen nehmen. Bei einigen Nebenprotagonisten wurde noch das eine oder andere Thema angeschnitten, dass dann etwas „kurz“ kam bzw. nicht näher erläutert wurde, aber auch dies wäre bei einem „normalen, oberflächlichen“ Buch noch nicht einmal eine Erwähnung wert. Bei „fels“ sind es aber genau diese kleinen Details, die für mich das Liebens- und Lesenswerte ausmachen.

(c) Andrew Sullivan

„fels“ ist auf jeden Fall ein Buch, das zeitnah ein re-reading erfahren wird. Das TB ist bereits bestellt und darf ins Regal :-). Jetzt hoffe ich auf eine zeitnahe Übersetzung von „nest“ 💜.

 

Bis bald,

El Ma

 

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„Nach Art der Wölfe“ (Den Schleier heben-Serie 1) – Susan Laine

Klappentext
Buch 1 in der Serie – Den Schleier heben

Kris Ellis dachte, die Zeit arrangierter Ehen wäre lange vorbei – aber das war, bevor die Große Enthüllung bewies, dass mythische Wesen unter den Menschen leben. Nun hat ein medizinischer Routintest gezeigt, dass Kris einen Gefährten hat, einen Werwolf namens Rafael King.

Kris hat gerade seinen Collegeabschluss gemacht und hat Pläne für sein zukünftiges Leben. Für immer an jemanden gebunden zu sein, den er nie getroffen hat, gehört nicht dazu. Dann erhält er einen Anruf von Rafe und beginnt, seine Meinung zu ändern. Wie muss es sein, zweihundert Jahre auf seinen wahren Gefährten zu warten?

Rafe ist geduldig, stark und freundlich, und nicht zu vergessen – verdammt attraktiv. Alles, was Kris über wahre Gefährten gehört hat, bewahrheitet sich. In dem Moment, als sie sich treffen, fliegen die Funken. Aber Kris und Rafe sind sehr verschieden, und nach Art der Wölfe zu leben, ist gefährlich. Ist ihre Liebe es wert, um sie zu kämpfen?

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Heute wird’s kurz und schmerzhaft 😦

Ich mag Bücher über Gestaltwandler sehr und freue mich jedesmal, wenn ich wieder über eines stolpere. Hier haben wir wieder eines mit einer Wolf-/Menschverbindung, also einen Klassiker.

Ja, ich bin traurig. Traurig darüber, dass mein „zweiter“ Versuch mit Susan Laine wieder nichts war …

Wieder kann ich nicht sagen, dass sie nicht gut schreibt, dass sie keinen interessanten Plot aufweisen kann. Aber warum in Gottes Namen macht sie nichts daraus???

Sie schafft Protagonisten, die soviel Potential hätten, die soviel erzählen könnten und doch erreichen sie mich nicht. Noch dazu ist „Nach Art der Wölfe“ der Start einer Serie. Da muss es doch das Ziel sein, den Wunsch auf die nachfolgenden Bände zu wecken und das gelingt ihr bei mir leider nicht.

Die Protagonisten bleiben für mich blass, hetzen durch die Geschichte (klar, bei 91 Seiten bleibt auch nicht viel Raum für Tiefe) und haben mich mit einem hilflosen Schulterzucken und der Frage „war’s das“ zurück gelassen. Vielleicht kommen Kris und Rafe ja in den folgenden Geschichten wieder vor (zumindest ist im Klappentext von Band 3 wieder von der Familie King die Rede), viel Lust habe ich derzeit nicht wirklich darauf.

Ich schiebe jetzt mal schmollend die Unterlippe vor, bin kurzzeitig beleidigt und … lese was Neues.

Bis bald,

El

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„Blaue Tage“ (Mangrove Stories 1) – Mary Calmes

Klappentext
Ein Titel der Mangrove Stories Serie

Sich in einen Kollegen zu vergucken, ist selten eine gute Idee, speziell für einen Mann, der eine letzte Chance bekommt, seine Karriere zu retten. Doch von dem Moment an, in dem Dwyer Knolls dem gutaussehenden, aber unbeholfenen Takeo Hiroyuki begegnet, scheint er nur noch die falschen Entscheidungen zu treffen.

Takeos Leben besteht aus einer Reihe vergeblicher Versuche, seinen konservativen japanischen Vater zufrieden zu stellen. Unglücklicherweise ist die erfolgreiche Ausübung seines Jobs genauso schwierig für ihn wie der Wechsel von homo- zu heterosexuell. Aber ein Augenmerk auf Dwyer Knolls zu haben – darin ist er wirklich gut.

Auf einer Geschäftsreise nach Mangrove, Florida, wird aus Takeos` und Dwyers zögerlicher Freundschaft plötzlich mehr – viel mehr. Ist ihre Liebe stark genug, um ihre Karrieren dafür zu riskieren, oder haben sie die plötzliche, intensive Leidenschaft nur der lauen Brise des blauen Ozeans zu verdanken?

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Ja ja, ich weiß, eine Kurzgeschichte ist eine Kurzgeschichte, weil sie eben kurz ist *g*. Ich bin da immer etwas zwiegespalten, denn ich mag es nicht, wenn eine wirklich nette Geschichte einem das Gefühl gibt, nicht „komplett“ erzählt worden zu sein. Ich muss mich aber auf eine Geschichte einlassen können, um sie zu genießen. Aus diesem Grund bin ich doch etwas vorsichtig an dieses Buch herangegangen.

Und was war? Es ist (fast) alles erzählt, es ist alles drin und ich habe mich wohlgefühlt mit den „Jungs“. Je mehr man über Takeo erfährt, um sehr mehr versteht man, warum er so geworden ist, wie andere ihn wahrnehmen. Niemand, außer Dwyer gibt sich überhaupt Mühe, hinter Takeos Fassade zu schauen.
Das Dwyer überhaupt noch in seinem Job arbeitet, liegt mittlerweile nur noch an Takeo, der ihn auf den ersten Blick hin fasziniert hat. Er kann gar nicht verstehen, dass die anderen sich gar keine Mühe geben, auch mal den wirklichen Takeo zu sehen. Scheinbar gilt auch hier

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
Antoine de Saint-Exupéry (Werk: Der Kleine Prinz)

Mit gefällt es, wohin sich die Geschichte entwickelt und es ist trotz der Kürze genügend Raum vorhanden, um auch mal ein bisschen „hinter die Kulissen“ zu sehen. Die Geschichte ist leicht und locker erzählt und ich mag sie wirklich sehr, allerdings und das gibt für mich den „Punktabzug“, hatte ich am Ende das Gefühl, dass das Ende kommen MUSS. Zudem wurden zum Schluss hin noch Punkte (Dwyer/Mak/Club | Takeo/Mr. Sutter) neu angeschnitten, die dann einfach irgendwie „hinten runter“ gefallen sind. Ob es sie überhaupt gebraucht hätte??? Vielleicht wird dies ja in den weiteren Teilen immer mal wieder angeschnitten, aber … und hier war es dann wieder mein Kurzgeschichtenproblem 😉

Nichtsdestotrotz (oder vielleicht gerade deswegen *g*) habe ich mir die anderen, bereits im Original erschienen Teile, mal auf die Wunschliste gepackt. Denn manches würde ich dann ja doch gerne wissen 🙂

Bis bald,

El Ma

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„Wie man die Sterne zählt“ – Diana Wintermeer

Klappentext
Einen Rucksack packen und dann einfach durch die Tür marschieren. In die Welt hinausziehen und die eigene Heimat Schweden zu Fuß entdecken, den Wind im Rücken und die Sonne im Gesicht – den Traum vom Wandern hat Nathan schon sein Leben lang und doch hat er diesen Rucksack bis heute nicht gepackt. Erst ist es sein Vater, der sie verlässt, dann die Krankheit seiner Mutter. Nathan muss die Familie zusammenhalten, da bleibt keine Zeit für Abenteuer oder gar für die Liebe und lange hat er deshalb das Gefühl, dass er gar nicht richtig lebt. Bis er Arik kennenlernt und sein Leben eine plötzliche Wendung nimmt. Nathan ist sofort fasziniert von dem jungen Mann mit dem ungewöhnlichen Handikap und auch wenn sie anfänglich nicht viel gemeinsam haben, erkennen sie doch bald, dass sie tief in ihren Herzen den gleichen Wunsch hegen: Einen Rucksack zu packen und dann einfach durch die Tür zu marschieren …

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Der Traum von Nathan – ein Traum – mein Traum. Nicht, dass ich zu Fuß durch Schweden möchte (naja, vielleicht schon, aber nicht als Lebenstraum), aber so einen „ähnlichen“ Traum habe ich auch. Dieser Traum hält einen aufrecht und hilft einem in schwierigen Situationen. Auch bei Nathan hatte ich das Gefühl, dass dieser Traum, ihn in seinem bis dato nicht sehr ergiebigen Leben aufrecht hält.

Ihr aber seht und sagt: Warum? Aber ich träume und sage: Warum nicht?
George Bernard Shaw

Bücher von Diana Wintermeer kommen sofort nach Erscheinen auf meinen Reader :-). Bisher war jedes einzelne Buch ein Lesehighlight. Wunderbar geschrieben und immer wieder ein wenig anders, hat sie mich mit jeder einzelnen bisher erschienenen Geschichte erreicht.
Nicht anders war es mit „Wie man die Sterne zählt“.

Alleine, dass Nathan einen Traum hat und diesen noch immer vor sich herschiebt, nur weil ihn sein Verantwortungsbewusstsein nicht loslässt, ist ein Thema, dass mich sofort neugierig gemacht hat. Manchmal muss man dann nur den richtigen Auslöser haben, etwas, dass einem den ultimativen Anschubser gibt, der einen dann seinen Traum leben lässt.

Auch eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem Schritt.
Laotse

Nachdem Nathan für seinen Bruder den Kopf hinhält, um dessen Strafe zu übernehmen, damit dessen Leben nicht schon vorbei ist, bevor es begonnen hat, trifft er in einem Kinder- & Jugendheim auf Arik. Es dauert etwas, bis die beiden miteinander warm werden und doch ist bereits von Beginn an ein ungewöhnliches „Selbstverständnis“ zwischen ihnen vorhanden. Zu Beginn schiebt Nathan jede Art von Gefühl weit von sich. Eigentlich will er sich emotional nicht an irgendjemanden binden und doch gelingt dies sowohl Arik, als auch der kleinen Risa, relativ mühelos. Spätestens, als er Arik aus einer nicht ungefährlichen Situation rettet, hatte sein sorgfältig verschlossenes Herz verloren. Tja, und ab da geht die Geschichte inkl. der Wanderung erst richtig los.

Es machte Spaß, den beiden auf ihrem Weg durch Schweden und der damit in Verbindung stehenden Entwicklung der beiden Männer zu folgen. Nicht alles war immer und jederzeit einfach, manches war schmerzhaft und anstrengend, aber gemeinsam haben die beiden jungen Männer alle Probleme bewältigt. Sie sind jeder für sich, aber auch mit- und aneinander gewachsen. Ich konnte die emotionale Entwicklung, die zwischen Arik und Nathan stattfand, wirklich gut nachvollziehen. Als Leser habe ich mich in und mit der Geschichte pudelwohl gefühlt. Diana Wintermeer hat auch die Problematik mit Ariks Handicap gut erklärt, so dass man verstehen konnte, was in ihm vorging.

(jetzt spoilert es ein wenig)

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„Black Hawk Tattoo“ – Aundrea Singer

Klappentext
Gabe Navarro, Künstler aus Toronto, verbringt die meiste Zeit mit Tätowieren und seinem Masterstudium. Er ist sich seiner Überzeugung und künstlerischen Integrität völlig sicher und naiv genug, zu glauben, dass er niemals einen Kompromiss eingehen muss – bis der Irakveteran Jake MacLean in seinem Tattoostudio aufkreuzt.

Wütend und mit dem Schuldbewusstsein des Überlebenden ist Jake in einem Teufelskreis gefangen, der ihn zwingt, für Sünden zu büßen, die er sich selbst niemals wird vergeben können. Verzweifelt versucht er, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen, und zieht zunächst zu seiner Schwester nach Toronto. Niemals hätte er erwartet, dort Gabes Charme zu verfallen.

Obwohl Jakes beharrliches Schweigen über seine Zeit im Irak Gabe frustriert, glaubt er lieber Jakes Beteuerungen, es ginge ihm gut, als der Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Doch schnell wird klar, dass Jake seine Panikattacken nicht kontrollieren kann, und dass sich sein Zustand verschlimmert. Jake steuert geradewegs auf den Abgrund zu – und läuft Gefahr, Gabe mit sich zu ziehen, wenn dieser es nicht schafft, ihm im Kampf gegen seine Dämonen beizustehen.

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Puhhh, manchmal gibt es Geschichten, da lohnt es sich einfach dran zu bleiben. Ich habe bis 70% des Buches darauf gewartet, dass es zum großen Knall kommt. Das Jake eine wandelnde Zeitbombe ist, war eigentlich vom ersten Kapitel an klar. Das Liebe blind macht, weiß man auch, so dass man bedingt Verständnis für Gabe aufbringen kann. Zwischendurch hatte ich aber auch das Gefühl, dass er eigentlich  nicht wirklich wissen will, was mit Jake los ist.

Als es dann tatsächlich nach dem großen Knall zum Showdown kommt, habe ich, etwas erstaunt über Gabes soziale Kompetenz, verwundert die Augenbrauen gehoben. Irgendwie ist er in dieser Situation dann doch über sich hinausgewachsen. Wo diese Empathie plötzlich herkam, erschloss ich mir nicht so ganz, dennoch empfand ich seine Seite von ihm sehr hilfreich für die Gesamtsituation.

Mitgefühl ist das Verständnis des Herzens.
© Helga Schäferling  (*1957), deutsche Sozialpädagogin

Trotz dieses meiner Meinung nach komplexen Themas, ist es eine ruhige Geschichte, die ein bisschen an der Oberfläche eines PTSD kratzt. Lange liest man einfach nur wie sich die Beziehung zwischen Jake und Gabe entwickelt. Leider erfährt man zu wenig (oder wenn erst sehr spät), wer, wie und warum so gehandelt hat, wie gehandelt wurde.

Schön beschrieben ist das Umfeld von Gabe und Jake. Hier gibt es wunderbare Nebenprotagonisten die sich wirklich gut in die Geschichte einfügen und jede(r) von ihnen den richtigen „Platz“ einnimmt. Einzig Jakes Armyvergangenheit, als „Sanitäter/Helfer“ bleibt wirklich blaß. Kann es wirklich sein, dass niemand aus dieser Zeit (explizit sei hier Skites erwähnt, der mMn zumindest in irgendeiner Form Erwähnung – ausser in einem kurzen Satz – finden sollte) mit ihm in Verbindung geblieben ist? Keine weiteren Kollegen, kein Vorgesetzter zeigt in irgendeiner Form wenigstens ein bisschen Interesse an ihm? Hier klärt auch der Epilog nicht wirklich auf, was mich dann doch ein wenig enttäuscht hat.

Das die US-Army und auch die Regierung nicht wirklich Interesse daran hat, Soldaten, die an PTSD leiden, aufzufangen, ist leider hinlänglich bekannt. Entweder Soldaten funktionieren oder sie sind untauglich (ganz ehrlich, ich finde dies schlicht menschenverachtend). Es wird in diesem Buch allerdings nur ganz oberflächlich daran geschrammt, so dass man nicht wirklich einen Blick hinter die Kulissen bekommt und mit den vorgegebenen Tatsachen leben muss. Man erfährt leider auch nicht, ob Jake einfach keine Hilfe wollte, keine angeboten bekam, oder … Aber auch, als er sich dann ENDLICH Hilfe sucht, wird dies viel zu wenig thematisiert.

„Black Hawk Tattoo“ basiert auf einem sehr schwierigen Thema, welches leider immer nur ein wenig gestreift wurde. Es fällt mir, auch im Nachhinein, persönlich schwer, hier nur die Romanze zu sehen, die die Geschichte wohl sein soll. Vielleicht stört/verwundert den einen oder anderen diese Rezension, aber ich kann hier nicht einfach nur sagen, dass es eine sich gut entwickelnde Story ohne wenn und aber ist, hier muss ich einfach meinen „Senf“ dazugeben. Schwierige Themen bedürfen einer besonderen Behandlung, dies ist hier – für meinen Geschmack – nur bedingt gegeben. Sollten andere Leser das Thema Kriegstrauma wirklich nur als gegebenen „Hintergrund“ sehen können, dürfen sie sich auf eine schöne Geschichte freuen.

Um diesem Buch 5* zu geben, ist es mir an einigen wichtigen Stellen zu oberflächlich geblieben, für „nur“ 3* aber im Gesamten zu gut geschrieben.

Bis bald,

El Ma

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