„Dir zu gehören“ – Anna Martin

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Fortsetzung zu Andere Wege
Ein Titel der Neue Wege Serie

Es ist drei Jahre her, seit Jesse Ross sich zwischen seinem Master und seiner festen Freundin entscheiden musste – drei Jahre, seit er eine Liebesbeziehung mit Will, seinem Dom, eingegangen ist und endlich offen zu seiner sexuellen Orientierung steht. Von außen betrachtet ist die Beziehung zwischen Jesse und Will beständig, stabil und romantisch; alle gehen davon aus, dass sie demnächst heiraten und eine Familie gründen werden. Erst ein Autounfall deckt die zutapezierten Risse in ihrem gemeinsamen Leben auf.

Traumatisiert durch den Unfall muss Will, der den Wagen gefahren hat, feststellen, dass sein Selbstvertrauen in Scherben liegt. Nachdem er Jesse unabsichtlich Schmerzen zugefügt hat, sieht er sich außerstande, ihm im Schlafzimmer wehzutun, und stellt plötzlich seine Eignung als Jesses Dom in Frage. In dieser physisch und emotional völlig verfahrenen Situation kämpft Jesse darum, die Teile ihrer angeknacksten Beziehung zusammenzuhalten. Die physischen Wunden heilen zwar mit der Zeit, doch das emotionale Trauma hat bei beiden Männern mehr Schäden hinterlassen, als irgendjemand ahnen konnte …

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Ich hab’s probiert, ehrlich. Nachdem ich das Buch fertig hatte, habe ich mich gefragt, was ich an der Geschichte nicht verstanden habe. Den ersten Teil hatte ich schon vor längerer Zeit gelesen und irgendwie ist er mir nicht so wirklich im Gedächtnis geblieben, so dass ich ihn mir nach dem zweiten Teil noch einmal vorgenommen habe.

Leider hat mich auch das nicht viel weiter gebracht, denn auch danach blieben mir die Protagonisten im zweiten Teil fremd. Ich wurde einfach nicht mit ihnen warm. Dabei ist das Buch wirklich klasse geschrieben, die BDSM-Szenen sehr bildhaft, sehr gekonnt beschrieben. Dass ich beim Lesen meine Probleme mit den Reaktionen der Protagonisten hatte, war wohl wirklich dem verblassten ersten Teil geschuldet (der mir auch beim zweiten Lesen gut gefallen hat), denn es hat sich, eben mit dem Wissen aus Teil 1, eigentlich abgezeichnet, dass es irgendwann Probleme geben könnte.

Es fällt mir schwer hier eine wirklich aussagekräftige Rezension zu schreiben, denn für mich ist, gerade bei BDSM, eine Verbindung zu den Protagonisten wichtig und diese kam einfach nicht zustande. Vielleicht war ich nicht in der richtigen Stimmung für diese Bücher – ich weiß es nicht, denn Anna Martin kann Charaktere so zum Leben erwecken, dass man sie mögen muss. In „Teeträume“ zum Beispiel wäre ich ohne Probleme mit den Typen um die Häuser gezogen und hätte eine WG gegründet. Es liegt also nicht daran, dass sie es nicht kann.

Ich konnte so manche Reaktion von Will, aber auch von Jesse nicht wirklich nachvollziehen. Evtl. habe ich an die „Reaktionen“ eines Doms auch eine zu hohe Erwartung? Vielleicht bin ich dazu zu gerade gestrickt, denn ich habe (auch im realen Leben) große Probleme damit, wenn ein Mann eine Firma leitet, dazu dann auch noch der dominante Part in einer Beziehung jedweder Art ist und dann zum „Mimöschen“ wird. Vielleicht war genau das der Part, an dem ich emotional ausgestiegen bin, ich weiß es nicht. Vielleicht kann jeder andere von euch dieses Verhalten besser nachvollziehen als ich und hat evtl. für sich sogar eine Erklärung dafür. Von daher kann ich dieses Mal wirklich nur empfehlen, es selbst zu lesen. Über eine Rückmeldung zu eurem Lesegefühl würde ich mich freuen, denn irgendwie stehe ich da und weiß nicht *schulterzuck*

Wer also auf gut geschilderte BDSM (mit einem hohen SM-Faktor) und dennoch auf ein sich liebendes Paar (die beiden leben die Kombination 24/7) steht, der wird, wenn er mit den Protagonisten warm wird, sicherlich ein schönes Leseerlebnis haben.

El Ma

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