„Im Alleingang (Spielzüge 1)“ – Avon Game

Klappentext*)
Ein Titel der Spielzüge Serie

Die Zukunft des zwanzig Jahre alten Lane Courtnall sieht rosig aus, nachdem er gedraftet wurde, für die Jacksonville Sea Storm zu spielen, dem Farmteam einer NHL-Mannschaft, auch wenn er sich als schwuler Mann in der Minor League unwohl fühlt. Er hat sich schon mehr als einmal im Ton vergriffen und damit seine Mannschaftskameraden gegen sich aufgebracht. Dann gerät er in einem Spiel gegen die Savannah Renegades, die Rivalen seiner Mannschaft, in einen Kampf mit dem Enforcer Jared Shore, bei dem die Handschuhe fliegen. Eine seltsame Art, eine Beziehung zu beginnen.

Jared hat den Großteil seiner Karriere in den Minor Leagues gespielt. Er ist bisexuell und es kümmert ihn nicht, wer darüber Bescheid weiß. Aber er ist entschlossen, sich nicht wieder auf eine Affäre einzulassen, nachdem seine letzte ihn am Boden zerstört zurückgelassen hat. Aber vollkommen unerwartet führt ein One Night Stand mit dem Neuling Lane Courtnall dazu, dass er diesen Entschluss überdenkt. Durch Lane erinnert Jared sich daran, warum er das Spiel liebt und warum es sich lohnen könnte, sein Herz zu riskieren. Im Gegenzug hofft Jared, dass er Lane zeigen kann, wie er sich auf dem Eis, und abseits davon, in seiner Haut wohlfühlen kann. Aber sie befinden sich an unterschiedlichen Punkten in ihrer Karriere, und beide Männer müssen entscheiden, was ihnen am wichtigsten ist.

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Oft ist es mir noch nicht passiert, dass ich mitten unterm Lesen mit dem Review angefangen habe, aber nachdem ich einige Zeit brauchte, um in das Buch reinzukommen, gehen mir die Rückblicke der beiden Jungs ziemlich an die Nieren. Um eben genau dieses Gefühl festhalten zu können sitze ich nun hier und schreibe, anstatt einfach weiterzulesen. So als Sportfan meint man immer, dass es toll sein muss, wenn man mit Sport seinen Lebensunterhalt verdienen kann. Wenn man aber Jared „zuhört“ verliert diese romantische Sichtweise ganz schnell seinen Glorienschein. Aber auch Lane muss mit seinen 2o Jahren lernen, dass er das Leben nicht einfach nur von der „Sohnseite“ sehen kann, sondern dass das, was seine Eltern seiner Meinung nach sehen wollen, nicht das ist, was er sein kann. Auf jeden Fall kann ich nach einem Viertel des Buches sagen, dass mir gefällt was ich hier lese und das es mich neugierig auf die weitere Geschichte macht.

Und jetzt, wo ich das Buch beendet habe, muss ich sagen, dass es mir ausnehmend gut gefallen hat. Zwischendurch saß ich da und habe wirklich überlegt, ob Lane – aufgrund mancher Aktionen und Reaktionen – eine milde Art von Autismus hat, aber wie sich Jared selbst zwischendurch fragt, scheint es wirklich eine Art Wahrnehmungsstörung zu sein. Im einen Moment ist er auf eine sehr subtile Art aufmerksam und einfach nur liebenswert, in einem anderen geht ziemlich jede zwischenmenschliche Aktion komplett an ihm vorbei.
Jared ist ein „alter“ Hase im Eishockey und hat, im Gegensatz zu Lane, seinen Weg bereits gefunden. Avon Gale hat die Eigenheiten der beiden Jungs so wunderbar und leicht lesbar einfließen lassen, dass man, obwohl sie nicht wirklich tief eingetaucht ist, das Gefühl hatte, beide gut zu kennen. Dennoch hat sie einen sehr eigenen Stil, den man mögen muss, der mir aber gut gefallen hat.
Zudem zeigt sich, dass man immer beide Seiten der Medaille kennen muss, um ein „Urteil“ zu fällen. Dies müssen sowohl Lane als auch Jared lernen. Doch als sie dann der Blitzschlag der Erkenntnis trifft *g*, zeigt sich, dass Familie, Freunde und der Sport eine wunderbare Allianz bilden können. Der Weg dahin ist nicht einfach, aber wenn man ihn einmal geht, nicht so steinig, wie befürchtet und manche Dinge entwickeln sich so selbstverständlich, dass man sich fragt, ob es nicht schon immer klar gewesen ist, dass es so kommen musste.

So wie ich zu Beginn Schwierigkeiten hatte, in das Buch reinzufinden, so hätte ich später einfach immer weiterlesen können. Ich habe ein weiteres Buch dieser Serie im Original auf dem Reader, aber wie immer entspricht mein Zeitvolumen nicht dem meines SuB … Allerdings bin ich jetzt schon so weit, dass ich mehrere Ordner der Bücher angelegt habe, die als Serien erscheinen und die für mich das Lesen und „dabeibleiben“ wert sind. Die Spielzüge-Serie bekommt übrigens auch einen 😀.

Bis bald,

El Ma

Eine weitere Meinung zu dem Buch findet ihr hier bei Frau Laberladen.

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*) Das Copyright für Bild und Klappentext liegt beim Verlag: Dreamspinner Press

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