Mal schnell und kurz so zwischendurch … (Ein waschechter Cowboy – B.G. Thomas)

„Ein waschechter Cowboy“ – B.G. Thomas

Klappentext
Bryan hat schon sein ganzes Leben lang heiße Fantasien von Cowboys. Er zieht sich sogar, wie sein Mitbewohner es nennt, ein „Cowboykostüm“ an, wenn er in seinen Lieblingsclub geht, in der Hoffnung, die Aufmerksamkeit eines echten Cowboys auf sich zu ziehen. Dann lädt ihn Curtis auf ein Bier ein, und Bryan zweifelt keinen Augenblick daran, dass er ein richtiges Original ist. Doch können sie mehr aus einer Nacht voll unglaublichem Sex machen, sobald Bryan Curtis gegenüber zugibt, dass das einzige Pferd, auf dem er je geritten ist, ein Pony auf einer Geburtstagsfeier war?

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Jetzt beim Schreiben des Reviews fällt es mir echt schwer, diese Kurzgeschichte zu „bewerten“. Sie ist nett, schnell erzählt und trotzdem liebenswürdig.

Zu Beginn dachte ich erst, wie naiv Bryan doch ist. Ich war mir nicht sicher, ob er nur ein Träumer oder doch nur ein bisschen naiv ist. Als dann jedoch so „langsam“ seine wilden Jugenderlebnisse hochkamen (hier musste ich erstmal richtig herzhaft lachen, habe mich aber gefreut, dass er vernünftiger geworden ist), wurde er für mich greifbarer und seine „Gedanken“ für mich verständlicher. Er ist eine ehrliche Haut. Er hat aus der Vergangenheit gelernt, lebt aber dennoch seinen Traum und hofft auf seinen Mr. Right. Als er dann mit Curtis tatsächlich einen Cowboy kennenlernt, muss er für sich klären, ob er bei der Wahrheit bleibt oder in seinem Traum weiterlebt und vielleicht alles verspielt.

Gefühlt nimmt diese eine „erste“ Nacht ein viertel des Buches ein. Sie ist heiß, ohne Frage. Wie B.G. Thomas es geschafft hat, in die 54 Seiten (abzüglich der heißen Nacht) all die Informationen, Gefühle und Geschehnisse zu packen, ist mir ein Rätsel, aber er hat es wirklich gut gemacht. Als ich die Geschichte beendet hatte, war mein erster Gedanke „und das war’s jetzt“? Jetzt hier beim Schreiben und Zusammenfassen überlege ich wirklich, ob bzw. was mir gefehlt hat.
Außer der Tiefe, die eine Novelle vielleicht hätte entwickeln können, fällt mir nicht viel ein. Es gibt witzige, aber auch liebevolle Dialoge. Die beiden Männer erleben so einiges miteinander, sie gehen aufeinander zu und erkennen, dass das, was sie haben mehr werden könnte. Bryan darf in einer netten Szene einen seiner Träume ausleben und Curtis lässt in Stück für Stück in sein Leben.

Mir hat dieses Buch die Mittagspause versüßt, auch wenn ich immer noch nicht weiß, wie glücklich ich damit bin, gut unterhalten war ich auf jeden Fall. Viel wichtiger ist allerdings, dass Bryan glücklich ist und das schafft Curtis 🙂

Bis bald,

El Ma

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