Buchbesprechung „Mit ganzem Herzen (Hope Cove 2)“ – Cate Ashwood

Mit ganzem Herzen

Klappentext
Buch 2 in der Serie – Hope Cove

Officer Declan Grant wird zu einem Einsatz am Pier von Hope Coves gerufen. Dort findet er Lucas Hale vor, der zusammengeschlagen von einem Fischerboot geworfen wurde und kaum noch am Leben ist. Das brutale Verbrechen erschüttert die friedliche Gemeinde, in der jeder jeden kennt und die Türen meistens unverschlossen sind. Obwohl Declan noch nicht lange in Hope Cove wohnt, möchte er für immer hier bleiben und nichts würde er lieber tun, als Lucas zu beschützen. Freiwillig beginnt er, sich nach dessen Entlassung aus dem Krankenhaus um Lucas zu kümmern.

Lucas will einfach nur die ganze Sache hinter sich lassen und nach vorne schauen. Je besser er Declan jedoch kennenlernt, desto schwerer fällt es ihm, Abstand zu dem Mann mit dem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn zu halten. Die Untersuchung des Falls dauert an und Declan steht bald vor einem moralischen Dilemma. Er muss eine Wahl treffen, die sein geordnetes Leben durcheinanderwirbeln könnte und ihn zwingt, sich zwischen Lucas und dem Gesetz zu entscheiden.

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Ich habe schon einmal ein Review geschrieben, in dem das Wort „eigentlich“ eine gewichtige Rolle gespielt hat, allerdings war da das Wort Programm, sprich der Buchtitel. Hier ist es nun etwas anders, denn…

…eigentlich weiß ich gar nicht, wie ich dieses zweite Buch aus der Serie beschreiben soll. Am besten passt wohl eine etwas abgeänderte Form des berühmten Satzes aus Johann Wolfgang von Goethes berühmten Satz aus „Der Fischer“:

„Halb zogen sie sie, halb sank sie hin“

   …eigentlich ist die Geschichte von Declan und Lucas richtig gut und dennoch kommen die beiden für mich nicht an die Charaktere des ersten Buches heran. Nicht, dass sie nicht gut beschrieben wären, aber irgendetwas „für mich nicht greifbares“ hat mich mit ihnen nicht so warm werden lassen, wie mit Oliver und Mack.

…eigentlich ist Declan als Police-Officer genau das, was Hope Coves braucht: loyal, anständig und gesetzestreu ohne wenn und aber – und gerade dies lässt ihn manchmal etwas „steif“ wirken

…eigentlich ist Lucas ein ganz lieber und süßer Typ, den man einfach mögen muss und obwohl ich einige seiner Entscheidungen sehr wohl nachvollziehen konnte, wollte es mir nicht in den Kopf, wieso ER dies so handhabt.

Dies alles sind meine ganz persönlichen Wahrnehmungen, die wahrscheinlich jeder andere Leser ganz anders empfinden wird. Wahrscheinlich sind mir die beiden – jeder auf seine Art – zu ähnlich *g* und von daher für mich etwas schwierig zu händeln.
Wenn ich jetzt mal die „persönlichen Präferenzen“ außen vor lasse, dann ist die Geschichte in sich stimmig, lässt einen alte Bekannte wieder mit einem fröhlichen Winken in die Runde begrüßen und mit einem „ich bin wieder zuhause“ in Hope Cove verweilen. Ich tue mich schwer, dieses Buch irgendwie einzuordnen, denn im Nachgang muss ich sagen, dass mir die Geschichte gut gefallen hat – und dies trotz der für mich schwer zu fassenden Charaktere.

Der Schreibstil von Cate Ashwood liegt mir sehr und da ich davon ausgehe, dass die Übersetzung des dritten Buches noch etwas dauern wird, ich aber die Geschichte von Haydn (dessen Art mir im ersten Buch unbandig gut gefallen hat und ich ein klitzekleines bisschen enttäuscht war, dass zuerst Declans Geschichte erzählt wurde) unbedingt lesen will, werde ich wohl auf das Original zurückgreifen. Ihr merkt vielleicht, wie zwiegespalten ich bin und trotz aller „eigentlichs“ hält mich „Mit ganzem Herzen“ in der Serie fest :-).

Ich werde die Geschichte sicherlich nicht das letzte Mal gelesen haben, denn nicht zu wissen, warum ich mir mit diesen beiden Männern so schwer tat, ist sehr unbefriedigend für mich, denn „verdient“ haben sie das nicht. Die beiden sind tolle Typen, wirklich nette Kerle, die jeder für sich eine schwierige Vergangenheit haben…
…und je länger ich hier schreibe, desto mehr denke ich, dass ich hier so was von falsch liege…  Das ist mir auch noch nicht passiert

In diesem Sinne

fàilte

El Ma

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2190 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 232 Seiten
Verlag: Dreamspinner Press; Auflage: 1 (19. Juli 2016)
Preis:   € 5,14   (Kauf = klick aufs Bild)

Buchbesprechung: „Gebrochenes Herz“ (Hope Cove-Serie 1) – Cate Ashwood

gebrochenes Herz

Klappentext
Buch 1 in der Serie – Hope Cove

Oliver Parrish war von Geburt an immer allein, ohne Familie und ohne Freunde. Da taucht unerwartet Sheriff Owen „Mack“ Macklin vor seiner Haustür auf und überbringt ihm die Nachricht vom Tod seiner Schwester. Oliver ist mehr als überrascht. Trotzdem begleitet er Mack nach Hope Cove im Bundesstaat Maine, weil er mehr über die Schwester erfahren möchte, von deren Existenz er erst nach ihrem Tod erfahren hat. Er versucht zwar, die vielen neuen Eindrücke und Erfahrungen mit seinem Leben als Einzelgänger in Einklang zu bringen, ist sich aber nicht sicher, ob das überhaupt möglich sein wird.

Sein bisheriges Leben gerät weiter aus den Fugen, als er sich in das unwiderstehliche Städtchen Hope Cove und dessen gleichermaßen unwiderstehlichen Sheriff verliebt. Dann erfährt er niederschmetternde Neuigkeiten über den Tod seiner Schwester und weiß nicht, ob er bleiben und um seine Liebe kämpfen oder doch lieber die Beine in die Hand nehmen und die Flucht ergreifen soll.

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Bedingt durch einen FB-Post und das damit verbundene Stöbern auf der DSP-Seite, weiß ich nun, dass der 2. Teil der Hope Cove Serie „Mit ganzem Herzen“ am 19. Juli auf Deutsch erscheinen wird. Tja, habe ich mir gedacht, lese ich doch den ersten Teil noch einmal, damit ich einen guten Einstieg in das zweite Buch finde. Mein Erstaunen war groß, als mir bei diesem Buch so gar nichts bekannt vorkam und ich gemerkt habe, dass ich wieder einmal ein Buch auf meinem Reader vergessen hatte…
Wie schon so oft bei von mir „vergessenen Büchern“, war auch „Gebrochenes Herz“ auf jeden Fall das Lesen wert 🙂

„Gebrochenes Herz“ erzählt eine ruhige, sich gut entwickelnde Geschichte von zwei Männern, die eigentlich nichts weniger wollen als eine Beziehung und doch gibt es etwas zwischen Mack und Oliver, dass sich nicht einfach wieder verdrängen lässt.
Leider erfährt Oliver erst nach dem Tod der Schwester, dass er gar nicht „alleine“ auf der Welt gewesen war und das es nichts gab, was seiner Schwester mehr bedeutet hätte, als endlich ihren Bruder kennenzulernen. Leider konnte sie dies nicht mehr selbst umsetzen, aber ihr bester Freund Mack, der absolut dagegen war, einen „Wildfremden“ zu suchen, möchte Maggie nun gerne ihren letzten Wunsch erfüllen und sucht nach diesem Bruder.

Oliver, der bewusst keine näheren, geschweige denn persönliche Kontakte pflegen will, da er immer wieder seine Bezugspersonen verloren hat oder bitter von ihnen enttäuscht wurde, begleitet Mack trotz aller Bedenken nach Maine (mich hätte er nicht lange bitten brauchen 😉 Maine ist ein Traum).
Wie kleine Städtchen und ihre Einwohner manchmal so sind, wird Oliver mehr oder weniger einfach von den ganzen Eindrücken und auch einigen Personen „überrollt“ und merkt gar nicht, wie gut ihm der Aufenthalt in Hope Cove tut. Das Erbe seiner Schwester mag er so gar nicht wahr-, geschweige denn annehmen, obwohl er dadurch die große Chance hätte, endlich seinen großen Traum zu verwirklichen, aber dies würde „Nähe“ bedeuten…

Mack braucht viel Geduld, um Oliver von sich, von Hope Cove und allem was dazugehört zu überzeugen. Als dann jedoch herauskommt woran Maggie verstorben ist, ist Oliver am Ende seiner Kräfte und tut das, was er am besten kann…
Aber auch hier zeigen Hope Cove und seine Mitbewohner wahre Größe und auch was Freunde wirklich wert sein können. Man lernt enge Freunde und Kollegen von Mack kennen, die ganz schnell auch zu Olivers Freunden werden, gerade Haydn ist ein Mann, der mit seiner Art den zurückhaltenden Oliver einfach „überrollt“. Jede dieser Personen ist von Cate Ashwood so beschrieben worden, dass man mehr von ihnen wissen möchte. Da es sich bei der Hope-Cove-Serie ja um Übersetzungen aus dem englischen handelt, habe ich auf die DSP-Seite gespitzt und so weiß ich nun, dass Buch 2 von Declan (Mack’s Kollege) und das 3. Buch dann von Haydn erzählen wird.

Wenn ich Olivers Verhalten und ihn selbst beschreiben sollte, so trifft dieser Satz es ziemlich genau:

Die Einsamkeit eines Menschen ist die Unantastbarkeit seiner selbst.
Denn er fürchtet die Zweisamkeit aus Angst wieder einsam zu sein.
                                                                 Verfasser unbekannt

Ich freue mich jetzt erstmal auf Band 2 und Declan 🙂 & ganz besonders wieder auf Maine.

Fàilte  El Ma

 

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 710 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 212 Seiten
Verlag: Dreamspinner Press (5. Mai 2015)
Preis:    €  5,14  (Kauf = klick aufs Bild)