Buchbesprechung „Liebe gegen den Strich“ – Charlie Cochet

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Klappentext
Kelly Sutton ist ein ehrgeiziger junger Amerikaner, der als Praktikant bei der Photonic Royal Society in New London arbeitet. Seit über einem Jahr ist er dem Projekt Mars zugeteilt, das so geheim ist, dass selbst Kelly nicht weiß, worum es sich dabei genau handelt. Er weiß nur, dass seine Mitarbeit an dem Projekt zum Wohl der Menschheit ist. Und mehr interessiert ihn auch nicht.

Kellys Welt wird auf den Kopf gestellt, als ihn die Sorge um das merkwürdige Verhalten seines Mentors zufällig über ein streng gehütetes, fürchterliches Geheimnis stolpern lässt. Hinter dem Projekt, das offiziell der Verbesserung des menschlichen Lebens dienen soll, verbirgt sich das Potential zu Gewalt und Vernichtung. Diese schreckliche Erkenntnis zwingt Kelly zu einer Entscheidung. Soll er die Augen vor der Wahrheit verschließen und seinen Job behalten, wie er es immer getan hat, oder soll er seine Karriere riskieren und den Mann retten, der ihm das Herz geraubt hat?

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Oh mein Gott, was hätte man aus dieser Geschichte machen können…

Leben heißt, langsam geboren zu werden.
Es wäre auch zu bequem, wenn man sich fertige Seelen besorgen könnte.
                                                                      Antoine de Saint-Exupéry

Das es eben auch anders geht, beschreibt Charlie Cochet in diesem Buch. Ich bin wahrlich kein Fan von Science-Fiction, aber gleich zu Beginn hatte mich die Geschichte, bis… ja bis sie plötzlich ohne Grund zu Ende war.

Es passiert mir selten, dass ich ein Buch zuklappe und mir denke „was war denn das jetzt?“.

Wie gesagt, bin ich kein Freund von „Science“ oder „Fiction“, aber die Geschichte begann gut. Als der junge, ehrgeizige Kelly innerhalb eines Projektes versetzt wird, glaubt er sich endlich am Ziel seiner Forschungspläne angekommen. Bis er einen Blick hinter die Kulissen erhält und sich in das Forschungsobjekt verliebt. Ab hier wird es für ihn (und den Leser) problematisch.

Nicht, dass man dieses „sie verlieben sich ineinander“ nicht hätte nachvollziehen können, aber als es dann zur finalen Auseinandersetzung kommt, ist die Geschichte eigentlich schon vorbei. Bis auf ein kurzes „und sie leben friedlich, gemeinsam und glücklich“ kommt nichts mehr…

Was hätte man aus der Geschichte machen können. Mein Gott, hier wurde soviel Potential verschenkt. Ein richtig guter Plot, klasse Protagonisten, gute Kulisse und und und…

Ich hatte bisher noch nicht das Vergnügen ein Buch von Charlie Cochet zu lesen, hatte aber immer wieder vernommen, dass sie eine hervorragende Autorin sein soll (die „Thirds“-Serie ist von ihr). Mit dieser Information im Kopf, werde ich mir sicherlich noch einmal ein Buch von ihr zulegen – dann sollte es aber auch passen, denn eine weitere so oberflächliche Geschichte (ja, auch wenn es eine Kurzgeschichte ist) – kann sie sich „für mich“ nicht mehr leisten, sorry.

Tja, ich denke für den Preis kann man sich selbst ein Bild von der Geschichte machen – ich bin hier relativ neutral. Denn egal was man daraus hätte machen können, Kelly und Mars sind (eigentlich) zwei tolle Typen 🙂

Bye airson nis

El Ma

 

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 2005 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 80 Seiten
Verlag: Dreamspinner Press; Auflage: 1 (4. Oktober 2016)
Preis:    €  1,99  (Kauf = klick aufs Bild)