„Wie man die Sterne zählt“ – Diana Wintermeer

Klappentext
Einen Rucksack packen und dann einfach durch die Tür marschieren. In die Welt hinausziehen und die eigene Heimat Schweden zu Fuß entdecken, den Wind im Rücken und die Sonne im Gesicht – den Traum vom Wandern hat Nathan schon sein Leben lang und doch hat er diesen Rucksack bis heute nicht gepackt. Erst ist es sein Vater, der sie verlässt, dann die Krankheit seiner Mutter. Nathan muss die Familie zusammenhalten, da bleibt keine Zeit für Abenteuer oder gar für die Liebe und lange hat er deshalb das Gefühl, dass er gar nicht richtig lebt. Bis er Arik kennenlernt und sein Leben eine plötzliche Wendung nimmt. Nathan ist sofort fasziniert von dem jungen Mann mit dem ungewöhnlichen Handikap und auch wenn sie anfänglich nicht viel gemeinsam haben, erkennen sie doch bald, dass sie tief in ihren Herzen den gleichen Wunsch hegen: Einen Rucksack zu packen und dann einfach durch die Tür zu marschieren …

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Der Traum von Nathan – ein Traum – mein Traum. Nicht, dass ich zu Fuß durch Schweden möchte (naja, vielleicht schon, aber nicht als Lebenstraum), aber so einen „ähnlichen“ Traum habe ich auch. Dieser Traum hält einen aufrecht und hilft einem in schwierigen Situationen. Auch bei Nathan hatte ich das Gefühl, dass dieser Traum, ihn in seinem bis dato nicht sehr ergiebigen Leben aufrecht hält.

Ihr aber seht und sagt: Warum? Aber ich träume und sage: Warum nicht?
George Bernard Shaw

Bücher von Diana Wintermeer kommen sofort nach Erscheinen auf meinen Reader :-). Bisher war jedes einzelne Buch ein Lesehighlight. Wunderbar geschrieben und immer wieder ein wenig anders, hat sie mich mit jeder einzelnen bisher erschienenen Geschichte erreicht.
Nicht anders war es mit „Wie man die Sterne zählt“.

Alleine, dass Nathan einen Traum hat und diesen noch immer vor sich herschiebt, nur weil ihn sein Verantwortungsbewusstsein nicht loslässt, ist ein Thema, dass mich sofort neugierig gemacht hat. Manchmal muss man dann nur den richtigen Auslöser haben, etwas, dass einem den ultimativen Anschubser gibt, der einen dann seinen Traum leben lässt.

Auch eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem Schritt.
Laotse

Nachdem Nathan für seinen Bruder den Kopf hinhält, um dessen Strafe zu übernehmen, damit dessen Leben nicht schon vorbei ist, bevor es begonnen hat, trifft er in einem Kinder- & Jugendheim auf Arik. Es dauert etwas, bis die beiden miteinander warm werden und doch ist bereits von Beginn an ein ungewöhnliches „Selbstverständnis“ zwischen ihnen vorhanden. Zu Beginn schiebt Nathan jede Art von Gefühl weit von sich. Eigentlich will er sich emotional nicht an irgendjemanden binden und doch gelingt dies sowohl Arik, als auch der kleinen Risa, relativ mühelos. Spätestens, als er Arik aus einer nicht ungefährlichen Situation rettet, hatte sein sorgfältig verschlossenes Herz verloren. Tja, und ab da geht die Geschichte inkl. der Wanderung erst richtig los.

Es machte Spaß, den beiden auf ihrem Weg durch Schweden und der damit in Verbindung stehenden Entwicklung der beiden Männer zu folgen. Nicht alles war immer und jederzeit einfach, manches war schmerzhaft und anstrengend, aber gemeinsam haben die beiden jungen Männer alle Probleme bewältigt. Sie sind jeder für sich, aber auch mit- und aneinander gewachsen. Ich konnte die emotionale Entwicklung, die zwischen Arik und Nathan stattfand, wirklich gut nachvollziehen. Als Leser habe ich mich in und mit der Geschichte pudelwohl gefühlt. Diana Wintermeer hat auch die Problematik mit Ariks Handicap gut erklärt, so dass man verstehen konnte, was in ihm vorging.

(jetzt spoilert es ein wenig)

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Buchbesprechung „Geisterküsse“ – Diana Wintermeer

geisterkuesse

Der sechzehnjährige Ti hat Albträume. Die Visionen und der Umstand, dass er in dem Haus wohnt, das einst eine Nervenheilanstalt war, machen ihn an seiner Schule zum Außenseiter. Er hat sich damit abgefunden, allein zu sein, doch das ändert sich, als Ned in sein Leben tritt. Nach und nach durchbricht dieser die schützenden Mauern, die der Teenager um sich herum aufgebaut hat und aus der Freundschaft der beiden Jungen erblüht eine zarte Liebe, die schnell an Leidenschaft gewinnt. Ti aber quälen weiter schreckliche Träume und als er sich Ned endlich anvertraut, ist der sofort überzeugt davon, dass mehr hinter den Visionen seines Freundes steckt. Die beiden beginnen zu recherchieren und geraten bald gefährlich tief in die düstere Geschichte der alten Anstalt …

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Ich liebe die Geschichten von Diana Wintermeer. Egal, welches Buch ich bisher von ihr gelesen habe, ich wurde nie enttäuscht. Diesmal war ich sogar etwas leichtsinnig 😉 – ich habe das Bundle (eBook und TB) vorbestellt – ohne jemals einen Klappentext gelesen zu haben 🙂 und das BESTE daran, ich wurde (wie immer bei ihr) nicht enttäuscht. Auch diese Geschichte ist wunderbar. Mir fällt kein anderes Wort dafür ein. Sie ist ein bisschen mysteriös, zuckersüß, könnte aber eben auch genau so stattfinden, denn ich für meine Wenigkeit glaube durchaus, dass es Menschen gibt, die mehr sehen und wahrnehmen als unser einer…

Ti lebt alleine mit seinen Eltern in einem riesigen Gebäude, welches vor vielen Jahren eine Nervenheilanstalt beherbergt hat. Alleine als ich das gelesen habe, stand mir die Gänsehaut auf – und das in Form eines Ganzkörperanzugs. Herr im Himmel, jeder Mensch, der ein bisschen Empathie besitzt, würde hier keine Nacht ruhig schlafen. So ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass Ti von Albträumen heimgesucht wird. Bedingt durch seinen Wohnort und sein zurückhaltendes Wesen ist er DER Aussenseiter schlechthin in der Schule und auch sonst ein sehr einsamer Junge.

Im Gegensatz dazu ist Ned der Neue an der Schule und wird als hervorragender Sportler sofort vom Anführer der angesagtesten Gruppe vereinnahmt. Allerdings ist Ned ein sehr eigenwilliger Typ, dem das mal so gar nicht zusagt und der sich seine Freunde selbst aussucht. Da ihm Ti sowohl als Mensch als auch als „Mann“ gefällt, versucht er alles ihm mögliche, um diesen besser kennenzulernen. Es ist einfach nur schön, wenn man sieht, was Ned alles versucht um Ti aus seinem „Schutzpanzer“ herauszuholen und ihm mit vielen kleinen Liebenswürdigkeiten das Leben zu verschönern und ihm ein Gefühl der Geborgenheit zu geben.

Genießen wir den Augenblick, wenn wir uns wohl fühlen.
Halten wir inne und lassen den Alltag einfach mal hinter uns.
                                                                       Nicole Oesterwind

Bei „Geisterküsse“ handelt es sich eigentlich um eine Coming-Out-Geschichte mit sehr jungen Protagonisten, die einen tollen Handlungsstrang hat und erstklassig, mit viel Liebe zum Detail, geschrieben wurde.

Neds außergewöhnliche Oma, Tis scheinbar so schwierige Eltern und auch der geheimnisvolle Charlie werden liebevoll beschrieben, so dass man eigentlich gar nicht umhin kommt jeden einzelnen zu mögen, zu verstehen und auch mitzuleiden.
Alleine wenn man die Geschichte um Charlie erfährt, geht einem das Herz auf. Meine Empfehlung: Taschentücher bereit halten.

Ich kann jetzt gar nicht so genau sagen, ob mir die eigentliche Coming-Out-Story, die Geschichte rund um die Anstalt oder einfach nur das gesamte Drumherum „besser“ gefallen hat, denn das Gesamtpaket ist einfach klasse 😀. Es kommt nicht oft vor, dass man an einer „Young-Adult“-Geschichte, die einem durchaus auch den einen oder anderen Nervenkitzel bzw. eine Gänsehaut beschert, mal so gar nichts auszusetzen hat. Hier muss ich Diana Wintermeer ein weiteres Mal ein Riesenkompliment machen 💜, nach Honigsommer noch einmal eine „Young-Adult“-Geschichte in der gleichen Qualität nachlegen zu können – hier ziehe ich meinen imaginären Hut!

Und bevor ich mich in meinen Schwärmereien um zwei Jungen und ihre Geschichte verliere, kann und möchte ich euch dieses Buch aus vollem Herzen empfehlen. Kauft es, lest es und fühlt euch wohl damit. Mir hat es ein wirklich schönes Lesevergnügen beschert.

Seelig sind die, deren Herzen vor Freude überströmen 🙂
                            – aus Sissi, Schicksalsjahre einer Kaiserin –

 

Bye airson nis

El Ma

 

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1503 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 413 Seiten
Preis:  €  4,99  (Kauf = klick aufs Bild)
Homepage der Autorin:  Diana Wintermeer

Buchbesprechung: „Wildherz“ – Diana Wintermeer

cover

Klappentext
»Ma-nou …« Seine Worte waren undeutlich, nicht mehr als ein ohnmächtiges Stöhnen.
Ich wusste nicht, ob das wirklich sein Name war, oder ob er mir mit diesen merkwürdigen Lauten etwas anderes sagen wollte, aber für mich klang es wie Manou, deshalb entschied ich, dass dies ab jetzt sein Name sein sollte.
Manou.
Der Junge aus den Wäldern.
Jim Mason lebt zurückgezogen in seinem Blockhaus am See, inmitten der immergrünen Wälder Kanadas. Eines Tages, als er mit seinen Hunden unterwegs ist, macht er eine Entdeckung, die sein Leben für immer verändern wird …

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Wieder einmal hat Diana Wintermeer ein Buch geschrieben, das mich sehr berührt hat und ist damit ihrem Stil treu geblieben.

Sie schafft es, dass die Geschichte zwischen diesen beiden wunderbaren Männern – ohne irgendwelche dramatischen Extravaganzen – eine wunderbare Entwicklung nimmt. Jim, ein Eigenbrötler, Einsiedler und zudem recht eingefahrener Mann, der die Einsamkeit dem Leben der Kleinstadt vorzieht, trifft auf Manou, der 2/3 seines bisherigen Lebens ebenfalls in einer extremen Lebenssituation verbringen musste. Beide bewegen sich vorsichtig und langsam aufeinander zu und müssen bis zu ihrem Happy End  einige persönliche Hürden nehmen. Beide treffen (wieder) auf Menschen, die sie aus unterschiedlichen Gründen hinter sich gelassen hatten. Aber es gibt in ihrem Umfeld auch Personen, die es einfach nur gut mit ihnen meinen. Obwohl die Geschichte keine großen dramatischen Wendungen nimmt, da manches einfach so kommen muss wie es dann kam, war sie zu keinem Zeitpunkt langatmig. Ganz im Gegenteil, ich war über jede Leseunterbrechung enttäuscht, da ich einfach wissen wollte, wie es mit den Jungs weitergeht und wie die beiden ihren Weg gehen.
Diana Wintermeer hat mir in und mit dieser Geschichte vermittelt, dass Mut, Vertrauen und  ein „sich auf neue Situationen“ einlassen, das Leben durchaus zum positiven wenden kann.

Beide Männer haben sich am Ende der Geschichte positiv verändert, sind offener geworden und passen so gut zueinander, dass sie das/ihr Leben so leben können, wie sie es sich vorgestellt haben – jeder auf seine Weise, aber eben auch miteinander.

Wenn man sich auf dieses Buch einlassen kann, findet man wunderbare Menschen, tolle Landschaftsschilderungen (ich habe mir beim Lesen ein paar Mal gewünscht, meinen Wohnort mit Jim’s tauschen zu können) und lernt so einiges über die „freie und wilde“ Natur.

Ich werde Wildherz bestimmt nicht zum letzten Mal gelesen haben, spätestens wenn die Abende wieder länger und die Wochenenden „stiller“ werden, werde ich es wieder zur Hand nehmen.

Für alle, die auch einmal eine ruhige Geschichte genießen möchten, ist Wildherz sicherlich das richtige. Von mir gibt es auf jeden Fall eine volle Kaufempfehlung & 5💜  dafür.

Fàilte

El Ma

Anmerkung: Dieses Buch wurde mir von Diana Wintermeer als Rezensionsexemplar überlassen.
Herzlichen Dank dafür – es war mir ein echtes Lesevergnügen 🙂

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1061 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 226 Seiten
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Preis:   €  4,99    (Kauf = klick aufs Bild)

„Die Farbe des Lichts“ (Gesamtausgabe) – Diana Wintermeer

Die Farbe des Lichts

Klappentext
Der liebenswerte, warmherzige Chris begegnet an einem verschneiten Wochenende im Dezember dem angesehenen New Yorker Maler Richard Grayes. Der Künstler zeigt sofort Interesse an dem jungen Studenten und auch Chris erliegt schnell dem offensiven Charme des Malers. Zusammen durchleben die beiden einen stürmischen und schneereichen Winter, doch Glück und Leid liegen für sie eng beieinander, denn nicht nur Chris hadert mit sich und seinen Gefühlen. Auch Richard verbirgt ein trauriges Geheimnis …

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Selten fiel es mir so schwer die richtigen Worte für eine Buchbesprechung zu finden, da mich dieses Buch emotional eiskalt erwischt hat.
Bei „Die Farbe des Lichts“ handelt es sich um eine sehr liebevolle, aber – für mein Empfinden – auch eine Geschichte mit sehr traurigen Aspekten, die im ersten Teil aus Chris‘ Sicht erzählt wird.
Als sich die beiden Hauptprotagonisten kennenlernen, sind sie so grundverschieden, wie zwei Männer es nur sein können. Chris ist als Sportstudent nicht sehr kunstinteressiert, in einer festen Beziehung mit Kate und hat gerade seinen Job verloren, mit dem er sich den Studienunterhalt verdient hatte. Richard ist ein anerkannter Künstler, 20 Jahre älter als Chris, vermögend und eigentlich nicht wirklich zu einer Beziehung bereit. Diese beiden so unterschiedlichen Männer treffen aufeinander, nähern sich an und lassen sich von ihren Gefühlen tragen. Chris lernt, dass „man sich letztendlich in den Menschen verliebt. Nicht in das Geschlecht oder das Alter“. Richard gibt irgendwann den Kampf gegen seine „sich selbst kasteienden“ Gedanken auf und lässt seine Gefühle für Chris zu.

Diana Wintermeers Geschichte hat mich mehr als einmal zum Taschentuch greifen lassen, da sie die Gefühle der beiden Protagonisten – jeder für sich und auch dem anderen gegenüber – sehr einfühlsam und dennoch intensiv rüberbringt. Es geht um Verlustängste, ebenso wie um ein „sich auf den anderen einlassen“, aber auch dieses „was passiert wenn…“, das mich emotional sehr mitgenommen hat. Chris lässt seine latent schwule Seite zu und sich auf Richard ein. Richard hingegen findet für sich einen Weg aus seinem selbsterrichteten „Käfig“, so dass er sich mit einem gutem Gefühl Chris gegenüber öffnen und seine Frieden finden kann.

Im zweiten Teil des Buches kann man dann noch einmal die Sicht Richards auf die Entwicklung der Geschichte lesen, was mir persönlich sehr gut gefallen hat, denn so abgeklärt wie er ab und an im ersten Teil rüber kommt, ist er keineswegs.

Frei nach dem Motto „hüte Dich vor Deinen Wünschen, denn sie könnten in Erfüllung gehen“ finden beide Männer – jeder zu seiner Zeit, das was sie zutiefst beschäftigt. Richard hat sein Leben lang nach seiner Muse, seiner Idealvorstellung eines Models / Mannes gesucht und mit Chris dann wohl auch endlich gefunden. Spät, zu spät, aber er durfte – wenn auch nur kurz – mit Chris die Liebe seines Lebens leben. Aber auch Chris‘ Gedanken driften immer wieder in seine Vergangenheit ab und sein damit verbundener Wunsch wird ebenfalls erfüllt, so dass es auch in dieser Geschichte – trotz aller Widrigkeiten – ein (anderes) Happy End gibt. Mancher mag damit nicht zurechtkommen und hätte es sich sicherlich anders gewünscht – aber…  nicht nur im wirklichen Leben, sondern manchmal auch in Geschichten kommt es eben anders als man es gerne hätte – und nicht immer ist dies das schlechtere Ende.

Das schönste Fazit aus diesem Buch ist für mich – egal wie man zum Happy End in diesem Buch steht:

„Die Liebe gewinnt immer“

Für mich ist dieses Buch von Diana Wintermeer – ebenso wie Honigsommer – eine volle Kaufempfehlung. Die Sinnenlust-Bücher kenne ich noch nicht, die stehen dann als nächstes an 🙂

Fàilte

El Ma

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 875 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 310 Seiten
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Preis:   € 4,49  (Kauf = klick aufs Bild)

Buchbesprechung: Honigsommer – Diana Wintermeer

Honigsommer

Klappentext:
Was tust Du, wenn Du Dich in Deinen besten Freund verliebst?

Sam zieht mit seiner Familie aufs Land, doch sein Unmut darüber schwindet, als er den gleichaltrigen Sohn der Nachbarn kennenlernt. Schnell verliert er sein Herz an die sommerliche Natur, die Freiheit und Alex, seinen neuen besten Freund. Aber nicht nur ihm geht es so. Es scheint, als hätte auch Alex nur auf jemanden wie Sam gewartet. Vom ersten Augenblick an fesselt die beiden Jungen ein unerklärliches Band aneinander und erst als sie ihren Kinderschuhen entwachsen und zu Männern heranreifen, beginnen sie zu ahnen, dass ihre Herzen weit mehr verbindet als eine schwurbrüderliche Freundschaft …

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Honigsommer ist eine stille, feingezeichnete Geschichte, die berührt.
Als Sam in das neue Haus einzieht, fühlt er sich fremd und entwurzelt. Doch als er den Nachbarjungen Alex kennenlernt und dieser ihn sogleich mit seiner Freundschaft „überrollt“, weiß er, dass er die Stadt und seine nicht ganz einfache Vergangenheit zurücklassen kann.
Mit Alex lernt er was es heißt zu leben, Spaß zu haben und Abenteuer zu erleben. In schönen Abschnitten wird die Geschichte der beiden Jungs von ihrem 10. Lebensjahr bis zum Schulabschluss erzählt. Sie lernen sich (selbst), ihre Gefühle zueinander, ihre Neugierde aufeinander und auch die Eifersucht kennen. All das, was im Laufe des Erwachsenwerdens eben passieren kann, wenn man sich von klein auf kennt und sich immer mehr vom anderen wünscht…
Lange Zeit kommt einem Sam als der „Schwächere“, Nachgiebigere vor – aber ist er das wirklich? Ist es vielleicht auch hier so, dass nicht immer der Extrovertierte auch der wirklich Stärkere ist?

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es nicht mit lauten, gewaltträchtigen und verbal ausufernden Sprachbildern daher kommt, sondern eine Geschichte erzählt, die sich langsam und vor allem stimmig entwickelt. Als Leser hat man das Gefühl, dass es gar nicht anders kommen kann, als es schlussendlich kommt – und dies ohne langweilig zu werden. Auch wenn Alex‘ Ego es fast geschafft hätte, der Geschichte noch eine andere Wendung zu geben.

Ich hatte das Glück, die Geschichte am heutigen Sonntag in einem Rutsch durchlesen zu können, so dass ich das Buch nicht – wegen sonst womöglich fehlender Nachtruhe – aus der Hand legen musste :-).

Diana Wintermeer hat auch mit dieser Geschichte wieder mein Herz berührt (dies hatte sie auch schon mit den beiden Teilen von „Die Farbe des Lichts“ geschafft). Aus diesem Grund gebe ich ihr

💜 💜 💜 💜 💜

zurück.

fàilte

El Ma

Format: Kindle Edition
Dateigröße: 693 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 407 Seiten
Preis:  € 3,99