„Horizonte“ – Mickie B. Ashling

Klappentext

Buch 1 in der Serie – Horizonte

Der College-Footballspieler Clark Stevens, ein beliebter Wide Receiver mit Aussicht auf einen Vertrag in der NFL, hat eine Menge Probleme. Er hat eine eifersüchtige Freundin, einen engstirnigen und herrschsüchtigen Vater, eine Aufmerksamkeitsstörung, und er verspürt eine unerwartete, starke Anziehung zu dem Notarzt – dem männlichen Notarzt – der ihn wegen eines gebrochenen Arms behandelt.

Dr. Jody Williams empfängt widersprüchliche Signale. Er kann nicht ignorieren, wie sehr er sich zu Clark hingezogen fühlt, denn es ist offensichtlich, dass Clark ebenso empfindet. Für den stolzen, geouteten Arzt ist die Lösung denkbar einfach. Für Clark ist sie das nicht. Seine Welt ist alles andere als schwulenfreundlich und die Hindernisse, denen er sich gegenübersieht, ließen ihn seine Sexualität viele Jahre lang verleugnen.

Es ist der Superbowl der Katastrophen, egal, wie man es dreht und wendet. Am Ende muss Clark entscheiden, ob er an dem Leben festhält, das er kennt, oder ob er es riskiert, ein neues mit Jody zu beginnen.

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Meine Vorsätze halten an – wieder ein Buch vom SuB gelesen 😀.

Heute ist es mal wieder ein Buch aus der Reihe „ich weiß nicht wie …“. Auf der einen Seite ist es eine sehr gefühlvolle und emotionale Geschichte, auf der anderen Seite fühlte ich mich durch das Buch gehetzt, so dass ich die Liebe zwischen den beiden Protagonisten nicht wirklich fassen konnte. Zudem waren mir die Meinungsänderungen zu abrupt und nicht wirklich nachvollziehbar.

Die Geschichte zwischen Jody und Clark ist von den erzählten Gefühlen her ganz großes Kino, von den Handlungen aus deren Umfeld leider weniger. Aus einem homophoben Elternhaus kommend, ist Clark sein Leben lang von seinen Eltern – hier besonders von seinem Vater – klein gehalten worden. Jahrelang hat man ihm gesagt, dass er außer zum Footballspielen nicht wirklich zu etwas taugt. Mit diesem Hintergrund, spielt er sich selbst und allen anderen ein Leben vor, dass gänzlich wider seiner Natur ist. Dies zieht er durch, bis er auf Jody trifft und erkennt, dass dieses fragile Gerüst nicht mehr lange halten wird, wenn er denn jemals zu seinen Gefühlen stehen würde.

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Und genau das ist das Problem. Jody ist out und lebt dies auch so. Er hat lange Zeit mit einem der bekanntesten schwulen Männern in San Francisco zusammengelebt, bis dieser, sein Partner verstorben ist. Warum sollte er sich auch verstecken?

Es ist grundsätzlich schön zu sehen, wie sich die Beziehung zwischen diesen beiden so unterschiedlichen Männern entwickelt, allerdings (und dies hatte ich oben schon erwähnt), gehen mir die Veränderungen zu schnell. Clark ist als schwuler „Neuling“ sehr schnell für alles offen und sehr experimentierfreudig. Ich finde das gut – ohne Frage, allerdings ist es für jemanden, der noch nicht mal ganz aus dem Schrank heraus ist, doch etwas ungewöhnlich (oder ging einfach ohne wirkliche Vorbehalte von Clarks Seite über die Bühne). Dazu wird fast jedes Klischee erwähnt, dass man sich im Zusammenspiel Sport / schwule Männer / Coming out vorstellen kann.
Egal wie, mir war es mal zu viel, mal zu wenig – eben genau entsprechend der Handlung selbst.

Ich könnte hier jetzt 2, 3 oder 4 💜 vergeben, aber das würde dem Buch aus meiner Sicht weder in die eine, noch in die andere Richtung gerecht werden, da die Geschichte grundsätzlich einen guten Plot hat. Das manche Handlungen einiger Neben- aber auch der beiden Hauptprotagonisten für mich zwischendurch nur schwer nachvollziehbar waren ist wohl eher meiner Skepsis geschuldet, denn dem Können der Autorin. Was es nun so schwer für mich macht, ist, dass dieses Buch der erste Teil einer Serie ist und ich zu gerne wissen will, was bei Lil passiert. Mittlerweile gibt es von der Serie noch 3 weitere, bisher noch nicht übersetzte Teile – ich werde mal der Dinge harren, die da übersetzungstechnisch vielleicht noch kommen …

Tja, widersprüchlich wie der ganze Leseeindruck – so wirr, wie mein Review  (so kommt es mir zumindest vor) – so ist auch jetzt im Nachhinein immer noch der Nachhall der Geschichte.

Bis bald

El Ma

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